PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amboss dämpfen? [Untersatz, Unterbau]


newtoolsmith
26.05.05, 14:01
Hallo Schmiedefreunde,

in einem anderen Thread las ich, dass jemand Magnete an seinen Amboss gesetzt hat, um ihn leiser zu machen.

Zwar ist mein Amboss nicht sehr laut, zumal er auf einem gut passenden Eichenklotz thront, aber noch leiser wäre ja auch nicht schlecht.

Wie gut wirken denn Magnete, wie groß sollten Sie sein, gibt es besseres und so weiter und so weiter...?!?

MfG
newtoolsmith

acenapht
26.05.05, 14:41
Hallo Newtoolsmith,

mein Amboss (ca. 120 kg) steht auf Hirnholz mit einer Zwischenlage aus ca. 4 mm Leder und zum Betonboden hin auf ca. 5 Lagen Dachpappe. Trotzdem war der Klang, wenn ich auf den Hörnern geschmiedet habe, noch sehr unangenehm. Das läßt sich mit Magneten dämpfen. Ich habe zur Zeit noch einfache größere Magnete von einer Präsentationstafel (ca. 3 pro Horn) angebracht, was zu einer deutlichen Klangverbesserung führt. Mit größeren und stärkeren Magneten geht das wahrscheinlich noch besser.

Gruß

Roland

U. Gerfin
26.05.05, 20:12
Es gibt zwei Methoden, die wirklich funktionieren:
1. Amboß in ein Fass mit Sand stellen.
2. Über das nicht gebrauchte Horn eine Schlaufe anbringen, an der ein schweres Gewicht (Hantelscheibe- Blei o.ä.) hängt.
Ein klingender Amboß mag für Leute, die ihn aus der Entfernung hören, etwas Romantisches haben. Sonst haben nur noch HNO_Ärzte Freude daran. Gute Ohrenstöpsel helfen natürlich auch.
MfG U. Gerfin

Äiler
16.06.05, 00:52
...Ein klingender Amboß mag für Leute, die ihn aus der Entfernung hören, etwas Romantisches haben. Sonst haben nur noch HNO_Ärzte Freude daran. Gute Ohrenstöpsel helfen natürlich auch.
MfG U. Gerfin
Da hat er wohl recht :)
Auch Harward Bergland schreibt, dass man die Hörner mit Magneten dämpfen soll. Ich hab's bei mir ebenfalls mit Präsentationstafelmagneten gemacht. Nun, es dämpft erwartungsgemäß ein wenig die Schwingung und damit den Ton, aber zufrieden war ich damit bei weitem nicht. Außerdem - wenn ich richtig auf's Horn gedonert habe, sind die Magnete weggeflogen... :mad:

Ich habe nun unter meinen 165 kg-Amboss kein Leder sondern auch einfach ca. 5 mm-Dachpappe gelegt, unter den Klotz ebenfalls. Und damit bin ich eigentlich fast zufrieden. Auf den Amboss kann man jetzt an jede Stelle schlagen, es hört sich einfach nur noch dumpf an, kaum noch, als ob man auf Metall schlägt. Sand wäre noch einen Versuch wert.

Grüße

Äiler

Pitt
22.06.05, 18:26
Bei einer Wanderung in den Bergen habe ich einen mobilen Hufschmied getroffen. Der hatte unter seinem 35 kg Amboß eine 10 mm Gummiplatte zur Dämpfung.
Ich habe mir so ein Teil in einem Laden für Industriegummi besorgt und es funktioniert auch bei meinem 50 kg Amboß zufriedenstellend. Der Gummi darf nur nicht zu weich sein. Es geht auch ein Stück aus einem alten Förderband.
Hornbach verkauft übrigens Gummiunterlagen für die Waschmaschine. Wäre einen Versuch wert.

Gruß
Pitt

scarpej
22.06.05, 22:49
vielleicht sind die magnete nur zu klein...
habs bei einem 50kg amboss mit einigen in der größe wie beschrieben versucht... mäßige dampfung... dann hab ich noch einige aufgetrieben ca 6x15x3 cm gesamt, jetzt isses besser... was zusätzlich noch aufgefallen ist:
bei dem amboss den ich habe sind an der verjüngung vor der boden platte (also der schlanke rumpf auf dem die hörner und die bahn sitzen - keine ahnung wie das heisst) links und rechts 2 löcher drinnen... ich weiss nicht wozu sie dienen oder wie sie heissen, aber wenn man da watte oder dergleichen reinsteckt kann man den amboss noch zusätzlich ein wenig dämpfen...

Gruß Daniel

newtoolsmith
23.06.05, 07:39
@scarpej:

in die seitlichen Löcher kann man Eisenstangen hineinstecken, um den Amboss zu transportieren und auszurichten. Mein 300 Pfünder hat die Löcher auch.

MfG
newtoolsmith

mic
23.06.05, 09:39
@scarpej:

in die seitlichen Löcher kann man Eisenstangen hineinstecken, um den Amboss zu transportieren und auszurichten. Mein 300 Pfünder hat die Löcher auch.

MfG
newtoolsmith

So weit ich weiß dienten die seitlichen Vierkantlöcher den Schmieden, die den Amboß hergestellt haben, als Hilfe - es wurden Eisenstangen hineingesteckt, um den Amboß besser "manipulieren" zu können.
Unten im Fuß vom Amboß müßte übrigens auch ein solches Loch zu finden sein; Amboße, die diese Löcher aufweisen, sind von hoher Qualität - Details dazu hat Markus Balbach an anderer Stelle hier im Forum schon `mal berichtet.

Gruß Michael

Äiler
23.06.05, 10:55
...dienten die seitlichen Vierkantlöcher den Schmieden, die den Amboß hergestellt haben, als Hilfe...
Entspricht auch meiner Information. Aber die Idee, den Amboss in diesen Löchern zu bedämpfen ist auch nicht schlecht.

