Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie körnt man die Mitte eines Rundstahls?
Hi!
Ich möchte in einen Rundstahl 5mm ein Gewinde bohren. Gibts irgendeinen
Trick, wie man das Zentrum ankörnt.
Oder genauer gesagt, wie man die Mitte findet?
newtoolsmith
01.08.05, 13:11
Hallo itleiter,
Es gibt zwei Methoden, um die Mitte der Stirnseite eines Rundstahles anzuzeichnen:
1) Zentrierwinkel:
Ein 90° Anschlagwinkel, der einen dritten Schenkel unter 45° besitzt. Letzterer liegt nicht in einer Ebene mit den anderen Schenkeln, sondern ein paar Millimeter höher.
Man legt den Winkel mit dem 90° Schenkelpaar am Rundstahl an, wobei der 45° Schenkel durch den Mittelpunkt des Rundstahles zeigt. Hier reißt man mit einer Reißnadel an.
Der Winkel wird dann etwa 120° weiter gedreht und man reißt erneut an.
Noch einmal 120° weiter das selbe.
Der Schnittpunkt der drei Risse ergibt den Mittelpunkt.
Wichtig: nicht nur anreißen und einmal 90° weiter drehen, das wird nicht genau!
2) Zentrierglocke:
Eine Zentrierglocke ist ein Hohlkegel dessen Achsverlängerung durchgebohrt ist. Durch diese Bohrung ragt ein Körner ins innere.
Setzt man die Glocke auf das Ende des Rundstahls, so zentriert er sich durch seine Kegelform selbst.
Ein Schlag auf den Körner markiert die so gefundene Mitte.
Der Rundstahl muss dafür natürlich deutlich dicker sein als der Körner.
Da für deinen Zweck beide Methoden ausfallen bleibt die Möglichkeit, mittels Drehmaschine und einem kurzen Bohrer (der sich nicht so leicht wegbiegt) in die Stirnseite zu bohren. In der selben Aufspannung kann im langsamen Gang auch das Gewinde geschnitten werden. Den Gewindebohrer dabei von Hand halten und loslassen, falls das Drehmoment durch klemmende Späne zu groß werden sollte.
Um solch dünnes Rundmaterial quer zu bohren gibt es einen anderen Trick:
Nimm ein Stück Flachstahl, für 5mm Rundmaterial etwa 10mm dick, 30mm breit und 30mm lang. Kann auch größer sein.
Dann spannst du das Stück so in den Schraubstock unter der Bohrmaschine, dass du mittig, der Länge nach hindurch bohrst. Bohrerdurchmesser ist der Durchmesser des Rundmaterials.
Der Schraubstock muss dafür fest mit dem Maschinentisch verschraubt sein!!
Drehe danach das Stück Flachstahl so, dass die eben erzeugte Bohrung genau waagerecht verläuft.
Bohre dann erneut im gewünschten Durchmesser, z.B. 2mm.
Wenn sich Maschinentisch und Schraubstock nicht bewegt haben, so kreuzen sich die Achsen der beiden Bohrungen recht präzise und stehen senkrecht zueinander. Andere Winkel sind natürlich auch möglich.
Nun kann man das Rundmaterial in das zuerst gebohrte Loch schieben und das zuletzt gebohrte dient als Fürhung für den kleineren Bohrer, der gerade schon verwendet wurde und mit dem auch das Rundmaterial gebohrt werden soll.
Man kann so sehr genau durch das Rundmaterial bohren.
Wer eine fRäsmaschine besitzt, oder eine Borhmaschine mit Kreuztisch, der kann das Rundmaterial in das waagerechte Prisma des Schraubstockes einspannen, so dass die Bohrstelle neben dem Schraubstock liegt.
Bei drehendem, abgesenktem Bohrer kann man das Werkstück an den Bohrer anstelen, bis er leicht berührt.
Nun den Bohrer anheben, um halbe Bohrerstärke und um halbe Rundstahlstärke weiterdrehen - der Bohrer steht nun genau über dem Rundmaterial.
