PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer machen!


AchimW
17.07.00, 17:02
Erst mal Dank an Raimund für die (Wieder-?) Einrichtung dieser Rubrik.
Ich hoffe, daß sich mit der Zeit ein reger Erfahrungsaustausch zwischen den Messermachern hier einstellt.

Dann eine Frage. Gibt es außer mir noch Leute auf dem Forum, die ihre Klingen schmieden? Wenn ja, Gas oder Kohle??

Gruß, Achim

Claymore
18.07.00, 15:54
ja,
Kohlenstofstähle, niedriglegierte Werkzeugstähle im Holzkohlefeuer.

Ich habe zwar auch eine Gasesse, die ist aber leider noch nicht funktionsbereit. Hier muß ich noch diverse Umbauten vornehmen, bis ich das Teil in Betrieb nehmen kann.
Angefangen mit dem Schmieden habe ich allerdings erst seit kurzer Zeit.
Nachdem ich erstmal eine Grundausstatung zusammengetragen habe und so ziemlich alles was ich zum thema Schmieden finden konnte gelesen habe und noch lese, habe ich meine ersten Klingen geschmiedet.


Peter


P.s.
wäre nicht schlecht, wenn sich hier ein reger
Erfahrungsaustausch entwickelt.

AchimW
18.07.00, 17:46
Hallo!

Ich schmiede seit ca. 5 Jahren in meiner Freizeit Messer und andere Klingen.

Ich arbeite mittlerweile fast nur noch mit Gas. habe eine Proforge 200 und ein selbstgebautes Gasfeuer, aber natürlich auch noch eine Feldesse für Kohle und baue zur Zeit einen Riesen-Blasebalg (80 x 65 cm) für einen Mittelaltermarkt.

Ich arbeite mit allem was mir in die Finger fällt und benutze Stähle von Damasteel über 1.4111 rostfrei über D2 bis hin zu alten Kugellagern und Blattfedern. Ich mache auch eigenen Damaszener Stahl aus unterschiedlichen Materialien.
Zur Zeit bevorzuge ich als nicht rostfreies Material 52100, den ich als 30 mm Rund neu von Uddeholm bekomme. Als rostfreies Material benutze ich gerne K190PM von Böhler, der allerdings sehr teuer ist.

Gruß,
Achim

Claymore
18.07.00, 20:07
yepp,

ebenso in meiner Freizeit und genau da liegt momentan das Problem, die hab' ich z.z fast nicht.

An Material verwende ich ebenso alles, was mir in die Finger kommt, auch recycling von altem Material, CrV-Meiseln etc.


Für welchen Mittelaltermarkt soll der Blasebalg den sein.
Der MA-Verein in dem ich bin richtet im August ( 11-13.08.00 ) hier den Legendären Mittelaltermarkt aus.

Nähere Info unter
WWW.Dielegende.de (http://WWW.Dielegende.de)


gruß
Peter

AchimW
18.07.00, 21:55
Hallo!

Es handelt sich um das Domfest zur Feier des 1200-jährigen Bestehens des Hohen Doms zu Aachen am 19. und 20. August 2000.

Die dargestellte Zeit ist das 8. bis 10. Jahrhundert. Bisher rund 700 Teilnehmer, davon ca. 630 Amateure in absolut authentischem Outfit, was vorgeschrieben ist (nicht so'n Käse wie Kramer Zunft und Kurzveyl, die auch Gyros und Kaffee verkaufen). Nach dem Gespräch mit dem (nicht kommerziellen) Veranstalter war ich froh, daß ich wenigstens meine Brille tragen darf, da ich keine Linsen habe und ansonsten nicht als Schmied sondern allenfalls als blinder Bettler auftreten könnte. Markt, Heerlager, Hof Karls des Großen, Dorfgemeinschaft, alles wird möglichst wie damals dargestellt. Selbst die Bäckerinnung hat ein Brotrezept aus dem 10. Jh. ausgegraben und backt danach rund 500 Brote für das Fest.

Gruß,
Achim

AchimW
18.07.00, 21:59
Ach ja, und natürlich ist auch unsere Schmiede authentisch. Wir haben Minimalausstattung mit Blasebalg und Kohlebecken aus Steinen. Als Material werde ich neben Federstahl und Damast auch altes Renneisen aus der Renovierung eines Hauses aus dem 14. Jh. unter Verwendung von Holzkohle als Brennmaterial verschmieden.

Gruß,
Achim

[Dieser Beitrag wurde von AchimW am 18. Juli 2000 editiert.]

Armin II
18.07.00, 23:30
Schmieden ist leider aufgrund der örtlichen Begebenheiten momentan nicht möglich. Bin allerdings gerade auf der Suche nach einer neuen Behausung, und da muss das dann möglich sein.

Stock Removal betreibe ich jetzt seit ca. 12 Jahren, allerdings erst die letzten 3 Jahre so richtig intensiv.

PS: Hat irgendjemand Lust mal an einem Schmiedekurs teilzunehmen? Vielleicht könnte man sich da mal zu viert oder fünft zusammentun?

Gruss, Armin el segundo

[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 18. Juli 2000 editiert.]

Claymore
19.07.00, 05:22
Keine schlechte Ideee das mit einem Schmiedekurs, lernen kann man dabei mit Sicherheit was.
Zudem lernt man gleichgesinnte mal Persönlich kennen.
Wie könnte so was aussehen ??

Peter

AchimW
19.07.00, 14:09
Hallo!

Um ein Beispiel zu geben:
Ich bin Mitglied in der BKS (Belgian Knife Society) und in unserem Club gibt es 2 Möglichkeiten, das Schmieden zu lernen.

1. Einige Mitglieder, die Möglichkeiten und Fähigkeiten haben bieten Wochenendseminare an. Gegen einen Unkostenbeitrag für Verpflegung, Übernachtung und Material kann man dann seine eigene(n) Klinge(n) unter Anleitung eines erfahrenen Messermachers schmieden, wärmebehandeln und ggfls. auch noch nachbearbeiten.