Die größte Wirkung - jetzt wird's wieder theoretisch - dürfte aber eine Maßnahme erzielen, die möglichst weit weg aus der Mitte des Ambosses ist - also an den Hörnern oder am Fuss. Denn - gaaanz grob gesagt - die Schwingung will sich möglichst weit außen ausbilden, in der Mitte dämpft man lediglich eine bestimmte Schwingung. Probier's aus: nimm einen Eisenstab, halte ihn so, dass er senkrecht hängt, dann schlage leicht dagegen, halte ihn Anfangs in der Mitte, und lasse ihn immer weiter nach unten rutschen. Die Schwingungen werden an bestimmten Stellen maximal oder minimal.

Auch bin ich der Meinung, dass am besten ein Material dämpfen dürfte, das selbst keine elastische Verformung zulässt, oder anders gesagt, das nicht "federt". Da Gummi die alte Form schnell wieder annimmt wenn man es zusammengedrückt hat, hat es elastische Eigenschaften. Dachpappe gefällt mir da besser, auch hat sie den Vorteil, dass sie wirklich nachgibt, also sich verformt unter dem Ambossgewicht, und damit Unebenheiten gut ausgleicht (was m.E. ebenfalls wichtig ist, damit der Amboss "zieht"). Versuch: Stahlkugel einmal auf Gummi und dann auf Dachpappe fallen lassen... Könnte man mal mit dem Amboss testen.

Viele Grüße

Äiler

mic
23.06.05, 13:24
[QUOTE=Äiler]
... Versuch: Stahlkugel einmal auf Gummi und dann auf Dachpappe fallen lassen... Könnte man mal mit dem Amboss testen.

Jaja - die gute alte Stahlkugel :lechz:

Was man noch versuchen könnte : Amboß auf Sand stellen (ist ja so auch bei den käuflichen Untergestellen vorgesehen).
Oder : Amboß mit Silikon auf dem Untergestell verkleben - dieser Tip stammt ursprünglich ebenfalls von Markus Balbach.

Gruß

Michael

Tomcat
23.06.05, 19:47
Hallo Zusammen!
Mein 123Kg-Amboß steht auf einem selbstgefällten 45cm Fichtenstamm.
(Solche müsste man sehr gut auch von Stadtparkgärtnern bekommen- zumindest weiß ich das vom Englischen Garten in München & vom Flaucher )
Die Oberseite des Rundlings war exakt Plan und durch die Kettensägenrauhe Struktur der Schnittfläche wurden wohl kleine Unebenheiten an der Ambossunterseite ausgeglichen;
Am Platz gehalten wird der Amboß außerdem durch 4 Eisenprofile.
Zusätzlich habe ich die seitlichen "Trage- oder Schmiedelöcher" mit Holz und Fahrradschlauchgummi ausgeklemmt

Anscheinend steht mein schwerer Junge dadurch so exakt dass er kaum singt und super zieht; ansonsten hätte ich ihn noch dünn mit Quarzsand unterlegt.

mfg
Tct

Bastler5
22.04.06, 20:27
Hallo, mich hat der helle nachschwingende Ton auch gestört :irre: . Der Ton war komplett weg wenn ich ein Horn angepackt habe. Daraufhin habe ich ein ca. 15 cm langes Stück Ast mit ca. 12 cm Durchmesser genommen, ein Loch auf einer Seite reingemacht und das Ganze auf ein Horn gesteckt und mit Expander gefestigt. Der helle Klang war komplett weg :) . Kann das jetz umstecken, je nach dem an welchem Horn ich gerade arbeiten will.

stephan
22.04.06, 22:13
Moin
Man kann die hellen Töne auch mit einem `Spanngummi für den Kofferraum`bedämpfen. Mit beiden Haken an je ein Horn einhängen und seitlich neben der Bahn entlangführen.So gesehen auf dem Winter Schmiedetreffen bei M.Balbach an dem Amboss von Dex.Das hat schon eine beachtliche Wirkung

TomasG
22.04.06, 23:50
hi ich schreibe jetzt auch mal was, auch wenn der erste beitrag schon ein jahr alt ist :hehe:

also ich habe zwischen eichenklotz und boden und zwichen amboß und klotz eine ca 5-6mm dicke schicht bitumenpappe gelegt und ein par merodynmagnete an den amboß gehängt (die magnete kann man aus alten festplatten ausbauen) sind sehr stark

mein amboß (kein richtiger sondern nur nen provisoium) ist durch die maßnahmen extrem leise :super:
was auch noch helfen könnte wären kleine sandsäcke die man seitlich an den amboß hängt

eine gummiunterlage soll angeblich zu stark federn... wens denn sein muss nur sehr hartes gummi benutzen.. die gewebeverstärkten gummis von förderbändern könnten gehen
aber bitumen ist besser und leichter zu beschaffen (wenn man nett fragt beim dachdecker bekommt man reststücke geschenkt ) :super:

OlliB
23.04.06, 08:09
Hallo mein mobiler 40 Kg Amboss besteht aus 2 Teilen, der obere teil aus der Bahn, Horn und Körper. Der untere Teil besteht aus Alu. Die beiden etwa gleich großen Teile sind mit einer Zwischenlage aus Gummi fest miteinander verschraubt. Der Amboss ist so optimal klanggedämpft und singt und klingt nicht, egal auf welchen Untergrund er steht. Habe diesen Amoss seit ca. 10 Jahren tälich im Einsatz und bin sehr zufrieden damit.
Gruß Olli

TomasG
24.04.06, 07:18
Hallo mein mobiler 40 Kg Amboss besteht aus 2 Teilen, der obere teil aus der Bahn, Horn und Körper. Der untere Teil besteht aus Alu. Die beiden etwa gleich großen Teile sind mit einer Zwischenlage aus Gummi fest miteinander verschraubt. Der Amboss ist so optimal klanggedämpft und singt und klingt nicht, egal auf welchen Untergrund er steht. Habe diesen Amoss seit ca. 10 Jahren tälich im Einsatz und bin sehr zufrieden damit.
Gruß Olli

hi also das verstehe ich jetzt nicht so ganz
ist das nen normaler amboß der auf einem alu unterbau steht `? oder ist der amboß selbst teilweise aus alu ?
hast nen foto von dem teil ?
grußTomasG

stangl
24.04.06, 08:59
Hi,

richtig starke Magneten finden sich in Lautsprechern. die gibt's am Schrott oft zum Nulltarif. Ausprobieren kost nix, und wenn' nicht klappt, dann freuen sich die Kinder oder Enkel über das interessante Spielzeug.

