Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schmiedeesse eigenbau, meine Idee / Pläne
Hi! hatte das thema ja schonmal kurz bei der lehm esse angedeutet aber ich glaub das tut sich besser in einem eigenen Thread.
http://putfile.com/pic.php?pic=7/19209433292.jpg&s=x2
eine skizze von dem was ich geplant habe.
als rost dachte ich mir einigestreifen von fliessen senkrecht in lehm zu stecken. Ich hoffe dass das von der hitze her geht, hat jemand erfahrungen damit? den trichter und das rohrsystem wird kein problem, mein vater kann edelstahl schweißen.
Als lüfter dachte ich an 2 20W Pabst radiallüfter vom Auktionshaus, denkt ihr das reicht? bei angele werden ja auch essen mit 30W gebläse verkauft.
in Bastelgeschäften bekommt man ja so ton mit schamottanteilen, angegeben mit 1300°C ... nehmt ihr soetwas? oder habt ihr da andere alternativen?
Bitte nicht gleich schlagen wenn das ein oder andere irgendwo schon steht, :steirer:
Und bitte anregungen / verbesserungen / kritik zu meiner skizze schreiben
Gruß
Jens
Ich glaube nicht, dass die Fliesen halten.
Warum machst du kein seitenwindfeuer ?
Denkst du? ich meine sie sind doch seitlich vom lehm umschlossen, und auch wenn es mal risse gibt, müssten sie doch zumindest stehenbleiben. ist beim seitenwindfeuer die belüftung denn so gut? Hab eben in einem anderen thread gelesen dass es früher nur seitenwindfeuer gab, aber irgendein Vorteil von der luftverteilung muss doch sein oder? ich denk mir wnen ich mal baue dann direkt richtig.
Gruß
jens
ist beim seitenwindfeuer die belüftung denn so gut?
Kannst ja mal probieren Holzkohle von unten mit 'nem Lüfter (Fön z.B.) zu belüften. Gibt 'n Feuerwerk, dass von weiten ganz nett aussieht. Aus der Nähe wohl eher nicht. :teuflisch
also bei meinem schmiedekurs im freilicht museum hatten wir u.a. auch ne feldschmiede die von unten belüftet war, und auch mit handelsüblicher holzkohle gefeuert, gab keine probleme.
Hallo whoEver
Wenn es dir nur ums schmieden geht bau dir eine Esse aus Stahlteilen
die bekommt man auf dem Schrottplatz für nen Apel und en Ei
als Gebläse nimmst du einen alten Gebläsebrenner einer Zentralheizung.
( Die liegen auf dem Schrottplatz direkt neben deinen Stahlteilen ).
Mit so einem Teil schmiede ich seit Jahren und hatte noch nie Probleme.Da ist es auch Wurscht ob die Luft
von Unten oder der Seite kommt
Gruß Link
Nun zunächst solltest Du festlegen welches Brennmaterial du benutzen willst.
Gesamt gesehrn ist die Esse dem ersten Augenschein nach zu groß egal ob für Schmiedkohle Koks oder Holzkohle.
Da verbrennst Du ohne ende "Kohle" ohne was davon zu haben.
Daher sollte die Breite 1 Schamottstein nicht überschreiten.
Die Fließen wirds wegbrennen da würde ich auf eine einfache Gußschüssel umstellen bei normaler Kohle oder einfach Eisen.
Schau Dir mal das Buch von Havard Bergland an der Beschreibt das recht schön wie er aus einer alten Bremstrommel eine Esse baut.
Bei Holzkohle heist das Bauprinzip eher schmal und hoch damit die lust lange durch die grobe Kohle streifen kann. Hier ist auch ein Seitenwind viel sinnvoller, da er den Luftweg erheblich verlängert und das Werkstück nicht mehr direkt angeblasen wird.
Als Lüfter einen alten Staubsauger mit einem leistungsfähigen Dimmer bei dem man einfach den Saugschauch umsteckt in Ausbalsöffnung.
Grüße roman
Schmiede Markus Balbach
13.07.05, 10:29
Jedes Ess-Eisen funktioniert mit Holzkohle, Koks oder Steinkohle.
Ob die Luftdüse seitlich oder von unten kommt ist dabei erstmal egal. Nicht egal ist die Menge der Luftzufuhr, was jeder für sich ausprobieren muss.
Es gibt aber trotzdem einen großen Unterschied zwischen diesen beiden Grundmodellen.