2. Hin und wieder veranstalten wir für interessierte Mitglieder ein Hammer In. Das ist ein Aktions-Wochenende, an dem an 2 bis 3 Feuern geschmiedet wird, Erfahrungen ausgetauscht werden, Techniken gezeigt, Material herumgereicht etc. Die Teilnehmerzahl liegt so um die 10 Leute, weil man mit privaten Möglichkeiten kaum mehr unterbringen kann. Ein Höllenspaß! Und man lernt eine Menge dabei.

Gruß,
Achim

Claymore
19.07.00, 14:49
Wohl dem, der solche Möglichkeiten hat.

Ist das nur für Mitglieder, oder hat auch ein
'außenstehender' die Möglichkeit an sowas teilzunehmen. ?
Das würde mich auch interressieren.
Ich habe in der Richtung auch schon mal recherchiert, aber nichts konkretes finden können.


Peter

AchimW
19.07.00, 17:35
Hi!

Vorerst ist das nur für Mitglieder. Wir sind ein relativ kleiner Verein mit zur Zeit ca. 85 Leuten. Darunter befinden sich aber auch relativ illustre Namen wie Gert van den Elsen und René Bol, also Leute von denen man was lernen kann.

Ob wir das Angebot mal so erweitern können, daß jeder teilnehmen kann, steht noch nicht fest. Zur Not wäre aber auch der Jahresbeitrag von 35,-- DM wohl noch zu verkraften, wobei der Verein auch noch etliche andere Aktivitäten zu bieten hat. Was allerdings erheblich weiterhilft sind Kenntnisse in Französisch oder Niederländisch, da die meisten Mitglieder Belgier sind. Beim letzten Hammer-In führte das zu regelrecht babylonischem Sprachgewirr, da auch ein deutsches Mitglied zugegen war, der keine der Sprachen spricht. Also wurde Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und mit Händen und Füßen geredet. Die Vereinszeitschrift erscheint mittlerweile auch mit Artikeln in 4 Sprachen. Jesses.

Gruß,

Achim

Kevin Wilkins
04.08.00, 06:10
test...sorry

Bart student
06.08.00, 22:25
Hallo,

Ich probiere auch zu smieden, kohle aber
gass in eine monate, als alles gut geht.

N.B. Meine Deutsche sprache ist gar nich zu gut. Diese tekst kostet mir 10 minuten. http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif

------------------
E-mail me freely, guaranteed response.

judge
07.08.00, 09:00
Hallo Bart student,
willkommen bei messerforum.net. Dein Deutsch ist gut verständlich, kein Problem. Falls du auf Englisch posten willst, werden das viele Forum-Mitglieder auch verstehen. Das European Knife Forum kannst du natürlich auch benutzen.
Man sieht sich auf messerforum.net und bladeforums.com,


------------------
judge
"Every tool is a weapon if you hold it right"

Markus
05.09.00, 05:39
Hi, habe mich eben erst mal angemeldet.
Ich würde auch gern mal ein paar Messer schmieden.Nur fehlt mir die Ausrüstung und das Wissen wie es geht.
Ich habe schon einige Bücher über Messer gelesen,aber noch keins über das Schmieden von Messern gefunden.
Giebt es da überhaupt was?
Ich habe mich jetzt erst mal zu einem Wochendkurs zum Messerschmieden angemeldet.Mal sehen,wie es wird.
Ciao Markus

Armin II
05.09.00, 16:20
Hallo Markus,

wer veranstaltet denn den Kurs, und wo findet er statt??

rolynd
05.09.00, 21:55
Hi Markus!

So ein Kurs zum reinschnuppern würde mich auch interessieren!

Markus
06.09.00, 05:26
Hi,
Der Kurs findet,wenn genügend mitmachen,
in Stammen statt.Das ist bei Hofgeismar.
Das liegt wiederum "bei" Kassel.
Es wird Sammstag und Sonntag gearbeitet.
Kostenpunkt zwischen 200 und 250 DM.
Mit Material.
Mal sehen wie es wird.
Gibt es nicht das ein oder andere Buch über das Schmieden von Messern???
ciao Markus

Schmiede Markus Balbach
06.09.00, 13:33
So ein Kurs zum reinschnuppern würde mich auch interessieren!

Vom 20.09. bis zum 28.09. wird bei mir in der Schmiede ein "Messer-Schmiede-Workshop" stattfinden.
In verschiedenen Fachzeitschriften wird das noch veröffentlicht. Es ist ein sehr kurzfristiger Termin, aber die Nachfrage war groß und deshalb dieses Jahr noch der Workshop(deutsch und französich).
Info`s können bei mir direkt angefordert werden.
Damaststahlschmiede M. Balbach.
Grüße Markus (B)

Kevin Wilkins
07.09.00, 15:57
Heinz Denig hat 2 Bücher über Damascusschmieden geschrieben. Beide kann man über ihn auch bestellen:
http://www.jm-internet.de/heinzdenig/

auch Manfred Sachse hat über Damascus gescrieben. Seine Bücher können jede Buchhandlung für dich bestellen.

------------------
www.wilkins-knives.com (http://www.wilkins-knives.com)
www.wilkins.de (http://www.wilkins.de)

Markus
08.09.00, 19:53
Hi Kevin,
dankeschön.
Werde ich mir mal ansehen.
ciao Markus

Armin II
08.09.00, 20:43
weitere Bücher gibts unter: http://www.wolf-borger-messer.de/buecher.htm

auch interessant ist:
JAPANISCHE SCHWERTSCHMIEDEKUNST
Von Leon u. Hiroko Kapp, Yoshindo Yoshihara

Schau doch einfach mal bei www.amazon.de (http://www.amazon.de) oder www.amazon.com (http://www.amazon.com) vorbei.


[Dieser Beitrag wurde von Armin II am 08.09.2000 editiert.]

Claymore
13.09.00, 20:21
Hi Markus,

wann soll den Der Kurs stattfinden ?

Weitere Interessante Bücher zum thema Schmieden Sind die drei Bücher von
Jim Hrisoulas

The complete Bladesmith
the pattern weldeld Blade o.ä.
Der dritte Titel fällt mir im Moment nicht ein.
gibts bei amazon.de
Allerdings in englisch

aber absolut zu empfehlen.

Jim beschreibt von der notwendigen Ausstattungen über Stähle, Schmieden, Härten,
so ziemlich alles was man wissen muß.


