Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Federhammer
newtoolsmith
19.12.04, 00:44
Hallo Schmiedefreunde,
in einem anderen Beitrag hier im Schmiedeforum geht es um den Wunsch einen elektrisch betriebenen Schmiedehammer zu bauen. Das hatte ich mir auch vorgenommen und nun ist mein Hammer fast fertig. Veremutlich werde ich ihn ende nächster Woche das erste Mal testen können.
Da ich leider keine Bilder einstellen kann muss ich mich hier darauf beschränken eine Beschreibung der Konstruktion zu geben, im eben genannte Beitrag wurde schliesslich darum gebeten:
Als Antrieb dient ein Drehstrommotor, 1,1kW/ 1500U/min über ein zweistufiges Keilriemengetriebe 10:1 untersetzt. Die letzte Riemenscheibe hat 285mm Durchmesser, ist 20mm stark und dient gleichzeitig als Riemenscheibe, Schwungmasse und Excenterantrieb. Die Scheibe trägt eine um 60mm aus der Mitte versetzte Gewindebohrung M16 an der ein Gelenkkopf befestigt ist, wie er auch an Hydraulikzylindern benutzt wird. Daran angeschlossen ist eine Schubstange, die eine Wippe betätigt. Diese Schubstange ist durch ein Spannschloss M20 in ihrer Länge veränderlich.
Diese Wippe ist eine Blattfeder aus einem Auto, ist in ihrer Mitte auf dem Hauptständer drehbar gelagert, an einem Ende ist die Schubstabge angeschlossen, am anderen Ende der Hammer.
Der Hammer, ein Stück 80mm Welle, 12kg, ist in einer Linearführung gelagert damit er sich nur nach oben und unten bewegen kann. Üner eine kurze Schubstange mit beidseitigen Gelenkköpfen ist er mit der Wippe verbunden.
Unter dem Hammer steht der Amboss, ebenfalls 80mm Wellenmaterial, 95cm hoch, ca. 40kg. Der Amboss erscheint mir zu leicht und bekommt sicherlich noch Hilfe von dicken Stahlplatten, je nach dem, was der Schrottplatz so hergibt.
Hammer und Amboss erhalten noch eine Montagemöglichkeit für verschiedene Gesenke, die ich mir aus kurzen Stücken von Eisenbahnschienenköpfen herstellen werde.
Der Hauptständer besteht aus einem 120mmx120mm H-Träger mit 10mm Wandstärke, etwa 160cm hoch. An ihm sind die Wellenlager des Riementriebes, obenauf das Lager der Wippe, Die Linearführung des Hammers und der Amboss befestigt. Zur Schalldämpfung ist der Amboss mit Gummielementen befestigt.
Zur Funktionsweise:
Der Motor treibt den Riementrieb, und damit die Schwungscheibe an. Die Schwungscheibe versetzt die Schubstange in eine senkrecht oszillierende Bewegung, Hub 120mm.
Die Schubstange betätigt periodisch die Wippe, die Frequenz wird im Betrieb bei ca. 145 pro Minute liegen.
Die Wippe ihrerseits bewegt mit ihrem anderen Ende den Hammer auf und ab.
Um den Hammer an verschiedene Werkstückdicken und Gesenke anpassen zu können, ist die Schubstange wie beschrieben Längenverstellbar.
Mehrere Gewindebohrungen in der Schwungscheibe erlauben unterschiedliche Hübe und damit Energieeinträge.
Die Abmessungen Der Wippe, also der Blattfeder, sind so zu wählen, dass das System aus Hammermasse und Feder bei Betriebsfrequenz in Resonanz gerät. Über den Hub an der Schwungscheibe kann dann Stufenweise die zugeführte Energie eingestellt werden. Der Motor ist mit 1,1kW sogar überdimensiomiert.
Die Baukosten belaufen sich auf etwa 100 Euro, je nach Quelle. Der Aufwand ist allerdings nicht unerheblich. Ich habe bis jetzt ca. 75 Stunden daran gebaut, ein Grossteil davon beanspruchte das Drehen der Riemenscheiben und der dazu gehörigen Wellen. Desweiteren braucht man für das Verschweißen der Stahlteile ein leistungsstarkes Schweissgerät.
Wie gesagt, leider keine Bilder aber ich hoffe, ich konnte den Technikern unter euch ein wenig mit meiner Ingenieurskunst weiterhelfen. Wozu habe ich sonst studiert!?
Falls noch fragen sind, meldet euch.
MfG
newtoolsmith :super:
Hallo Newtoolsmith,
wenn du willst mail mir die Bilder zu und ich stell sie für dich rein. Ich denke es sind einige darunter, die dein Selbstbauhammer interessiert.
gruß
Peter
newtoolsmith
19.12.04, 00:59
Hallo Claymore,
nächste Tage erhält der Hammer sein Silberges Kunststoffgewand, Danach mache ich mal ein paar Bilder und maile sie dir zu. Wohin muss denn die Post gehen, damit sie dich erreicht?
MfG
newtoolsmith
hier her http://www.lindenschmiede.de/
den namen anklicken. dann öffnet sich einfenster in dem die mailadresse HP wenn vorhanden und so erscheint. nur so als tip ;)
klasse,
ich freue mich schon auf die Bilder.
Gruß
Rüdiger
newtoolsmith
14.01.05, 17:10
Hallo zusammen,
endlich habe ich meinen Federhammer fertiggestellt und schön Silber angestrichen. Nach dem ersten Funktionstest habe ich ein paar Bilder gemacht und sie an Claymore gesandt, da ich selbst keine Bilder einstellen kann.
Auf den Bildern sieht man, glaube ich, recht gut, wie der Hammer konstruiert ist. Die Hammerführung habe ich mit Messingblech plattiert und Molyfett hinzugefügt, Bronzeblech gabs auf dem Schrottplatz gerade nicht.
Eine genaue Beschreibung habe ich als ersten Beitrag in diesem Thema geschrieben.
Die beiden Betonkoffer dienen als beweglicher Ballast, da sich zeigte, dass der Hammer durch die Garage wandert. Nun hat das Wandern ein Ende.
Zur Umformleistung: :eek: Nun ja, lasst mich sagen: Das Ding schlägt brutal zu. Ein Damastpaket von 30x30mm habe ich heute innerhalb einer halben Minute ausgereckt, eingekerbt und gefaltet. Ein veränderlicher Hub würde für Schlagkraftregulierung sorgen aber die Maschine ist ja zum recken gedacht.
