Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Feuerleichtsteine als Gasesseninnenraum?
Hallo Schmiedefreunde,
hat jemand Erfahrungen mit der Benutzung von Feuerleichtsteinen, welche z.B. in Hochöfen etc. verwendet werden? Z.B. wie diese unter dem Link http://www.rath-group.com/Rath.aspx?target=27843&
Die haben etwa die Dichte von Ytong, sind aber extrem hitzebeständig.
Liese sich damit eine kleine Gasesse auskleiden?
Fröhliche Ostern.....
Uwe
Der Temperaturbereich scheint ja zu passen.
Die Frage ist wie die auf eine schnelle Erwärmung reagieren und ob sich das im Verhältniss zur Isowolle rechnet.
Ich selbst werde demnächst mal einen Ytonofen bauen. Ytong ist wegen des Preises und der Möglichkeit den Ofen immer jeweils den Anforderungen entsprechend zu bauen doch recht interessant. Natürlich leidet Yton unter den Belastungen, aber bei den Preisen ist das doch egal.
Frohe Ostern
Bärtram
Hallo Uwe,
Ich bin auch gerade dabei einen neuen Gasofen zu bauen.
Nach einigen Telefonaten mit Silca-Feuerfestmaterialien habe ich mich entschieden ihn mit der üblichen Keramikwatte auszukleiden, da diese im Einkauf billiger ist als die Leichtsteine.
Das problem bei Keramik- und Leichtmaterialien ist, daß sie allesamt keine Flußmittel vertragen. D.h. eine Schutzschicht aus Schamottemörtel ist für Feuerschweißungen sehr von Nöten, da Dir sonst ruckzuck das Ofenfutter abraucht. Interessant sind die Leichtsteine aber eventuell als auswechselbare Ofentüren mit verschieden großen Öffnungen?
Desweiteren isoliert die Watte auch besser als die Steine.
Als Flussmittelresistent wurden mir die normalen Schamottesteine oder solche aus Silimanit oder Molit empfohlen.
Viel Erfolg wünscht
Ole
hallbjoern
29.03.05, 19:03
Was den Schamott und die Boraxverträglichkeit angeht, haben Bärtram und ich andere Erfahrungen gemacht. Nach zwei Tagen waren vom Stein sicherlich 20mm weggefressen, das ist auf Dauer auch nicht gut...
Sämtlicher normalen feuerfestmaterialien haben das Problem mehr oder minder vom Borax weggefressen zu werden. Besonders die Leichtversionen sind betroffen da ja eine enorme oberfläche vorhanden ist die Angegriffen wird.
Daher haben Claymore und ich uns spezialmörtel machen lassen damit ist das ganze problem deutlich verringert worden.
Fals ihr da was brauch einfach Peter ansprechen!
RGDS Roman
Nachdem mir der Feuerbeton ausgegangen war habe ich die Tage wieder Nachschub bekommen.
500 Kg lagern bei mir in der Garage.
Wer was benötigt kann mich gerne anmailen.
Das Material wird im Hochofen und in Gießereien eingesetzt. Dadurch muss es eine gewisse Beständigkeit gegen agressive Schlacken und gegen Reibung besitzen, was unseren ansprüchen an eine Beständigkeit gegen Borax zugute kommt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, das Schamottesteine, die als Auflage für das Schmiedegut in die Esse gelegt wurden, nach einiger Zeit sich im Borax sumpf Regelrecht aufgelöst haben.
Den ganzen 'Schlick' konnte man in Flüssiger form aus der Esse kratzen.
Der Feuerbeton hat hier geringe Verschleisspuren gezeigt.
Natürlich muss auch der beste Feuerbeton mit der Zeit mal ersetzt werden....
Aber eben wesentlich seltener.
Feuerleichtsteine sind überall dort wo kein Kontakt mir agressiven Medien wie Borax zustande kommt sicher eine Interessante Alternative.
gruß
Peter
@Claymore
Der Beton den ich von die habe ist also "Boraxfest :D " wenn ich das richtig verstanden habe?