Peter

Markus
14.09.00, 04:22
Hi,

Der Kurs beginnt,wenn genügend mitmachen.
Er meine so 4 Leute sollten reichen.
Möchte hoffen,daß er schnell noch ein paar Leute findet.

ciao Markus

smaragd
14.09.00, 16:53
willkommen BartStudent

smaragd

rolynd
14.09.00, 21:16
Kennt einer von euch das Buch "The wonder of knifemaking" von Wayne Goddard??


Gruß Ralph.

Armin II
14.09.00, 22:21
Versuchs mal unter http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0873417984/o/qid=968941122/sr=8-1/028-8765968-3155748

Kennen tu ich das Buch allerdings auch nicht.
Willst Du lernen wie man ein Messer macht?

Claymore
14.09.00, 22:35
Bestellt !!

Kennen tu' ich's auch nicht.

Hab' es gerade eben bestellt.
Lieferzeit 1 bis 2 Wochen.
Laut den Bewertungen müßte sich der Kauf auf jeden fall lohnen.

Das nenn' ich Teamwork.
Der erste erwähnt es, der zweite sagt wo zu haben, der dritte bestellts' ( und liest's )

Hmmmm......

Jetzt brauch' ich nur noch einen Freiwilligen, der's bezahlt http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif

Peter

rolynd
15.09.00, 03:37
Hey Claymore!
find ich ja prima - klappt ja wie am schnürchen http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm20.gif .Wenn du's gelesen hast sag doch mal bescheid ob's gut ist!
Will mir nämlich auch eins kaufen.
ArminII: Ja, ich würde schon gerne lernen wie man ein messer macht - interessiere mich mehr für's schmieden als stock removal.Hab im moment aber leider wenig zeit (grrrmmmmmmll) http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm36.gif
Ein bischen theorie vorher kann aber ja auf keinen fall schaden. Die Bücher von H.Denig hab ich schon gelesen. Find ich gut. Die von J.Hirsoulas sind mir zu teuer das geld gebe ich doch lieber fuer messer aus http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm11.gif

Ralph

Claymore
15.09.00, 14:46
Hi Rolynd,

mach ich doch glatt.
Kann allerdings noch 2-3 Wochen dauern.
Sobald ichs gelesen habe gebe ich einen kurzen Abriss.

zum Messermachen:
du interessierst dich mehr fürs Schmieden, als für Stockremoval, hast aber wenig Zeit im Moment....
WARUM solls dir besser gehen als mir http://www.messerforum.net/ubb/wink.gif
Mußte meine Aktivitäten vorerst auch mal auf Eis legen, aber ich denke, das ich wenns in den Winter geht wieder zum Schmieden komme.
Bis dahin hab ich auch hoffentlich meine Werkstatt soweit funktionsfähig.

Vielleicht kann man sich ja auch mal treffen zum Schmieden http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif
Von dir zu mir ists wohl auch nicht soweit.

Die Bücher von H.Denig sind ok.
Er geht allerdings nicht sehr ins Detail, was die Theorie betrifft.
Er bleibt m.e. an der Oberfläche und gibt eine allgemeine Übersicht, allerdings auch informativ.
Wenn du das Geld für Hrisoulas nicht ausgeben willst, gibt es neben Goddard auch noch ein Buch von David Boye, ebenfalls sehr informativ und sehr detailliert beschrieben für den anfänger. Kostet glaub ich so um die 20-30 Mark.
Ich kann dir wenn du Schmieden willst Hrisoulas allerdings ABSOLUT empfehlen.
Klar habe ich auch erst mal geschluckt, als ich den Preis für die 3 Bücher gesehen habe.
Habe mich dann aber dazu überwunden und zugeschlagen und es nicht bereut.
Alle drei Bücher kosten nicht soviel wie ein Microtech messer sind aber eine Anschaffung fürs Leben ?
Für den Anfang genügt auch das erste Buch The complete Bladesmith, kostet so um die 60-70 Mark.

Hab ich dich jetzt endlich überredet http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif
Bin halt ein überzeugter 'Hrisoulasist' http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif

Gruß

Peter

rolynd
16.09.00, 22:53
Hi claymore,

sag mal, wo hast du denn den "complete Bladesmith" fuer 60-70 DM bekommen???
Ich hab's bei Amazon.de gesehen, da kostete es aber sage und scheibe 93 Märker
http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm24.gif
Gruß Ralph.

Claymore
22.09.00, 20:08
upps,

hi rolynd, sorry habe wohl deinen Beitrag vom 16.09 übersehen.
Ich habe mir damals vor über einem Jahr gleich alle drei Bücher bestellt, die kosteten zusammen glaub ich so um die 230,- genau weis ichs' nicht mehr, habe auch keine Rechnung mehr.
Ich kann mich auch irren mit dem Preis, aber 93,- ist schon recht hoch.
Höchswahrscheinlich spielt uns da der hohe Dollarkurs (oder der submarine Eurokurs) wieder mal 'nen streich.
Wenn du das Geld nicht ausgeben willst, findest du die notwendigen Informationen auch im Internet, etwa auf der Homepage von Don Fogg, Howard Clark, im neotribal forum.
Man muß halt mehr recherchieren.

Übrigens, habe gerade eine Mail von amazon bekommen.
The wonder of Knifemaking wurde eben verschickt.
Müßte anfang nächster Woche bei mir sein.
ging doch scneller als erwartet.


Peter

Claymore
22.09.00, 20:23
Habe eben bei Amazon.de nachgesehen.

The complete Bladesmith kostet z.z ca. 98,-
The Patternwelded Blade sogar 102,-

The MasterBladesmith hab ich gar nicht gefunden, bei den Preisen liegt er bestimmt auch so um die 100,-
Alles in DM

Bei Amazon.com kosten die drei Bücher zwischen 34,36 und 39,96 $

Wenn ich das umrechne macht Amazon.de hier einen ganz schön krassen Sprung.
Nehmen die vielleicht potentielle Dollar Erhöhungen vorweg ?

Lohnt sich schon fast in USA zu bestellen ?


