Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schleifwinkel und Lansky
Hallo,
ich habe mir nun nach den vielen guten Ratschlägen hier ein Lansky-Schärfsystem gekauft; der Händler schreibt dazu (Zitat):
,,Winkel 17°: ein sehr steiler Winkel, der nur für Rasierklingen, Klingen zum Holzschnitzen oder für ähnliche Werkzeuge empfohlen wird. Er macht eine außergewöhnlich, scharfe, aber sehr feine Schneide.
Winkel 20°: ein Winkel, der vor allem für hochwertige Qualitätsklingen verwendet wird. Bei dieser Art von Messern gibt er eine ausgezeichnete Schärfe. Ideal auch für Küchenmesser.
Winkel 25°: ein Winkel, der für die meisten Messer empfohlen wird, die eine ausdauernde, scharfe Schneide benötigen. Ideal für die Jagd und für Messer die im Freien verwendet werden.
Winkel 30°: ein hervorragender Winkel für Messer, die zum Schneiden von Pappe, Draht oder Teppichen verwendet werden.''
Somit sollte ich entweder einen 20° oder 25° Winkel wählen, oder?
Es handelt sich übrigens um ein 6er Opinel inox (erstmal kein teureres Messer für den ersten Versuch). Die Klinge ist ja recht dünn, da würden 20° eher passen; aber die 25° werden ja als bestes Mittel empfohlen.
Was habt Ihr denn da so genommen? 20°? 25°?
Gruß
Priester
Es kommt auch immer drauf an, wie dick die Klinge unmittelbar hinter der Schneide schon ist. Opinels sind sehr dünn ausgeschliffen. Da macht dann ein grosser Winkel keinen Sinn. Ich würde beim Lansky 20 Grad wählen. Stichwort "Küchenmesser" ist da gar nicht schlecht: Opinels haben ja eine sehr ähnliche Klingengeometrie.
Und neben dem Einsatzzweck spielt auch der Stahl eine grosse Rolle für den Schleifwinkel. Manche Stähle kann man einfach nicht so fein anschleifen. Dazu empfehle ich dir aber die Forensuche. Stichworte wäre etwa Zähigkeit, Karbide, Ausbrüche, etc
-Walter
Hallo Walter,
vielen Dank für Deine Hilfe; die Antwort leuchtet mir schon ein.
Ich tendiere ja auch zu den 20°, wollte aber gerne noch eine andere Meinung dazu hören.
Die Klinge ist ja schon eher dünn und die Verwendung als Küchenmesser ist ja gar nicht mal so falsch, oder?
Was würdest Du für mein SAK empfehlen? Ich würde da die 25° wählen; zum einen ist die Klinge etwas dicker, zum anderen ist die Verwendung ja auch eher im sog. Outdoor-Bereich zu finden.
Kann (sollte) man die Schere des Vic eigentlich auch mit dem Lansky schärfen?
Gruß
Priester
SAK und Outdoor? :confused:
Ums kurz zu machen: wenn ich den Lansky nehme, wähle ich fast immer 20 Grad.
Ich sehe meist wenig Grund, 25 Grad beim Lansky zu nehmen. Konstruktionsbedingt schleift man mit dem Lansky eher kleine Messer, weil man sonst umspannen muss und das ist dann mühsam. Und so kleine Messer brauchen meiner Meinung nach keinen so robusten Anschliff. Bei Hauern etc würde ich 25 Grad nehmen. Jagdmesser, und generell Messer die man viel an Orten braucht, an denen man nicht nachschleifen oder wenigstens abziehen kann, würde ich auch mit 25 Grad schleifen. Die Schneide hält da einfach länger, wird aber nicht ganz so schnittfreudig - muss man abwägen.
Für 30 Grad sehe ich keinen Anwendungszweck - immer bezogen auf Messer, die man normalerweise mit einem Lansky schleift.
Und eine Schere bitte nie selbst schärfen - egal ob mit einem einfachen System (Lansky, Sharpmaker) oder frei hand. Wenn Du eine professionelle Maschine mit Schleifführung hast (Tormek z.B.), ok. Ansonsten wirst du dir die Schere kaputt machen.
-Walter
SAK und Outdoor? :confused:
Und eine Schere bitte nie selbst schärfen - egal ob mit einem einfachen System (Lansky, Sharpmaker) oder frei hand. Wenn Du eine professionelle Maschine mit Schleifführung hast (Tormek z.B.), ok. Ansonsten wirst du dir die Schere kaputt machen.
-Walter
Oh, das war mir so nicht bewusst; aber wo kann man dann seine Scheren schärfen lassen? Wir haben hier zwar auch einen örtlichen Schleifdienst (beim Schuster), aber da stehen halt eher Maschinen fürs Grobe. Das mache ich wohl lieber nicht. Mittlerweile ärgere ich mich doch sehr, dass ich die Schere am Vic so mißbraucht habe (Kabelbinder aufschneiden :mad: ).