Christoph

Dex
24.04.06, 09:44
Hallo Olli,

wenn ich das richtig sehe, bist Du Hufschmied.
Diese Form der Amboss kenne ich nur aus dieser Sparte.
Könnte es sein, das Du aus dem Bereich Taunus kommst?

Gruß

Detlef

vincevega
24.04.06, 11:40
@ TomasG
Den "Zweiteiler" gibt es z.B. bei Angele (mit Bildern zum anschauen)

http://www.angele-shop.com/catalog/product_info.php?pName=hufschmiedeamboss-40-kg&cName=ambosse-hufschmiedeambosse

unter der Bezeichnung Hufschmiedeamboss 40 kg [Nr.: 417304 c]

ist leichter zu transportieren hat aber mehr Fläche als ein normaler 40Kg
"Klein"amboss (Tschuldigung!) , war mir klar aber das der gut "dämpft" hatte ich garnicht bedacht und zum durch die Gegend schleppen nur so schwer wie ein Zementsack - hat was !

Vince

OlliB
24.04.06, 12:30
Hallo
mein amboss ist so ein Hufschmiedeamboss, hat nur eine etwas andere Form(Amerikanisches Modell) als die ambosse bei Angele.
Vorteil ist natürlich das geringe Gewicht, vor allem wenn man den Amboss häufig aus dem Auto auf den Ständer und wieder zurück wuchten muß. Mir genügt er in allen Lagen, egal ob ich nur Hufeisen darauf dengele oder auch mal ein Messer schmiede.

@ Dex
Ja ich bin Hufschmied und komme aus dem Taunus, genauer gesagt aus Wehrheim.Sind wir uns schon mal über den weg gelaufen?

Gruß Olli

Landi109
27.03.07, 00:50
Hallo Alle zusammen,

ich habe mir kürzlich einen Amboß gekauft. 75 kg, Norddeutsche Form.
Was für einen Unterbau würdet ihr mir empfehlen?
Ich dachte an einen Eichenstamm, den ich einfach auf den Boden stelle und den Amboß drauf montiere.

Bedingungen müßen für den Unterbau sein:
- Er darf nicht fest eingelassen sein, da gewährleistet werden muss, dass der Amboß mobil bleibt.
- Der Amboß muss absolut Kippsicher auch bei rabiater Handhabung sein (ich möchte unter anderem mit Jugendlichen Schmieden -> Erlebnispädagogik)

Vielen Dank für eure Antworten.

ZiLi
27.03.07, 01:23
dicker Eichenstamm drunter ist immer richtig - je leichter der eigentliche Amboss ist, desto wichtiger ist ein guter Fuss - und unten stellt man diesen in eine flache Sand/Kieskiste (ein paar cm reichen) - dann ists auch leiser fuer die Umwelt und steht absolut wackelfrei. Wer will kann den Klotz auch noch mit Eisenreifen einfassen und oben mit Blech abdecken. Das ist aber optional und macht man alles erst, wenn man die fuer sich persoenlich richtige Arbeitshoehe gefunden hat.

-zili-

Nandger Franck
31.05.07, 12:10
Ich suche auch gerade nach einem guten Untersatz für meinen Amboss (ca. 100Kg)

Ich habe leider keine Möglichkeit an einen Holzklotz zu kommen und auch kein Schweissgerät !

Ich hatte mir gedacht, dass ich so einen großen, schwarzen Kübel nehme, worin normalerweise Zement gemischt wird. Die Dinger sind aus Kunststoff und machen einen zähen und robusten Eindruck !
Diesen würde ich dann mit Beton oder Zement füllen und das ganze aushärten lassen. (Richtige Höhe natürlich vorher abmessen)
Nun wollte ich die restlichen Zentimeter bis zum Rand mit Dachpappe/Bitumenpappe auslegen/füllen und darauf den Amboss stellen.
Das ganze steht auf normaler Erde in einer Ecke im garten.

Magnete werden evtl. auch noch angebracht um den Klang zu dämpfen!

Kosten ca. 30 Euro denke ich.

Fragen:
1. Kann ich das "Gestell" noch optimieren um den Klang beim Hämmern noch mehr zu dämpfen, oder sollte die Dachpappe und das Stellen auf Erdboden und Magnete am Horn ausreichen ?
2. wenn ich den Trog nicht mit Beton sondern Quarz-Sand füllen würde.... sinkt der Amboss nicht mit der Zeit immer weiter ein ? Wenn ich nun auf den Sand Dachpappe legen würde, dann sollte das doch das "Einsinken" verhindern, oder ?
Diese Kombination aus Sand+Dachpappe .... würde das nochmal eine deutlich gesteigerte Dämpfung bringen ?
3. Verliert der Amboss an "Zug" wenn ich ihn auf Sand Bette ? Der Beton würde ja mehr Gegendruck erzeugen....

So... Fragen über Fragen! Danke im Voraus für Euer Wissen und die geduldigen Antworten :super:

Xzenon

Chris Deminie
31.05.07, 12:22
Hallo
Sand und oben dicke Holzbretter die genau einpassen von unten oder oben mit einem stück Flachstahl oder auch zwei verbinden und der Amboss steht.
Wegem Klang müsste auch ein dicker Gummi ums Horn wickeln ausreichen.
Gruss Chris :cool:

Nandger Franck
31.05.07, 12:49
@Chris

also Du meinst Sand, darauf ein dickes Brett (Einpassen = Form des Gefäßes?) und darauf den Amboss ?