Peter

Armin II
23.09.00, 00:23
Bob Engnaths Homepage kennt ja wohl hoffentlich jeder, das ist nämlich ein absolutes MUSS.
Für die, die sie noch nicht kennen gehts hier lang: http://www.engnath.com/public/intable.htm

http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm16.gif

schönes Wochenende noch

Claymore
25.09.00, 23:04
The Wonder of Knifemaking.....

war Samstag in meiner Post.
Bisher hab ich es nur grob überflogen, aber was ich so gesehen habe, ist sein Geld ABSOLUT wert.
Hi rolynd, kannst du kaufen, für das Geld machst du nix verkehrt.
Der Preis den ich für die Bücher von Hrisoulas damals gelöhnt habe, hat mich nun doch interessiert.
Und tatsächlich nach einigem Stöbern fand ich die Rechnung von amazon.de
Bezahlt hab ich damals (1999) so um die 69,- bis 87,- DM.

tja, das wärs auch schon
und tschüss....

Peter

Markus
01.10.00, 04:54
Hi,

gibt es wirklich kein Buch,was auf aller einfachster Weise beschreibt,wie man Messer schmiedet???
Man nehme diese oder jene Kohlen,erhitzt sie bis sie soundso glühen und nimmt diesen oder jenen Stahl und erhitzt ihn bis er so oder so glüht und...
So in etwa.
Und das am besten in deutsch.
ciao Markus

Was ist das für eine Kohle,die man zum Schmieden benutzt?

herbert
02.10.00, 05:13
Tja, da wohnt man ganz in der Nähe (in Kreuzau) und kommt zu den interessanten Dingen halt doch nur über lange Wege. Ich würde mich für die angesprochene Mitgliedschaft interessieren, kann man Infos bekommen?
Zum Mittelalterfest nach Aachen habe ich es leider nicht geschafft, aber vielleicht trifft man sich so mal.
Gruß
Herbert
<BLOCKQUOTE><font size="1" face="Verdana, Arial">Zitat:</font><HR>Original erstellt von AchimW:
Hi!

Vorerst ist das nur für Mitglieder. Wir sind ein relativ kleiner Verein mit zur Zeit ca. 85 Leuten. Darunter befinden sich aber auch relativ illustre Namen wie Gert van den Elsen und René Bol, also Leute von denen man was lernen kann.

Ob wir das Angebot mal so erweitern können, daß jeder teilnehmen kann, steht noch nicht fest. Zur Not wäre aber auch der Jahresbeitrag von 35,-- DM wohl noch zu verkraften, wobei der Verein auch noch etliche andere Aktivitäten zu bieten hat. Was allerdings erheblich weiterhilft sind Kenntnisse in Französisch oder Niederländisch, da die meisten Mitglieder Belgier sind. Beim letzten Hammer-In führte das zu regelrecht babylonischem Sprachgewirr, da auch ein deutsches Mitglied zugegen war, der keine der Sprachen spricht. Also wurde Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und mit Händen und Füßen geredet. Die Vereinszeitschrift erscheint mittlerweile auch mit Artikeln in 4 Sprachen. Jesses.

Gruß,

Achim[/quote]

Claymore
02.10.00, 15:25
Hallo Markus,

erst mal willkommen im Forum.

Tja, ein Buch in deutsch ??? da gibt es das Von Heinz Denig. Ansonsten Fällt mit im Moment nicht viel ein
Wolf Borger hat auf seiner Homepage ein Buch 'Die Kunst des Messerschmiedes' o.ähnlich
Ist ein Nachdruck eines uralten Buches und war damals wohl als 'Handbuch für den Schmied ' gedacht.
Ist in deutsch ( allerdings altdeutsche Schrift )
www.wolf-borger-messer.de (http://www.wolf-borger-messer.de)
zur Kohle als Brennmaterial wird meistens Steinkohle benutzt.
Welche Sorte und so, kann dir vielleicht Markus Balbach sagen ( Schmiedemeister und Mitglied im Forum )
Holzkohle, ist für da Schmieden von Messern meiner Meinung nach besser geeignet, allerdings schwerer zu bekommen und auch Teurer.
Holzkohle war auch der ursprüngliche Brennstof, bevor die Steinkohle gängig wurde
Als alternative bietet sich Gas an.
Leicht zu bekommen und nicht mit der Rauchentwicklung der Kohle ( Steinkohle ) belastet.

Peter

Markus
03.10.00, 04:39
Hi Claymore,

danke schön erst mal.
Werde mal beim Wolf in der Bücherecke stöbern.
Hat sich schon mal einer eine Esse aus einem alten Guß-Grill selbst gebaut?
ciao Markus

Claymore
04.10.00, 15:37
yepp,

war allerdings kein alter Gusgrill, sondern eins von diesen 'Grillfässchen' aus Guss aus dem Baumarkt im Sonderangebot für 10,- , 15,- DM.
Hat ganz gut funktioniert, positiv, die recht große und tiefe Feuerschüssel .

Und Marcus,

ich habe gestern abend mal in dem besagten Buch geschmökert.
Stehen interessante und brauchbare Sachen drin.
Manschmal entbehrt es nichr einer gewissen komik, welche Vermutungen hinsichtlich der Behandlung des Stahls angestellt wurden, aber im großen und ganzen ein interssantes buch.
Von Vorteil ist, das dieses Buch damals für den Praktiker (MesserSchmied)geschrieben wurde.


Peter

Armin II
04.10.00, 17:11
Schon mal darüber nachgedacht hierzu einen TerraCotta Blumenkasten zu verwenden??

Markus
05.10.00, 04:40
Hi Claymore,
hast Du Dir auch einen "Blasebalk" oder ähnliches selbst gebaut?
Wenn wie?
ciao Markus

Claymore
05.10.00, 14:43
Hi Markus,

nein habe ich noch nicht.
Im Moment komme ich nicht so richtig dazu (Hausumbau) und davor habe ich mehr mit Gasessen experimentiert.
Aber zum bau an sich, welchen Typ meinst du, eher den in Europa gebräuchlichen, oder den Japanischen Typ.
Beide sind denke ich recht einfach zu bauen.
Skizzen wie die zu bauen wären findet man für den Typ japan ( im prinzip eine Holzkiste in der ein 'kolben' hin und herbewegt wird )
im Buch The Craft of the japanese Sword von leon und Hiroko Kapp.
den Typ Europa finest du im bereits erwähnten Buch 'Die Kunst des Messerschmiedes'
Im Prinip zwei Sperrholzplatten in Form eines Dreieckes mit abgerundeten Ecken an der Grundseite und abgeschnittener Spitze.
Die Platten aufeinander gelegt und am Rand jeder Platte ein Lederband, welches die Form einer mehr oder weniger schlanken spindel hat befestigt. Am breiten Ende zwei Holzgriffe angebracht. Am spitzen ende ein Düsenkopf aus Holz, oder Blech in rechteckiger Form, der in in ein zylindrisches Mundstück übergeht. ein
In die Unterseite der einen Platte ein Loch geschnitten, welches mit einem Holz, oder Lederschanier geschlossen wird.