Trotzdem war Dein Beitrag sehr informativ für mich, weil das Thema Schärfe etc. noch ein Buch mit sieben Siegeln für mich ist.
Gruß
Priester
Letztens kam in so einer Sendung ein Tipp eine stumpfe Schere mit Schleifpapier zu schärfen, indem man einfach ein paar Mal durch das Schmirgelpapier durchschneidet...
Ich weiss noch nicht was ich davon halten soll.
Ja, das habe ich auch mal gelesen; man soll da mind. 120er Schleifpapier nehmen. Aber ausprobieren werde ich es lieber nicht.
Klingt ein wenig seltsam.
Gruß
Priester
zingzong2005
16.06.06, 19:16
mach das mit meinen normalen Scheren so.
Aber eher um Schleifpapier zuzuschneiden und nicht um die Schere zu schärfen.
Stumpf wurden sie aber dadurch nicht.
Obs aber schärfer werde kann ich auch nicht sagen :confused:
Bezüglich Vicschere:
Würd mirs leicht machen und einfach das ganze Messer an Vic zurückschicken mit einem kl.Begleitbrief,von wegen "Bitte überholen,weil..."
Läuft alles auf Garantie.
Auch wenns bissi dauert ca. 2 Wochen,bekommst du dann ein so gut wie neues Vic zurück.
Schalen werden ausgetauscht,Klingen geschliffen,...
Flaming-Moe
16.06.06, 19:28
Meine Werkstattschere haut immernoch, obwohl oder weil ich damit hauptsächlich Sandpapier schneide. Hauptsächlich feinere Körnungen ab 240 aufwärts. Scheint wohl zu funktionieren...
... aber wo kann man dann seine Scheren schärfen lassen? Wir haben hier zwar auch einen örtlichen Schleifdienst (beim Schuster),
??? :staun: Die Schere beim Schuster schleifen zu lassen, wäre genauso wie Kleidung beim Bäcker nähen zu lassen. Sicherlich bieten manche Schuster, Schlüsseldienste u.ä. einen Schleifservice an, aber die wenigsten haben dafür das nötige know-how und/oder Maschinen. Wie auch die meisten Tätigkeiten gibt es hierfür auch einen passenden Beruf, wo man in der Ausbildung (u.a.) Scheren schleifen lernt. ln den meisten größeren Städten gibt es Schleifereien, die auch Scheren schleifen können. (Anstatt sie komplett unbrauchbar zu machen :mad: ) Ansonsten sag' einfach wo du sitzt, vielleicht kann ich dir weiter helfen.
Hallo,
ich komme übrigens aus Essen, NRW.
Einschicken werde ich das Messer aber erstmal nicht; die Klingen werde ich mit dem Lansky nachschärfen und die Schere lasse ich wohl erstmal so wie sie jetzt ist.
Gruß
Priester
Hallo,
ich habe eine Frage zu dem Schleifwinkel....
Bisher habe ich mit dem Lanskyset recht gute Ergebnisse erzielt. Mit den Messern ließ sich ganz ordentlich rasieren. Sicherlich ist noch eine Steigerung möglich. Ich habe bisher einen Winkel von 25° gewählt für meine EDC`s etc.
Jedoch überlege ich mir fürs nachschärfen zwischendurch einen Sharpmaker zuzulegen, damit ich nicht jedesmal mehrere Lanskysteine "duchrarbeiten" muss wenn ein Messer mal kein Blatt Papier mehr vernünftig schneidet. Weil mit dem Lansky der zeitl. Aufwand dann schon etwas ist.
Leider hat dieser ja etwas andere Winkel wie der Lansky. Wäre es sinnvoller die Messer mit dem Lansky auf 20° zuschleifen um mit dem Sharpmaker bessere Ergebnisse zu erzielen bzw. einfacher ist?
Gibt es einen spürbaren Unterschied zwischen 20° und 25° bei einem Alltagsmesser, was man so für die normalen Schneidaufgaben (zb. bei Subcom, Benchmade, Spyderco etc.) braucht? Und ist die Schneide bei 20° noch robust genug?
Sollte man bei einem neuen Messer, dort variieren die Winkel ja meist von Messer zu Messer, einen neuen Anschliff mit 20° verpassen oder einfach direkt mit dem Sharpmaker arbeiten. Kann man auf Dauer auch nur mit dem Sharpmaker das Messer scharf halten, auch wenn man nicht immer regelmäßig nachschleift? Reichen die beiden Körnungen die bei SM dabei sind bzw. reicht es aus wenn man regelmäßig nur mit den feinen arbeitet? Oder auch generell beide, grob und fein, durcharbeiten?
