zarci
02.07.06, 19:37
Hallo,
heute möchte ich Euch ein paar informationen über die Stähle geben, die bei Kizlyar verwendet werden.
Zuerst mal eine Tabelle zur Übersicht:
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/751/steelchart.jpg
Natürlich bin ich kein Stahlexperte; was ich aber tun kann, ist euch meine Informationen zur Verfügung zu stellen.
Nun zu den einzelnen Stählen:
40X13 ist ein dem 420er oder 425er vergleichbarer Stahl, der bei Kizlyar eigentlich nur für Souvenir-Shashkas und Souvenir-Kinshals und aufgrund der hohen Rostträgheit für Anglermesser verwendet wird.
65X13 ist einer der am meisten verwendeten Stähle, der sich durch ein sehr feinkörniges Gefüge und sehr gute Schärfbarkeit bei gleichzeitig guter Schnitthaltigkeit auszeichnet.
95X18 wurde von Kizlyar in den 90er sehr häufig verwendet; es zeigte sich jedoch im Lauf der Zeit, dass die russischen Kunden den 65X13 aufgrund der leichteren Schärfbarkeit bevorzugen.
110X18 ist ein Stahl, der zu Sowjetzeiten ausschließlich der militärischen Produktion vorbehalten war und wird oft für hochwertige Customs verwendet.
Von den X12-Stählen wird z.Z. im wesentlichen X12MF verarbeitet z.B. bei der X12MF-Variante des neuen Phoenix-1 und des Sterkh-1( die stellen wir euch in Kürze vor, pssst.. ;) am Lager). Der X12MF ist sozusagen die russische Entsprechung des D2 und richtet sich demnach an die Kunden, für die höchste Schnitthaltigkeit im Vordergrund steht. X12 und X12M kommt z.Z. auschließlich bei Customs auf speziellen Kundenwunsch zum Einsatz.
Zu den Komponenten für Damaszenerstahl:
Diese Stähle kommen in unterschiedlichen Anteilen je nach gewünschten Eigenschaften und auch nach der angestrebten Optik zum Einsatz.
Zum St40, Sh15 und HVG habe ich leider nur wenig Info.
Der St40 müsste ein Federstahl sein.
Der Sh15 wird meines Wissens für Fräsköpfe im Holzbereich und ähnliches eingesetzt.
Beim HVG blieb bislang jede Recherche ergebnislos.
Ein Hauptproblem bei der Recherche liegt in der Transliteration von Abkürzungen von dem Kyrillischen in den westeuropäischen Zeichensatz.
Aber ich bin mir sicher, dass wir mit Hilfe der Stahlexperten auch da Licht ins Dunkle bringen können.
U8, U10 und U13 (bzw. U8A, U10A und U13A) werden auch einzeln für Customs verwendet. (Die A-Variante hat einen etwas geringeren Schwefel- und Phosphoranteil )
Der französische Z60 des Herstellers Aciéries de Bonpertuis kommt ebenfalls erst seit kurzem bei wenigen Modellen zum Einsatz. Hier werde ich versuchen noch mehr in Erfahrung zu bringen.
Ja, dann kann ich nur noch auf eine rege Beteiligung der Stahlexperten hoffen.
Ansonsten ist jetzt Sonntagabend, ein kühles Bier lacht mich an und die Chefin erschlägt mich, wenn ich jetzt nicht die Tastatur loslasse :D
Grüße
Lothar
heute möchte ich Euch ein paar informationen über die Stähle geben, die bei Kizlyar verwendet werden.
Zuerst mal eine Tabelle zur Übersicht:
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/751/steelchart.jpg
Natürlich bin ich kein Stahlexperte; was ich aber tun kann, ist euch meine Informationen zur Verfügung zu stellen.
Nun zu den einzelnen Stählen:
40X13 ist ein dem 420er oder 425er vergleichbarer Stahl, der bei Kizlyar eigentlich nur für Souvenir-Shashkas und Souvenir-Kinshals und aufgrund der hohen Rostträgheit für Anglermesser verwendet wird.
65X13 ist einer der am meisten verwendeten Stähle, der sich durch ein sehr feinkörniges Gefüge und sehr gute Schärfbarkeit bei gleichzeitig guter Schnitthaltigkeit auszeichnet.
95X18 wurde von Kizlyar in den 90er sehr häufig verwendet; es zeigte sich jedoch im Lauf der Zeit, dass die russischen Kunden den 65X13 aufgrund der leichteren Schärfbarkeit bevorzugen.
110X18 ist ein Stahl, der zu Sowjetzeiten ausschließlich der militärischen Produktion vorbehalten war und wird oft für hochwertige Customs verwendet.
Von den X12-Stählen wird z.Z. im wesentlichen X12MF verarbeitet z.B. bei der X12MF-Variante des neuen Phoenix-1 und des Sterkh-1( die stellen wir euch in Kürze vor, pssst.. ;) am Lager). Der X12MF ist sozusagen die russische Entsprechung des D2 und richtet sich demnach an die Kunden, für die höchste Schnitthaltigkeit im Vordergrund steht. X12 und X12M kommt z.Z. auschließlich bei Customs auf speziellen Kundenwunsch zum Einsatz.
Zu den Komponenten für Damaszenerstahl:
Diese Stähle kommen in unterschiedlichen Anteilen je nach gewünschten Eigenschaften und auch nach der angestrebten Optik zum Einsatz.
Zum St40, Sh15 und HVG habe ich leider nur wenig Info.
Der St40 müsste ein Federstahl sein.
Der Sh15 wird meines Wissens für Fräsköpfe im Holzbereich und ähnliches eingesetzt.
Beim HVG blieb bislang jede Recherche ergebnislos.
Ein Hauptproblem bei der Recherche liegt in der Transliteration von Abkürzungen von dem Kyrillischen in den westeuropäischen Zeichensatz.
Aber ich bin mir sicher, dass wir mit Hilfe der Stahlexperten auch da Licht ins Dunkle bringen können.
U8, U10 und U13 (bzw. U8A, U10A und U13A) werden auch einzeln für Customs verwendet. (Die A-Variante hat einen etwas geringeren Schwefel- und Phosphoranteil )
Der französische Z60 des Herstellers Aciéries de Bonpertuis kommt ebenfalls erst seit kurzem bei wenigen Modellen zum Einsatz. Hier werde ich versuchen noch mehr in Erfahrung zu bringen.
Ja, dann kann ich nur noch auf eine rege Beteiligung der Stahlexperten hoffen.
Ansonsten ist jetzt Sonntagabend, ein kühles Bier lacht mich an und die Chefin erschlägt mich, wenn ich jetzt nicht die Tastatur loslasse :D
Grüße
Lothar