Beim Bohren zuerst sehr langsam ansetzen, damit nur kleine Späne und Schnittkräfte entstehen. Der Bohrer verläuft sonst auf der kontraformen Auflagefläche. Ein extra kurzer Bohrer ist hier vorteilhaft.
Gutes Gelingen!
MfG
newtoolsmith
Am praktischsten ist es natürlich, jemanden mit einer Drehbank zu haben... Ich denke, teuer wird´s nicht sein, beim örtlichen Metallbauer anzufragen
Ansonsten bietet es sich an, den Zylinder in´s Bohrfutter einer Tischbohrmaschine zu spannen un auf ein Stück Sandpapier zu "bohren".
Es entstehen im idealfall konzentrische Kreise mit Mittelpunkt.
Das Körnen und wirklich exakte Mittelpunktbohren ist aber trotzdem schwierig.
Bei größeren runden Flächen zieht man zwei beliebige Sehnen durch die Fläche;
Man stellt jeweils ein Lot auf die Streckenmittelpunkte, da wo sich die Lote treffen sollte der Mittelpunkt sein...sollte ;-)
mfg
Tct
Nachtrag: Newtool, Du warst schneller!
Oje!
Ich glaube ich fang mal mit der Schmiergelmethode an.
Danke für die Tipps.
[QUOTE=itleiter]Oje!
Ich glaube ich fang mal mit der Schmiergelmethode an.
...
Das wird nix - newtoolsmith hat alles (sinnvolle) zu Deinem Problem gesagt !
Viel Spaß :steirer:
Gruß
Michael
Noch einfacher:
Falls ein Röhrchen (Hülse) mit 5mm Innendurchmesser vorhanden ist, einfach soweit darüber schieben, dass ein Bohrer ausreichend weit geführt wird,
und mit einem 5mm Bohrer vorsichtig ein kleines Kreuz einschlagen ("eintickern"), und die Markierung mit einem Körner körnen,
oder:
einen anderen Metallklotz mit 5mm aufbohren und das Gleiche wie oben.
Funzt beides wie eine Bohrbuchse, nur eben nicht gehärtet, aber auf die Schnelle ausreichend genau :cool:
Bei 5mm mit einem Zentrierwinkel anzufangen, wird eine nervige Fummelei, weil die Auflagefäche ziemlich klein ist, mit Zentrierglocke habe ich noch nicht gearbeitet, stelle ich mich aber genauso fummelig vor.
Ausserdem muss man erstmal das eine oder das Andere bereit liegen haben :glgl:
Gruß Andreas
newtoolsmith
01.08.05, 18:17
@luftauge:
Als ich schrieb, die beiden genannten Methoden fielen hier aus, bezog ich mich auf den zu kleinen Durchmesser. Geschrieben habe ich das allerdings nicht - mein Fehler.
Die Idee, mittels eines Rohrstückes den 5mm Rundstahl und einen 5mm Bohrer zu verbinden und die Querschneide als Körnerspitze arbeiten zu lassen gefällt mir auch gut. Es liest sich zumindest vielversprechend. Allerdings müsste dann ein Rohr der Dinemsion 6x0,5 oder 7x1 oder 8x1,5 herbeigezaubert werden. Das könnte schwierig werden oder wäre zumindest Zufall.
Trotzdem: die einfachste funktionierende Methode ist die beste.
MfG
newtoolsmith
P.S.: Wenn Rechtschreibung Glückssache ist, habe ich heute irgendwie Pech gehabt.
@ Newtoolsmith:
Dass Du die beiden Methoden ausschließt, hatte ich überlesen, wohl weil Du sie vorher so ausführlich erklärt hast, musste ich gerade eben erstmal nachlesen :argw:
Naja, wenn man so ein Rohr nicht hat, nimmt man eben die Alternative, und bohrt einen Metallklotz mit dem gewünschten Bohrermaß auf, Messing oder Alu reicht aus.