Meine Fragen deshalb, da sich beide Systeme möglichst gut kompatibel zueinander einsetzen lassen sollten, da ich nicht weiss, ob vielleicht das Schärfen mit dem Sharpmaker auf Dauer mir ausreicht. Und wie es sich auswirkt die werseitige Standartschneide weiterzuschleifen oder ob es besser ist erst mit dem Lansky einen exakten Winkel anzubringen.
Über Tips würde ich mich sehr freuen. Danke
Viele Grüße
Sebastian
Jedoch überlege ich mir fürs nachschärfen zwischendurch einen Sharpmaker zuzulegen, damit ich nicht jedesmal mehrere Lanskysteine "duchrarbeiten" muss wenn ein Messer mal kein Blatt Papier mehr vernünftig schneidet. Weil mit dem Lansky der zeitl. Aufwand dann schon etwas ist.
Wenn mit dem Lansky schonmal ordentlich geschärft wurde, kann man sich den Durchgang mit allen Steinen oft sparen.
Bei den meisten Messern reicht dann mit dem mittleren Stein zu beginnen und man muss auch nicht mehr so intensiv schleifen wie beim erstem Mal.
smallmagnum
27.03.07, 20:08
Dann setze ich mich mich mit meiner Frage hier hinten dran.
Ich habe mit dem Lansky-Set bisher immer einen Winkel von 17° an meine Messer geschliffen.
Was ist daran falsch, ausser der Tatsache, dass solch ultrascharfe Schliffe schneller wieder stumpf werden?
Ich habe mit dem Lansky-Set bisher immer einen Winkel von 17° an meine Messer geschliffen.
Was ist daran falsch, ausser der Tatsache, dass solch ultrascharfe Schliffe schneller wieder stumpf werden?
Bitte korrigiert mich, wenn ich mich mangels Besitz eines Lansky-Schleifsets doch täuschen sollte, aber ich gehe schwer davon aus, dass bei Lansky der HALBE Schneidenwinkel angegeben wird, also der Winkel den eine Scheidenflanke zur Klingenachse hat. Deine "ultrascharfen" 17° sind also noch durchaus übliche 34°. Ich schleife Gebrauchsmesser aus rostfreien Stählen meist auf 40° (also 20 "Lansky-Grad"), bei nicht-rostfreien Stählen eher 30-35°. Natürlich immer mit dem Haupteinsatzgebiet im Hinterkopf, dementsprechend mal bissl mehr oder weniger.
Grüße Rainer
... Ich habe mit dem Lansky-Set bisher immer einen Winkel von 17° an meine Messer geschliffen. Was ist daran falsch, ausser der Tatsache, dass solch ultrascharfe Schliffe schneller wieder stumpf werden? ...
Prinzipiell nichts - manche Leute ziehen es sogar vor, ganz bewusst einen Lansky-Grundschliff mit den besagten 17° anzubringen, und dann ueber laengere Zeit immer nur mit dem Sharpmaker bei 20° nachzuschaerfen - das geht bei spitzerem Grundschliff naemlich einfacher, man braucht immer nur ein, zwei Striche auf dem feinen Stein des SM zum wiederschaerfen (und bei Bedarf auch noch ein, zwei Striche auf dem Leder), man hat eine gute bis sehr gute Standardschaerfe und doch eine hinreichend standfeste Schneidfase - und insgesamt weniger Arbeit. Der Schliff ist dann quasi zweistufig.
Manchem mag dieses Aussehen der Schneidfase nicht gefallen, aber fuer Messer, die taeglich BENUTZT werden, erscheint mir dies nahezu optimal - mein eigenes EDC ist uebrigens genau so geschliffen - ich bin damit zufrieden.
-zili-
smallmagnum
27.03.07, 21:11
Bitte korrigiert mich, wenn ich mich mangels Besitz eines Lansky-Schleifsets doch täuschen sollte, aber ich gehe schwer davon aus, dass bei Lansky der HALBE Schneidenwinkel angegeben wird, also der Winkel den eine Scheidenflanke zur Klingenachse hat. Deine "ultrascharfen" 17° sind also noch durchaus übliche 34°.
Richtig, genauso ist es. Jeweils 17° zur Klingenachse ergeben einen Schneidenwinkel von 34°.
Danke Euch beiden für die Auskünfte. Dann kann ich ja beruhigt mit 17°/34° weiterschleifen.
Hallo,
habe meine EDC bisher mit 25° mit dem Lansky geschliffen. Laut Empfehlung von Lansky und zum Teil einigen Postings.
Oder ist dies schon zu groß für ein robustes Alltagsmesser (mit dem man Pakete aufschneidet etc.)?
Beim Fixed Subcom war der Winkel auf einer fast genau 25 und auf der anderen etwas flacher.
