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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : rechtsschutzversicherung



Beisser
12.04.06, 15:02
aufgeschreckt durch mein erlebnis neulich beim amtgericht bin ich jetzt auf die idee gekommen vielleicht doch mal eine rechtsschutzversicherung abzuschliessen. und in diesem zusammenhang würde es mich doch mal interessieren wie viele der mf-mitglieder eine haben oder auch nicht.
also, ich bitte um abstimmung :super:

Sleipnir
12.04.06, 16:31
Mahlzeit auch,

Logo habe ich so was. Was ich empfehlen kann:
Die spezielle Waffenrechtschutzversicherung
der Örrag vom Forum Waffenrecht.
Habe ich schon lange, gottseidank nie gebraucht, aber
man weiß ja nie...

Gruß, Simon

Peter42
12.04.06, 16:44
Hi,habe ich schon über 30 Jahre.Einmal gebraucht und da war es auch nötig.Verkehrsunfall auf der Autobahn in 1982,ging bis vor´s Oberlandesgericht in Frankfurt.Da stehen manchmal die Prozesskosten in keinem Verhältnis mehr zu dem eigentlichen Schaden!Hat sich also für mich bis jetzt bezahlt gemacht.
Gr.Peter

batsuzan
12.04.06, 16:52
Ich bin zwar kein Streithammel, aaaaaber eine Rechtsschutz, na selbstverständlich. Sogar zwei, privat und natürlich FORUM WAFFENRECHT.
Habe sie aber beide zum Glück noch nicht gebraucht.
batsuzan :teuflisch

cheez
12.04.06, 17:15
wenn man bereits adac plus mitglied ist, kann man für 7,- / jahr auch dort rechsschutzversichert sein. hauptsächlich verkehrsgeschichten, aber ist trotzdem für einige vielleicht interessant.

ansonten bin ich zusätzlich noch über meine reguläre versicherung rechtsschutzversichert.

gruss, keno

Goldfinger
12.04.06, 17:26
Nein, hab ich nicht. Ich stand in den letzten 42 Jahren 3 mal vor dem Richter. Hat mich zusammen ca. 600,- Euro gekostet. Bisher hätte sich eine Versicherung nicht gelohnt.

Ich gehe davon aus, dass es hier um eine private Rechtsschutzversicherung geht und nicht um KFZ-Rechtsschutz.

Andreas

gast31082009
12.04.06, 17:46
Hallo

Rechtschutzversicherungen sind derart teuer (Privat, Miet und was es da alles gibt), daß sie mir zumindest unsinnig erscheinen.
Ich versichere nur existenzbedrohende Geschichten, wie Kranken, Renten (wenn es dann noch was gibt ;) ) und Haftpflichtversicherung.
Falls ich mich einigermaßen vernünftig benehme, brauche ich sowas nicht (außer Verkehrsrechtschutz, ACE, bezahlbar).
Wenn mir wer was anderes belegen kann, bin ich gerne bereit darüber nachzudenken.

Meiner Meinung nach, würde die Abschaffung von Rechtsschutzversicherungen, und die halbierung der Anzahl Anwälte, die in unserer Welt rumtorkeln, zu einer nicht zu beschreibenden Ruhe führen.
Viele Trottel klagen wegen, für mich nicht nachvollziehbaren Sachen.


Stefan

Peter42
12.04.06, 18:28
Hallo

Viele Trottel klagen wegen, für mich nicht nachvollziehbaren Sachen.


Stefan
Genau deswegen kann eine Versicherung sinnvoll sein,wenn Dich nämlich einer dieser Trottel wegen einer Nichtigkeit verklagt.
Gr.Peter

gast31082009
12.04.06, 18:49
@Peter 42:

Mir fehlen hier nachvollziehbare Anwendungsbeispiele.
Ich versuche mich an unserem geltenden Recht zu orientieren.
Verklagt mich wer, obwohl ich gegen nichts verstoßen habe, bekomme ich Recht.
Habe ich gegen geltendes Recht verstoßen (ist mir auch schon passiert, Hausumbau, Genehmigungen usw.), lebe ich mit den Folgen, weil ich mir dessen im Vorhinein bewußt war, und die Kosten genau abgewogen habe.
Gehts schief, muß ich mit den Folgen leben.
Also nocheinmal: Ich bitte um Beispiele, die mich zum Abschluß einer solchen Versicherung bewegen können.
Bitte keine Tips aus dem Versicherungsgewerbe .
Ich lebe doch schließlich in keiner `Bananenrepublik`oder ?