Fertich ist das Teil.
Muß man aber glaube ich gesehen haben um meine hopplahopp Bauanleitung oben nehmen zu können.

Peter

"ZENSUR"
Mistrechtschreibung, habe heute morgen wohl knoten in den fingern
http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif

[Dieser Beitrag wurde von Claymore am 05.10.2000 editiert.]

Markus
06.10.00, 04:07
Hi Claymore,

Danke für die Bauanleitung.
Aber das hat sich erledigt.
Ich habe heute über zig Ecken eine Feldschmiede bekommen.
Sie ist sehr gut erhalten.Nur ein bisschen Rost.So ein Teil mit Schwungrad und Lüfter.
Für 300DM.Ich bin der Meinung der Preis geht in ordnung.
Nun fehlt mir nur noch ein Amboss.
Mir wurde gesagt,daß ich einfach einen T-Stahlträger nehmen sollte.Geht das?
ciao Markus

Claymore
06.10.00, 15:09
Hi Markus,

ja, der Preis ist ok.
Ich habe meine Feldesse incl. 85 Kg Amboss für 400,- Bekommen. Glück muß der Mensch haben.

Der Amboss ist mit Sicherheit kein 'Markenfabrikat' aber er tut's und bei dem Preis, was will man mehr.
Einen T, besser einen Doppel- T Träger oder ein Stück Eisenbahnschwelle sollte funktionieren.
Die Oberfläche ist zwar nicht gehärtet, sollte aber funktionieren
Ich selbst habe allerdings noch nichts in der Art benutzt.
Evtl. solltest du eine schwere Stahlplatte unterlegen, bzw. verschweisen um dem Selfmade Amboss mehr Gewicht zu geben.
Ich habe bei Westfalia für ca. 200,- 'nen 50 KG Amoss gesehen weis allerdings nicht ob der was taugt.

Peter

http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm17.gif

Armin II
06.10.00, 15:21
Hallo zusammen,

ob ein Amboss was taugt oder nicht lässt sich ganz einfach testen:
Eine Stahlkugel aus einem Kugellager, Durchmesser so ca. 10..15 mm, aus
ca. 15 bis20 cm Höhe auf den Amboss fallen lassen. Je besser der Amboss, desto höher springt die Kugel zurück, und desto öfter hüpft sie, bevor sie liegenbleibt.

Bei den Ambossen von Westfalia schätze ich, dass die genausoviel taugen wie die anderen Baumarkt Billig Ambosse (Nämlich nicht viel).

Die Firma Angele bietet übrigens auch Werkzeuge zum Schmieden an, darunter auch Ambosse aus Tschechien. http://www.angele.de/forge/katalog/2000/katalog00.htm

Claymore
06.10.00, 15:36
Hi ArminII,

was die Qualität der Ambosse betrifft geb' ich dir recht.

Was den Test betrifft, ist es halt schwer, wenn man als Laie, einen Amboss gebraucht kaufen will. Und keinen Vergleich hat zum Kugeltest hat.
Was ich bei meinen Ambossen bemerkt habe, der eine hat einen wesentlich dumpferen Klang, wenn man mit dem Hammer leicht draufschlägt.
Etwa zwischen Piing und Peeng.

Der gößere, den ich bei uns in der Kante im Werkzeughandel gekauft habe ( ich vermute, das der aus Tschechien kommt ? )
kommt beim Hammertest ein piiiiiiiiinnnnnng
.

'Tolle' (Klang)beschreibung nicht war http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif

Zeigt aber vielleicht die Qualitätsunterschiede ganz gut.


Peter

Armin II
06.10.00, 16:51
Hi Claymore,

es ist genauso wie du es beschreibst: beim einen Amboss fällt die Kugel auf die Bahn, es macht pläääng und die kugel bleibt liegen.

Bei nem guten teil machts pling, und die Kugel springt 10 mal auf und ab.

Also beim Ambosskauf immer ne Stahlkugel in der Tasche haben http://www.messerforum.net/ubb/biggrin.gif

herbert
06.10.00, 17:15
Ich habe das Buch "Die Kunst des Messerschmiedes" von Landrin gekauft und auch ein wenig darin geschmökert. Die Grundideen sind sehr interessant, und viele interessante Einzelheiten sind zu finden, z.B. der sehr interessante Abschnitt über Herstellung von Rasiermessern und auch über die "korrekte Durchführung einer Rasur mit dem Messer".
Wer geschichtlich und metallkundlich-handwerklich interessiert ist, hat wirklich viel Spaß daran (die gotische Schrift ist etwas hinderlich, aber man gewöhnt sich dran). Ich find's lesenswert
Herbert

herbert
06.10.00, 17:39
Hey,
Danke für die Tips mit dem Amboss. Ich ziehe demnächst mal los.
Übrigens, ich habe mal in Niedersachsen gewohnt,so auf dem Dorf, und in den Dörfern gibt es Fahrradhändler, die früher mal geschmiedet haben. Das ist häufig anzutreffen.
Die meisten schmieden aber nicht mehr, vielleicht kann man da Werkzeug preiswert bekommen.
Ich denke, das wird in anderen Gegenden Deutschlands ähnlich sein.
Und mal bei Bob Engnath reinsehen, da steht auch, wie man improvisieren kann (für den Anfang). Als kleiner Amboss taugt z.B. auch ein größerer Vorschlaghammer.
Herbert