Aber: Eine meiner Feuerschweissungen hat an den Enden nicht gehalten. In diesem Punkt brauche ich noch Nachhilfe!!! Und das mir... :confused:
Falls noch Fragen auftreten meldet euch.
MfG
newtoolsmith
Ich stelle heir mal die Bilder vom Federhammereigenbau von Newtoolssmith rein.
gruß
Peter
und hier das letzte Bild.
auf eine freudige Diskusssion :steirer:
Peter
Kandelaber
16.01.05, 19:39
Wow, sieht super aus.
Aber ich möcht das nicht durch die Gegend schieben müssen....wird einige Kilos haben bei der stabilen Bauweise oder?
Oh man... ich hätte gerne ein kurzes Video von dem Hammer in Aktion...
Eine kurze technisch Frage:
Wie stellst du bei dem Hammer die Schlagkraft ein? Bei einem Pneumatisch betriebenen kann ich es mir als Leie irgenwie vorstellen aber nicht bei der Konstruktion.
Schlägt das Gesenk bei "Leerlauf" also ohne Werkstück dazwischen auf das Schienenstück oder ist da noch Luft dazwischen?
In jedem Fall. viel Spass und viel Erfolg damit.
Kandelaber
newtoolsmith
17.01.05, 00:30
Hallo Freunde,
zunächst vielen Dank an Claymore, der die Bilder für mich eingestellt hat. Er hat sich auch die Mühe gemacht die beiden Bilder zu drehen, die ich im Querformat fotographiert habe, ich hatte das vergessen. Danke nochmal.
Zu Kandelabers Frage:
Der Hammer wiegt vermutlich 150kg. Um ihn auf die Räder zu kippen stecke ich einen stabilen Vierkantstahl von oberhalb der Radachse nach unterhalb des Ständers, auf den ich mich stelle. Mit einem gewippten Zug kippt der Hammer dann auf die Räder (die einmal einer Mülltonne gehörten).
Dreht man das Getriebe von Hand durch, so bleibt zwischen Hemmer und Amboss ein Zentimeter Luft. Da das System, das aus Hammermasse und Blattfeder besteht, mit seiner Resomanzfrequenz angeregt wird nimmtdie Amplitude des Systems ständig zu. Der Hammer schlägt dadurch bereits beim dritten Leerschlag auf den Amboss. Die Ausgangshöhe des Hammers lässt sich durch das Spannschloss einstellen. Wenn man die Schubstange verkürzt, wird der Hammer nach oben versetzt. Dies gilt gleichermaßen für den oberen und den Unteren Totpunkt. Man kann den Hammer so an unterschiedliche Werkstückdicken anpassen. Die Biegsamkeit der Blattfeder macht diese Einstellung unkritisch.
Die Schlagkraft ließe sich durch eine Änderung des Hubes an der Schwungscheibe variieren. Die Schwungscheibe sorgt für die periodische Anregung des Feder-Masse Systems und eine geringe Anregungsamplitude ergibt einen geringen Energieeintrag. Wird die Amplitude vergrößert, so steigt die pro Periode zugeführte Energie an. Da ich den Hammer hauptsächlich zum Ausschmieden von Damastpaketen benutzen will, habe ich bis jetzt nur einen festeen Hub von 120mm vorgesehen.
Eine Ergänzung wird die Steuerung noch erhalten:
Derzeit wird beim Treten des Pedals ein Mikroschalter betätigt. Dieser wirkt auf ein vierpoliges Schütz, welches den Motor mit Strom versorgt. Lässt man das Pedal in einem ungünstigen Moment los, so kann es passieren, dass der Hammer das Werkstück einklemmt (UT). Um das zu verhindern wird ein zweiter Mikroschalter an der Welle der Schwungscheibe montiert. Die Welle erhält einseitig eine Abflachung bei deren erscheinen der Schalter öffnet und das Schütz abfällt. Das Timing wird so eingestellt, dass dann der Hammer fast ganz oben ist (OT). In allen anderen Positionen der Welle bleibt der Schalter geschlossen und der Motor läuft weiter, bis der Hammer in Richtung OT läuft. Lässt man also etwas zu früh los, so sorgt der zweite Schalter dafür, dass das Werkstück immer freigegeben wird. So sind auch einzelne Schläge möglich.
Wenn noch Fragen auftauchen: fragt mich!
MfG
newtoolsmith
@newtoolsmith
Glückwunsch zu Deinem Hammer.
Was mich auf den ersten Blick irritiert hat, war die dünne Feder oben! Reicht das denn? Bei meinem Meitinger Federhammer ist das Federpaket so 1,5 bis 2cm dick. Und das ist ein kleiner Hammer mit nur 15Kg Bärgewicht.
150Kg Gewicht ist natürlich ein Wort. Da bleibst Du mobil.
Ich würde auch sehr gerne ein Video sehen. Wenn Du also mal viel Zeit hast.
Gruß Heiko
Kandelaber
17.01.05, 18:41
Ok, jetzt kann ich es mir vorstellen.
Auf den Bildern sieht es durch den Stahlträger sehr viel schwerer aus als 150kg (obwohl das auch schon genug ist).
Sehr schön
Kandelaber
Kompliment, imposante Maschine, sauber gebaut.
Meine Fragen: Die Schaltung besteht lediglich aus EIN bzw AUS, oder?
Läuft denn das Gerät dannnach dem Ausschalten nach? Ich könnte mir vorstellen, dass die Massen die da bewegt werden nicht sofort zum Stillstand kommen und so über Ein- und Ausschalten eine gewisse Dosierung möglich ist.
Bitte berichte Deine Erfahrungen dazu.
Ich möchte demnächst einen alten Federhammer von 1920 umrüsten. Damals wurde es über eine Transmission mittels Flachriemen angetrieben. Trat man auf einen Bügel, löste sich die Bremse und der Riemen wurde mit einer Art Gabel von einem frei laufenden Rad auf das Antriebsrad gedrückt. Nun möchte ich keine Transmission einbauen. Ich stelle mir vor, das Gerät mittels Elektromotor und 2 Keilriemen direkt zu betreiben. Die Idee mit dem Fußschalter ist da vielleicht schon die Lösung, die Funktion des alten Bügels zu ersetzen. Ich suche nur noch eine Möglichkeit die Geschwindigkeit und damit die Schlagstärke zu steuern. Wäre es nicht denkbar ein Fuß(gas)pedal ähnlich wie bei einer Nähmaschine einzusetzen? Nur wie könnte das für einen 2,5kW- Drehstrommotor aussehen? Möglicherweise hast Du eine Idee?