Im übrigen hatte ich mal bei irgendeiner Fa. eine solche Privatrechtsschutzversicherung.
Das kostete 300 oder 400 DM pro Jahr.
Wenn ich nun bilanziere:
-Brandversicherung
-Gebäudehaftpflicht
-Privathaftpflicht
-Ausbildungsversicherung für die Kinder
-Berufsunfähigkeit (für die Frau :D )
-Lebensversicherung (für den Kredit zum Hausbau/Umbau)
-und die restlichen Gesetzlichen Versicherungen.
-Arbeitsrechtsschutz IGM

Da fällt mir nur ein, daß ich auf dem Teppich bleiben muß, um mir so doofe Hobby`s, wie mein Motorrad, und meinen Messerspleen, leisten zu können.

OT an:
Bin ich Kinderlos, lebe in einer Sozialwohnung, kassiere Kohle von Ämtern, verkehre in entsprechenden Kreisen, kann sich so etwas unter Umständen bezahlt machen.
Zumindest sehe ich das so.
OT aus:

Also bitte ich nocheinmal darum die Notwendigkeit einer solchen Versicherung zu begründen.

Stefan

Edit:
Gewerkschaft vergessen.

luftauge
12.04.06, 19:49
...
Also bitte ich nocheinmal darum die Notwendigkeit einer solchen Versicherung zu begründen.


Du hast das Beispiel Hausumbau genannt, ich hatte den Fall wegen Hauskaufs und versteckter Mängel - leider hat mir die RS dabei nichts genutzt, weil die drei Gutmenschen der zweiten Instanz vom OLG die Sache in die Lächerlichkeit gezogen haben.

Für sowas ist die Rechtsschutzversicherung sehr wohl sinnvoll, allerdings sollte man sich auch seine Anwälte vorher ganz genau aussuchen, und nicht allein auf "Empfehlungen" von begeisterten zufriedenen ex-Mandanten aufbauen - wegen so einer Graupe von faulem, unfähigen, dummen Sack von Anwalt wäre ich fast aus der Rechtsschutzversicherung rausgeflogen :mad:
Der hat nichtmal in eigener Sache Ehrgeiz gezeigt, als er vom ausserbezirklichen Kollegen meines zweiten Anwalts verklagt wurde...
Ich könnte jetzt noch die Wände rückwarts hochgehen...

Auch sollte man vorher genau aussuchen und beachten, für welche Streitfälle und Sachverhalte die RS überhaupt eingreift, da kann man sich auch ganz ordentlich in die Nesseln setzen, für Vertrags- oder Behördenverfahren, die man selbst anleiert, wegen "gefühlter Ungerechtfertigkeit" seitens der Behörde gegen einen, sind sie oft nämlich nicht zuständig, wohl wegen der schon genannten Überzahl an unnützen Streitfällen.

Gruß Andreas

Beldar
12.04.06, 21:41
Moin,

ich hab nur eine Arbeitsrechtsschutzversicherung (über die Gewerkschaft).

Grüsse

Christian

Fenrir
12.04.06, 22:52
OT an: Bin ich Kinderlos, lebe in einer Sozialwohnung, kassiere Kohle von Ämtern, verkehre in entsprechenden Kreisen, kann sich so etwas unter Umständen bezahlt machen. Zumindest sehe ich das so. OT aus:

Ganz klar durchgefallen, ot oder nicht!
Für mich verkehrst Du damit in den "entsprechenden Kreisen", vor denen mich zum Glück meine Eltern gewarnt haben.

Schneeball
12.04.06, 22:59
@ Fenrir, stimme dir voll zu.

@ Diesel, auch dein Kommentar zu den herumtorkelnden Anwälten gefällt mir nicht. Ich habe mir die Mühe gemacht und alle deine Postings gelesen. Gratuliere. Du hast ab sofort Platz 2 :super: auf meiner Forumsignorierliste.

@ all, ich habe keine Rechtsschutzversicherung, dafür aber ein 2. juristisches Staatsexamen :D . Das langt.

Gruß

Jo

bigbore
12.04.06, 23:23
Ich habe "ja" geklickt, hätte aber dreimal klicken müssen:

1: Arbeit = Gewerkschaft
2: Privat = Hat mir schon geholfen :D
3. Waffen = ÖRAG (FWR) .