Wäre nicht schlecht, dann könnte ich den Schammottstein nämlich rausnehmen, der "verflüchtigt" sich nämlich ziemlich schnell und nimmt Platz weg.
Zu den Feuerleichtsteinen kann ich nichts sagen , wohl aber zum Ytong.
Für Essen die man nur zum Schmieden verwenden will ist er Okay, aber bei höheren Gasdrücken und temperaturen zerbrößelt er/schmilzt er ziemlich schnell weg.
MfG Survivor
@Survivor:
bedingt Boraxfest ist er schon.
Mit der Zeit und häufigem Gebrauch macht er auch den zweiten Platz gegen 'Borax' :steirer:
Auf den Schamottestein (als quasi aufnehmendes Medium) würde ich nicht verzichten und Ihn öfter austauschen um möglichst viel vom der flüssigen Boraxschlacke aus dem Brennraum rauszubekommen.
gruß
Peter
@Claymore
Ganz weglassen wollte ich den Einlegestein natürlich nicht, ich dachte mir nur vielleicht einen auch dem Beton zu machen, da der die Temperatur und das Borax besser verkraftet.
Ich denke das wäre besser als ein Einlegestein aus Schamott, oder?
Mfg Survivor
@Claymore
Der Beton den ich von die habe ist also "Boraxfest :D " wenn ich das richtig verstanden habe?
Wäre nicht schlecht, dann könnte ich den Schammottstein nämlich rausnehmen, der "verflüchtigt" sich nämlich ziemlich schnell und nimmt Platz weg.
Zu den Feuerleichtsteinen kann ich nichts sagen , wohl aber zum Ytong.
Für Essen die man nur zum Schmieden verwenden will ist er Okay, aber bei höheren Gasdrücken und temperaturen zerbrößelt er/schmilzt er ziemlich schnell weg.
MfG Survivor
Moin moin,
was heißt bei dir schnell ?
bei jeder Schweißhitze einen cm oder mehr ?
Gruß Bärtram
@Bärtram
Ich habe aus Ytong meine erste Kohleesse gebaut, und musste Feststellen das sie schon nach dem ersten einheizen (!) am Lufteinlass total weggeschmolzen war. Auserdem wurde der Ytong brüchig/brößelig die Festigkeit war nur noch ein geringer Bruchteil von dem was "Ungebrannter" Ytong hat.
Trotzdem machte ich mich an den Bau eines mit Gas beheizten Härteofens, den ich im Brennraum noch dünn mit Schamottmörtel ausschmierte.
ich hab mich allerdings nie getraut über o,5 Bar hochzufaheren, da ich ja schon schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Auch beim Betrieb mit 0,5 bar bildeten sich nach einiger Zeit Risse im Innenraum
Zum Härten ist der Ofen Optimal, aber auf Schweißtemperatur würde er höchstwahrscheinlich wegfliesen :mad:
isolieren tut das Zeug super, nur ist halt nicht gerade beständig.
MfG Survivor
@Bärtram
Mir ist grade noch etwas eingefallen:
Du hast doch eine Gasesse, wenn ich mich recht erinnere?
Dann leg einfach mal ein Stück Ytong in die Esse und fahr auf Schweißtemperatur hoch, wenn der Ytong das überleben sollte, dann kannst du ja eine Esse daraus bauen. Aber ich denke nicht das er das lange überlebt, das schafft ja nicht mal schamott auf dauer und ich denke, das Schamott einen höheren schmelzpunkt hat, kann mich aber auch irren.
MfG Survivor
@Bärtram
Mir ist grade noch etwas eingefallen:
Du hast doch eine Gasesse, wenn ich mich recht erinnere?
Dann leg einfach mal ein Stück Ytong in die Esse und fahr auf Schweißtemperatur hoch, wenn der Ytong das überleben sollte, dann kannst du ja eine Esse daraus bauen. Aber ich denke nicht das er das lange überlebt, das schafft ja nicht mal schamott auf dauer und ich denke, das Schamott einen höheren schmelzpunkt hat, kann mich aber auch irren.
