Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gefährliche Materialien/sonstige Gefahrenquellen in der Werkstatt
Wolfgang Dell
29.12.00, 20:43
Hatte neulich mit Raimund eine kleine Unterhaltung wegen der Gesundheitsgefährdung durch diverse Materialien. Vor einiger Zeit war in einer am. Zeitschrift "BLADE" oder "KNIVE", weiß ich nicht mehr eine tolle Abhandlung über dieses meiner Ansicht nach wichtige Thema. Wer kann sich erinnern? Bitte mitteilen, damit wir Auszüge hier mitteilen können. Aus meiner Zeit als Fugmodellbauer kenne ich da noch einiges:
z.B.
- Epoxydharze und hier besonders die Härter,
gehen voll an die Leber, weren auch durch die Haut aufgenommen, deshalb immer Hanschuhe tragen.
- Glasfaserstoffe, hier ganz besonders gefährlich Kohlefaser!! Werden eingeatmet und zerstören irreparabel die Lungenbläschen. Also beste Feinstaubfilter-Masken verwenden. Ganz wichtig eine Absauganlage. Das Beste was ich da bisher gesehen habe hat Wolf installiert!
- Alle Säuren, nur im Freien verwenden und nur mit Handschuhen und Maske.
- nahezu alle tropischen Hölzer sind giftig wenn sie geschliffen werden! Ganz besonders Cocobolo! Also immer eine Schutzmaske und Absaugung.
- Besonders gefährlich sind Muscheln, hervorzuheben ist Abalone, der Staub ist als hochgiftig eingestuft. Fragt mal Siegfried Rinkes! Damit gab es schon Todesfälle! Der Staub ätzt die Schleimhäute.
- Auch beim Bearbeiten von Horn, Mammut, Elfenbein, immer Schutzmaske tragen!
- Auch unser Lieblingsmaterial..der Stahl birgt Gefahren, mikrofeiner Staub setzt sich in der Lunge ab.
- Hochexplosiv und gefährliche Dämpfe erzeugend ist: Nitroverdünnung, Aceton und Waschbenzin.
Wer kennt noch mehr? Das ist alles kein Witz, das Leben ist zwar gefährlich an sich, aber man kann ja die Risiken etwas minimieren!
Gruß
Wolfgang
Hallo Wolfgang,
darüber habe ich mir bisher noch gar keine Gedanken gemacht.
Dass der Schleifstaub von Wüsteneisenholz nicht der gesündeste ist habe ich schon einmal irgendwo gelesen - aber all die anderen Werkstoffe ...
Gibt es irgendwo im Netz eine Aufstellung über die gesundheitsschädlichen Hölzer?
Gruß
Kai
Wolfgang, danke, gute Hinweise.
Vielleich sollte man sich mal mit den Berufsgenossenschaften in Verbindung setzen, die haben doch im Allgemeinen Tabellen für MAK (maximale Arbeitsplatzkonzentrationen) und Bearbeitungshinweise.
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herbert
Tough and Hard = Steel
Hallo Forumianer,
ich will mich über euer aktuelles Thema wirklich nicht lustig machen, aber: Hat schon mal jemand von Euch den Bericht über Bob Terzuola im MesserMagazin genauer angeschaut? Da sind einige Kleinigkeiten im Hintergrund, die ich auch als gesundheitsgefährdend einstufen würde, und das in einer Werkstatt! Wäre in Deutschland und auch Österreich wohl undenkbar (KWKG).
Nur als kleine Anmerkung zum Thema
Sascha
Wolfgang Dell
31.12.00, 15:26
Aha, ich hoffe, daß mein zweiter Versuch eine Antwort zu erstellen nun klappt (immer diese erneute Eingabe von bla bla, nervt)
Sascha du meinst Heft 4, Seite 34!!
Das sind Geräte, was für welche denn? Aber wenn er die nicht benutzt sind sie harmloser als Nitroverdünnung!!! oder ein Putzlumpen der mit Waschbenzin getränkt zusammengerollt in den Müll geworfen wird!!!(Selbstentzündung).
Hey, da du so ein gutes Gedächtnis hast, kennst du zufällig auch das Heft (Knife, Blade?) von dem ich gesprochen habe? Sonst muß ich halt doch noch alle Jahrgänge mal durchforsten (stöhn).