Ich überlege, ob ich ergänzend mir noch einen Sharpmaker kaufen sollte, einfach um mal zwischendurch drüber zu gehen. Ist jedoch mit dem 25° vom Lansky nicht so optimal oder bekommt man das durch leichtes Schräghalten etc. noch hin?
gruß
Sebastian
... habe meine EDC bisher mit 25° mit dem Lansky geschliffen. Laut Empfehlung von Lansky und zum Teil einigen Postings. Oder ist dies schon zu groß für ein robustes Alltagsmesser (mit dem man Pakete aufschneidet etc.)? [...] Ich überlege, ob ich ergänzend mir noch einen Sharpmaker kaufen sollte, einfach um mal zwischendurch drüber zu gehen. Ist jedoch mit dem 25° vom Lansky nicht so optimal oder bekommt man das durch leichtes Schräghalten etc. noch hin? ...
Sharpmaker ZUSAETZLICH zu Lansky/Frost empfiehlt sich nur, wenn man die von mir oben geschilderte Methode waehlt, einmal einen flacheren Lansky-GRUNDschliff anzubringen, und dann mit dem Sharpmaker mit dem gleichen oder stumpferen Winkel zu arbeiten. Schliesslich kann man beim SM im Gegensatz zum Lansky den Schliffwinkel nie ganz so praezise einhalten, wie dies beim Lansky-Prinzip technisch gegeben ist, weshalb selbst ein gleicher Winkel nur recht schwer zu garantieren ist und man immer etwas balliger abzieht.
Was uebrigens Messer fuer Kartonage-Verpackungsschnitt angeht, bevorzuge ich hier etwas stumpfere Klingen - 2*25=50 Grad halte ich hier fuer angebrachter - Papier und Karton sind schlimmer als nahezu jedes andere Schnittgut (schliesslich ist Papier eine typische Druckschnittaufgabe, welches hoehere Anforderungen an die Schneide als z.B. der typische Zugschnitt bei allgemeinen Kuechenaufgaben stellt).
Zurueck zum Thema: Bei Sharpmakern mit nur einem festen Winkel (meist bei 20 bis 22 Grad pro Seite) kan es hilfreich sein, sich Keile anzufertigen, die man einfach unter den Sharpmaker legt, um einen anderen Schliffwinkel zu realisieren - nur muss man dann eben ab und an den Keil umlegen. Und man sollte bedenken, dass man sich mit Sharpmakern, welche mit Rundstaeben arbeiten (loebliche Ausnahme sind die sehr empfehlenswerten Spydercos mit Dreiecksstaeben), schnell die Messerspitzen verrundet, wenn man nicht aufpasst - das ist natuerlich "toedlich" fuer die Leistung von Klingen, wlche viel mit der Spitze arbeiten muessen (wie z.B. die Kartonagearbeit). Dies wurde aber in anderen Threads alles schon hinreichend besprochen (-> Suchfunktion) - ich habs nur mal in Etwa zusammengefasst.
-zili-
smallmagnum
28.03.07, 14:52
Prinzipiell nichts - manche Leute ziehen es sogar vor, ganz bewusst einen Lansky-Grundschliff mit den besagten 17° anzubringen, und dann ueber laengere Zeit immer nur mit dem Sharpmaker bei 20° nachzuschaerfen...
Analog dazu könnte ich doch meine mit 17°/34° geschliffenen Klingen mitttels Lansky-Set, Schleifwinkel 20°/40° und dem "extrafein" Schleifstein nachschärfen. Das dürfte imo den gleichen Effekt haben. Eventuell in zwei Durchgängen schleifen, also zuerst mit dem "fein" Schleifstein, dann mit "extrafein".
SAK und Outdoor? :confused:
Klar,
schau'ns mal
LINK (http://www.sosakonline.com/index.php?option=com_content&task=view&id=61&Itemid=35)
LINK (http://www.sosakonline.com/index.php?option=com_content&task=view&id=89&Itemid=35)
Grüsse
Markus
Analog dazu könnte ich doch meine mit 17°/34° geschliffenen Klingen mitttels Lansky-Set, Schleifwinkel 20°/40° und dem "extrafein" Schleifstein nachschärfen...
Klar geht das, so ein Schneide mit 2 Fasen ist nicht die schlechteste Lösung. Ist ja gewissermaßen eine etwas kantige Annäherung an einen balligen Schliff.
Grüße
Rainer
SaberRider
15.04.07, 09:34
Also ich will mal meine Erfahrungen an den Mann bringen.
Ich hab das Lanksy seit über einem Jahr. 17° habe ich noch nie damit geschliffen. 20° hat bei mir immer für Rassiermesserergebniss gereicht.
Jetzt wo ich als ausgelernter Koch meine eigenen scharfen Messer haben sollte hab ich folgendes gemacht.