Wird dadurch nicht wieder der Klang durch das Holz aufgehellt ???

Jonas
31.05.07, 16:09
Nene, das mit der Holzplatte auf Sand klingt wunderbar leise...
Das Problem mit schwingenden Ambosshörnern ist ein anderes, da hilft halt ein starker Magnet oder aber eine Schlaufe aus Flachstahl, an der ein Gewicht hängt.
Einfach mal rumprobieren, würde ich empfehlen.

Nandger Franck
31.05.07, 17:40
@Jonas

Also kann man sagen, dass Sand+Brett gleichleise/gut ist wie die Betonklotz+Bitumenpappe Variante???
Dann würde ich einfach gucken was für mich billiger wird :D

Bekommt man eigentlich auch Magneten im Baumarkt ??? (hab selber keine und der Schrotthändler ist hier nicht so dolle...)

U. Gerfin
31.05.07, 19:32
Bei einem Amboß von ca. 100 kg ist feiner Sand als Unterlage ausreichend. Durch die Vibrationen beim Schmieden setzt sich der Sand und bildet eine feste Unterlage, in die der Amboß nicht mehr einsinkt. Mit den schwarzen Betonmischfässern bin ich nicht so ganz glücklich. Ich fürchte, da wird die Höhe nicht stimmen und ob sie auf die Dauer den Seitdruck aushalten, weiß ich auch nicht. Ein Holzfaß wäre schöner und sicher stabiler.
Die Amboßhöhe ist wichtiger, als man denkt. Ich war mal in einer Schmiede, in der die Ambosse extrem hoch standen. Vermutlich standen sie ohnehin nur zur Verzierung da, geschmiedet wurde mit einem 200 kg Lufthammer. Ich habe dort zu schmieden versucht und war schrecklich enttäuscht über die fehlende Effizienz und die Unbequemlichkeit der zu hohen Ambosse. Es gibt viele Theorien, wie hoch ein Amboß stehen soll. In der Praxis habe ich eine einfache Meßmethode als bewährt gefunden: Höhe Pimmelspitze-hängend. Wenn man mit schweren Hämmern auf dem Horn schmiedet, wird sich der Amboß auf der Hornseite etwas in den Sand senken. Das ist aber mit einem Ruck wieder korrigiert. Wenn man auf einem Horn schmiedet, was eigentlich nur für die feineren Arbeiten nötig ist, kann man den Amboß durch eine Seilschlaufe durch das gegenüberliegende Loch und ein daran befestigtes Gewicht zusätzlich dämpfen. Das wirkt genauso gut wie ein Magnet und kostet nichts.
MfG U. Gerfin

braces
31.05.07, 19:45
Ich habe leider keine Möglichkeit an einen Holzklotz zu kommen und auch kein Schweissgerät !


Ruf mal bei einem ortsansässigen Baumpfleger/ Holzfäller an. Ein Stammabschnitt, wie er zum Abtransport gefällter Bäume geschnitten wird, sollte gut passen. Eigentlich ist sowas unkompliziert zu beschaffen, zumal neuerdings ganzjährig gefällt wird. Selbst in Großstädten gibt es so viele Möglichkeiten an Holzklötze zu kommen.

stay rude
braces

unsel
31.05.07, 20:34
Höhe Pimmelspitze- hängend...? wie deine Ambossbahn befindet sich auf Kniehöhe?...hahrrrahahaokwarnenwitz, tschuldigung;)
eine andere Version las ich glaube ich in Meister Berglands Buch, Der aufrecht stehende Schmied hält den Hammer hinten am Stiel , wobei die Hammerbahn auf der Ambossbahn aufliegt, und der Hammerstiel genau waagerecht ist. Kommt sicher auf Gleich raus.

Grüsse unsel

Chris Deminie
31.05.07, 22:22
Xzenonbenz
Du kannst auch ein altes Blechfass nehmen ,abflexen und Sand rein stabile Holzplatte und fertig.Denk dran wenn Du schmiedest fällt immer mal was glühendes runter ,Holz raucht das ist ruckzuck gelöscht :ahaa:
andere Unterlagen weniger :hehe:
Gruss Chris:cool:

Nandger Franck
04.06.07, 11:15
Das mit dem Holzfass wäre natürlich klasse.... nur hier wieder die Frage: Woher für wenig Geld nehmen ?

Das ganze Soll ja möglichst kostengünstig bleiben (unter 50 euro)

Außerdem fahre ich einen Smart und kann daher nix großes transportieren :(


Ich tendiere zu folgender Konstruktion:

Zementmischplastikeimer --> Beton anmischen --> aushärten lassen --> mit Sand auffüllen und auf die richtige Höhe einstellen --> Hartgummiunterlage drauf (ist ein Reststück von ner Unterlage für die Ketten von nem Bagger um den Asphalt nicht zu beschädigen) --> Darauf den Amboss

Magneten an die Hörner je nach Bedarf.

So sollte die Konstruktion doch stabil, wetterfest und schallgedämpft sein! Die Höhe kann ich auch perfekt anpassen... egal ob auf die Art von U.Gerfin oder Unsel :D


brennen sollte das ganze auch nicht ... nur die Zementmischform könnte schmelzen wenn mir direkt was glühendes drauffällt....

U. Gerfin
04.06.07, 17:55
Leg den Hartgummi unter den Plastikkübel und nicht direkt unter den Amboß. Es sei denn, du willst Wettbewerbe im Amboßhüpfen veranstalten. Der Amboß gräbt sich im Sand nicht ein, sondern steht darauf.
Was Du machen könntest wäre folgendes: Mit ein paar Holzbrettern oder wie auch immer in dem Kübel mit etwa 10 cm Abstand zur Kübelwand eine Schalung stellen und den freien Raum zur Kübelwand mit Beton ausgießen. Gut wäre es, in den Beton noch ein paar Drahteinlagen-alte Zaunstücke o.ä.- einzubauen. Nach dem Abbinden des Betons die Bretter entfernen und den freien Innenraum mit Sand aufffüllen, auf dem dann der Amboß steht.
MfG U. Gerfin

Nandger Franck
04.06.07, 18:57
Klasse Idee !!! So werd ich es machen!!! So hab ich den Beton + Sand und kann das Plastik am Schluß abnehmen!