Claymore
06.10.00, 22:08
Hi Markus,

das wurde ja bedeuten, das alle neuen Ambosse nichts oder nicht so viel taugen ??
Wie ist den das bei den 'deutschen Markenteilen' z.b. bei Angele für 4000-5000 DM ?
Ist das dann alles sozusagen zweite Wahl.
Kann ich schwer glauben


Ich habe zum vergleich, bisher nur meine Beiden nehmen können.
Beim Klang hört man einen enormen Unterschied.
Den größeren habe ich neu gekauft, wie oben schon geschrieben vermute ich ein tschechisches Fabrikat und ist, nachgeschaut habe ich noch nicht, bestimmt gegossen. Der hat einen enorm hellen langen Klang, also vermute ich eine recht gute Härte und ein recht brauchbares Teil, für mich wird es reichen schätze ich.
Einen guten alten habe ich zu der Zeit zwar gesucht, aber nicht gefunden. Und das was zu haben war, war ausgeschlagen, die Kanten rund und das für viel Geld .
Mein zweiter klingt nicht so gut, man kann aber mit ihm arbeiten, zumindest für das was ich damit mache reicht er aus.
Das teil was quasi im Preis mit drin.
Der große Vorteil diesen kann ich im gegensatz zu dem anderen mit 85 Kg noch bequem tragen.

Peter

Armin II
06.10.00, 23:13
Sag mal Claymore, wo hast Du denn bei Angele nachgeschaut???
Da gibts so wohl die Gesenkgeschmiedeten Ambosse ohne Herstellerangabe als auch gegossene Ambosse von Refflinghaus. Der Preis für den 100 Kg Amboss liegt jeweils bei 1670 DM.
Oder willst Du dir nen 500 Kg Amboss in die Garage stellen??

Schmiede Markus Balbach
07.10.00, 06:05
Zu den Ambossen.
Bis etwa 1972 wurden die Abosse verstählt. Also ein härtbarer Stahl(schwedischer Kohlenstoffstahl) wurde im Feuer auf den Amboßkörper durch 5 Zuschläger geschweißt.
Nach dem Geradehobeln der Amboßbahn wurde er mit der Bahn nach Unten im Feuer auf Härtetemperatur gebracht und unter fließendem Wasser abgeschreckt.
Diese verstählten Ambosse erkennt man an der Schweißnaht der Stahlplatte.
Solche Ambosse sind hart, ziehen gut, klingen gut und lassen eben eine harte Kugel springen.So wie schon richtig beschrieben wurde.
Alle Ambosse danach wurden aus einem Stahl gegossen, der nicht mehr die Härte bringt. Diese Ambosse klingen oft nicht hoch, sie sind schnell ausgeschmiedet und ziehen nicht beim Schmieden. Die Kanten stehen nicht.
Ein Nachhärten bringt nichts, da der Stahl eben nicht härter werden kann.
Solche Ambosse, egal welcher Herkunft, taugen nicht für den Benutzer, der tatsächlich am Amboß sein Geld verdienen muß.
Also bevor sich jemand einen noch so günstigen Amboß neu kauft, sollte er lieber nach einem guten alten Amboß suchen.
Eine guter Amboß macht auch für den Änfänger Sinn, da durch den "Zug" des Amosses das Schmieden schneller und leichter fällt.
Wer einen zähen Stahl zu Messern auf einem Träger schmieden möchte, dem wünsche ich viel Spaß dabei!
Grüße Markus B.

Claymore
07.10.00, 06:14
na in der einen pdf Datei unter deutsche Qualitätsambosse so bei 200 oder 250 Kg.
die lagen bei 3,7 bis ich glaube 4,6 TDM.

frei nach dem Motto bigger is better
http://www.messerforum.net/ubb/smilies/cwm11.gif

Peter

Schmiede Markus Balbach
07.10.00, 19:01
Einen guten alten habe ich zu der Zeit zwar gesucht, aber nicht gefunden. Und das was zu haben war, war ausgeschlagen, die Kanten rund und das für viel Geld .

Peter,
die alten etwas ausgeschmiedeten Ambosse mit runden Kanten, wenn sie günstig sind und die Stahlbahn noch stark genug ist, lohnen sich überarbeiten zu lassen.
Ernst Refflinghaus, Tel:02333-71237 macht das von Hand so:
Er legt die Ambosse mit der Bahn nach unten in sein rießiges Schmiedefeuer. Wenn der Amboß warm ist, schmiedet er mit einem Vorschlaghammer die Kanten hoch und staucht diese wieder eckig. Nach dem Abkühlen und Hobeln wird der Amboß dann wieder traditionell gehärtet.
Der Amboß bekommt noch eine neue Jahresstempelung und fertig. Diese Ambosse sind wieder wie neu. Bis auf durch das Schmieden entstandene etwas schmalere Amboßbreite und bedingt dadurch eine nicht mehr ganz senkrechte seitliche Amboßfläche.
Ernst Refflinghaus auch nur mal so zu besuchen ist eine tolle und interessante Sache.
Markus

Schmiede Markus Balbach
08.10.00, 06:46
das wurde ja bedeuten, das alle neuen Ambosse nichts oder nicht so viel taugen ??
Wie ist den das bei den 'deutschen Markenteilen' z.b. bei Angele für 4000-5000 DM ?

Es ist leider so! In Deutschland werden nur noch Ambosse der beiden Firmen Refflinghaus vertieben. Kleinere Ambosse stellt noch die Firma Peddinghaus her.
Von beiden Refflinghäusern hatte ich Ambosse hier. Beide wurden auch noch versucht nachzuhärten. Leider ohne bessere Ergebnisse.
Die Hersteller darauf angesprochen sagen, zum Richten reicht es, geschmiedet wird ja kaum noch.
Beide Ambosse wurden auch zurückgenommen.
Wir haben im Einsatz 10 Ambosse in zwei Schmieden. Gewicht bis 550kg. Alle sind verstählt. Oder:

Neuere Ambosse lasse ich mir selber gießen.
Diese werden aus Styropor nach Kundenwunsch geschnitten. Danach geht dieses Modell zur Eisengießerei. Gegossen aus C70 werden die Ambosse überarbeitet und ca. 12mm tief auf der Bahn flammgehärtet. Dadurch kann man einen günstigeren Amboß mit bester Qualität neu bekommen.
Ich muß 5 Ambosse zusammenhaben, damit sich die Sache rentiert und trägt.
Grüße Markus

Claymore
09.10.00, 14:43
Hi Markus,

danke für die Infos.
Gut zu wissen für die Zukunft wenn ich mal wieder nen Amboss suche !