Beste Grüße
Volund
Hallo!
Ich beobachte den Thread schon eine Weile mit großem Interesse und bin beeindruckt über das Ergebnis.
Glückwunsch !
Zur Frage von Volund fällt mir was ein
Wäre es nicht denkbar ein Fuß(gas)pedal ähnlich wie bei einer Nähmaschine einzusetzen? Nur wie könnte das für einen 2,5kW- Drehstrommotor aussehen?
Ich würd einen Frequenzumrichter nehmen. Für einen 2.5 kW Motor ist der dann nicht mehr ganz billig aber vielleicht lässt sich sowas ja ersteigern. Das Fußpedal würde dann mit einem Poti aufgebaut. Phasenanschnittsteuerung kann man auch selber löten, sollte auch funktionieren, ist aber lastabhängig.
Grüße
newtoolsmith
19.01.05, 00:29
Hallo Volund und Damastos,
Mein FEderhammer kennt in der Tat nur die Zustände ein und aus. Der erste Schlag jedoch ist wenig energiereich, sodass sich eine Reihe leichter Schläge ausführen lässt. Durch die Masseträgheit läuft die Schwungscheibe fast eine halbe Umdrehung nach.
Zu deinem Federhammer:
So wie du es beschreibst bezog der Federhammer seine Energie über einen Lederriemen von einer Welle, die in der Halle montiert war und mehrere Arbeitsplätze versorgte. Dieses Prinzip ist hinlänglich aus dem Dampfmaschinenzeitalter bekannt.
Wenn du die Maschine auf eigenen Antrieb umrüstest würde ich das Grundprinzip auf jeden Fall beibehalten: Untersetze einen Elektromotor mit einem Keilriemengetriebe im passenden Verhältnis und treibe eine Riemenscheibe an, um die du dann den Lederriemen schlingst. Die übrige Mechanik, besonders die Kupplung (Pedal, Gabel durch kugelgelagerte Andrückrolle ersetzen), würde ich beibehalten. Durch die Kupplung kannst du den Hammer sehr gut und feinfühlig regeln!! Auch die Bremse hat ihre Berechtigung und sollte, je nach Zustand, einen neuen Belag erhalten.
Zum Frequenzumrichter Vorschlag von Damastos:
Moderne Frequenzumrichter sind sowohl hervorragende elektronische Geräte, als auch unbezahlbar. Desweiteren arbeiten heutige Drehstrommotoren optimal bei der Netzfrequenz, für die sie ausgelegt sind, plusminus ein bisschen. Man sollte sie nicht einem zu breiten Frequenzspektrum aussetzen. Für diesen Zweck halte ich eine robuste, rein mechanische Lösung für angebracht.
Eine Video meines Federhammers folgt in den nächsten Tagen. Dieses Versprechen beinhaltet die Hoffnung, dass Claymore sich der Datei annimmt.
MfG
newtoolsmith
Rrrrrrrrespekttt!
Eine tolle Maschine hast Du da gebaut!
Und es sieht sogar recht einfach aus (das ist als Kompliment gedacht).
Kein Lob ohne Meckern: Im Vergleich zur mssiven Säule scheint mir der Fundamentrahmen etwas grazil zu sien, hoffentlich hält er die Schläge aus.
Jetzt warte ich drauf, dass einer seinen pneumatischen Schmiedehammer vorstellt (Presslufthammer- bzw. Bohrhammer-Prinzip).
Oder warum nicht eine hydraulische Presse? Im Prinzip müsste es doch alle Bauteile fertig zu kaufen geben.
Weiter so!
Hallo,
besten Dank für Eure Hinweise.
Ich habe mit solchen Dingen immer Probleme mir Ursache und Wirkung vorzustellen. Die Lösung mit Frequenzumrichter erscheint mir jetzt doch zu aufwändig. Also soll es eine mechanische Lösung werden. Newtoolsmith, wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann müßte das so aussehen: Herunterdrücken des Pedalbügels löst die Bremse und verstärkt den Druck der Rolle auf den Treibriemen???? Oder ist es so, dass Bremse gelöst wird und der Rollendruck vermindert wird?
Gruß
Volund
newtoolsmith
19.01.05, 11:22
Hallo Volund,
Bei den Riementrieben ist das so:
Durch das Betätigen des Pedals wird die Bremse gelöst. Dies erfolgt meist bereits nach wenigen Milimetern Pedalweg. Wird das Pedal weiter durchgetreten, so wird eine Spannrolle gegen den Lederriemen gedrückt. Der Riemen ist so lang, dass er mit reichlich Luft über die beiden Riemenscheiben passt. Der Riemen rutscht also permanent durch und es wird keine Kraft übertragen. Die Spannrolle befindet sich zwischen den beiden eigentlichen Riemenscheiben, nicht neben einer. Bei Betätigung der Spannrolle drückt diese den Riemen zwischen die beiden Riemenscheiben. Der Riemenverlauf ist jetzt kein O mehr, sondern eher eine 8 oder wie ein Brezel. Die Riemenlänge reicht nun nicht mehr aus, der Riemen spannt sich und die auftretende Reibung an den Riemenscheiben leitet die Kraftübertragung ein. Durch den Pedalweg lässt sich die Riemenspannung regeln. Man kann den Riemen viel, wenig oder gar nicht durchrutschen lassen. Damit regelt man, mit etwas Übung, die Schlagfolge und -stärke.
Nochmal ausdrücklich: Die Spannrolle drückt nicht den Riemen gegen eine der Riemenscheiben, sondern erzeugt eine weitere Umlenkung, sodass eine erhöhte Riemenlänge erforderlich wäre. Da die Riemenlänge jedoch gleich bleibt, spannt sich der Riemen.
Ich denke, die Konstruktion ist recht einfach zu machen.
Noch eins: Nimm auf jeden fall einen Leder- oder Gewebeflachriemen. Keinen Keilriemen! Keilriemen neigen dazu, sich schon bei leichter Spannung in die Keilnut ihrer Riemenscheibe "hineinzufressen" und ruppig zuzupacken. Von Regelung kann dann nicht mehr die Rede sein. Wer einen Aufsitzrasenmäher hat, der weiss, wovon ich rede. Mit den Dingern sanft anzufahren ist fast nicht möglich, denn diese Mäher sind per Keilriemen angetrieben.