Bis zu gewissen Rundstahldurchmessern ist diese Methode dem Zentrierwinkel sogar überlegen, irgendwann kommt dann der Zentrierwinkel, und irgendwann geht es nicht mehr ohne Drehmaschine.
arggghh, nochmal edit:
...weil man schließlich nicht für alle Durchmesser passende Buchsen oder Röhrchen haben wird - so, jetzt isses endlich vollständig
Gruß Andreas
Joo und zur Not mess und zeichne das eben per Messschieber ziemlich genau an, körne und bohre per Prismenschraubstock in der Bohrmaschine.
Wenns keine Präzisionsbohrungen für Folderteile sein müssen, sonder z.B. um bei nem Fixed die Endkappe zu befestigen, ist das ausreichend.
Zum Glück hab ich aber meine EMCO.
@itleiter
schick mir das Teil mit Rückporto wenn du Probleme hast, dann mach ich dir das.
freagle
Ich werde das mal probieren. Ich habe mal einen Versuch gemacht,
der leider nicht ganz mittig geworden ist. Ein Problem dabei war schon
das Werkstück einzuspannen. Zu diesem Zweck wollte ich ein 5mm Loch
in ein Metalklotz bohren und ein 3mm Loch von der Seite mit Gewinde
um das Teil festzuklemmen. Damit kann ich dann diese Bohrerkörnung
mal probieren.
Eine andere Idee war, mit einem 5mm Bohrer auf einer ebene Fläche die
Mittellinie anzureissen, dann um 120° drehen und nochmal und nochmal..
Morgen weiss ich mehr :-)
Ich brauche diese Gewinderöhrchen um Griffschalen an einem Fixed zu befestigen.
Hi!
Ich komme zu nix....
Naja ich habe drei Linien mit einem 5mm Bohrer angerissen und es sah
ganz mittig aus. Das Bohren hat allerdings nicht geklappt, weil mein
Maschinenschraubstock keine Nut hat für Rundmaterial.
Ich werde jetzt entweder einen Prismenschraubstock anschaffen,
oder mir aus einem Metallklotz die obige Klemmvorrichtung basteln..wenn
ich mal wieder zum Schlossereibedarf komme..
Tschö
Michael
Das Bohren hat allerdings nicht geklappt, weil mein
Maschinenschraubstock keine Nut hat für Rundmaterial.
Wenn Du einen Gewindeschneider hast, dann probier doch einfach mal, ob Du Dein Rundmaterial in die Aufnahme für die Gewindeschneider [Anmerkung: Keine Ahnung wie so'n Ding heißt] einspannen kannst. Das Teil kann man bei 'ner Tischbohrmaschine gut auf den Bohrtisch legen. Damit sollte man Dein Rundmaterial im Rechten Winkel zur Aufnahme einspannen können.
oder nicht ganz so fachmännisch:
ich weiss ja nicht wie genau du die mitte benötigst... aber:
ich fertige aus gewindestangen etc. pfeilspitzen. Da mir das schmieden einer tülle zu aufwendig ist (bisher hab ich noch keine einfache methode gefunden) bohre ich sie per hand.
Dabei geh ich wie folgt vor:
ich nehme die gewindestange und schneide sie ab. Danach schleife ich die schittfläche halbwegs plan. Das stück in die bohrmaschine einspannen und gas ;)
Durch die drehbewegung kann man dann schön das zentrum erkennen, welches man dann markieren kann. Entweder versuche ichs mit einem stift und körne anschließend, oder meiner meinung nach besser, einfach den körner in der mitte(also im zentrum) zu plazieren versuchen. wenn du das zentrum genau erwischst, dann sollte der körner komplett ruhig in der hand liegen... also nicht eiern ;) und dann einfach körnen ;) ;) ;) ;)
ein zwei mal versuchen dann geht das schon! beim bohren selbst sollten sich dann kaum noch probleme ergeben, aber wie gesagt... ich weiss nicht wie exakt das ganze werden soll, is halt ein work-around ;)
ich hoffe, dass dieser beitrag nach den profitips nicht komplett daneben ist, aber vielleicht brauchst es ja nicht auf 100tel extakt
Gruß Daniel
EDIT: die bohrmaschine sollte natürlich in einen schraubstock eingespannt werden und zwar so, dass die stange nach oben zeigt.