Ich habe am Wochenende mal ein bischen experimentiert, nämlich einen Messerrohling aus einem kleinen Stück D2 Rundmaterial geschmiedet. ( wird ein geschenk für einen Freund ) und probehalber mal an meinen beiden Ambossen geschmiedet.
Ist absolut kein vergleich.
Der 'härtere' ist wirklich um längen besser.

Für mich gesehen würde es mir nicht antun und das Schmieden auf einem T-oder doppel Träger versuchen.
Lieber ein wenig mehr suchen und nen gebrauchten Amboss nehmen.
Wichtig: nicht die Stahlkugel vergessen. http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif

Einen Amboss nach kundenwunsch gefertigt !
Das iist dann das Äquivalent zum custom-knife
der Custom-Amboss. !
Rein Intersssehalber die Frage:
Was würde so ein Teil, ca. 100 Kg schwer denn kosten ?


Peter

Schmiede Markus Balbach
09.10.00, 17:18
Rein Intersssehalber die Frage:
Was würde so ein Teil, ca. 100 Kg schwer denn kosten ?

Hallo Peter,

Du könntest also aus einem Klotz Styrodur oder so Dir Deine eigene Amboßform schneiden.
Nach Deiner Form ein fertiger Amboß mit harter Bahn kostet dann netto ca. 1470,-DM.

Markus

Schmiede Markus Balbach
10.10.00, 20:41
zur Kohle als Brennmaterial wird meistens Steinkohle benutzt.
Welche Sorte und so, kann dir vielleicht Markus Balbach sagen ( Schmiedemeister und Mitglied im Forum )
Holzkohle, ist für da Schmieden von Messern meiner Meinung nach besser geeignet, allerdings schwerer zu bekommen und auch Teurer.

Kohle zum Schmieden:
etwa seit Anfang 1900 wird Steinkohle gefördert. Vorher kannte man nur die Holzkohle.
Heute verwende ich nur Holzkohle vom Köhler. Also echte Meilerholzkohle. Diese zu bekommen ist nicht einfach.
Für 15-17kg Holzkohle bezahle ich ca. 33DM.
Diese Kohle erreicht eine höhere Temperatur als die "Tankstellenholzkohle".
Verwendung bei mir aber nur zum Härten von Schwertklingen und bei der Herstellung von jap. Klingen und eben für die Beschickung der Rennöfen(Aktion jetzt am 13./14.10.)
Die Steinkohle als Schmiedekohle heißt Fett-Nuß 3 oder Größe 4. Je nach Größe der Feuerschüsseln.
In Deutschland fördert nur noch die Zeche Blumental Schmiedekohle. Sie ist die bessere Kohle unter den heute angebotenen Sorten der Steinkohlen.
Sie papt gut, hat einen höheren Fettgehalt und wenig Gase.
Im Saarland z.B. und sonstwo wird keine Schmiedekohle mehr abgebaut. Nur noch gehandelt. So kommen die günstigeren aber auch schlechteren Schmiedekohlen aus Kolumbien oder neuerdings aus Venezuela.

Da ich mind. 12to im Jahr von der Blumentalkohle bestelle, kenne ich nicht die Sackpreise.
Man sollte also danach fragen, wo die Kohle herkommt.
Wer Probleme hat bei der Anschaffung von Holzkohle oder Schmiedekohle kann sich gern an mich wenden.
Markus B.

Heinz Grosch
25.10.00, 01:30
Die Steinkohle als Schmiedekohle heißt Fett-Nuß 3 oder Größe 4. Je nach Größe der Feuerschüsseln.
In Deutschland fördert nur noch die Zeche Blumental Schmiedekohle. Sie ist die bessere Kohle unter den heute angebotenen Sorten der Steinkohlen.
Sie papt gut, hat einen höheren Fettgehalt und wenig Gase.


Hallo, ich bin einneues Mitglied.

Angeregt durch die interessanten Schmiede-Beiträge in diesem Forum kam mir der verwegene Gedanke, es auch ein mal zu versuchen (das Schmieden).

Nach kurzer Suche nach einem Amboss, wurde ich bei einem Schrotthändler in unserer Gegend fündig, der noch 5 Stück auf dem Hof liegen hatte. (ca. 250 kg, leider alle ohne Horn, aber soweit ich das beurteilen kann von guter Qualität, da mit aufgeschweißter Platte, Preis 100,- DM). Gestern fand ich eine alte Feldesse für 200,- DM.

Der erste Versuch noch am selben Abend, mit Holzkohle aus dem Baumarkt, brachte ein wenig Ernüchterung, da nicht genügend Hitze.

Eine Nachfrage beim ortsansässigen Kohlenhändler ergab folgende Antwort: "fette Steinkohle wird nicht mehr verkauft, man nimmt heute zum Schmieden Anthrazit-Kohlen, da diese auch heißer werden"

Meine Frage: Kann ich diese Kohle verwenden?



------------------
Heinz

Schmiede Markus Balbach
25.10.00, 14:02
Nach kurzer Suche nach einem Amboss, wurde ich bei einem Schrotthändler in unserer Gegend fündig, der noch 5 Stück auf dem Hof liegen hatte. (ca. 250 kg, leider alle ohne Horn, aber soweit ich das beurteilen kann von guter Qualität, da mit aufgeschweißter Platte, Preis 100,- DM). Gestern fand ich eine alte Feldesse für 200,- DM.


Eine Nachfrage beim ortsansässigen Kohlenhändler ergab folgende Antwort: "fette Steinkohle wird nicht mehr verkauft, man nimmt heute zum Schmieden Anthrazit-Kohlen, da diese auch heißer werden"

Meine Frage: Kann ich diese Kohle verwenden?