Wenn Du eine Weile das Schmiedefeuer an hast, sammelt sich unten immer entstehende Schlacke an.
Liegt die Luftdüse nun im Muldenboden, so wird ständig die flüssige Schlacke nach oben geblasen. Ist zu viel Schlacke angesammelt, wird eine Feuerschweißung z.B. nicht mehr gut, bzw. sauber möglich sein.
Das ist der Grund, weshalb die Benutzer von solchen Ess-Eisen in regelmäßigen Abständen das Feuer ausmachen, reinigen und dann erst wieder weiter schmieden.
Kommt die Luft von der Seite, hat man das Problem mit der Schlacke nicht.
Diese Seitenwindfeuer oder auch Frischfeuer sind in der Regel sehr tief, damit die Schlacke nach unten tropfen und sich dort sammeln kann wo sie nicht weiter stört.
Diese Seitenwindfeuer können also einen ganzen Tag benutzt werden, ohne dass man sie zwischendurch reinigen(Schlacke entfernen) muss.
Es gibt noch einige andere Unterschiede mit Vor-u. Nachteilen im Bezug zu anderen größeren Schmiedearbeiten/Werkstückformen und -Größen), die aber hier vermutlich nicht interessieren, da es ja um das Schmieden von Damastpaketen oder/und Klingen geht.
Die Bremstrommelfeuer sind nach meinem Geschmack zu flach.
MfG.
Markus Balbach
Meine erste Esse war eigentlich eine Verlegenheitslösung, hielt aber dafür sehr lange (und war irre Preisgünstig):
Ich habe einen Ytong-Stein(4€) längs U-Förmig ausgehölt und mit Schamottmörtel aus dem Bauernbaumarkt (1,75€) relativ dick ausgekleidet; schräg von unten habe ich einige Löcher durch Ytong und Schamott gebohrt und darüber kleine Kegelchen aus Schamott als "Düsen" modelliert. Diese kann ich Wahlweise mit Nägeln mit breitem Kopf verschliessen und damit mein Feuer in der Größe vorherbestimmen .
(Kleines Werkstück- wenige Löcher offen...)
Den gesamten Essenkörper habe ich auf einen Sockel aus einigen Backsteinen(ca. 2€) gestellt. In der Mitte, direkt unter den Löchern liegt ein halbiertes Ablaufrohr (ca.1€) aus Ziegelmaterial;
Rundherum ist die ganze Konstruktion mit Lehm versiegelt, was super dicht hält, nach vorne, "zum Schmied" ist das halbe Rohr zum leichteren säubern mit nassen Lumpen verschlossen, nach hinten dichtet ein Stopfen aus Lehm mit dem Luftschlauch ab.
Als Lüfter dient ein alter Staubsauger + Motorendimmer .
Fotos gefällig? ;-)
mfg
Fotos gefällig? ;-)
Aber immer!!!
Und auch danke an all die anderen,... werd meine sache nochmal überdenken denn anscheinend ist wirklich keine luftzufuhr von unten nötig!
Gruß
Jens
also.... bei mir hat sich was getan...
1. hab bald ne kleine gemauerte hütte ( ex schaafstall... neu aufgemauert ) zum schmieden, kommt ne kleine werkbank rein, nen 200 KG amboss ... leider ohne horn.
die esse ist im bau... habe noch nen doppel T träger rumliegen gehabt,.. monster teil ... 2,5 cm wände... der mittelstrang ca 1,5 cm den dreh ich auf die seite, und benutz ihn als feuerschale... seitlich ist schon ein loch gebohrt als luftzufuhr. gebläse wird das kühlergebläse eines POLO 3 an 5 V ( sonst bläst das teil viel zu stark! ) als netzteil dient mir das eines alten PCs. die schüssel wird von aussem mit schamott oder ziegelsteinen verkleidet damit ich mich nicht ständig verbrenne an dem eisen ;)
soweit so gut... das teil ist noch nit zusammengebaut, deshalb könnt ich konstruktive kritik noch gebrachen :)
gruß
JENS
...die Esse ist im Bau... habe noch nen Doppel-T-Träger rumliegen gehabt,.. Monsterteil ... 2,5 cm-Wände... der Mittelstrang ca 1,5 cm; den dreh ich auf die Seite und benutze ihn als Feuerschale... seitlich ist schon ein Loch gebohrt als Luftzufuhr. Gebläse wird das Kühlergebläse eines POLO 3 an 5 V ( sonst bläst das Teil viel zu stark! ). Als Netzteil dient mir das eines alten PCs. Die Schüssel wird von außen mit Schamotte oder Ziegelsteinen verkleidet, damit ich mich nicht ständig verbrenne an dem Eisen. JENS
Das hört sich ja recht solide an...Vermutlich kannst Du Dir viel Arbeit sparen, wenn Du mal eine Original-Esse genau ansiehst. Ich würde mich möglichst an so eine Vorlage halten, so lange Du noch nicht so viel Erfahrung hast.