Danke für die vielen Guten Tips !

Gruß

Xzenon

Sven
05.06.07, 09:39
Oder noch einfacher du mischt den Sand trocken mit Gipsputz oder Zementmörtel. Dadurch wird er fester aber nicht steinhart und brüchig.
Ich habe unter meinem Amboss 2 Lagen Linoleum darunter einen Fuss aus Holzbalken (mit Metallbändern verbunden).
Das ganze steht in einer Postkiste die ich 1/3 mit dem Sand Gipsputz Gemisch gefüllt habe. Durch die Erschütterungen zerbröselt der verfestigte Sand zwar wieder, bleibt aber immer so fest das der Amboss nicht einsackt.

Versuch macht kluch :)

Sven

Litle
08.06.07, 15:33
Also mein ambos Is´n Erbstück, und steht ganz edel auf nem Sandsteinkoltz ca 500x600x700 dadrauf liegt ein dicker bohlen, könnte Eiche sein. Gehalten wird er von 2 stalbändern.

Holzklotz
08.06.07, 19:44
Ich habe als Unterbau für meinen ersten Amboss (deutlich über 150 kg) zwei übereinandergesetzte, rechteckige Pflanzsteine genommen.
Die habe ich mit Schottergefüllt.Für die obersten 5 cm benutzte ich Basaltsplitt.
Um den oberen Stein noch ein Bandeisen gespannt (Erdband), zur Sicherheit weil der Amboss ziemlich genau in die Öffnung passt und Beton schon mal gerne reißt.
Gesamtkosten, wenn man einen Landschaftsgärtner freundlich fragt und er alte Steine auf Lager hat zwischen umsonst und 10 €.
Da klingt nichts mehr.Vor zwei Tagen habe ich einen 125 kg Amboss von Peddinghaus, in einem für meine Begriffe super Zustand geschenkt bekommen. Beim ersten Probeschlag (Amboss steht auf orginal Eichenklotz) habe ich vor Schreck fast einen Satz gemacht, so hell klang der.
Unterlage wird schnellstens geändert.

Chris Deminie
08.06.07, 22:15
Hallo
Warum dämpfen ich persöhnlich finde es toll wenn ein Amboss wie eine Glocke klingt.Beim schmieden hört sich es dann wie Musik in meinen Ohren an.Aber meistens gibts halt auch Nachbarn denen diese Musik leider nicht so gefällt.:mad:
Gruss Chris

Streitburger
08.06.07, 22:56
[QUOTE=Chris Deminie;374637]Hallo
Warum dämpfen ich persöhnlich finde es toll wenn ein Amboss wie eine Glocke klingt.

Ich höre auch gerne den Klang eines Amboss beim schmieden,.....aber am liebsten aus der Ferne.

Direkt am Amboss ist der Schalldruck so hoch, daß er früher oder später zur Schwerhörigkeit führen kann.

Das ist die Sache dann wieder nicht wert.

U. Gerfin
08.06.07, 23:33
Den meisten hier wird Prof. Alfred Habermann ein Begriff sein-hoffe ich jedenfalls. Er ist anläßlich seines 75 jährigen Geburtstags vor einiger Zeit im Hephaistos gefeiert worden und ist der Schmied, der in der Reihe "Der Letzte seines Standes " porträtiert wurde. Er ist Kunstschmied mit Leib und Seele und schwirrt noch jetzt in hohem Alter in der ganzen Welt herum, um für die Schmiedekunst zu werben und zu kämpfen. Anläßlich einer Veranstaltung in Luxemburg saßen wir zusammen und unterhielten uns und er meinte:" Weißt du, die Kollegen sind ja oft a bisserl bleede. Sie sagen, ein Amboß muß klingen und dann starren sie noch beim Feuerschweißen in die Glut und dann wundern sie sich, wenn sie nach 10-20 Jahren stocktaub und halb blind sind."
Bei gelegentlichen Schmiedearbeiten mag es noch hingehen, bei regelmäßiger Arbeit hat auf die Dauer nur der HNO-Arzt Freude am klingenden Amboß. Von der Ertaubung abgesehen- ich kann auch auf einen tinnitus gut verzichten.
MfG U. Gerfin

Schwatvogel
11.06.07, 14:20
Kurze Frage:
Tut es Erde (lehmiger Mutterboden..) genauso gut wie Sand?

zorro_43
11.06.07, 14:50
Lehmiger Mutterboden wird sich mit der Zeit setzen und verdichten und kann dann nicht mehr dämpfen.
Sand ist auf alle Fälle besser.

Andreas

Schwatvogel
11.06.07, 16:57
Danke sehr :)

Schmiede Markus Balbach
11.06.07, 18:22
Hallo,
ich habe noch Ambossuntersätze aus Holz, gefüllt mit Schlemmsand hier.
Verschenke ich gern.
Aufladen mit unserem Gabelstapler ist kein Problem.
Da die Teile sehr schwer sind, sollte ein guter Anhänger oder eine Pritsche mitgebracht werden.
Ein Amboss in diesem Sand macht nur ein sehr dumpfes Geräusch und "zieht" gut!

Gruß Markus Balbach

Schmiede Markus Balbach
11.06.07, 18:55
Zum Klingen der Ambosse:

es gibt die Schmiedesprache, bei der es wichtig sein kann, wenn der Amboss einen helleren Klang am Horn hat.
Z.B. wenn man "klingelt", also den Zuschläger ruft.
Auch je nach Art der Ambossherstellung(geschmiedete Ambosse, nicht gegossene Ambosse), kann der Ton eine Auskunft über die Qualität des Ambosses geben.