MfG Survivor
Ja ich habe eine Gasesse. Der Versuch wird nächste Woche mal gemacht.
Aber es gibt einige amerikanische Seiten, auf denen arbeiten die Jungs nur mit Gasbetonsteinen, welche es übrigens in verschiedenen Festigkeitsklassen gibt.
Natürlich reissen und bröseln die Steine weg, aber wenn wann den Ofen nicht vermauert sondern immer so wie er gerade benötigt wird zusammenstellt, muss das eigentlich gehen. Wenn ich also für jedes 5. mal einen neuen Stein benötige ist das doch ok.
Denn an der Propanflasche ist der Nachteil, dass ich eine feste Innenraumgröße habe.
gruß bärtram
[QUOTE=Bärtram]...es gibt einige amerikanische Seiten, auf denen arbeiten die Jungs nur mit Gasbetonsteinen, welche es übrigens in verschiedenen Festigkeitsklassen gibt.
Natürlich reißen und bröseln die Steine weg, aber wenn man den Ofen nicht vermauert, sondern immer so, wie er gerade benötigt wird, zusammenstellt, muss das eigentlich gehen. Wenn ich also für jedes 5. Mal einen neuen Stein benötige, ist das doch o.k./QUOTE]
Guten Abend!
Im Ofenbau ist das völlig normal, dass die Steine feuerseitig reißen; das ist kein Defekt, wenn die Steine wirklich für die beabsichtigte Temperatur gemacht wurden, sondern die unvermeidliche Schwindung. Ein größerer Wärmeverlust ist damit meist nicht verbunden, zumal, wenn eine ordentliche Hinterdämmung verwendet wurde. YTONG zu nehmen, ist nicht sinnvoll; das Material hat zwar eine gewisse Wärmedämmung, wurde aber für hohe Temperatureinwirkung nicht konzipiert. Wenn Steine auseinanderbrechen, ist das ein deutlicher Hinweis auf geringe Eignung.
Hochofensteine sind meist von der Dichte und der Wärmeleitfähigkeit völlig anders zusammengesetzt als Feuerleichtsteine, um der aggressiven Schmelze zu widerstehen. Allerdings sind professionelle Öfen immer in mehreren Schichten gebaut, wobei die feuerseitige Lage als Verschleißschicht häufiger ausgetauscht wird. Feuerleichtsteine dienen hier als Wärmedämmung in der zweiten oder dritten Lage. Diese Qualitäten sind häufig nicht ausreichend thermostabil, um in einer Gasesse für einen längeren Zeitraum eingesetzt zu werden.
Die Wärmedämmstoffhersteller können für alle Materialien genaue Daten angeben, so dass niemand selbst teure Versuche machen muss!
Freundliche Grüße
sanjuro
@ Bärtram
Das es verschiedene Yton/Gasbetonsteinsorten gibt ist mir neu.
meine Aussgage war nur auf die Ytong/Gasbetonsteine bezogen, die man in Deutschland im normalen Baumarkt bekommt.
Wie sanjuro sagte sind die Teile einfach nicht dafür gebaut, solch hohe Temperaturen auszuhalten. Normale Menschen ( nicht wie wir :hehe: ) bauen daraus meistens Häüser oder ähnliches, und keine Gasessen.
man kann sie aber wohl "zweckentfremden" um eine Esse zu bauen.
Das mit der variablen Brennraumgröße hatte ich mir auch schon überlegt und stand auch vor der Frage ob der Ytong das aushält, einen Versuch kannst du auf jeden Fall riskieren, Ytong ist ja nicht teuer.
Musst halt die Gasflasche in Deckung bringen :D
MfG Survivor
@ Bärtram
Das es verschiedene Yton/Gasbetonsteinsorten gibt ist mir neu.
meine Aussgage war nur auf die Ytong/Gasbetonsteine bezogen, die man in Deutschland im normalen Baumarkt bekommt.