newtoolsmith
10.08.05, 07:05
Hallo itleiter,
da deine Gewindehülsen wohl recht exact werden sollen schlage ich vor, du fragst mal jemanden, der eine kleine!! Drehmaschine hat. Eine kleine Proxxon zum Beispiel. Die Dinger haben sich als sehr präzise erwiesen.
Da ich keine Spannzangen und auch kein Minifutter habe kann ich auf meiner kleinen 3000mm Drehmaschine kein so dünnes Material spannen. Sonst hätte ich meine Hilfe natürlich schon angeboten.
Vielleicht wohnt ja sogar jemand mit dem nötigen Equipment in deiner Nähe, dann könnt ihr das bei einem Grillabend besprechen...
MfG
newtoolsmith
Auch auf die Gefahr hin, dass Du das schon aus guten Gründen verworfen und deshalb hier nicht berichtet hast:
Kannst Du kein fertiges Rohr nehmen?
@Hobby:
Diesen Durchmesser als Rohr bekommt man in der brauchbaren und gewünschten Abmessung höchstens als Sonderbestellung, Reste in einer Schlosserei zu bekommen ist damit noch unwahrscheinlicher.
Bei "Standard"abmessungen wird aber nie Material für die Gewindegänge übrigbleiben, weil man den Kernlochdurchmesser immer überschreitet, der Innendurchmesser wird immer zu groß sein :ahaa:
edit:
Einzige denkbare Ausnahme wären evtl. Hydraulikleitungen, aber die sind aus eher suboptimalem Metall für den gewünschten Zweck.
@Itleiter:
Wenn Du Dir die Klemmvorrichtung basteln solltest, oder machen lässt, lass Dir gleich mehrere Zentrierungs- oder Führungsbohrungen in den Block bohren, z.B. 4-5-6-7-8-9mm + jeweils ein Gewinde für die Klemmschraube.
Gruß Andreas
Flaming-Moe
10.08.05, 11:12
Ich brauche diese Gewinderöhrchen um Griffschalen an einem Fixed zu befestigen.
Wie genau hast du dir das gedacht? Gibts keine Alternative dazu?
Ansonsten hätte ich gesagt: Nimm ne passende Hülsenmutter und säg den Kopf ab. Oder nimm ein V2A Röhrchen (5 x 1,5 mm), bohr das Loch auf Kernlochgröße auf und schneide dann ein Gewinde rein.
Ist aber alles fummlig...
Hallo!
Also der Plan ist folgender... ich habe noch ein Stück Stahl in 3mm Stärke
und wollte gerne ein Fixed mit verschraubten Griffschalen daraus machen.
Die Griffschalen wollte ich aus 3mm GFK anfertigen.
Die Verschraubung wollte ich nun so machen,
dass ich eben Gewindebuchsen von 5mm in die Klinge stecke und von
beiden Seiten verschraube. In die Griffschalen bohre ich entsprechende
Löcher so das die Schalen dann eine Führung von 1mm haben...
Ich werde es nochmal probieren und wenn nicht dann werde ich es in die Hände eines freundlichen Drehbankbesitzers geben... :-)
Übrigens ist es ein Skandal, das der Maschinenschraubstock der bei meiner Aldiständerbohrmaschine dabei war, keine Nuten hat um Rundmaterial einzuspannen... :-)
schwartzbunt
11.08.05, 20:58
...
Übrigens ist es ein Skandal, das der Maschinenschraubstock der bei meiner Aldiständerbohrmaschine dabei war, keine Nuten hat um Rundmaterial einzuspannen... :-)
Dafür hat der freundliche Werkzeugfachmarkt ggf sogar Baumarkt Schutzbacken. Kosten nicht die Welt und werten den Aldibohrer ungemein auf :D
http://images.mercateo.com/images/products/Kayser/gr_16717.jpg
Flaming-Moe
12.08.05, 06:13
Wäre es nicht einfacher, das Gewinde gleich in den Erl zu schneiden?