Beim Schmieden selber, befindet sich in der Regel immer ein Stück warmer Stahl zwischen der Ambossbahn und dem Handhammer.
Dann entsteht kein hoher, dem Gehör schadender Ton.
Auch dann nicht, wenn man an den Ambossenden arbeitet.

Ich kenne keinen Schmied, der oft mit seinem Handhammer auf den Amboss schlägt und das sein Berufsleben lang oder über Jahre, ohne in der Regel ein Eisen dazwischen zu haben.
Den leichteren Zwischenschlag auf die Bahn setzt man meist nur, wenn mit Zuschlägern gearbeitet wird und dann seltenst auf das Ambosshorn, wo der Klang höher ist, sondern auf den mittleren dumpferen Bahnbereich des Ambosses.

Die meisten alten mir bekannten Schmiede hören recht gut!
Ich kenne dagegen viele ältere Schlosser, welche durch das Flexen und andere Arbeiten an z.B. Blechen etc. ein schlechtes Gehör bekommen haben.

Der Habermannamboss hat im Übrigen einen sehr sehr hellen/hohen Klang, wie die meisten anderen gegossenen Ambosse auch. Der Prellschlag auf diesen Ambossen wird mit über 120 Dezibel gemessen.
Diese Ambosse klingen in der Regel immer heller als geschmiedete alte Ambosse.
Solche gegossenen Stücke kommen uns nicht in die Schmiede.
Da hilft vermutlich tatsächlich nur ein Magnet, Silikon unterm Ambossfuß etc.!


Gruß Markus Balbach
BFGL Metallgestaltung

Nandger Franck
13.06.07, 14:12
Hallo Markus,

danke für das supernette Angebot! Mein Problem... ich fahre einen Smart :lechz: Ich habe leider 0 Möglichkeit das Teil zu transportieren und/oder keine Bekannten die so eine Strecke für mich fahren würden.
Muss zufällig jemand von Euch nach Fulda und kann mir das Teil mitbringen ? (das war jetzt nur halbernst gemeint :D:hehe:;))

Falls nicht... ich habe von meinem netten Vermieter einen holzklotz organisieren können. Momentan steht der Amboss auf der Erde und ist da superleise :super:

Ich hoffe, dass er auf dem Holzklotz mit 2 Bahnen Dachpappe drunter genauso leise bleibt! Er ist ja sowiso relativ leise, da er meiner Meinung nach handgeschmiedet ist. zumindest hat er diese viereckigen Löcher an der Seite und sieht auch nicht gegossen sondern eher geschmiedet aus (von der oberfläche her)

Ich werde von fertigen Schmiedeplatz nach Umbau meiner Esse ein Foto hochladen und den Klang mal aufnehmen als mp3 :steirer:

Schwatvogel
13.06.07, 22:46
Hi Markus,
danke für das Angebot, du wirst es nicht glauben: Ja, ich will :D
Meine Eltern fahren nächste Woche nach Italien und kommen zwei Wochen später wieder. Auf diesem Weg kommen sie jedes mal fast an deiner Haustür vorbei.
Jetzt die große Frage: Können die in diesen zwei Wochen unseren kleinen Anhänger bei dir irgendwo abstellen?
Weil den bis Italien und zurück schleppen ist einfach blödsinn.

Danke schonmal.

siebenstern
14.06.07, 07:35
... Anläßlich einer Veranstaltung in Luxemburg saßen wir zusammen und unterhielten uns und er meinte:" Weißt du, die Kollegen sind ja oft a bisserl bleede. Sie sagen, ein Amboß muß klingen und dann starren sie noch beim Feuerschweißen in die Glut und dann wundern sie sich, wenn sie nach 10-20 Jahren stocktaub und halb blind sind."
...
MfG U. Gerfin


Den tauben Kollegen von Herrn Prof. Habermann habe ich auch in der Werkstatt - den 83-jährigen Vater meines Verpächters, Herrn Bockstahler Senior. Der ist taub wie eine Schallschutzmauer, und blind auch. Abgesehen davon daß es ihn wahrscheinlich nervt, nervt es auch alle anderen, die mit ihm zu tun haben - wichtigster Satz aus seinem Munde: "HÄÄÄÄ, was hesch gsait???" (Badener durch und durch).

Wir haben in der LFK in Göppingen mal Schallschutzmessungen gemacht, ich hatte den Dezibel-O-Meter, der Kollege den sechs Kilo Zuschläger - er haut das Horn, und seit dem habe ich ein Loch bei dreitausend Herz auf dem linken Ohr. 116 dB habe ich vom Vierkanthorn direkt in mein Ohr springen sehen. Hatte nicht damit gerechnet, daß der Kollege schon so weit ist, und die Mickey-Mäuse noch nicht auf. Hat richtig "wehgetan". 116dB entspricht einem startenden Düsenjet. Bin froh, daß es nicht die von Markus erwähnten 120 waren. Der ausgemessene Winkelschleifer hatte gerade mal 96dB oder so.

Betrifft Unterbau: Habe einmal bei einem Schmied gearbeitet ( Georg Petau, Holzminden), der hat unter dem Amboß ein 10cm Bleikissen, mit einer Vertiefung in Form des Ambosses - sitzt sauber, rutscht nicht, dämpft etwas und zieht wie die Sprichwörtliche.
Meiner steht auf Eiche, mit Dachpappe, wie hier schon erwähnt.

Lieben Gruß,

Mathias

Schmiede Markus Balbach
14.06.07, 07:46
Hi Markus,
danke für das Angebot, du wirst es nicht glauben: Ja, ich will :D
Meine Eltern fahren nächste Woche nach Italien und kommen zwei Wochen später wieder. Auf diesem Weg kommen sie jedes mal fast an deiner Haustür vorbei.
Jetzt die große Frage: Können die in diesen zwei Wochen unseren kleinen Anhänger bei dir irgendwo abstellen?
Weil den bis Italien und zurück schleppen ist einfach blödsinn.