Wie sanjuro sagte sind die Teile einfach nicht dafür gebaut, solch hohe Temperaturen auszuhalten. Normale Menschen ( nicht wie wir :hehe: ) bauen daraus meistens Häüser oder ähnliches, und keine Gasessen.
man kann sie aber wohl "zweckentfremden" um eine Esse zu bauen.
Das mit der variablen Brennraumgröße hatte ich mir auch schon überlegt und stand auch vor der Frage ob der Ytong das aushält, einen Versuch kannst du auf jeden Fall riskieren, Ytong ist ja nicht teuer.
Musst halt die Gasflasche in Deckung bringen :D
MfG Survivor
Moin ,
also Baumaterial kauft man am besten im Baustoffhandel. Baumarkt ist doch zu teuer.
Also ich schließe den hinteren Ausgang meiner Gasesse mit einem Ytong.
der bekommt ca 1,5 cm tiefe kleine Risse. das wars. Das springt nichts weg und im Großen und Ganzen bleibt das sehr stabil. Aber ich wede nochmal ein Stück hineinlegen und mal ordentlich brennen.
Gruß Bärtram
@bärtram
Hab die Steine nur im Baumarkt geholt, da ich nur wenig gebraucht habe und der Baustoffhandel auch weiter weg ist ( Ich bin unmotorisierter Schüler )
Das Problem für den Ytong ist nicht die Hitze allein, sondern vor allem mit dem Gasdruck zusammen. Bitte poste nach dem Versuch deine Ergebnisse, das Resultat würde mich nämlich auch interessieren und ich kann meine esse leider gerade nicht einheizen ( mangelnder platz)
MfG Survivor
Hallo,
ich habe die Gasesse wie Noob sie benutzt, vom äusseren her nachgebaut. Habe mir dann über einen Ofenbauer Coderitplatten mit 2,5 cm Dicke plus einer Druckfesten Isolierung einbauen lassen. Insgesamt kam ich dann auf ca. 7 cm Isolierschicht. Nachdem dann auch mein Brenner richtig funktioniert hat, kamen die ersten Testläufe. Nach einer Dreiviertelstunde war ich immer noch nicht auf Schmiedetemperatur. :(
Allerdings hat es danach fast 2 1/2 Stunden gebraucht um das Teil wieder anfassen zu können.
Mein (leider sehr teures) Fazit ist:
Coderit braucht unheimlich viel Energie und Zeit um sich aufzuwärmen, speichert die Hitze allerdings sehr gut und bracht auch seeeeehr lange bis diese wieder abgegeben ist. :hmpf:
Wobei Coderit Resistenter gegen Borax sein soll. Vielleicht werd ich bei der nächsten Esse nur einen dünnen Purschen auf den Poden legen.
@Bärtram
wenn Du ein offnes Feuer haben möchtest, schau Dir doch mal diese Seite an.
http://www.die-hayden.de/pages/schmieden.htm
Den Blasebalg kann man ja auch einfach duch einen Handelsüblichen Fön seiner Gattin ersetzen. :hehe:
Gruß
Uli
schlosswalker
07.04.05, 20:24
Hallo Leute
Da es hier ja um schamott und auch mörtel geht habe ich mal eine frage! Habe von beidem nicht soo viel ahnung!!!
Ich möchte mir für eine kleine Holzkohlenfeldesse eine Platte kontruieren wo ich das Schmiedefeuer drauf plaziere.
Die platte wird dann ungefähr die größe 50cmx50cm haben.
Ich habe noch Schamottmötel. Allerdings habe ich beim bau einer anderen esse festgestellt das das Zeug(der mörtel) auch nach dem brennen immer noch sehr bröselig ist.
Kann ich meine platte komplett aus schamottmörtel giesen/spachteln(mit hasengitter als arminierung)oder ist das zeug so nicht geiegnet??
Ich hatte überlegt den schamottmörtel 1zu1 mit zementmörtel zu mischen um mehr festigkeit zu bekommen. Ist das schlau???
Bin für jede hilfe und tip dankbar!!
Mfg
Thomas
...
Ich hatte überlegt den schamottmörtel 1zu1 mit zementmörtel zu mischen um mehr festigkeit zu bekommen. Ist das schlau???