Die feuerfeste Auskleidung mit Schamottesteinen solltest Du auf der INNENSEITE machen! Wenn Du damit das Eisen von außen einpackst, verhinderst Du die Wärmeabstrahlung nach außen; das Eisen würde Dir schneller als nötig verbrennen. Und Du selbst wirst Dich an der heißen Esse ohnehin nur einmal verbrennen, dann weißte Bescheid...
Auch eine möglichst stufenlose Regelung der Luftzufuhr - bis null! - wäre wichtig, damit eine gute Feuerführung möglich wird.
Gruß
sanjuro
In der Firma wo ich gelernt hatte, hatten wir einen Kugelhahn in den Zuluftstrom eingebaut. Dadurch wurde der Schlackenbrecher immer mit der vollen Öffnung eingestellt und die Zuluft über den Hahn ganz fein reguliert werden.
Bei einem Schmiedetreffen in Koblenz war mal einer dabei, der hatte sich einen Standard Haarfön von Mutti über ein Felxrohr an die Esse gebunden. Hat mind. für die zwei Tage gefunzt.
Gruß
Uli
Kandelaber
15.09.05, 22:53
Was bitte ist ein Schlackenbrecher?
falls in der nähe ein hochofen stehen sollte, kann man dort die ausgemusterten hochofensteine als isolierung verwenden... die bekommste nicht kaputt.
dort wo du in deiner zeichnung lehm hast, liegen bei mir eben diese dinger...
natürlich hat nicht jeder um die ecke nen hochofen stehen..schon klar ;)
nur als denkanstoß
Gruß Daniel
Was bitte ist ein Schlackenbrecher?
So etwas ähnliches wie ein Eisbrecher, nur für Schlacke...
(Tut mir leid, ich konnte nicht anders bei der Vorlage!)
Aber im Ernst: der Schlackedorn am Boden des Esseisens (Feuerschüssel) wird auch so genannt.
Gruß
sanjuro
Peter Polnau
19.09.05, 21:19
Mein Gebläse besteht aus einem Staubsaubermotor von Vorwerk so ein alter Kobold die werden bei uns sehr viel weggeschmissen vielleicht gibt es keine Filter mehr?. Den hab ich einen Lichtdimmer vorgeschaltet und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden.
schlosswalker
05.10.05, 19:24
Hallo leute
Komentar zur ursprünglichen Konstruktion zum anfang.
Warum so viele verschiede materialien??
Ich gebe zu ich habe zu anfang auch einiges ausprobiert!!
Man kann einmal im Grunde alles aus Lehm machen. Habe damit nur gute erfahrungen gemacht.(lehmesse mit seitenwind) Das material ist nicht so teuer, läßt sich genau so formen wie man es haben möchte(stroh/lehm gemisch) und kann jederzeit ausgebessert werden. Man ist bei der konstruktion recht frei in der gestalltung
Wenn man nicht auf alte materialien angewiesen ist kann man zum zweiten alles mit schamotte und mörtel machen. Der preis ist etwas höher wie ich denke.
Was den wind angeht kann ich jetzt nur erfahrungen mitteilen.
Fettnuß verbackt an der oberfläche. Das kann man mit einem löschwedel etwas steuern. Dadurch gibt es weniger wärmeverluste. Man kann von unten und von der seite zuluft geben. Durch das verbacken entsteht eine hohe kerntemperatur im innern womit man gut schmieden kann.
Bei der Holzkohle ist es besser von der seite zu belüften. eventueller funkenflug ist weniger als wenn man von unten lüfted. Damit man bei holzkohle auf temperatur kommt bedarf es eines ausreichend dickem Glutbettes wo die luft gut zirkulieren kann. Das wird durch den seitenwind gefördert. Wenn man einen tiefgenügenden tiegel hatt kann man aber auch von unten lüften(wenn man umbedingt möchte).