Wenn einer nicht will braucht er auch nicht,
was solls ???

spy 62
13.04.06, 06:41
Ich habe Verkehrsrechtschutz beim ACE, bin sehr zufrieden.

Privatrechtsschutz mit der Advo**** habe ich abgegeben.Der Grund: Vor Jahren wurde ich eines Vergehens bezichtigt, der Vorgang wurde dann später eingestellt. Im Vorfeld hat die AdVo**** die Kostenübernahme abgelehnt, Begründung:Dieses Vergehen kann nur durch Vorsatz entstanden sein, deshalb keine Kostenübernahme.

Die Aussage eines Forumiten finde ich lebensfremd der sagt,wer einigermaßen anständig lebt braucht keine Rechtsschutzversicherung. Wenn man jemand bezichtigen will und es richtig anstellt kann nahezu jeden in Mißkredit bringen.

Peter42
13.04.06, 09:27
@ diesel,verklagt mich wer und ich habe gegen nichts verstoßen,bekomme ich recht.Das haben schon viele geglaubt!

Du weisst doch:Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand.
Gr.Peter

luftauge
13.04.06, 10:04
@ diesel,verklagt mich wer und ich habe gegen nichts verstoßen,bekomme ich recht.Das haben schon viele geglaubt!

Du weisst doch:Vor Gericht und auf hoher See sind wir alle in Gottes Hand. Zitat-edit...oder in der Abhängigkeit von weltfremden Subjekten, die aufgrund ihrer gutbezahlten Berufserfahrung nicht über ihren kleinen Horizont hinausblicken wollen...


Wobei der umgekehrte Fall genauso wahrscheinlich ist:
Dass man als objektiv, subjektiv und gutachterlich festgestellt Geschädigter nicht automatisch annehmen darf, Recht zu bekommen.

Gruß Andreas

Schneeball
13.04.06, 14:27
verklagt mich wer und ich habe gegen nichts verstoßen, bekomme ich recht.Gr.Peter

Vor Gericht bekommst du kein Recht. Vor Gericht bekommst du ein Urteil und dort steht drin was Gesetz ist bzw. wie der/die Rechsprechende dieses Gesetz auslegt.

Gruß

Jo

Peter42
13.04.06, 15:43
Hallo Schneeball,das war kein Zitat von mir sondern v.diesel,ich habe nur auf dieses Zitat geantwortet.War wohl etwas missverständlich.

Gr.Peter

Goldfinger
13.04.06, 16:33
Nebenbei wäre interessant, bei wie vielen sich die private Rechtsschutzvers. rentiert hat und um welche Summen es dabei ging.

Andreas

bern
19.04.06, 16:10
Also nocheinmal: Ich bitte um Beispiele, die mich zum Abschluß einer solchen Versicherung bewegen können.
Oh, aber herzlich gerne doch. Darf ich gleich meine Post von heute zum Beispiel erheben?

Ich war drei Jahre lang, ziemlich genau so lange wie die Firma existierte, bei einem kleinen (nur 'ne Handvoll Leute) IT-Unternehmen in Luxemburg angestellt. Wirklich ganz normal angestellt, ohne selbst am Unternehmen beteiligt zu sein, mit festem Arbeitsplatz vor Ort (plus gelegentlich Kundenbesuche beiderseits der Grenze) und Steuern und Sozialbeiträgen in Lux.

Vor etwa anderthalb Jahren, die Firma war schon länger formvollendet abgewickelt, ließ sich mein (deutsches) Finanzamt einfallen, daß diese Firma doch womöglich nur mein eigenes Konstrukt zur Umgehung der deutschen Einkommenssteuer gewesen sei. Das ließ mich noch relativ kalt, denn Arbeitsvertrag und die (im lux. Amtsblatt veröffentlichten) Dokumente zur Firma trugen jede Menge Unterschriften anderer Leute.

Nach der ersten Abfuhr verlegte sich das FA darauf, mir vorzuhalten, daß ich trotzdem jeden in Deutschland verbrachten Arbeitstag anteilig in Deutschland nachzuversteuern hätte und daß ich gefälligst ("Auslandssachverhalt, erhöhte Beweislast nach §90(2) AO") 'mal eben für die noch strittigen zwei Jahre Tag für Tag belegen solle, auf welcher Seite der Grenze ich gearbeitet hatte. (Das ist für jemanden, der kein Tagebuch führt und bei Kunden die laufenden Serviceverträge einer mittlerweile nicht mehr existierenden Firma "auf Zuruf" erfüllt hat, nicht ganz so einfach.)