Bin für jede hilfe und tip dankbar!!
Mfg
Thomas
Das geht gar nicht.
Versuch doch mal den Grundkörper deiner Esse mit Lehm zu erstellen.
Lehm bekommt man als Sackware im Ökobaustoffhandel. Wenn du den mit ein wenig Quarzsand "verlängerst" kannst Du damit Prima arbeiten. Trockenen Gras oder Stroh im Teig wirkt als Armierung.
Wenn diese Grundform Fertig gestellt ist, kannst Du Schamottbruch mit Deinem Mörtel mischen und als Hitzeschutz einbringen.
Wenn du es nicht so ursprünglich willst, kannst du es auch in Beton machen. Natürlich wieder mit Armierung (Stahl oder Draht).
Als Hitzeschutz kann man dann Feuerfesten Mörtel nehmen. z.b. von Claymore.
schlosswalker
09.04.05, 21:03
Hallo Bärtram
Danke für den Tip. Das mit dem lehm hatte ich auch schon überlegt. Wie dick sollte ich denn die platte aus lehm machen??? reichen drei bis vier zentimeter???
Wie warm wird es dann unter der platte ca.???
Grüße und nochmal danke
Thomas
Hallo Bärtram
Danke für den Tip. Das mit dem lehm hatte ich auch schon überlegt. Wie dick sollte ich denn die platte aus lehm machen??? reichen drei bis vier zentimeter???
Wie warm wird es dann unter der platte ca.???
Grüße und nochmal danke
Thomas
zur Stärke der Platte würde ich sagen so 5 - 10 cm.
Lehm ist auch mit armierung kein hochfester Baustoff wie z.B. Beton.
Auch die reibefestigkeit liegt deutlich unter der von Beton, obgleich sie durch Quarzsand erhöht wird.
Die Frage mit der Wärme, ist natürlich schwer zu beantworten. Das hat auch viel mit der Zeit und dem Isolationgrad des Auflage deiner Platte zu tun. Frag dich mal wie heiß wird ein Kachelofen auf der Oberfläche nach 5min, 10min.......20min....3 Stunden ?
Gruß Bärtram
schlosswalker
11.04.05, 21:19
Hallo Bärtram
Habe es nach etwas mühe geschafft an lehm dran zu kommen. Ich komme ja aus bochum, aber meinst du in Bochum gibt es einen bio baustoffhandel geschweige denn sonst einen laden oder eine möglichkeit wo man einfachen lehm bekommt. O.K. ich habe nur über internet gesucht, aber hatte nach etlichen versuchen nur einen hit der nicht ganz soo weit weg von hier ist. Aber schluß mit meiner Verwunderung!
Habe jetzt erst mal einen holzkasten mit ca 10cm tiefe. werde einige versuche machen und das ding dann mal auf volle Temperatur bringen. Falls was kaputt gehen sollte hab ich es so gebaut das ich noch was ändern kann! Werde dann mal erzählen wie es mit dem lehm geklappt hat.
Finde die lösung auch besser mit lehm da eh etwas historischer.
So, werd mich jetzt mal um meinen blasebalg kümmern. Ohne luft im holzkohlefeuer geht schließlich gar nix (-;
mfg
Thomas
Wenns einfach sein soll, würde ich den Holzkasten unten mit 5 cm Ytong Platten auslegen (Wäremisolation nach unten. darauf dann 3 cm Schamotesteine, daraud dann ein Mörtelbett mit 2 cm Dicke, Schamottemörtel oder von meinem Feuerbeton den ich auch für die Auskleidung der Gasessen nehme.
gruß
Peter
Hallo,
ich bin auch gerade am planen, wie ich mir ohne großen Aufwand eine Esse für Holzkohle zusammenbasteln kann (um erst einmal zu testen).
Einfach Y-tong mit einer Deckschicht Schamottmörtel reicht nicht aus, korrekt?
Luft sollte ja von der Seite kommen. Lassen sich Schamottsteine gut und sauber bohren? (dann könnte ich ja ein längliches Feuer bauen, an dem in das Luftzufuhrrohr einfach mehrere Löcher gebohrt werden und so auf der ganzen Länge gleichmäßig aufgeheizt wird.