Ich habe mit den lehmessen auf denen ich geschmiedet habe(mit holzkohle) alle temperaturen erreicht die ich brauchte.
Wenn Du weist was genau du machen willst kannst du dir die beste möglichkeit raus suchen/überlegen.
Ich habe immer so überlegt: Wie wenig/welches material brauche ich, im verhältniss zu aufwand und nutzen um das beste ergebnis zu erziehlen. Ich bin dann vom kosten/nutzen/aufwand auf lehm gestoßen. Es ist zwar etwas aufwendiger mit lehm zu arbeiten, aber ich bin flexibel und kann varieiren und es mit sehr wenig aufwand reparieren.
Schließe mich bei der größe einem vorredner an. Recht groß. Man braucht im grunde kein großes Glutnest. Auch wenn das werkstück an einer großen stelle war gemacht wurde kann man nicht an allen stellen gleichzeitig schmieden um die hitze vol auszunutzen. Lieber kleine fläche erhitzen und mit weniger male wärmen die stelle schnell fertig bekommen.
Habe das glück mir im winter eine komplette lehmesse mauern zu können. Bin mal gespannt ob das alles so klappt wie ich mir das vorstelle.
Wie gesagt: Es gibt sehr viele möglichkeiten eine esse zu bauen, aber ich denke sie sollte und kann im grunde auch einfach sein. Manchmal spart das kohle was man dann in kohle investieren kann.
Grüße
Thomas
Neue messer schneiden besser!
Danke für die tips und empfehlungen, doch das thema hat sich von ganz allein erledigt. ein netter nachbar hat mir eine Feldesse für 50€ angeboten, da greif ich doch mal zu :)
gruß
JENS
zum härten sicherlich nicht die schlechteste variante. da du genaue temperaturen hinkriegen würdest. zum schmieden würde ich es ganz vergessen, jedes mal tür auf tür zu, da wirste blöd.
wenn es um reines messerschmieden geht, finde ich gasessen ganz ok. aber wenn man wirklich mal was anderes in richtung kunstschmied macht, wo man den einen punkt alleine heiss machen will, ist die gassesse einfach direkt ungeeignet.
ansonsten, sehe ich des nicht so eng mit der art der kohle, koks oder was weiss ich... funzt alles an sich.
eze
....Hatte mal die Idee, einen Elektroofen aus Ytongsteinen zu bauen. Ähnlich wie ein Emaille-Ofen und temperaturgesteuert.
Was dagegenspricht, ist, dass ein solcher Ofen ziemlich abgeschlossen wäre und nicht offen wie eine Gas- oder Kohlenesse.
Haltet Ihr sowas für unsinnig? ....Zumindest zum Härten und um Werkstücke anzulassen währe so ein Ofen aber ganz praktisch. Die Länge könnte variabel sein, weil man Ihn aus "Modulen" zusammenstellen könnte. Zum Schmieden taugt Er aber glaube ich nicht, da Er zu wenig Power hat und die Erhitzung zu lange dauern würde.
Guten Abend!
So ein "göttlicher" Ofen (Deine Anrede) ist keine gute Idee - stell Dir mal vor, mit einem Metallgegenstand in einem E-Ofen mit offenen Wendeln herumzufuhrwerken! Das halte ich für potentiell ungesund. Zudem ist Ytong ja nun nicht gerade der ideale Wärmedämmstoff, sondern eher was für Improvisationen.
Gruß
sanjuro
Wenn wir hier schon bei Elektro angekommen sind, mach mir schon einige Zeit gedanken über Induktionsspulen um den Stahl zu erhitzen.
Soweit ich weiß wird sowas auch in der Industrie verwendet!
Hat da mal jemand Erfahrungen gemacht?
Oder vieleicht sogar Pläne?
The Playstation
15.12.05, 13:56
Z.B. mit einem Schweißtrafo auf eine dicke Spule um eine Keramikröhre. Innen wird dann das Messer reingelegt. Wichtig ist, daß man möglichst viele Wirbelströme im Messerrohling erzeugt. Eine interessante Idee.
Man könnte das Messer beim Erhitzen sogar schweben lassen.
Kleines optisches Highlight. :)
Hallo,
die Möglichkeiten einer Induktiven Esse wurden hier schon einmal diskutiert.
Damals herschte die Meinung vor, das man dafür eine relativ hohe Anschlußleistung denötigen würde.
Das kann ich mir nicht so rechtvorstellen, da man ja nur das Schmiedestück erwärmen muß und nicht wie bei allen anderen Verfahren die ganze Esse.