Wegen Riemenscheibengröße und Riemenbreite berate ich dich bei Bedarf gern, wenn du z.B. den Motor hast (wegen der Drehzahl).
MfG
newtoolsmith
newtoolsmith
19.01.05, 11:41
Hallo hobby,
Der Fundamentrahmen ist inder Tat grazil. Es gab auf dem Schrottplatz gerade kein passendes dickes Blech. Falls er nicht halten sollte, daran dachte ich nämlich auch, wird er durch etwas stabiles ersetzt.
Hydraulisch schmieden kann man hervorragend, vor allem leise. Schau doch mal im Baumarkt nach hydraulischen Holzspaltern für Brennholz. Die drücken zwei Tonnen und sind für mittleres Geld zu haben. Die Umrüstung (Spaltkeil durch ein Gesenk ersetze) dürfte ein Kinderspiel sein.
MfG
newtoolsmith
Ich glaube nicht, daß man mit einem 2t Holzspalter eine Schmiedepresse bauen kann, lasse mich aber gern eines besseren belehren......
Andreas Schweikert hat eine Schmiedepresse aus Hydraulikzylinden gebaut, die 20t bringen. Sind Zylinder von der Bundeswehr und wurden zum ausrichten von Panzern verwendet.
Außerdem brauchst man ein entsprechendes Hydraulikaggregat um die Presse bzw. Kolbenstange schnell auf und ab zu bewegen.
Gruß Thomas
newtoolsmith
19.01.05, 12:45
Hallo rumag,
Sicher sind zwei Tonen nicht viel, gemessen an Industriellen Anlagen. Für Schmiedestücke von 30x30mm Querschnitt sollte es aber reichen.
Was meinst du außerdem mit "schnell"? Hydraulische Schmiedepressen machen bloß einige Zentimeter pro Sekunde, es sind halt Pressen und keine Hämmer. Ein Hammer macht ja mehrere Schläge pro Sekunde, je nach Bauart. Bei Pressen gilt wohl eher: In der Ruhe liegt die Kraft.
Wenn die Pumpe natürlich genug Volumen fördert um eine recht schnelle Kolbenbewegung zu erreichen schadet das sicherlich nicht.
Es gibt auch Holzspalter, die höhere Kräfte (anstatt "2 Tonnen" müsste man natürlich sagen 20 Kilonewton, kurz kN) erreichen, zum Beispiel 100kN, aber die werden dann schon sehr teuer. Ich weiß nicht wessen Budget das hergibt, soll ja alles nichts kosten.
Fazit: Im Prinzip hast du natürlich recht. Man kann von einem kleinen "Streichholzspalter" keine Wunderdinge erwarten.
MfG
newtoolsmith
Hej newtoolsmith,
endlich ist bei mir auch der Groschen gefallen. Vielen Dank!!
Habe solche alten Maschinen bzw. in Eigenbau hergestellten Maschinen bisher nur auf Fotos gesehen und dann leider immer von der "falschen" Seite aufgenommen, so war die Konstruktion nicht zu erkennen.
Deine Kenntnisse bez. der alten Technik erstaunen mich. Ich habe am ehemligen Standort des Hammers die Dimensionen der Riemenscheiben gemessen. Am Motor 100 mm, dann am Hauptrad der Verteilerwelle 500mm und am Abtriebsrad für den Federhammerriemen 250 mm. Das wäre dann insgesamt eine Übersetzung von 1 : 2,5? Dieses Verhältnis müßte ich in etwa auch verwenden. Die Motordrehzahl war nicht zu ermitteln. Mir stehen Moren mit 1,5, 2 oder 4 kW mit einer Drehzahl von jeweils 1490 U/min zur Verfügung. Bei einem Verhältnis von 1:2,5 ergeben sich rund 600 U/min. Ist das sinnvoll und ist es sinnvoll den 2 kW-Motor einzusetzen. Ach ja, der Hammer hat ein Bärgewicht von ca. 35 kg.
Nochmals Danke für die Mühe
Volund
newtoolsmith
19.01.05, 16:15
Hallo Volund,
Frag mal Claymore oder Markus Balbach um das zu verifizieren, aber ich denke bei 35kg Bärgewicht solltest du bei einer Schlagfrequenz von 150 pro Minute schon 4kW vorsehen. Die Profis haben ja auch so große Hämmer und können ja mal das Typenschild befragen, wenn eins da ist. Wichtig ist noch der Durchmesser der Scheibe, von der der Bär bewegt wird. Die Drehzahl dieser Scheibe ist gleich der Schlagfrequenz. Von der Scheibe aus geht es dann per Flachriemen weiter auf die zweite Scheibe. Mach diese beiden möglichst groß ( 300mm+).
Zu den Übersetzungen:
Motor 100mm und Welle 500mm macht 5:1 untersetzt.
Heisst: Wenn der Motor 1490 1/min dreht, dann dreht die Verteilerwelle 298 1/min.
Wie schnell der Hammer dann schlägt hängt von der Übersetzung zwischen Verteilerwelle und Hammerantrieb ab. Das Rad an der Verteilerwelle hat, wenn ich richtig gelesen habe 250mm und die Scheibe am Hammer? Wenn diese 500mm hätte, dann wäre das Verhältnis i=2:1 und damit die Schlagzahl 298 1/min mal 1 = 149 1/min.
Das entspräche etwa dem, was ich veranschlagt hatte.
Du müsstest also ein gesamt-Übersetzungsverhältnis von 10:1 erreichen. Zum Beispiel 5:1 per Keilriemen (wenn die Auslegung raffiniert ist reicht da auch ein Riemen) und dann 2:1 mit dem Flachriemen.
Konkreter Dimensionierungsvorschlag:
Keilriemenscheibe am Motor: 100mm Profil 13mm
Keilriemenscheibe Zwischenwelle:500mm Profil 13mm
Flachriemenscheibe Zwischenwelle: 250mm Breite 60mm
Flachriemenscheibe Bärantrieb: 500mm Breite 60mm
Zum Thema Zwischenwelle sieh dir mal die Bilder von meinem Hammer genau an, oberhalb des Motors findest du meine Zwischenwelle. Sie ist leider unumgänglich, da 10:1 in einer Stufe riiiiesige Scheiben bräuchte.
MfG
newtoolsmith
Bei meinem Federhammer ca. 35-40 Kg Bärgewicht ist ein 3,5kW Motor mit 930 Umdrehungen angeflanscht.
Ohne jetzt nachzumessen hat die Scheibe auf dem Motor ca. 14 cm durchmesser, die Riemenscheibe am Hammer ca. 60 cm.