Hat sowas Aussichten auf Erfolg?
gruß,
torsten
(sry, dass es nun ziemlich OT wird, aber da die Diskussion hier schon einmal ausgebrochen ist...)
Hallo,
habe es, glaube ich schonmal irgendwo erwähnt. Schaut mal auf dieser Homepage nach, vielleicht ist da ja was brauchbares für euch dabei.
http://www.die-hayden.de/pages/schmieden.htm
Gruß
Uli
schlosswalker
13.04.05, 00:55
Hallo thorsten
Ytong, zumindestens allein, brennt, je nach der qualität das steines weg. Wie es mit schamottmötel funktioniert kann ich nicht sagen.
Das mit der luftzufuhr von der seite ich soweit richtig. Ab !ein! loch reicht aus. Auch wenn du mit einer breiteren belüftung auf größerer fläche das material heis bekommst, du schmiedest im grunde nur in einem kleineren bereich und streckst es von da aus in die form wie und wohin du sie haben willst. Du brauchst in einem kleineren bereich eine entsprechende kerntemperatur um das material auf hitze zu bekommen. Zumindestens sehe ich das so. Laße mich da aber auch eines besseren belehren falls ich nicht richtig liege!?
Schamott läßt sich schwer bearbeiten(spröde) Ich habe mir mit meiner schachtesse so beholfen das ich in zwei steine an der seite mit einer alten säge einfach einen winkel rein gesägt habe. Wenn man die steine zusammenschieb hast du dann ein loch. Was dann auch noch in der mitte der esse sitz.(-;
Im Prinzip brauchst du sechs steine. zwei für den boden und jeweils zwei für beide seiten.
Ich habe mir so ein ding zwar mal gebauch, aber noch nie benutz. Falls du interesse hast kannst du es haben um mal aus zu probieren.
@claymore
Zwegs der temperaturisilierung nach unten mag das hinkommen. Ist aber doch etwas aufwendiger als nur mit lehm, wie ich finde. Mal schauen, vielleicht reicht die dicke nur mit lehm ja doch. Werd das erbegnis dann hier mal kund tun(-:
Grüße
Thomas
Der Schamottemörtel brennt nicht weg, er wird aber durch die Reibung quasi aufgerieben und bröselt weg.
Ich dachte an den Mörtel sozusagen als Beschichtung, die sie Schamottesteine schützt und von Zeit zu zeit neu aufgetragen wird.
Im Prinzip reichen auch ein paar Schamottesteine. In guter Qualität passiert denen so schnell nicht. Auf eine Isolierung nach unten würde ich jedoch nicht verzsichten.
Peter
...ich habe die Gasesse, wie Noob sie benutzt, vom Äußeren her nachgebaut. Habe mir dann über einen Ofenbauer Coderitplatten mit 2,5 cm Dicke plus einer druckfesten Isolierung einbauen lassen. Insgesamt kam ich dann auf ca. 7 cm Isolierschicht. Nachdem dann auch mein Brenner richtig funktioniert hat, kamen die ersten Testläufe. Nach einer Dreiviertelstunde war ich immer noch nicht auf Schmiedetemperatur.
Coderit braucht unheimlich viel Energie und Zeit, um sich aufzuwärmen, speichert die Hitze allerdings sehr gut und braucht auch seeeeehr lange, bis diese wieder abgegeben ist.
CORDIERIT ist kein Wärmedämmmaterial, sondern ein Werkstoff, der relativ gut wärmeleitend ist. Aus CORDIERIT werden Ofenplatten gemacht, auf denen dann Ton zu Keramik gebrannt wird. Man kann innen im Ofen eine kleine CORDIERIT-Platte als Unterlage benutzen, aber das Zeug leitet die Energie sehr schnell nach außen ab, wenn man es für Wandkonstruktionen verwendet. Da sind 7 cm Wandstärke viel zu wenig!
Gruß
sanjuro
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