Das mit dem Schweißtrafo wird so nicht funktionieren, da es bei diesem Verfahren hauptsächlich auf die richtige Wahl der Frequenz ankommt.
Ein Hauptnachteil bei einer elektisch betriebenen Esse sehe ich drin, das keine Schutzatmosphere durch Verbrennungsgase vorhanden ist.
Ich kenne das Verfahren vom Hartlöten von Hartmetalplatten .
Da hat man eine einfache Schleife aus einem Kupferrohr um den Lötbereich. Das Rohr wird durch eine Flüssigkeit die es durchstöhmt gekühlt.
Der Prozess dauert nur wenige Sekunden.
Grüße
Detlef
The Playstation
15.12.05, 16:03
Dann empfehle ich ein Feritfaserkerntrafo oder den Strom nach dem Runtertransformieren Gleichrichten und wieder mit einer anderen Frequenz wechselrichten. Ich habe Spezial-Dioden für 1000 Ampere. Das müßte langen.
Hähä hört sich ja schon mal gut an, Danke ihr beiden.
Das man eine möglichst hohe frequens braucht hab ich schon mal wo gelesen.
Jetzt braucht man nur einen Schaltplan und die nötigen MAterialien.
Mal schauen vieleicht ein guter Vorsatz fürs nächste Jahr :haemisch:
klappen tuts, wie du schon sagst, die industrie benutzt es definitiv. aber naja, persönnlich bin ich da eher der meinung dass es sich vom schmieden wahrlich entfernt... finde da balbachs philosophie persönnlich besser.
aber klappen tuts ;-)
Ne Kohlenesse ist mir auch lieber, aber mit Kohle auftreiben ist das bei mir in der Gegend so ne Sache. Die letze Kohlenfuhre die ich bekommen habe war unter aller Sau!
Holzkohle ist zu Teuer und ne Gasschmiede Täte mir auch gefallen, aber da ich keine Karre habe bin ich immer etwas an die Güte meines Kumpels gebunden, der macht das holen zwar gern, aber er hat halt auch nicht immer Zeit...
Strom bekomm ich aus der Steckdose, natürlich müsste man mal eine Kostenrechnung machen, ob ich da wirklich Spare?
The Playstation
15.12.05, 19:35
Wenn ich einen Resthof hätte und eine Menge Platz, ... würde ich sofort Kohle benutzen. Aber wenn ich in meiner kleinen Wohnung im 4 Stock eine Kohlenesse laufen lasse, kommt erstmal die Polizei und die Feuerwehr und dann mein Vermieter. Deshalb überlege ich ein praktikable Lösung für zu Hause.
Ein Rechteckgenerator und ein Booster reichen völlig.
Zur Not nehme ich meinen 24.000 Watt Sinusverstärker und Glühe das Werkstück mit Bach, Mozart, Rock oder Popmusik. :P
ich hab in einem Betrieb für geschweißte rohre Ausbildung gemacht, da wurde das rohr auch induktiv erhitzt. eine Kupferspule mit 1 wicklung, von innen wassergekühlt. sollte also mit fachkenntnissen realisierbar sein. Aber fackel dir blos nicht die bude ab ;)
hallo Leute,
ein Tip aus der Industrie.
Die Maschinen die wir verwenden sind
speziell für die entsprechenden Werkstücke
gefertigt, sie verbrauchen Unmengen an Strom, durch die Induktionsrohre laufen einige hundert Liter Kühlmittel in der Minute und im Umkreis von 10 Metern dürfen sich keine Personen mit Herzschrittmachern aufhalten.
Wenn ihr diese Anforderungen in der Mietswohnung im vierten Stock erfüllen könnt steht euerem Vorhaben nichts im Wege.Ich würde aber erst den Hausmeister nach stärkeren Sicherungen fragen.
Die von mir beschriebene Anlage ist nur für eine Werkstückgröße von ca.20cm .
Bei größeren Teilen erhöhen sich auch die Maschinendimensionen.
Link
Ich schmiede normal auch mit Kohle und zwar Holzkohle.
Ich kann nicht verstehen, warum immer behauptet wird Holzkohle sei zu teuer. Vielleicht kann mich da mal jemand aufklären.
Ich arbeite mit einer selbstgebauten Esse, die im wesentlichen aus drei aneinander gestellten Scharmottesteinen besteht. Um eine einfache Klinge zu schmieden benötige ich etwa 1.5 kg Kohle und der 10kg Sack kostet mich im Moment 6€.