Beim 100 Kg Lufthammer sind es 11 KW.
Peter
newtoolsmith
19.01.05, 23:51
Hallo Claymore,
Danke für die Info, dann lag ich mit den 4kW schon richtig. Aber welche Nenndrehzahl hat denn der Motor deines Federhammers? Ist das ein 750 1/min Drehmomentriese? Mit i=3:1 wären das immer noch 250 Schläge pro Minute, verdammt schnell, oder?
MfG
newtoolsmith
Dank dieses Beitrages sind die meisten Fragen bez. des Umbaus meines Federhammerveteranen beantwortet. Werde folgendes machen:
Der bestehende Fußbügel wird ersetzt. Künftig wird beim Heruntertreten die Bremse gelöst und eine Spannrolle spannt den Treibriemen. Zum Einsatz kommt der 4 KW-Motor. Habe noch eine Riemenscheibe aus Vollmaterial mit 50 mm Durchmesser und 60 mm Breite entdeckt. Das Antriebsrad hat 450 mm Durchmesser. So ergibt sich eine Untersetzung von 9:1. Bei einer Nenndrehzahl von 1410 1/min ergeben sich also 157 Schläge pro min. Auf diese Weise hoffe ich, dass ich keine aufwändige und vor allem platzfressende Transmission einbauen muß.
Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet ist die Fundamentierung. Der Betonboden am geplanten Aufstellort ist ca. 15 cm stark, nicht armiert und von eher schlechter Qualität. Der Amboss der Maschine wiegt ca. 90 kg und ist separat zu montieren. Vielleicht kann mir noch jemand einen Tip hierzu geben.
Viele Grüße
Volund
Wenn du die Möglichkeit hast bringe ein Stabiles Fundament unter den Hammer.
Am platzsparandsten im boden.
Wenn das nicht möglich ist, sollte eine Betonplatte (so massiv wie möglich) auf die du den Hammer stellst und veschraubst genügen.
Wichtig dabei wäre die Platte vom eigentlichen Boden zu trennen.
Dazu gibt es spezielle Dämpfer eigens für diesen Zweck.
Oder die im Maschinenbau benutzten Schwingungsdämpfer.
Wenns billig sein soll/Muss, selbstgefertigte Gummidämpfer (z.b. aus alten autoreifen)
Damit verhinderst du das Schwingungen an den eigentlichen Boden abgegeben werden (zumindest ein Teil davon)
Peter
newtoolsmith
24.01.05, 16:13
Hallo Volund,
Ich kann Claymore nur beipflichten.
Deine 15cm Bodenplatte wird bestimmt bröseln. Wenn du die Möglichkeit hast, würde ich dem Hammer ein eigenes Fundament von 1,5m*1,5m Grundfläche und mindestens 0,5m dick. Reichlich Stahlarmierung kann nicht schaden.
MfG
newtoolsmith
Hallo erst mal an alle.
Tja ich bin der neue hier mein Name pacomp.
diesen tread und eigentlich alles was mit dem eigenbau von federhämmern zu tun hat,verfolge ich schonn seit einiger zeit.Da ich diesem hobby auch frönne,bin ich endlich HIER fündig geworden.
Zurück zum thema anhand der vorherigen Beiträge,denke ich das mann hier gut aufgehoben ist bei all denn Fachlichen antworten , hätte ich da gerne mal ein paar meinungen zu meinen vorhaben(federhammerbau).
Der aufbau wie bei newstools hammer
hammergewicht etwa 4-5 kilo
die antriebsmechanick (darum gehts eigentlich)hätte ich aus einer mechanischenbügelsäge anzubieten,da ich an dreh arbeiten nicht kosten günstig rannkomme.
Wie wäre denn da die belastbarkeit?
newtoolsmith
26.01.05, 00:31
Hallo pacomp,
Die Idee mit der Bügelsäge ist zwar nicht schlecht, aber diese Geräte laufen nur mit vielleicht 60 Hüben pro Minute. Das ist viel zu wenig. Gerade bei einem geringen Hammergewicht ist eine höhere Schlagzahl sinnvoll. Die Umformleistung bleibt sonst auf der Strecke. Bei nur 5kg würde ich intuitiv etwa 250 Schläge pro Minute anstreben.
Die Stabilität der Mechanik kann durchaus gegeben sein, das kommt halt auf die Maschine an. Vielleicht kannst du die Schlagzahl ändern indem du die Übersetzung variierst oder einen schnelllaufenden Motor einbaust. Bügelsägen sind meist per Keilriemen von einem langsamlaufenden Motor (750 oder 1500 1/min im Leerlauf) angetrieben.
Beispiel: D
Den 750er Motor durch einen 3000er ersetzen und schon sind aus 60 Hüben pro Minute 240 geworden.
Schau mal nach, was sich da machen lässt.
MfG
newtoolsmith
Badger1875
26.01.05, 08:21
Mal ´ne ganz andere Lösung:
besorgt Euch vom Schrottplatz eine kleine, starre Hinterachse mit Differential, einen E-Motor, ein paar passende Stahlträger,- platten, und sonstige Kleinteile....
Bodenplatte, darauf senkrecht angeschweißt ein Doppel T - Träger, auf dem Träger oben montiert die Achse und passend darunter den E-Motor. Die Kraftübertragung vom Motor zum Kardananschluß über Riemenantrieb.
An die eine, nach vorne zeigende Bremstrommel wird mit einem Radbolzen der nach unten hängende Bär beweglich aufgehängt, zwischen Bremstrommel und Bär wird zur Minimierung der Erschütterung ein PKW-Stoßdämpfer eingebaut und das Schlagstück (oberer Gesenkhalter) wird gleitend auf einer Schiene befestigt. Unter dem Bär wird passend ein Amboßstück (massives Rund-, oder Vierkantmaterial gestellt, ebenfalls mit einer Aufnahme für das untere Gesenk.
Die Geschwindigkeit der Schläge lässt sich über ein Fußpedal und einem Handbremsseil, welches an der hinteren (freien) Bremstrommel angehängt wird. Durch die Eigenschaften des Differentialgetriebes wird beim Bremsen der freien Achsseite die andere Seite in Rotation versetzt und durch die exzentrische Aufhängung des Bärs eine Auf- und Abbewegung erzielt. Die brachiale Härte der Schläge wird durch den eingebauten Stoßdämpfer etwas gemildert und Alles in Allem lässt sich die Geschichte auch recht brauchbar regeln.