Auf 20° geschliffen, in die Küche zu meinen Kollegen und gezeigt was mein Messer kann, also Armhaare abrassiert. Nach 1 Stunde Arbeit konnte ich nichtmal mehr eine Tomate schneiden. Dann habe ich es beim nächsten Schleifen nichtmehr so sehr polliert und habe nur noch den grünen Stein als letzten benutzt. Schnitt schon besser und etwas länger.
War aber immernoch nicht schnitthaltig genug.
So nun hab ich alle meine Küchenmesser auf 25° (auch die mit dünner Klinge) und nicht polliert (sprich groben Stein).
Und siehe da, sie halten wesentlich länger scharf. Das ist für mich nun ein muss, dann noch den richtigen Wetzstahl und ich kann mit 25° und nur groben Steinen meine Armhaare rassieren. Ich habe sie nun seit einem Monat nichtmehr geschliffen und sie sind immernoch super scharf.
Das alles auf 25°. Ich dachte nie das ein Wetzstahl es echt so bringt :)
Das wars von mir ;)
smallmagnum
19.04.07, 16:04
Hallo SaberRider.
Ich kann Deine Erfahrungen gut nachvollziehen.
Ein kleiner (spitzer) Schleifwinkel, noch dazu in Verbindung mit einer Politur/Abziehen auf dem Lederriemen, bedeutet zwar maximale Schärfe, jedoch hält die nicht lange.
Je größer (stumpfer) der Schleifwinkel ist, umso geringer ist die Schärfe, dafür ist die Schnitthaltigkeit eben größer, das Messer bleibt länger scharf.
Kurz:
kleiner Schleifwinkel = maximale Schärfe = minimale Schnitthaltigkeit
großer Schleifwinkel = minimale Schärfe = maximale Schnitthaltigkeit.
Vor einigen Jahren habe ich für kurze Zeit als Heizungselektriker gearbeitet. Wir mussten eine Heizungsanlage in einem Schlachthof komplett erneuern und waren dort über mehrere Wochen beschäftigt.
Zwangsläufig kommt man da mit den Metzgern, Fleischern und Schlachtern in's Gespräch. Ich war fasziniert von deren Messern. Die Dinger waren dermaßen scharf geschliffen, die schnitten wie ein Laserschwert. Mit nur leichtem Druck drangen sie mit einem Schnitt mehrere Zentimeter in das zu schneidende Fleisch ein.
Aber
Nach nur kurzer Zeit und nur wenigen Schnitten griffen die Fleischer in ihr Holster und zückten den Wetzstahl. In einem Abstand von nur wenigen Minuten zogen sie regelmäßig die Schneiden ihrer Höllenwerkzeuge ab. So blieb diese maximale Schärfe erhalten.
Auch bei meinem ehemaligen Metzger beobachtete ich in seinem Ladengeschäft, dass er sein Messer jedesmal mit dem Wetzstahl abzog, wenn ein neuer Kunde Fleisch kaufte.
Wer also sein Messer auf maximale Schärfe trimmt, muss damit leben, dass er es oft abziehen oder nachschleifen muss, sonst wird es eben recht schnell stumpf.
Wer - so wie Du - mit einer geringeren Schärfe auch zufrieden ist, ist mit einem etwas größerem Schleifwinkel bestimmt besser bedient, weil er nicht so oft nachschleifen oder sich mit einem stumpfen Messer rumärgern muß. Das Abziehen mit dem Wetzstahl verlängert die Schnitthaltigkeit natürlich zusätzlich.
Und mal ganz ehrlich gesagt, diese Rasierklingenschärfe braucht man ja auch nicht unbedingt, ist halt eine Marotte von mir. Mir gefallen die erstaunten Gesichter, wenn ich die Schärfe meiner Messer demonstriere, eine Tomate auf die Schneide werfe und die Tomate in zwei Teile zerfällt.
Wer angibt, hat mehr vom Leben :cool: ;)
Wenn du nur noch den grünen Lansky-Stein verwendest, das ist der mittelgrobe, dann erzeugst Du zudem eine Mikrosägezahnung auf der Schneide, die subjektiv besser schneidet, genau betrachtet aber eher sägt.
Sollte ich mit meinen Ausführungen falsch liegen, berichtigt mich bitte, ich bin noch ein ziemliches Greenhorn hier und um jeden Rat dankbar!
Konstruktionsbedingt schleift man mit dem Lansky eher kleine Messer, weil man sonst umspannen muss und das ist dann mühsam.
Ich denke über die Anschaffung eines Lansky Sets nach aber habe eher Messer mit > 10cm Klinge...das längste ist ca. 24,5 cm lang...Macht ein Lansky dann trotzdem noch Sinn? Apex ist mir eben n bisschen zu kostspielig
es ergibt immer noch sinn, nur kannst du nicht mehr in einem zug fuer den abschuss ueber die klinge gehen.aber vielleicht habe ich nur zuviel angst vor stufen im schliff.
das längste ist ca. 24,5 cm lang...Macht ein Lansky dann trotzdem noch Sinn?