Selbstverständlich währe Schmiedekohle günstiger. Aber ich schmiede mitten im Wohngebiet und bin froh, das keiner der Nachbarn was dagegen hat. Wen ich jetzt mit Schmiedekohle anfange kommt zum Lärm auch noch der Gestank.
Den Gedanken an einen Induktionsofen finde ich intressant, nicht unbedingt zum schmiede, aber zum härten.
@ Gast : ich möchte Dich nicht entmutigen aber Du mußt in deiner Wohnung ja nicht nur das Metall heiß bekommen sondern auch schmieden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das von den anderen Hausbewohnern mit Freude aufgenommen wird.
Grüße
Detlef
The Playstation
16.12.05, 09:02
Ich würde das bei meinen Eltern machen. Aber eine richtige Esse werden Sie mir warscheinlich nicht erlauben. Mal sehen. Ein paar Versuche können ja nicht schaden.
Ich mache das auch bei meinen Eltern und habe die letzten Jahre mit einer selbstgebauten Gasesse gearbeitet und bin seit Anfang des Jahres auf Holzkohle umgestiegen.
Für das hobbymäßige schmieden und erste Gehversuche in Damast halte ich eine Gasesse für am besten geeigenet.
Arbeitet man mit Holzkohle hat man kaum Geruchs- und Qualmbelästigung.
Mit Kohle hat man nach meinem Gefühl einfach mehr Möglichkeiten.
Dafür ist Kohle schwerer zu beherschen.
Grüß
Detlef
The Playstation
16.12.05, 10:06
Danke, vieleicht dann doch eine kleine Gasesse. ;)
Material bekommst Du von Claymore
Anleitung zum Bau bekommst Du auf der Seit von Ron Reil (ist in der Linkliste zu finden).
@dex: versuche es doch mal mit koks. ist die kohle nur ohne des schwefel, teer usw... aber natürlich muss man die auch kriegen. einige hier im forum haben in direkter nähe nen lieferanten. selber kann ich des leider nicht behaupten.
Hallo Dex
Für eine einfache Klinge braucht man nicht viel Holzkohle, aber wenn du Feuerschweißt, dann merkt man einen erhäblichen Unterschied!
Zumindes ist das so bei mir, außerdem bekomme ich hier nur die Billige Grillholzkohle für 6€ und die ist wiklich nicht gut zum Feuerschweißen.
Ein sack 25Kg Koks (wenn der Händler denn einen hat) oder Fettnuss kostet dagegen nur 10€ und damit komm ich sehr weit.
Leider ist die Schmiedekohle die ich zur Zeit beziehe wirklich schund :mad:
Halo,
also was Dex beschrieben hat, das er bei einen Eltern schmiedet, kann ich nur bestätigen. Also auf viel kleinerem Raum gehts wohl nicht mehr. :staun:
Wuste gar nicht das Du auf Kohle umsteigst.
Aber was ich nicht nicht verstehe, es kann doch normal nicht so schwer sein einen Kohlehändler in seiner Nähe aufzutun?
Gut, das es mitlerweile nicht die beste Kohle ist, einverstanden, dann muß man sie eben sieben bevor sie ins Feuer kommt. So und wenn man jetzt noch hingeht und immer genug frische Kohle am Rand des Feuers liegen hat, gast diese schonmal aus bevor sie über die Seite zum brennen kommt bzw. man hat fürs nächste Feueranmachen genug ausgebrannte Kohle vorrätig. Ergo, es qualmt auch nicht mehr so stark.
Gruß
Uli
@ Hamurra-e: Ich mache fast nur Klingen aus Damast für die ich ständig feuerschweißen muß. Aber für eine aufwendige Kling brauche ich immer noch nicht mehr als einen Sack der beschrieben Kohle.
Das bedeutet 6€ pro Klinge. Ich mache das ja als Hobby und da finde ich das nicht so teuer. Der Kohleverbrauch hängt ja auch wesentlich von der Esse und der Arbeitsweise ab.
@ Almerich: Das mit der Schmiedekohle habe ich schon ausprobiert. Auch wenn ich die frische Kohle zuerst an den Rand lege, damit sie erst entgast ist die Geruchsbelastung wesentlich höher als bei der Hozkohle. Koks will ich immer noch ausprobieren, aber habe dafür noch keine sichere Quelle gefunden.