Sollte jemand eine Skizze haben wollen: mailt mir doch mal, ich werde dann sehen was ich machen kann.
Was fällt Euch denn hierzu ein?
Badger
newtoolsmith
26.01.05, 09:54
Hallo badger1875,
Die von dir beschriebene Methode wurde schon oft umgesetzt. Schau zum Beispiel mal hier:
http://anvilfire.com/power/jyh-cat.htm
Nur die Sache mit dem Stoßdämpfer sorgt bei mir für zittrige Hände. Ich kann es nicht mit ansehen, wenn Energie sinnlos vernichtet (richtiger: unwiderbringlich in Wärme umgewandelt) wird. Ein Federelement zum Werkstückdickenausgleich und die Regelung des Energieeintrags durch einstellbare Erregerfrequenz sagen mir doch mehr zu.
Geizhälse könnten argumentieren, dass man die im Dämpfer absorbierte und vorher vom Elektromotor aufgenommene Energie schliesslich bezahlen muss.
Mich stört schlichtweg das sch**** Prinzip.
MfG
newtoolsmith
Badger1875
26.01.05, 12:03
Hi Newtoolsmith,
gut erkannt, ich habe dieses Teil schon vor ein paar Jahren bei Jock Dempsey gefunden und war ob seiner Schlichtheit und Einfachheit in der Konstruktion begeistert!
Jock hat in den Jahren danach noch ein paar Änderungen vorgenommen (der Stoßdämpfer ersetzt eine vorher eingebaute Feder, der Amboß war mal ein Motorblock usw. ...), aber im Prinzip blieb alles gleich.
Ich für meinen Teil finde die Konstruktion sehr gelungen und sehe auch das Problem mit der "verschwendeten" Energie nicht so eng, da die Anschaffungskosten sehr gering sind.
Ein Schmiedehammer im herkömmlichen Sinn, egal ob als Feder-, oder Lufthammer, kommt bei mir nicht in Frage, selbst ein Fusstritthammer stösst mit seiner noch sehr geringen Masse, bei mir zuhause in meiner Werkstatt an die Grenzen der Statik meines Wohnhauses (ich wohne in einem ca. 100 Jahre alten Bauernhaus und meine Schmiede befindet sich dort im umgebauten Kuhstall): das Haus steht direkt am Hang und über das Fundament kann ich nicht unbedingt viel sagen, aber mein Amboß stand früher auf einem soliden Stammabschnitt, beim Schmieden dröhnte es jedoch im ganzen Haus. Die Lösung brachte dann eine extra angefertigte Stahlkiste mit Sand gefüllt und das Dröhnen war weg. All diese Gründe haben mich jetzt dazu bewegt, mir eine hydraulische Presse zu bauen, angeregt durch Uli Hennicke, der mir dies Idee in den Bauch gebar :ahaa:
Ich bin gerade am recherchieren nach Quellen für das ganze Hydraulikzeug. Eine neue Presse fertig zu kaufen, kann ich mir momentan nicht leisten und selbermachen hat ja auch seinen Reiz. Der Vorteil der Hydraulik liegt in der extrem leisen Handhabung, der Erschütterungsfreiheit und der doch relativ hohen Umformkraft ohne jegliche körperliche Anstrengung, also genau das richtige um meinem Bauch noch ein wenig zu züchten :argw:
Achso, bevor ich es vergesse: wenn jemand was Passendes für mein Vorhaben übrig hat, kann er es mir ja mal anbieten!
Badger
newtoolsmith
26.01.05, 16:46
Hi Badget,
Ein Problem sehe ich in den Stoßdämpfern nicht, jedoch vielleicht einen "konstruktiven Ausrutscher". Das ist nicht so böse gemeint wie es klingt, immerhin funktioniert es. Es geht nur halt besser, man könnte sagen ingenieursmäßiger.
Eine hydraulische Schmiedepresse würde mich auch reizen, aber ich weiß nicht woher ich die Pumpe, das Ventil und den oder die Zylinder bekomme. Bei uns auf dem Schrott ist Hydraulik Mangelware.
Das Prinzip wäre denkbar einfach: Ein stabiler O-Rahmen (120mm*10mm U- oder H-Träger) trägt oben ein Gesenk und unten den Zylinder. Beim betätigen des Ventils fährt der Zylinder aus und drückt das untere, an seiner Kolbenstange montierte Gesenk nach oben. Bringt man das Ventil in ruhestellung, so wird der Zylinder durch eine Zugfeder (z.B. Garagentorfeder) zurückgezogen. Das Öl fließt dann in den Vorratsbehälter zurück.
Natürlich braucht das untere Gesenk eine Längsführung, die ein verkanten ausschliesst.
Lass mich von deinem Erfolg oder Misserfolg bei der Materialsuche wissen.
Wie wäre es übrigens, für dieses Thema ein neues selbiges zu eröffnen?
MfG
newtoolsmith
Badger1875
26.01.05, 17:15
Hi Badget,
Ein Problem sehe ich in den Stoßdämpfern nicht, jedoch vielleicht einen "konstruktiven Ausrutscher". Das ist nicht so böse gemeint wie es klingt, immerhin funktioniert es. Es geht nur halt besser, man könnte sagen ingenieursmäßiger.
Bei Jock Dempsey ging es in erster Linie um "Aktiv-Recycling" und das hat er auch geschafft: alle Teile dieses Hammers waren vom Schrott, bis auf das Gesenk, aber ich glaube mich sogar zu erinnern, das Rohmaterial war auch vom Schrott, zumindest beim Original!
Eine hydraulische Schmiedepresse würde mich auch reizen, aber ich weiß nicht woher ich die Pumpe, das Ventil und den oder die Zylinder bekomme. Bei uns auf dem Schrott ist Hydraulik Mangelware.
Ich bin gerade bei einem Lieferanten dran, der neue Hydraulikteile (mit Garantie und ohne krumme Dinger) zu einem sehr günstigen Preis anbietet: die Motor- und Pumpeneinheit mit 4kW Leistung für rund 300 €, da bin ich gerade am Rudern :haemisch:
Das Prinzip wäre denkbar einfach: Ein stabiler O-Rahmen (120mm*10mm U- oder H-Träger) trägt oben ein Gesenk und unten den Zylinder. Beim betätigen des Ventils fährt der Zylinder aus und drückt das untere, an seiner Kolbenstange montierte Gesenk nach oben. Bringt man das Ventil in ruhestellung, so wird der Zylinder durch eine Zugfeder (z.B. Garagentorfeder) zurückgezogen. Das Öl fließt dann in den Vorratsbehälter zurück.