Guten Morgen!!
Du merkst, wie schon im Forum geschrieben, ist es nicht mehr einfach, gute Schmiedekohle zu bekommen!
Du solltest bei einem anderen Händler anfragen!
Anthrazitkohle bringt zwar mehr Hitze, wird aber nur für Kohleheizanlagen verwendet.
Zum Schmieden eignet sie sich nicht!
Du könntest bei mir z.B. auch Kohle bekommen.
Zu den Ambossen.
Bitte teil mir die Tel.-Nr. oder Anschrift von dem Händler mit!
Grüße Markus

Claymore
25.10.00, 15:01
Hallo Heinz,

willkommen im Forum.
Was die Holzkohle betrifft habe ich auch meine Erfahrungen gemacht.
Holzkohle aus dem Baumarkt, die ich verwendet habe, hat bei mir aber ausreichend Hitze entwickelt zum Schmieden.
Eine ebenfalls verwendete Holzkohle aus dem lokalen 'Garten/Landwirtschaftsfachmarkt', welche nach deren Angaben direkt vom Köhler kommt brachte mehr Hitze zumindest wie ich das im Nachhineein beurteile.
Offentsichtlichster Unterschied war zuerst mal der Preis, den diese Holzkohle war ca. 50 % teurer ca. 18-20,- DM pro 10 Kg.
Der zweite sichtbare Unterschied waren die Holzkohlestücke.
aus dem Baumarkt waren diese relativ klein.
Die Kohle vom Köhler dagegen bestand aus recht großen Stücken, welche zuerst zerkleinert werden mußte.
Ist deine Feldesse mit einem Elektrischen Gebläse, oder einem Manuellem Gebläse ausgestattet.
Evtl. spielt das auch mit einen rolle.
Die Baumarktholzkohle hat bei mir gereicht um einen Meißel auf gut Rotglut -Hellrot zu bringen ohne zusätzliche Luftzufuhr durch ein Gebläse.
(Test: Meißel in die Glut eines Gartengrills und nur von oben Luft zufächeln )


Peter

Armin II
25.10.00, 16:15
Hallo Heinz

hätte ebenfalls Interesse an der Anschrift des Schrotthändlers, kannst Du mir eine mail schicken,
Danke.

Wolfgang Dell
25.10.00, 17:58
Ohne alle Beiträge im einzelnen gelesen zu haben, gebe ich Dir anbei eine Adresse bei der Du bestimmt Auskunft bekommst, es handelt sich um Andreas Schweikert, ein Spitzenschmied. e.mail: andy@as-schmiede.de
oder seine site mal ansehen:www.as-schmiede.de. Noch ein heißer tipp (schreibt man ja jetzt mit 2 T), :::
am 19. und 20. Mai 2001 findet das 2. Asperger "HAMMER IN" bei Thomas Walker statt.
Ist bestimmt interessant für Typen aus BW, aber für "Fremde", es kann gezeltet werden!
Also, bis die Tage

Wolfgang
P.S. wenn jemand den Andreas kontaktiert, sagt ihm das habe ich ihm eingebrockt!!!!

------------------

Wolfgang Dell
25.10.00, 22:29
Hallo Ihr alle, habe heute Nachmittag einen Beitrag zum Thema gesendet, lief aber irgendwie falsch....immer diese Anwender.
Also ich versuche es nochmals, ein prima Schmied ist mein guter Freund und Kollege Andreas Schweikert, der macht Kurse und steht sicher auch hin und da mit Rat zur Verfügung. Ich gebe Euch mal seine Netz adressen: e-mail: andy@as-schmiede.de und www.as-schmiede.de. (http://www.as-schmiede.de.)
Und noch etwas, geht auch alle mit Interesse an, das 2. Asperger "HAMMER IN" findet am 19. und 20. Mai 2001 statt. Infos bei mir, Thomas Walker (der Veranstalter) 07141-260628
oder Bernhard Zwicker 07146-43314. Wird auch im MesserMagazin bekannt gegeben. Es kann gezeltet oder Wohnmobil oder so werden. Unkostenbeitrag DM 30.-/Person für Getränke und Dixie-Klo, Strom etc.
Also bis dann http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif
Wolfgang

------------------

Wolfgang Dell
25.10.00, 23:07
Na ja, nunsteht er zweimal da, denn manche Dinge haben halt zwei Seiten !!!!!!!!
Macht aber wohl nichts, also dann bis auf bald
nochmals
Wolfgang

------------------

Heinz Grosch
26.10.00, 00:52
Hallo Markus, Peter ,Armin und Wolfgang,

erst mal Danke für die vielen Tipps.

Also: Den Amboss habe ich erstanden beim Schrotthändler Niedergriese in Hagen, Tel. 02331-70808.
Wenn ich ihn richtig verstanden habe, stammen die Ambosse aus einer Sägenfabrik, daher sind alle ohne Horn. Leider liegen die guten Stücke im Freien und haben zum Teil schon etwas Rost angesetzt.

Zur Feldschmiede: sie ist ausgestattet mit einem Elt.-Ventilator 380V. Das Problem ist folgendes: mit der von mir verwendeten Holzkohle wurde der Stahl zwar auch hellrot glühen, da ich aber den Ergeiz hatte zwei Stähle miteinander zu verschmieden, reicht diese Temperatur glaube ich nicht aus ????
(hat jedenfalls nicht funktioniert).
Wenn ich nun, um die Temperatur zu erhöhen, den Lüfterhebel weiter geöffnet habe, wurde die glühende Holzkohle herausgeblasen und landete in der Umgebung. Kann so eigentlich auch nicht richtig sein.

Zur Steinkohle: mittlerweile habe ich einen Kohlenhändler im Nachbarort gefunden, der mir am nächsten Wochenende einen Sack Fett-Nuss aus Oberhausen mitbringen wird. Preis ca. 26,- DM pro Sack.

Gruß Heinz

Claymore
26.10.00, 14:35
Hallo Heinz,

die von dir bschreibene Glühfarbe reicht denke ich nicht aus ?
Das Problem, das glühende Holzkohle aus der Esse 'geblasen' wird hatte ich auch, aund zwar dann, wenn zu wenig, und viele kleine Partikel in der Feuerschüssel waren.
Mit der entsprechenden Bechickung, kann ich die Luftklappe aber voll öffnen, ohne das mir die holzkhlebrösel um die Ohren fliegen.

Viel Erfolg mit der Steinkohle !


Peter