Schätze, du meinst auch hier die Klingenlänge, nicht die Gesamtlänge. Also, ich hab vor einiger Zeit einem Messer mit einer Klingenlänge von 22 cm (58 Grad HRC) mit dem Lansky einen vollständig neuen Anschliff verpasst, da ich mit der Schärfe unzufrieden war und das Teil mit einem Bankstein einfach nicht richtig scharf bekam - war wie verhext. Hat zwar etwas gedauert, und ich musste die Klammer ein- oder zweimal umsetzen, doch es hat sich gelohnt. Hat jetzt eine mehr als ausreichende Schärfe.
smallmagnum
24.04.07, 16:22
Ich setze die Klammer nie zum und gehe auch nicht in einem Zug über die Klinge!
Ich setze die Klammer nie zum und gehe auch nicht in einem Zug über die Klinge!
:confused:
smallmagnum
25.04.07, 13:30
Naja, ich formuliere es mal so, ich verteile immer mehrere Züge gleichmäßig über die Klinge.
Ist das schlimm?
Ich hatte nie Probleme mit ungleichmässigem oder schartigem Schliff.
Und bereits bei einer 8cm langen Klinge wird es ohnehin schwierig, die komplette Schneidenlänge in einem Zug zu schleifen. Kleinere Messer habe ich kaum.
Moin, ich weiß das Thema ist älter...
Aber als ich gesehen hab, was wirklich scharf ist, wollt ich mir ma ein solch Lansky Dingens holln.
Kann man damit den Schleifwinkel der Hersteller einhallten?
Oder ist das garnicht nötig?
Sind die Winkel einheitlich?
Zerkratze ich damit Beschichtungen?
Ich schwanke noch zwischen dem Lansky-System und einfach nem Kombi-Wasserstein, aber da hab ich angst mich als Anfäger zu übernehmen und den teuren Stein zu versaun.
:confused:
Danke schonmal an alle, die mich nicht auf die Suchfunktion verweisen und mir helfen.:super:
ich hab mir die wassersteine gekauft. scheinbar bin ich zu sehr grobmotoriker, als dass mir das einhalten des richtigen winkels gelingen würde, weshalb ich mir jetzt ein lansky set bestellt habe. von mir kommt also der rat: lansky oder wassersteine (inkl. einem workshop).
allerdings hätte die sufu genug zum thema ausgespuckt...also such erst mal und stell dann die fragen ;)
ich wusste doch das würde kommen:lach: :D
aber darüber, wie die Schleifwinkel der Hersteller sind steht da nix
die schleifwinkel der einzelnen hersteller unterscheiden sich natürlich (von den einzelnen schleifwinkel der unterschiedlichen messertypen wie küchenmesser oder jagdmesser mal ganz abgesehen). das lansky hat winkel zwischen 17 - 30° aber eine feineinstellung auf z.b. 23° ist nicht möglich, also falls ein messer zufällig diesen winkel haben sollte...pech gehabt. dann würde ich sagen, heißt es umschleifen ;), was allerdings kein großer akt sein sollte
smallmagnum
30.04.07, 23:13
Moin, ich weiß das Thema ist älter...
Aber als ich gesehen hab, was wirklich scharf ist, wollt ich mir ma ein solch Lansky Dingens holln.
Kann man damit den Schleifwinkel der Hersteller einhallten?
Nein, kann man nicht, da das Lansky-Set nur vier fest vorgegebene Winkel anbietet. Liegt der Schleifwinkel des Herstellers dazwischen, musst Du einen neuen (einen der vier vorgegebenen) Winkel anschleifen.
Oder ist das garnicht nötig?
Ja, das ist nicht nötig. Das Anschleifen eines neuen Winkels mit dem Lansky-Set ist überhaupt kein Problem.
Sind die Winkel einheitlich?
Nein.
Zerkratze ich damit Beschichtungen?
Nein, wenn Du mit dem Lansky-Schleifstein nur das schleifst, was man beim Schleifen schleifen soll, nämlich die Schneide, bleibt der Rest des Messers unberührt. Man kann sich mit dem Lansky-Set kaum so bl... äh ungeschickt anstellen, dass man sich das Messer versaut.
Für eine Schneide mit Spiegelglanz muss man allerdings mit Leder und Schleifpaste nachpolieren (abziehen).
Ich schwanke noch zwischen dem Lansky-System und einfach nem Kombi-Wasserstein, aber da hab ich angst mich als Anfäger zu übernehmen und den teuren Stein zu versaun.