Danke schonmal.

Guten Morgen Schwatvogel,

den Anhänger hier abzustellen ist kein Problem!
Wir verladen dann bei Abholung die Kiste(n)!

In diesen Kisten standen 300kg Richtambosse. Darauf wurden Messwerkzeuge seit 150 Jahren gerichtet!

Die Ambosse standen etwa 5cm im Schlemmsand. Die offene Fläche um den Amboss herum war mit Bohlen abgedeckt.

Gruß Markus Balbach

Schwatvogel
15.06.07, 17:34
Super, danke.
Meine Eltern kommen am 23.6. so gegen Mittag (zwischen 11 und 13 Uhr), Abholen ist dann 10.7., soweit ich weiß.
Ein 25er Säckchen Borax bräucht ich auch noch, ich geb meinen Eltern Geld mit :super:

sanjuro
16.06.07, 00:32
....Meiner steht auf Eiche, mit Dachpappe, wie hier schon erwähnt.....
Statt Dachpappe verwende ich die dickere Bitumenschweißbahn. Der Amboss sinkt da richtig hinein und hat vollflächigen Kontakt. Mein neuer Amboss, der - frei aufgestellt - wie eine Kirchenglocke klang, ist nun schön dumpf und leise.

Gruß

sanjuro

Metallschärfer
26.07.07, 19:23
Hallo erst mal
zu eurem Thema Amboss dämpfen... ich benutze einen Amboss mit einem sehr guten und lauten Klang- und das ist die halbe Arbeit!!! Ein klingender Amboss federt den Hammer zurück und erspart mir ca. 60% der aufzubringenden Schlagkraft:super:. Daher ist der Tipp mit dem Gehörschutz der bessere.

MfG

Euer hammerschwingender Metallschärfer

gast
14.01.11, 09:33
Hi Leute,

ich habe gerade noch eine andere Möglichkeit entdeckt wie man einen Amboss dämpfen kann. War mir bisher unbekannt, vielleicht macht das ja von euch jemand?

http://www.youtube.com/watch?v=Ib0mGRvl3VE

In dem Video sieht man wie derjenige eine Eisenkette mehrere male um das Horn und den Amboss gewickelt hat um den Amboss zu dämpfen.
Ich finde den Amboss dort im Video ziemlich leise!

Ich werde mir heute mein Stahlfass holen, jedoch weiß ich noch nicht ob ich zum auffüllen lieber Split oder Sand nehmen soll.
Was meint ihr?

Außerdem denke ich auch über die Kette nach, denn mein Horn hört sich an wie ein Triangel :D

Timm
14.01.11, 16:32
Moin,
ich habe Sand in meinem Ölfass, das ich als Unterbau nutze. Darauf liegt eine 5mm starke Eichenholzplatte. Damit fahre ich seit Jahren sehr gut.
Gruß,
Timm

Peter1960
14.01.11, 16:39
... 5mm starke Eichenholzplatte. Damit fahre ich seit Jahren sehr gut.Erstaunlich, was 5 mm aushalten; oder meinst du 5 cm?

Timm
14.01.11, 17:03
Hmmm, da hat sich wohl die 0 hinter der 5 versteckt... :lach:

gast
14.01.11, 18:26
Hm.. ich habe jetzt aber auch schon ein paar mal gelesen das man den Amboss auch direkt auf den Sand stellen kann!

Ein Holzbrett unter dem Amboss würde ja eigentlich den Sinn vom Sand wieder etwas mindern...

fastride
15.01.11, 13:15
Lärm ist Schwingung, alles was Schwingungen dämpft, macht leise.


Sand ist ein perfekter Dämpfer

Eine Holzplatte zwischen Amboss und Sand dürfte auch kaum schwingen.

Alles was man auf den Amboss legt oder drumrumwickelt, was selbst keine Schwingung überträgt, dämpt auch.

Ketten, Gummimatten, Bleimatten...

Extrem effektif sind mit Sand gefüllte, lange Stoffsäcke in Form eines Stillkissens(Schlauch). am einfachsten zu fertigen aus alten Hosenbeinen, die man dann auf den Amboss hängt und um den Ambossfuss wickelt.
Vorteil ist, dass man gleichzeitih immer löschsand da hat.

gast
16.01.11, 21:23
Danke schonmal.

Das Blechfass ist schon besorgt und auf entsprechende Höhe abgeflext!

Morgen werde ich schauen wo ich den Sand herbekomme (Kieswerke haben bei uns im Winter öfter mal zu)
Zusätzlich zur Sand Dämpfung hätte ich noch gerne eine Kette oder eben die von dir beschriebene Sandschlauch Lösung!

Was mir jedoch noch sorgen bereitet ist das Gewicht des Fass mit Sand.
Das Fass soll schon mal bewegt werden, aber mir fällt keine Konstruktion ein um das Fass beweglich zu machen.

MythBuster
16.01.11, 21:37
nur so als Tipp am Rande: Werf den Rest vom Fass nicht weg, sondern schneid es ca. 10cm unterhalb des Bördelrandes ab, dann hast Du einen Ring, den Du dann aufschneiden und so viel kürzen kannst, dass er dann wieder in das ursprüngliche Fass passt. Dann hast Du einen sauberen runden Rand an dem man sich nicht verletzen kann.

Gruß

MythBuster

fastride
17.01.11, 07:36
rechne mal nach, wie schwer das Teil denn wird !

da kommt selbst ein kleiner Sandunterbau schnell auf 200kg.

Ich dachte zuerst an einen Fasskarren, wie er im Handel üblich ist, aber da ist der Kippwinkel viel zu gross.

Ich werd voraussichtlich einen "Schubkarren darus machen, also 2 Räder auf einer Seite, und oben am Fass 2 Aufnahmen für lange Stiele.