Mir kribbelte es in den Fäusten, meinem Steuerberater eher - mangels Sachkenntnis - in den Eingeweiden, ich also einen Steueranwalt genommen, der (im Gegensatz zu meinem FA) auch 'was von Lux versteht. Der hat eine Antwort fabriziert (samt Angaben aus meinem Terminkalender, daß ich tatsächlich allenfalls eine Handvoll Tage in D gearbeitet habe) und das FA hat vor etwa einem Dreivierteljahr - mit Hinweis auf eine laufende Anfrage bei den luxemburger Kollegen - erstmal Ruhe gegeben.

Heute krieg' ich ein neues Schreiben. Die luxemburger Steuermenschen haben ihren deutschen Kollegen geantwortet (hätt' ich nicht erwartet) und bestätigt, daß Firma und Angestelltenverhältnis echt waren (na bitte). Allerdings konnten sie keine Auskunft geben, wo ich Anno dunnemals an jedem einzelnen Tag herumgeturnt bin. (Wie auch.) Deswegen will das FA diese Aufstellung wieder von mir, und zwar bitteschön vom Arbeitgeber (der überraschenderweise immer noch nicht mehr existiert) bestätigt, weil der Steuerpflichtige selber könnt' ja lügen, der schlimme Mensch, der. Anderenfalls ist das FA so freundlich, das für mich zu schätzen - was dann wohl hieße, daß ich wider jeden tatsächlichen Sachverhalt deutsche Einkommenssteuer auf etwa anderthalb Jahresgehälter nachentrichten dürfte. Ohne die auf luxemburger Seite entrichtete Steuer zurückzubekommen natürlich. Heißt: netter Streitwert, heißt: Anwalt etc. gibt's nicht so ganz für lau.


Ich lebe doch schließlich in keiner `Bananenrepublik`oder ?
Was hilft's, wenn eine der fast nicht existierenden verbeamteten Bananen zufällig genau vor Dir steht?

Schneeball
20.04.06, 00:30
@ bern,

ein sehr lesenswerter Bericht und leider voll der Wirklöichkeit entsprechend!

@ all,

Ab dem 01.07.2006 berechnen Rechtsanwälte ihre Tätigkeiten für außergerichtliche Beratung (nicht für die außergerichtliche Vertretung) und Erstattung von Rechtsgutachten nicht mehr nach den bisherigen Vorschriften des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes.

Folge dieser Änderung ist, dass Rechtsanwälte für die außergerichtliche Beratung und Begutachtung zukünftig mit der Mandantschaft eine Vergütungsvereinbarung treffen müssen. Kommt eine Einigung zwischen Rechtsanwalt und Mandantschaft nicht zustande, kann der Rechtsanwalt nur eine "übliche Vergütung" abrechnen.

Gruß

Jo

gast31082009
22.04.06, 17:48
Hallo
Nachdem ich eine Woche verreist war, mußte ich feststellen, daß außer Luftauge niemand ein für mich nachvollziehbares Beispiel genannt hat.
Okay, die Luxemburger Sache, die für mich doch relativ exotisch scheint.
Ich arbeite nicht im Ausland, setze mich deshalb eher mit der Inlandsproblematik auseinander.
Würde ich im Ausland arbeiten, würde ich glaube ich schon entsprechende Vorkehrungen treffen.
Das habe ich aber oben schon geposted, daß ich mir ab und an Gedanken mache.
Außer, daß ich offenbar zwei Forumiten auf den Füßen stand, ist nicht viel passiert.
OT an:
Das mit den Kinderlosen möchte ich im Nachhinein so auch nicht mehr stehen lassen. Sorry, aber in einem Gespräch komme ich in der Regel anders rüber.
Das mit den Anwälten lasse ich so stehen, da ja jeder einen schlechten Installateur(mehrere) kennt, darf ich ja wohl einen schlechten Anwalt (mehrere) kennen.
Oder dürfen das bei Schneeball nur Mod`s? ;)
OT aus.

Also, gebt mir bitte einen Tip, warum ich sowas wie eine Rechtsschutzversicherung brauche.
Im übrigen baten andere Forumitem um Beispiele, so auch ich.