Schmiede Markus Balbach
19.12.05, 08:37
[QUOTE=Dex Koks will ich immer noch ausprobieren, aber habe dafür noch keine sichere Quelle gefunden.[/QUOTE]
Dex,
Du kannst gern einen Sack Koks(25kg) am 14.01. hier bekommen!
In der Körnung 20-40mm.
Gruß Markus
Guter Vorschlag Markus. Ich werde auf jeden Fall einen Sack mitnehmen.
Nandger Franck
30.05.07, 19:17
Um das alte Thema mal wieder aufzugreifen (außerdem wollte ich keinen neuen Beitrag erstellen :super:)
Hier ist mein Plan, wie ich mir am Wochenende meine Esse bauen will!
Verbesserungsvorschläge sind gerne willkommen !!!
Ich will erstmal mit Holzkohle und später mit Koks schmieden!
Das wird zwar sicherlich keine Endlösung, aber für 1-2 Jahre sollte es schon gut sein... daher immer her mit der Kritik!!!:hehe:
Zeichnung der Esse (http://www.schmiedeglut.de/schmiedeglut/esse1.JPG)
Als Material wollte ich benutzen:
Kalkstein-Zigel (0,40€ x ca.20 Stück = 8 €)
Feuerfester Mörtel --> Hält bis 1400Grad Dauerhitze aus (6,50€)
Rohr für Belüftung --> Bohrung durch den Stein und daran Gebläse
Gebläse (Alter Aldistaubsauger --> Regelbar)
Abluftrohr (altes Ofenrohr ausm Keller)
Fragen:
1. Ist die Esse vom Aufbau mit dem "Seitenwind" ok so ?
2. Ist Kalkstein Wetterfest ?
3. Ist der feuerfest Mörtel ausreichend um den Kalkstein zu schützen ?
Ich freue mich schon auf Anregungen!
Liebe Grüße
Xzenon
Hallo Xzenonbenz,
Also so weit ich informiert bin ,mündet die Luftdüse bei einem Seitenwindfeuer oberhalb der Feuerschüssel ins Feuer.
Die Konstruktion sieht doch nett aus, allerdings wäre es evtl. nicht falsch
wenn du ca. 2cm Blechstreifen schneiden würdest 1.5mm dick , sie auf mass zu einer Schelle formst mit einer Schraube durch, und jede Reihe Ziegel so zusammen hälst , denn Feuerfester Mörtel ist nicht sehr bindend... oder wie nennt man das, er klebt jedenfalls nach dem warm werden nicht wirklich.
Ansonsten könnte ich mir vorstellen das es Praktisch wäre wenn gegenüber der öffnung ein ebensogrosses Loch wäre (evtl. verschliessbar) um unter Umständen mal ein längeres Teil zu wärmen, Vielleicht willst du ja demnächst ein Schwert Schmieden,;), oder wie ich des öfteren ein Zaunpfahl richten.
Gruss unsel
....Kalkstein-Ziegel ....
Fragen: ....2. Ist Kalkstein wetterfest?....
Nein, und temperaturfest schon gar nicht! Wenn die Esse eine Weile halten soll, empfehle ich harte Feuerleichtsteine mit Qualifikationstemperatur 1.420°C. Diese Steine sind auch im Reduktionsbetrieb einigermaßen haltbar bis etwa 1300°C.
Gruß
sanjuro
Nandger Franck
31.05.07, 09:02
@ unsel
Habe ich dann nicht das Problem, dass ich das Werkstück immer im Luftstrom habe??? (was ja nicht sein soll)
Zum Härten wollte ich die Klinge (wie im Buch "Messer Schmieden" beschrieben) oben auf die Glut legen bis die Härtetemperatur erreicht ist. Die Luft müsste also schon seitlich kommen
Vielleicht mache ich den Lufteinlass so auf der Höhe des oberen Drittels der "Gluthöhe" und richte die "Düse" so aus, dass die Luft von schräg oben nach unten durch die Glut und an der anderen Seitenwand wieder nach oben geleitet wird !?:ahaa: Dadurch sollte ich doch eine tolle Belüftung haben, und wenn ich das Werkstück mittig in die Glut einbette.
Das mit der 2. Öffnung ist eine gute Idee, kann aber nachträglich jederzeit durch den relativ weichen Stein nachgearbeitet werden. Ich denke nicht, dass ich die nächsten Jahre Schwerter schmieden werde und wollte sie daher erstmal weglassen.