Eine andere Idee ist, die selbe Konstruktion zu nehmen, wie für die Räder an den Turngeräten. Da ist ein Pedal mit dem man die Räder "rausfahren" kann, achte da darauf, dass der Hebel gross genug ist.

gast
17.01.11, 08:53
An sotwas habe ich auch gedacht.
Ich werde aber wohl doch noch zum Schrottplatz fahren und schauen ob ich ein kleineres Fass finde!

das 200l Fass gefüllt mit Sand ist einfach zu schwer!

Gruß

Flo

fastride
17.01.11, 09:06
ich hab da mal ne Skizze gemacht, wie ich mir das denke


http://www.bilderload.com/bild/80075/unterbauXFCFO.jpg

Die Radachse ist exzentrisch zum Rad, mit einer Hebelstange (rot), die man rausziehen kann, werden die Räder angehoben und man kann mit dem Teil bequem rumfahren.
Die Räder sollten eine Vorrichtung haben, um sie in der ausgeklappten Position zu sichern. Das kann man über die Stange selber oder über einen zusätzlichen Bolzen machen.

gast
17.01.11, 12:54
Soo ich habe jetzt Tatsächlich beim Schrottplatz ein kleineres Fass gefunden das von der Größe Optimal ist!

Lässt sich sogar noch einigermaßen bewegen mit dem Sand.
Das Dämpfen durch den Sand funktioniert echt super! Kein Vergleich zu vorher als der Amboss auf Holz stand.

Habe auch testweise noch eine Eisenkette vom Nachbarn ausprobiert und diese um den Amboss und das Horn gewickelt. Das hat nochmal einiges gebracht, ein "klirren" war gar nicht mehr zu hören.

Ich habe euch noch ein kleines Video gemacht wie er nun klingt, ich hoffe ich darf das hier posten ohne wieder ne Verwarnung zu bekommen.

In dem Video seht bzw. hört ihr wie "leise" er durch den Sand ist.
Gruß

http://www.youtube.com/watch?v=gt-UX9o42f4

http://www.abload.de/thumb/img_0352dcsh.jpg (http://www.abload.de/image.php?img=img_0352dcsh.jpg)

marvvin
10.02.11, 14:15
Hallo Forum,

da mein Amboß nur 70 kg wiegt war der Ton immer recht hell, nichts half so recht.
Mir fällt auf, dass er wesentlich schriller klingt wenn ich auf den Hörnern schmiede und so habe ich nun:


Einen Fahrradschlauch mit Sand gefüllt und um das Rundhorn gewickelt
6 Lagen Bitumenschweissbahn von unten an das Gerade Horn geschweisst.


Ist mir fast zu "Klangfrei".

Apropos:Wer hat denn Erfahrung mit nem Japanischen Amboss, ist der leiser, so ganz ohne Hörner?

Grüsse Martin

sanjuro
13.02.11, 02:27
...... 6 Lagen Bitumenschweißbahn von unten an das gerade Horn geschweißt...Ist mir fast zu "klangfrei".

Apropos: Wer hat denn Erfahrung mit einem japanischen Amboss, ist der leiser, so ganz ohne Hörner? .....
Ja, ist er.

Gruß

sanjuro

Zorgan
13.02.11, 14:10
?

Meine Schmiede wurde 182? um eine ,für die Balken gefällte, Uralte Eiche (ich habe etwa 250 ringe gezählt) herum gebaut.Auf dem Gewachsenen Stumpf stand nach dem Bau bis kurz vor den 2.Weltkrieg ein etwa
250-300kg schwerer Amboss.(Keiner weiß was damit Passiert ist)
Anfang des Krieges wurde dieser durch einen 275kg schweren ersetzt.
Zwei Jahre Später wurde in der Dorfschmiede aufgehört.
2008 habe ich das Gebäude übernommen.

Mein Amboss hat sowohl Tragelöcher als auch einen (fast) unleserlichen Stempel.Beide Hörner scheinen mit der Bahn aus einem Stück zu sein.(scheinbar nicht angeschweißt)
Die Bahn ist gehärtet.

Wie kommt es ,das mein Amboss ohne größere Dämmung,nur auf einen konservierten Eichenstumpf stehend, kein klingeln oder sonstige (extrem)laute metallische Klänge von sich gibt?
Ich beim Schmieden gerade mal 91 dB. gemessen.

Gibt es da Irgendwelche besonderheiten?:confused:


P.S.:ja,ich finde 91 db leise

sanjuro
13.02.11, 14:25
......Mein Amboss hat sowohl Tragelöcher als auch einen (fast) unleserlichen Stempel. Beide Hörner scheinen mit der Bahn aus einem Stück zu sein (scheinbar nicht angeschweißt). Die Bahn ist gehärtet.

Wie kommt es, dass mein Amboss ohne größere Dämmung, nur auf einem konservierten Eichenstumpf stehend, kein Klingeln oder sonstige (extrem) laute metallische Klänge von sich gibt? Ich (habe) beim Schmieden gerade mal 91 dB. gemessen.

Gibt es da irgendwelche Besonderheiten?.....
Klar. Vielleicht steht Dein Amboss schön vollflächig, vielleicht ist das Holz weich, vielleicht sind die Hörner kurz, so dass sie nicht so sehr schwingen. Das Ambossgewicht ist auch von Bedeutung - es braucht mehr Energie, eine größere Masse zum Schwingen zu bringen. Auch die Raumakustik spielt eine Rolle. Und 91 dB ist auch wohl nicht richtig leise, denke ich.

Die alten Ambosse (vor ca. 1880) sind alle aus Einzelteilen zusammengeschweißt, aber auch bei diesem Verfahren gab es Qualitätsunterschiede, wie man an vielen abgebrochenen Hörnern sehen kann. Die Bahn ist immer aus EINEM Stück Stahl über beide Hörner gezogen und verschweißt.

Gruß

sanjuro