Stefan

WeißAuchNet
23.04.06, 01:39
Hallo Diesel,
ob Du die brauchst ist ja nur deine Entscheidung.
Ich habe meine zweimal gebraucht:
Ein Markt wurde aufgelöst und mir wurde als Nebenjobber gekündigt, dann kamen Angebote ich solle in anderen Märkten arbeiten (6 Stunden arbeiten, aber zwei Stunden Fahrzeit (mit dem Auto, bei flotter Fahrt). Dies endete mit einem verfünftigen Angebot, die Anwaltskosten etc lagen bei ca. 550 Euro (also um den Dreh).
Autounfall mit einem uneinsichtigen Herren, der seine Schuld bestritt und nach ewigen Ärger waren wir am Ende bei einem Urteil, das meine Version bestätigte (die Kosten, die ich hätte vorstrecken müssen waren insgesamt ca. 2500 Euro gewesen), ohne Versicherung wäre mir das Prozessrisiko samt Gutachterkosten zu hoch gewesen.
Ups, doch dreimal:
Ein Vollkaskoschaden (Jep, ganz klar meine Schuld) nur wollte meine Vollkasko nicht zahlen, dies Ganze einem Anwalt übergeben (dank Rechtschutzversicherung) und das Geld war in zwei Wochen da, nach einem halben Jahr Briefverkehr.
Nein, ich streite nicht gern, aber bei gewissen Summen macht es halt manchmal schon Sinn und das ist der Punkt wo einem die RSV schön weiterhilft.
Viele Grüße,
Claus

Beisser
24.04.06, 10:13
moin zusammen,
danke erstmal für die rege beteiligung. nachdem ich mir die einzelnen statements durchgelesen habe werde ich mir wohl auch eine r-s-versicherung zulegen.
nachdem meine eingezogenen messer bis heute nicht aufgetaucht sind-ein grund mehr.

weitere statements sind natürlich immer noch willkommen :super:

gruß
Arne

luftauge
24.04.06, 12:04
Noch einige selbst erlebte Beispiele als PRO-RS Argument:

- ein eigentlich harmloser Blechschaden mit damaligem Reparaturwert von 165DM kostete mich am Ende 2000DM ohne RS - mit wäre es deutlich billiger geworden.
Der Unfallgegner war zwar Sonntagsfahrer mit Hut, und der von ihm angegebene Schadensverlauf war schon rein technisch unmöglich, aber er war Arroganz versichert und fuhr mit eingebauter Vorfahrt...
So hatte er die Chance zu tricksen, und tat das auch...

- eine meiner Versicherungen hatte eine Leistung zugesagt, und als später die Rechnung kam, lehnten sie ab - zu meinen Gunsten erledigt, dank RS.
Später wurde(n) die betreffenden Versicherungsklauseln wegen meiner Sache deutlicher formuliert, meine Sache musste sie zähneknirschend bezahlen.
Die eine Versicherung mit der anderen Versicherung in ihre Schranken gewiesen.

- Die Haussache werde ich nicht näher erläutern.
@Diesel:
Das mit dem Anwalt lasse ich auch so stehen, weil es nachprüfbar ist, diese Graupe wurde letztes Jahr zu einer Geldstrafe verurteilt, da sie (er) wohl eine Masche gefunden hatte, Gutachtervorschüsse ohne Gegenleistung zu kassieren.

Unfähig, weil er einen Antrag bei der falschen gerichtlichen Instanz gestellt hatte, der Antrag landete irgendwann in Ablage P, ohne dass ich davon erfuhr.
Faul, weil er es nichtmal für nötig hielt, irgendwelche Infos zum Werdegang mitzuteilen, ohne jedesmal einen Termin bei ihm zu machen...