Mit einem Vierwege-Ventil kann man schon auf die Federrückholung verzichten, das Ventil kostet nur unwesentlich mehr.
Natürlich braucht das untere Gesenk eine Längsführung, die ein verkanten ausschliesst.
Dazu habe ich mir auch schon ein paar gedanken gemacht und bin auch schon am Zeichnen, aber da ich noch einen "normalen" Beruf habe, steht das etwas weiter hinten :(
Wie wäre es übrigens, für dieses Thema ein neues selbiges zu eröffnen?
Das habe ich mir auch schon überlegt, aber jetzt muß ich das Teil erst mal soweit haben, damit ich überhaupt mal mitreden kann: Hydraulik ist für mich momentan noch ein Buch mit 700 (!) Siegeln. Vielleicht hab´ ich ja hinterher mehr los und ich weiß dann von was ich rede! :ahaa:
Da ich im erlernten Beruf "nur" ein einfacher Kommunikationselektroniker bin, und mir das Schmieden und Messermachen als Autodidakt, mit ein paar kleinen Hilfestellungen von Profis, selbst beigebracht habe und es heute noch nicht richtig kann, wird das wohl noch ein Weilchen auf sich warten lassen :cool: :cool: :cool:
Nichts desto trotz, kann ich ja mal hier über meine Erfahrungen mit dieser neuen Materie berichten, vielleicht interessiert es ja den Einen oder Anderen, oder es kommt ungeahnte Unterstützung! :steirer:
Grüße aus dem (ehemals) sonnigen Süden
Badger
Hallo pacomp,
Die Idee mit der Bügelsäge ist zwar nicht schlecht,
Danke erst mal für die info newtoolsmith.
An der übersetzung lässt sich schonn was machen. Die ist 1:2 über flachriemen,dann noch zwei mal über zahnräder.Macht dann bei 750 Umrehungen die besagten50-60 Hübe.
die zahnradmechanik sieht sehr solide aus,sollte die drehzahlerhöhung eigentlich verkraften. Stellt sich nur die frage des hubes die bei der säge etwa 20cm sind,die werde ich dann ändern müssen.
pacomp
Ist es eigentlich egal ob man einen Stahl mit einem Hammer oder mit einer Presse bearbeitet ?
Link
newtoolsmith
27.01.05, 00:23
Hallo link,
Ob du hämmerst oder presst ist im ''Prinzip egal. Hämmern ist halt bei kleinen Werkstücken stärker verbreitet und ist auch etwas schneller. Große Werkstücke werden fast immer hydraulisch in Form gedrückt.
Hydraulisch bei großen Schmiedestücken deswegen, weil man riesige Hämmer bräuchte, die unbeherrschbare Erschütterungen hervorrufen würden.
MfG
newtoolsmith
newtoolsmith
27.01.05, 00:27
Hallo pacomp,
Der Hub lässt sich sehr einfach durch die Änderung des Excenterzapfens verringern. Bei aktuell 200mm Hub sitzt er folglich 100mm aus der Mitte. Ändere die 100mm auf z.B. 60mm und schon hast du aus 200mm Hub 120mm gemacht.
MfG
newtoolsmith
Hab mir die sache auch so gedacht.Nun werd ich mal sehen wie schnell die Idee bei mir umzusetzen ist.Meinen Dank noch mal an dich Newstoolsmith und ich hoffe das ganze bleibt weiterhin so aktiv hier.
pacomp
Hallo, super hammer!
du schreibst, dass du Wellenmaterial genommen hast. Was steckt da an Stahl drin eher Baustahl oder eher Werkzeugstahl ?
Gruß Bärtram
P.S. wie Laut ist dein Hammer denn so ?
Hi
Gratuliere zur tollen Maschine newtoolsmith :super:
Die Hämmer scheinen in Trend zu liegen, den wies der zufall so will hat Dani Gentile letzten Monat ebenfalls einen zusammengebaut. Er hat seine Baupläne unter http://www.roninknives.com/the_craft/krusty.pdf als PDF ins Netz gestellt. Wie er mir erkläre benutzt er eine Umlenkrolle die den Treibriemen mehr oder weniger spannt zum regulieren der Schlagfrequenz und ist sehr zufrieden damit. Bilder und erste Testvideos hat er unter http://www.roninknives.com/krusty/ online gestellt.
Gruss
Noob
newtoolsmith
10.03.05, 12:15
Hallo Bärtram, hallo Noob,
geht es um das Wellenmaterial von Hammer und Amboss?
Keine Ahnung, was das für ein Stahl ist, in der Wärmeeinflußzone der Schweißnähte kann man allerdings nicht mehr bohren, wie ich feststellen musste. Die Stellen haben also eine gewisse Härte angenommen.
Der Hammer ist schon recht laut, nicht so dass man Ohrenstöpsel bräuchte, aver auch nicht flüsterleise. Da er aber nur eine Minute am Stück läuft, so lange dauert das Ausrecken eines 30*30*100mm Pakets, ist der Lärm nicht so schlimm. Bis jetzt hat noch kein Nachbar gemeckert.
Danke übrigens für das Lob.
MfG
newtoolsmith
Hallo Bärtram, hallo Noob,
Danke übrigens für das Lob.
MfG
newtoolsmith
Gerne geschehen, mit Lob soll der "Ideenübernehmer" ja nicht sparen.
Gruß Bärtram
Hallo,
bei einem elektronischem Kaufhaus mit vier Buchstaben stehen zur Zeit mehrere "Presse, Werkstattpresse, Hydraulikpresse, 15 t NEU" Rahmen zur Verfügung. Das Prinzip ist sehr einfach und läßt sich bestimmt für die nichtseßhaften gut einsetzen. Es müßte allerdings ein Elektrisch betriebener Kolben eingesetzt werden, da man sich sonst mit einem normalen Wagenheber einen Wolf pullt. Bei den evtl. verwendeten Federn kann man dann auch auf ein einfaches Ventil zurückgreifen.
Gruß
Uli
newtoolsmith
01.10.05, 17:50
Hallo Schmiedefreunde,
scheiden tut weh.
Da meine Schmiedeecke umzieht und am neuen Standort kein Platz für meinen Federhammer ist, wird er verkauft.
Ein echt mulmiges Gefühl.
Wer interesse hat ahnt bestimmt schon wo er suchen muss.