Noch eher wirst Du keine vernünftige Schärfe an die Klinge bringen, da das Einhalten eines konstanten Schleifwinkels viel Übung erfordert. Ich habe mit den Banksteinen trotz vieler Versuche und Übung immer Probleme gehabt. Seit ich das Lansky-Set habe, bringe ich eine wirklich gute Schärfe an die Klingen.
Mein klare Empfehlung - kauf ´das Lansky-Set Deluxe, das ist das mit den fünf Schleifsteinen.
Ich bin auf der Suche nach einem geeigeneten Messerschärfsystem. Im Forum werden vor allem der Spyderco Sharpmaker und das Lansky Set favorisiert und in diesem Thread sogar eine Kombination beider Systeme in Betracht gezogen.
Leider habe ich noch keines der beiden Systeme in Aktion gesehen, kann mir aber gut vorstellen, daß sich beim Sharpmaker ein konstanter Schneidewinkel wie von selbst ergibt, wenn der Nutzer während des Schärfvorgangs sein Messer immer nur schön senkrecht hält.
Jedoch frage ich mich angesichts der Halteklammer des Lansky Sets Link (http://www.lansky.com/products/spare/clamp.html), wie man mit diesem System einen halbwegs konstanten Schneidewinkel über die gesamte Messerschneide erhalten kann. Klemmt man die Messerklinge beispielsweise direkt am Heft ein, so müßte der Schleifstein in unmittelbarer Nähe der Klammer doch am steilsten (größter Winkel) stehen und während des Schärfvorgangs zur Messerspitze hin einen immer flacheren (kleineren) Winkel einnehmen, d.h. vom Heft aus betrachtet der Schneidewinkel der Klinge stetig kleiner werden.
Übersehe ich da etwas oder gibts vielleicht einen Trick, auch mit dem Lansky Set ohne ständiges Umsetzen der Halteklammer gleichbleibende Schneidewinkel hinzubekommen?
SaberRider
01.05.07, 08:28
Naja bei großen Messern ändert sich dann der Winkel schon minimal und man sollte umsetzten. Also ich hab das Lansky und bei meiner 17cm Klinge setz ich noch nicht um und bin zufrieden.
Gruß, Stefan.
smallmagnum
01.05.07, 15:55
Ich setze die Klammer auch nie um.
Meine Messer spanne ich immer in der Mitte der Klinge ein und achte darauf, dass der Schleifwinkel an der Spitze mit dem in der Nähe der Fehlschärfe gleich ist. Das ist gewährleistet, wenn der Abstand der Klinge/Schneide zur Klammer dort jeweils identisch ist.
Zwar ergibt sich eine minimale Abweichung des Schleifwinkels in der Mitte der Klinge, aber das ist imo zu vernachlässigen.
ich hätte noch eine allgemeine frage zum lansky-set...in der anleitung steht ja, dass man immer von der schneide zum klingenrücken schleifen soll, dann abheben und wieder runtersetzen und erst dann wieder von der schneide zum klinerücken schleifen. kann man die schleifsteine nicht einfach hoch und runterziehen, ohne den stein von der klinge zu heben, wie man es z.b. bei einer feile tun würde?
kann man die schleifsteine nicht einfach hoch und runterziehen, ohne den stein von der klinge zu heben, wie man es z.b. bei einer feile tun würde?
ich mache das so seit Jahr und Tag...
wobei keinen Lansky habe, sondern von irgendeiner anderen Marke(Name vergessen. Ich habe das Set vor vielen Jahren in einem Waffengeschäft in den USA gekauft, wurde mir empfohlen). Bei diesem Set steht sogar in der Bedienungsanleitung, dass man mit einer Auf- und Abwärtsbewegung über die Klinge gehen soll (leichten! Druck natürlich nur bei der "schiebenden" Bewegung)
gut, dann hab ich die anleitung vllt. missverstanden.
es gibt jedoch noch ein weiteres problem, was nun wieder den winkel abgelangt: ich habe meinem BK7 eine neue schneide verpasst aber seltsamerweise ist sie auf der einen seite weitaus größer, als auf der anderen seite. ich meine, die winkel immer gleich eingehalten zu haben. wie kann das zu stande kommen??
gut, dann hab ich die anleitung vllt. missverstanden.
es gibt jedoch noch ein weiteres problem, was nun wieder den winkel abgelangt: ich habe meinem BK7 eine neue schneide verpasst aber seltsamerweise ist sie auf der einen seite weitaus größer, als auf der anderen seite. ich meine, die winkel immer gleich eingehalten zu haben. wie kann das zu stande kommen??
Wahrscheinlich hast du auf einer Seite entweder mehr Druck ausgeübt oder aber länger geschliffen.
Der Schleifwinkel bzw. der Schneidenwinkel bleibt dabei gleich, nur die Fase ist unterschiedlich hoch.