@Sanjuro
1. Was sind das Für Steine ?Gibt es die im Baumarkt und was kosten die ? Ich will möglichst ein sehr günstiges Material benutzen!
2.Ich habe mehrfach von Ytong-Essen gelesen.... ist da noch ein Unterschied zu Kalkstein-Zigeln ? Verbrennen die richtig nach 10 mal benutzen, oder reden wir hier von "auf Dauer" nicht haltbar ?
Die Steine sollen ja nur als "Form" herhalten und werden komplett mit dem feuerfesten Mörtel ausgekleidet. Der isoliert zwar nicht, aber die Oberfläche wird nicht in direkten Feuerkontakt kommen !
3.Als Alternative hatte ich an eine Ovale "Wanne" aus Metall gedacht. Das habe ich hier irgendwo in einem Beitrag gelesen, wo eine Esse gebaut wurde (Die Wanne wurde dann mit Lehm ausgekleidet--> Ich nehm halt den Mörtel)
Danke für Eure Hilfe und guten Ideen !!!
Gruß
Xzenon
Wenn es billig sein soll, nehme doch eher Tonziegel, die sind auf jeden fall temperatur beständiger, als Steine in denen Kalk als Bindemittel verwendet wird.
hab meine esse jetzt mit schamott gemacht und feuerfestbeton... hatte auch eine esse mit feuerfestmörtel, der ist mir aber nur abgebröckelt
die Steine und den Schamott hab ich hier bestellt
http://www.schuba-shop.com
gruß
Nepomuck
Nandger Franck
31.05.07, 12:30
Ok... ich glaube ich weiche von meinem Plan komplett ab!
Ich denke mir folgendes:
Ich kleide zwei Metallwannen einfach mit Feuerfestem Beton aus und mache jeweils an der gleichen Stelle ein halbrundes Loch rein!
Wenn ich dann die eine umdrehe und kopfüber auf die andere draufstelle, habe ich eine tolle "Höhle" zum schmieden!
Oben ein Loch rein für den Rauchabzug und ein kleines Loch für die Luftzufuhr von schräg oben/seitlich
Hat Lehm eigentlich gegenüber feuerfestem Beton irgendwelche Vorteile ??? Wo kann man Lehm überhaupt kaufen ? Im Baumarkt gibt es Lehmputz... ist das das richtige Zeug ?
Lehm findet man an fast jedem Bach oder Flußlauf in der Aue. Das iet das abgestzte Sediment welches vorallem bei Hochwassern gebildet wird. Also Ton+Sand+meist etwas Kalk in unterschiedlichen Mengenverhältnissen- Sandiger Lehm,Toniger Lehm.... . Der Lehmputz ist gut geeignet da der etwas Magerer (sandiger) als der Baulehm ist. Bei größeren "Konstruktionen" muß der allerdings mit Stroh oder anderen Fasern vermengt werden (als Kuhmist, Heu, Pferdemist, Hanffasen, deinen Haaren oder so) damit die Statik stimmt. Rennöfen baut man auch daraus. In den Bereichen die über über ca. 1000C° erwärmt werden (was in einer Normalen Esse wohl nicht vorkommt da immer Kohle, als Isolierung wirkend, vor den Wänden liegt) verglast der Lehm und kann dann fließen. Risse kann man leicht nachträglich zu schmieren.
Nandger Franck
06.06.07, 11:09
So... nach einigen Besuchen im Baumarkt habe ich leider keinen ordentlichen Metalleimer oder Wanne gefunden. Daher greife ich auf Ytong zurück.
Guckt Euch doch mal bitte folgende Esse an und sagt mir ob ich damit halbwegs was anfangen kann, grundlegende Fehler drin sind und ob ich das Gebläse halbwegs richtig positioniert habe (seitenwindgebläse)! Es soll ja nicht für die Ewigkeit sein, sondern nur erstmal für Monostahl-Messer herhalten. Die Esse wird erstmal mit Buchenholzkohle befeuert.
Zeichnung der Esse (http://www.schmiedeglut.de/Esse2.jpg)
Materialien
Ytong Platten 11,5 cm dick für das Gestell
Yton Platten 5,5 cm dick für die Umrandung der Esse
Feuerfester Mörtel (Schamottmörtel) bis 1400 Grad dauerhitzebeständig
Gebläse = umgebauter Staubsauger
Kosten gesamt = 20 Euro
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