Wäre es nicht einfacher, das Gewinde gleich in den Erl zu schneiden?
Ja, aber dann kann ich die Schrauben ja jeweils nur 1,5mm von jeder Seite
reinschrauben, oder aber ich mache versetzte Bohrlöcher...
Der stand der Dinge ist nun, dass ich mir im Baumarkt so Prismengekauft
habe. Damit probiere ich es nun.
Ja, aber dann kann ich die Schrauben ja jeweils nur 1,5mm von jeder Seite
reinschrauben, oder aber ich mache versetzte Bohrlöcher...
Der stand der Dinge ist nun, dass ich mir im Baumarkt so Prismengekauft
habe. Damit probiere ich es nun.
Flaming-Moe war schneller als ich, denkt aber genauso:
Wenn Dein Erl 5 mm dick ist kannst Du doch ein Gewinde reinschneiden und hast dann von jeder Seite etwa 2.2 mm für die Schrauben.
Wenn Du statt dessen eine Gewindebuchse von 5 mm Länge nimmst ist das doch hinten so vorne wie hoch!?
Oder machst Du es anders als Du es beschrieben hast :confused: ?
Flaming-Moe war schneller als ich, denkt aber genauso:
Wenn Dein Erl 5 mm dick ist kannst Du doch ein Gewinde reinschneiden und hast dann von jeder Seite etwa 2.2 mm für die Schrauben.
Wenn Du statt dessen eine Gewindebuchse von 5 mm Länge nimmst ist das doch hinten so vorne wie hoch!?
Oder machst Du es anders als Du es beschrieben hast :confused: ?
Nein, dann hab ich es falsch geschrieben, der Erl ist 3mm stark.
Ich hab es vorhin nochmal probiert, mit so einem Prismabackenschutz.
Angekörnt bekomme ich es recht mittig, aber irgendwie schaffen es die
Bohrer nicht mehr. Ich habe eine Version mit dem Bohrer hingekriegt, aber die Gewindebohrung habe ich nicht ganz durchgezogen, weil sich sonst vermutlich der Bohrer verabschiedet hätte.
Es ärgert mich schon ein bisschen. :-)
Ich kann mir einen entsprechenden Rundstab aus Alu oder Messing besorgen und dann wird es sicher weniger kritisch.
Gruss
Michael
Nein, dann hab ich es falsch geschrieben, der Erl ist 3mm stark...
Hallo Michael,
machs uns doch nicht so schwer und beschreibe Dein Vorhaben etwas genauer, sonst raten wir imme rim Nebel herum:
Der Erl ist also 3 mm dick, deshalb reicht die Dicke nicht für zwei Schrauben.
Ok.
Aber was soll dann mit der Gewindebuchse geschehen?
Willst Du sie auf den Erl auflöten um ihn im Gewindebereich aufzudicken?
Dann könntest du doch auch ein Blech auflöten und müsstest Dich nicht mit dem Röhrchen herumplagen.
Komm, lass Dir nicht alles aus der Nase ziehen.
Hallo Michael,
machs uns doch nicht so schwer und beschreibe Dein Vorhaben etwas genauer, sonst raten wir imme rim Nebel herum:
Komm, lass Dir nicht alles aus der Nase ziehen.
Ich habe mal vor einiger Zeit gefragt, wie man verschraubte Griffschalen macht. Da kam der Ratschlag ein solches Röhrchen in den Erl zu stecken
und dann von beiden Seiten zu schrauben. Wenn ich da etwas nicht rundes auflöten würde, dann hätte ich das Problem, dass ich in die Griffschalen ein quadratisches Loch bräuchte, damit etwas Führung da ist.
Im Grunde ist es sowas wie eine Buchschraube.