MfG
newtoolsmith
@ Newtoolsmith,
sehr schönes Teil das Du da loswerden willst, aber bist Du Dir sicher den wirklich zu verkaufen? ich habe mir vor etlichen Jahren einen Fußtritthammer nach Schmirler angefangen zu bauen und durch einen Firmenwechsel nicht dran weitergemacht. Irgendwann habe ich ihn dann einem Freund gegeben, da ich keinen Platz für das Teil hatte.
Mittlerweile bin ich Hausbesitzer mit einem kleinen Schuppen nebendran und er ist wieder zu mir zurückgekehrt. Zwar liegt er noch zerlegt auf dem Dachboden, aber ich werkele immer ein Stück weiter an meiner eigenen Schmiede. Irgendwann wird er dann, so hoffe ich, an seinem vor Jahren bestimten Ort stehen.
Worauf ich eigentlich hinauswill, zerleg ihn in seine Einzelteile und leg ihn irgendwo auf Halde. Denn zum Verkauf ist er zu schade.
Gruß
Uli
newtoolsmith
01.10.05, 23:16
Hallo Almerich,
im Grunde hast du damit natürlich Recht, zumal ich nicht mit einem sensationellen Erlös rechne. Wenn ich die aufgewendeten Material- und Stromkosten wieder herein hole kann ich schon zufrieden sein. Der Erlös wird in die Einrichtung des neuen Standortes fließen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich einem Freund sehr danken, der mir nach Kräften einen Unterschlupf zur Verfügung stellt, der zwar den alten nicht ersetzen kann aber mit kleinen Einschränkungen den Fortbestand meiner Schmiede ermöglicht.
Leider habe ich nicht genug Platz um den Hammer einzumotten. Mir kam auch schon der Gedanke, das Teil dann irgendwann wieder zu reanimieren. Geht leider nicht.
So schwer die Trennung auch fällt tröste ich mich mit dem Gedanken, mir bei Bedarf einen neuen Hammer bauen zu können.
Bietet also, Freunde, was das Zeug hält...
MfG
newtoolsmith
Hallo Newtoolsmith,
dann würde ich sagen Fotographiere das schöne Stück noch aus allen Lagen heraus und mach Dir und uns ein paar Zeichnungen mit den dazugehörigen Abmessungen :super: bevor er ganz aus Deinem Horizont verschwindet.
Gruß
Uli
newtoolsmith
08.10.05, 15:56
Hallo Schmiedefreunde,
gleich ist es so weit, der Hammer kommt unter den Hammer.
Schluchz!
Hoffentlich ist es einer von euch, der den Zuschlag erhält, dann bleibt das Baby wenigstens in der Familie!
MfG
newtoolsmith
Wolfgang Schust
22.02.07, 17:09
Hallo newtoolsmith,
ich habe da mal eine Frage. Wie hast du das mit der Linearführung am Federhammer technisch umgesetzt. Ich hätte gerne ein paar Bilder dazu.
wolfgangschust@gmx.de
Danke
freunde ich habe letztens einen muskelkraftbetriebenen schwebehammer
gebaut welcher mir seit einigen monaten als zuschläger dient,
wegschenkbar, zum traditionellen zugang zum amboss, mit 400mm
platz zwischen amboss und bär, die leistung entspricht ungefähr der eines mannes mit 5 kg zuschläger. das ganze an den 200 kg amboss angeflanscht.
würde mich sehr über veröffentlichungen ähnlicher projekte freuen.
unsel
freunde ich habe letztens einen muskelkraftbetriebenen schwebehammer gebaut
Zeigen, zeigen!
Hallo unsel,
gibt es Bilder von dem Teil? Wie sieht so etwas aus?
Danke
Manfred
hi im messerforum.
hab mich vor etlichen jahren mit dem schmiedevierus infiziert, und letztes jahr im herbst ist die krankheit dann vollends ausgebrochen.
da ich mit meiner typischen schmied-gestalt (170cm/70 kg, handschuhgröße 8) und immer alleine in meiner schmiede, manchmal ein wenig schwer tat, hab ich mir einen federhammer gebaut. basierend auf einer winkelfeder auf einem I-Träger rahmen, wird ein 35kg bär von einem 2,2kw motor mit 200 schlägen/minute bewegt. die schabotte wiegt ca. 150 kg und ist mit dem rahmen verschraubt. das ganze teil steht auf 10mm gummi (vom alten förderband) und ist dadurch recht gut gedämpft. zur frage vom wolfgang: linearführung: am bär sind 2 rollen montiert, 1 über und eine unter der feder. zwischen feder und rollen gibts einige lagen teflon und leder. die bärführung besteht aus teflonplatten. entspricht zwar nicht der alten tradition, aber gleitbronze oder guß ist für einen bastler ja unerreichbar.
stell gerne zeichnungen und bilder zur verfügung, wenn`s wen interessiert. bräuchte aber eine adresse wo ich das ganze hinschicken kann.
lg vom schmiedefeuer
walter
....ich habe letztens einen muskelkraftbetriebenen Schwebehammer gebaut, welcher mir seit einigen Monaten als Zuschläger dient, wegschenkbar, .....
Das finde ich großzügig! Wenn Du Dich entschließt, ihn wegzugeben, möchte ich mich hiermit gern als Empfänger anbieten.
Gruß
sanjuro
hallo freunde ,für alle abonnenten der metallgestalter zeitschrift hephaistos, ist der hammer in der ausgabe 7/8 2006 seite 39 in einem von mir verfassten artikel, kurz beschrieben, anbei ein nicht allzu aussagekräftiges foto, weswegen, ich geradeeben mit einem der nachbarjungs tel. habe welcher mir versprach mir morgenabend behilflich zu sein, ein foto, oder evtl. eine animation,an dieser stelle zu zeigen.
bin leider schneller mit der schweisszange als mit dem pc.
bis dann, unsel
Hallo unsel,
da haben Dich die Nachbarjungs wohl stark ver- ...scht.
Klick doch mal selbst auf Deinen eingestellten Link.
Servus
Manfred
Du hast wohl recht, also den Link nicht anklicken, Bilder folgen schnellstmöglich.
grüsse Unsel
newtoolsmith
27.02.07, 08:25
@Wolfgang Schust:
Den Hammer habe ich nicht mehr und auch keine Bilder.
Sobald ich die Zeit finde mache ich mal ne Skizze.
Hier findet ihr Details meines Zuschlägers
http://www.messerforum.net/showthread.php?t=41500
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