Ich musste selbst recherchieren, was Stand der Dinge war, und dabei stellte sich dann heraus, das dieser mir empfohlene Anwalt schon häufiger wegen solcher Luschigkeiten auffällig wurde O-Ton AG-Zentrale: "...och, bei Anwalt YX kommt das häufiger vor, der ist [eigentlich] für sowas bekannt..."
Anwalt gewechselt, mit hängender und würgender Zustimmung der RS neuen Anwalt verpflichtet, 5 Jahre prozessiert, und am Ende doch verloren...
Die Summe ist für einen Geschäftsmann aus der Portokasse, bzw. für seinen Steuerberater von Interesse, aber für einen Privatmann nie wieder wieder aufzuholen :mad:

- Ausnahmegenehmigung für meine Tochter wegen Schulanmeldung an einer Schule ausserhalb des Einzugsbereichs.
Wurde bei Schulleiterin erbeten, bei Mittelbehörde beantragt, wurde abgelehnt - also Anwalt her.
RS war nicht zuständig, aber da man ein Einsehen mit der mehrdeutigen Versicherungsklausel hatte, wurde kulanterweise ein Anteil an den Verfahrenskosten getragen.
Ich hätte der Schulleiterin deutlicher machen sollen, dass ich wichtige Leute (eigentlich nur einen :D ) bei dieser Mittelbehörde kenne, dann hätte sie wohl freiwilliger zugestimmt - deutlich erkennbar zusammengezuckt ist sie jedenfalls, als ich ihr mitteilte, dass ich für ein anderes Dezernat für eben dieser Mittelbehörde arbeite.
Aber das ist weder mein Stil, noch halfen gute Argumente...

Das hört sich schon fast nach "Blockwart meldet jeden Hundehaufen" an, ist es aber nicht. Prinzipiell sträube ich mich gegen Gerichtsverfahren, aber wenn Argumente oder sachliche Gespräche nichts helfen...

Gruß Andreas

feuervogel69
24.04.06, 16:09
da ich auch immer überlege, mich die kosten aber erstmal abhalten: welche RSV würdet ihr denn empfehlen, bzw. gibt es eine günstige RSV, die erstmal das gröbste abdeckt?

ich habe in folgenden fällen "klein beigegeben", aber geärgert hats mich mächtig: telekom-widerrechtliche rechnungen, falsche (unwahre) beratung, dadurch zu hohe grundgebühr.

1&1.... nie wieder! im prinzip ein ganzes jahr gebühr bezahlt, ohne eine leistung zu bekommen (bis auf die dummerweise genutzte domain, die man kostenlos mitbekommt) streit lohnte dann wegen des wertes nicht, aber was ich mich aufgeregt habe...

(im übrigen bin ich jetzt komplett bei q-dsl-funktioniert bis jetzt ganz gut)

lg matthias

Nytschko
24.04.06, 16:57
Moin Moin.

@ Beisser
Ist mir schon öfter passiert, daß mir eine Waffe (laut Gesetz) von den "grünen/blauen Jungs" abgenommen wurde.

Mein Tipp für die Zukunft: Auf dem Formular unten recht ein Kreuz bei "Der Beschlagnahmung wurde Widersprochen". Das hilft!

Bin kein Jurist und weis nicht warum, hatte aber alle meine Sachen nach 2 Tagen wieder.
Das ist aber nur zu Empfehlen wenn du dich im Recht glaubst! Bei Faustmesser &co lieber verzichten.

Rechtschutz habe ich keine und diese auch noch nicht benötigt. Überlege aber gerade mir eine Verkehrsrechtschutz zu besorgen.

@Feuervogel69
Bei Versicherungen gibt es nur selten eine gute Lösung die auf jeden zutrifft. Verschiedene Versicherungen gleich verschiedene Rabatte.(Für Beamte, Eisenbahner, usw.)
Am Besten ist es einen Versicherungsvergleich bei seiner Hausbank oder im Internet zu machen. Nicht nur die Preise sondern auch die Leistungen vergleichen!

gast31082009
24.04.06, 17:32
Hallo

Ich hatte in vorherigen Beiträgen schon differenziert.
Verkehrsrechtschutz über einen Automobilclub ist preiswert und in der Regel sinnvoll.
Arbeitsrechtsschutz über Gewerkschaftsmitgliedschaft habe ich auch.
Mir ging es konkret um eine Private Rechtsschutzversicherung.
Ich höre von Bekannten sehr oft, daß z.B. die Klage gegen einen Tel.Anbieter wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg abgelehnt wurde.
Die haben andere Rechte, und das verstehen wir nicht ;) .
Angelegenheiten, die ansonsten anliegen sind des öfteren merkwürdiger Natur, besonders die Erklärungen dazu.
Diese Versicherungen (Privatrechtsschutz) schließen meines Erachtens mehr aus, als sie leisten, oder?
Ich wollte das nur mal Klarstellen.

Stefan