Flaming-Moe
15.08.05, 11:03
Was für ein Aufwand... :)
Ich hab das bisher mit nem Gewinde direkt im Erl gemacht. Allerdings war der bei mir bisher auch immer mindestens 4 mm dick und die M3-Schrauben hatte ich mit Schraubensicherung gesichert oder gleich unter die Griffschalen auch noch Epoxidkleber geschmiert.
Bei 3 mm würde ich leicht versetzte Löcher in den Erl schneiden und fertig.
Alternativen wären: Hülsenmutter + passende Schraube oder gleich die Schraubnieten von Borger.
gast31082009
15.08.05, 11:34
Hallo
Falls Du das mit dem Gewindeschneiden hauptberuflich machen willst, bist Du auf dem besten Weg.
Sorry, aber der Erfolg, den Du evtl. haben kannst rechtfertigt diesen Aufwand nicht.
Auch ich empfehle Wolf Borger, und Stefan Steigerwald kann auch oft helfen.
Stefan
...ein solches Röhrchen in den Erl zu stecken
und dann von beiden Seiten zu schrauben...Im Grunde ist es sowas wie eine Buchschraube.
Jeeeeeeeeeetzt habe ich Dich endlich verstanden!
Warum nimmst Du dann nicht eine Buchschraube bzw. eine Hülsenmutter?
Was auch noch ginge:
Im Elektronikbereich gibt es Distanzschrauben (aus Messing, verchromt) für Leiterplatten. Die haben an einem Ende ein (M3?)-Aussengewinde und am anderen das entsprechende Innengewinde.
Wenn Du vom Innengewindeteil ein entsprechendes Stückchen absägst hast Du Deine Gewindebuchse!
Sie ist aussen zwar nicht rund, sondern sechseckig, aber das macht entweder nix oder Du schleifst die Buchse auf der Bohrmaschine rund.
Wenn es Alu sein soll, müssten dann auch Köpfe von Hohlnieten ausreichen, beim entsprechenden Stiftmaß, muss man nichtmal mehr bohren, sondern entfernt den Stift, und schneidet das M3 Gewinde direkt dort rein, danach muss nur noch der Schaft gekürzt werden.
Gruß Andreas
Wenn es Alu sein soll, müssten dann auch Köpfe von Hohlnieten ausreichen, beim entsprechenden Stiftmaß, muss man nichtmal mehr bohren, sondern entfernt den Stift, und schneidet das M3 Gewinde direkt dort rein, danach muss nur noch der Schaft gekürzt werden.
Gruß Andreas
Ich glaube mit Hülsenmuttern könnte ich auch glücklich werden.
Oder mit den Hohlnieten.
Man das war ja hier ein schwere Geburt. Ist mir ja schon fast peinlich..
Man das war ja hier ein schwere Geburt. Ist mir ja schon fast peinlich..
Das liegt (mal wieder ;) am falschen Betreff:
Wenn Du nicht hättest wissen wollen wie man ein Rundmaterial zentrisch ankörnt sondern wie man Griffschalen auf einen dünnen Erl aufschrauben kann, wäre es bestimmt schneller gegangen!
... ich roll mich ab :lach:
Vielleicht hab ich ja was überlesen, aber warum werden die Griffschalen nicht wie üblich aufgeklebt mit bündigen Stiften gegen Scherung ?
DACK
... ich roll mich ab :lach:
Vielleicht hab ich ja was überlesen, aber warum werden die Griffschalen nicht wie üblich aufgeklebt mit bündigen Stiften gegen Scherung ?
DACK
Ganz einfach, weil ich es so wollte. :-)
Das Messer ist eher als Werkzeug gedacht und da fand ich es ganz gut, dass man die Epoxyschalen auch abnehmen kann.
Es fehlt noch der letzte Schliff an dem Klingenrücken und dann schicke ich es zum Härten...
Hier ist mal ein Bild:
http://www.knuemann.de/img/110_1068.jpg
http://www.knuemann.de/img/110_1069.jpg
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