Im Alltag sicher nur optisch störend. :hmpf:
Gruss
Usagi Y.
smallmagnum
07.05.07, 14:50
ich hätte noch eine allgemeine frage zum lansky-set...in der anleitung steht ja, dass man immer von der schneide zum klingenrücken schleifen soll, dann abheben und wieder runtersetzen und erst dann wieder von der schneide zum klinerücken schleifen. kann man die schleifsteine nicht einfach hoch und runterziehen, ohne den stein von der klinge zu heben, wie man es z.b. bei einer feile tun würde?
Auch ich ziehe die Steine seit Jahr und Tag hoch und runter ohne abzusetzen, wobei ich beim Hochziehen, also wenn ich von der Schneide zum Klingenrücken schleife, mehr Druck auf den Schleifstein und somit auch auf die Schneide ausübe.
So wie man es bei einer Feile halt auch macht.
es gibt jedoch noch ein weiteres problem, was nun wieder den winkel abgelangt: ich habe meinem BK7 eine neue schneide verpasst aber seltsamerweise ist sie auf der einen seite weitaus größer, als auf der anderen seite. ich meine, die winkel immer gleich eingehalten zu haben. wie kann das zu stande kommen??
Entweder hast Du auf einer Seite mehr abgetragen, also länger und/oder mit mehr Druck geschliffen. Dann ist der Schleifwinkel auf beiden Seiten der gleiche, nur die Phase ist größer, wie Usagi Y. ja auch schon schrieb.
Oder die Klinge, genauer gesagt, die Klingenachse, war nicht genau parallel zu den Klemmzungen eingespannt, dann hast Du auf jeder Seite unterschiedliche Schleifwinkel. Das kann passieren, wenn die Stelle der Klinge, an der sie eingespannt ist, nicht eben, sondern schräg zulaufend oder abgerundet , also auch nicht parallel zur Klingenachse ist.
Oder die Klinge, genauer gesagt, die Klingenachse, war nicht genau parallel zu den Klemmzungen eingespannt, dann hast Du auf jeder Seite unterschiedliche Schleifwinkel. Das kann passieren, wenn die Stelle der Klinge, an der sie eingespannt ist, nicht eben, sondern schräg zulaufend oder abgerundet , also auch nicht parallel zur Klingenachse ist.
Das ist eins meiner Probleme ich Sachen Lansky: bei einem Flachschliff etc. habe ich ja nunmal keine flache Auflage für die Klemmbacken und somit wippt das Messer auch beim Schleifen schonmal leicht nach unten. Das Problem ist dann auch, dass das Messer schneller verrutscht, da man es nicht optimal eingespannt bekommt.
Hat jemand vielleicht ein Tip, wie man es fester eingespannt bekommt?
zum Thema unterschiedliche Fase: habe ich bei ein paar auch, aber bei einigen ist das auch schon von Werksseite her nicht symetrisch. Im Nutzen etc. sollte sowas aber nicht einschränken. Vielleicht bei genauem hinsehen optisch etwas störend, aber eigentlich eher zu vernachlässigen.
Viele Grüße
Sebastian
versuch doch mal die spannbacken mit leukosilk zu bekleben, bringt schon was. vorallem reduziert es die gefahr des verkratzens
Hat jemand vielleicht ein Tip, wie man es fester eingespannt bekommt?
Mach es, wie bei einem Schraubstock in dem man empfindliche Materialien einspannt. Zwischen Backen und Werkstück einfach etwas weiches Holz oder dickes Leder. (meist ist weiches Holz ehr vorhanden)
Mal ne Frage zu den leicht geänderten Winkeln, wenn man die Klinge nicht umspannt. Hab hier gerade mal meine Folder genauer btrachtet (die beiden die hier rumliegen). Beide haben eine Tantoklinge und bei beiden ist die Schnittfläche leicht gebogen. Somit dürfte sich der veränderte Winkel des Lanky's zur Spitze und zum Griff hin relativieren.
... Hat jemand vielleicht ein Tip, wie man es fester eingespannt bekommt? ...
Zu den Tips in Puncto Verkratzschutz und besserer "Grip" beim Lansky-Halter brauche ich ja nix mehr zu ergaenzen (oder doch: bei mir ist's Leukotape) - und zum Thema richtig fest einspannen habe ich folgenden Tip: Wenn man den roten Plastikknubbel von der Schraube runterpopelt (der bei flachen Schleifwinkeln und duennen Klingen sowieso oft im Weg ist), kommt ein Inbus zum Vorschein - und wie man den festbekommt, brauche ich Dir ja wohl nicht zu erklaeren, gell? Verbieg' Dir aber nicht den Halter beim Festziehen oder reiss Dir gar das Gewinde kaputt (obwohl: dann kann man endlich die mistige zoellige Schraube gegen eine metrische ersetzen, nachdem man das kaputte Gewinde ausgebohrt und ein M6 reingeschnitten hat)...
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