Tschau und noch mehr Schnee für Euch.(wegen des Sports)
Wolfgang
Generell würde ich vor halogenierten (mit Fluor, Chlor, Brom, Iod) organischen Chemikalien, besonders Lösungsmitteln, warnen. Die sind üblicherweise krebserregend. Lösungsmitteldämpfe in der richtigen Konzentration könne auch gewaltige Explosionen verursachen.
Das mit den Säuren sehe ich als relativ ungefährlich http://www.messerforum.net/ubb/smile.gif Wirklich unangenehm sind Säure-und Laugenverätzungen der Schleimhäute und Augen (Augendusche ist empfehlenswert), ansonsten kann man die meisten üblichen Säuren (Mineralsäuren wie Schwefel-, Salz-, Salpetersäure, Eisessig etc.) beinahe immer schnell genug unter Wasser verdünnen, um Schäden zu verhindern. Säure- und Laugendämpfe (leicht flüchtige Säuren/Laugen) sind sehr gefährlich (rasche Schleimhautverätzungen, Lungenschäden). Flußsäure (HF) verursacht häßliche, sehr schwer heilende Verätzungen aufgrund der Störung des Calciumstoffwechsels in der Wunde.
Lustig sind auch Staubexplosionen (z.B. fein und in der richtigen Konzentration verteilte Holzstäube). Glauben die meisten Leute erst, wenn sie mal eine explodierte Bäckerei (Mehl)od. Tischlerei (Holzstaub) gesehen haben. Feuerlöschmittel der Brandschutzklasse D (Metallbrände) würde ich auch empfehlen.
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judge
"Every tool is a weapon if you hold it right" - Ani Difranco
Wolfgang Dell
03.01.01, 14:45
Hallo Judge, richtig, prima Hinweis von dir, die Staubexplosionen. Wichtig ganz besonders für jene Forumianer, die wie ich auch noch Wiederlader sind!!! Werkstatt vor dem Laden gründlich reinigen, vom Holz- und Metallstaub, noch besser ist ein separater Raum, aber das scheitert sicher häufig am verfügbaren Platz (die Kartoffeln müssen ja irgendwo gelagert werden).
Danke für weiter nützliche Hinweise!
Wolfgang
Hallo.
Ich denke, dass dieser Beitrag wichtige Informationen beinhaltet, die für jeden von uns wichtig sind.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ein Moderator dafür sorgen könnte, dass dieses Thema immer das erste vom Messermacher Treff ist. (Er war auf seite 24)
Auch ich habe schon diverse Hölzer. Abalone usw. geschliffen, ohne Atemschutz. Staubexplosionen sind normalerweise keine grosse Gefahr, weil extrem viele Staubpartikel in der Luft sein müssen.
Doch wenn es dennoch passiert, kann die ganze Werkstatt in die Luft fliegen. Und man soll niemals nie sagen, also wirklich immer die Werkstatt halbwegs sauber halten.
Zu den Staubschutzmasken: Reichen diese billigen dinger aus( Weiss, sieht aus wie dünner gepresstre Filz)?
Hallo Tim,
zu den Staubschutzmasken. Die einfachen Staubschutzmasken reichen eigentlich nicht aus.
Da z.B. Eichen- und Buchenholzstaub als krebserzeugend eingestuft ist, sollte eigentlich eine Maske verwendet werden, die für solche Stäube zugelassen sind.
Normalerweise steht das auf den Masken und auf den Verpackungen drauf.
Wenn ich mich nicht allzusehr irre, ist die bezeichnung FFP 3, die Klassen 1 + 2 sind nicht ausreichend.
Gruß
Christoph
Hallo,
Lappen mit denen man überschüssiges Holzöl (Leinölfirniss u.a.) abgewischt hat, können sich selbst entzünden. Solche Lappen sollte man wässern und ausgebreitet (am besten im Freien) trocknen lassen. Besonders im Zusammenhang mit Holzstaub/Spänen ist das nicht besonders lustig. :angst:
Beste Grüße,
Oliver
Hmm, mal sehen was mir noch einfällt.
Mineralische Stäube. Stäube von Knochen, Elfenbein, Hirschhorn, Perlmutt, Kunststein etc., aber auch die Stäube der von uns verwendeten Schleifmittel (Bandschleifer!!) verursachen Silikose (Steinstaublunge) und eventuell auch Lungenkrebs. Nicht zu vergessen die keramischen Isoliermassen von Gasschmiedeöfen.
Hölzer. Neben den mechanischen Wirkungen (siehe vor, Silikose) sind manche Hölzer schwer allergen (bestes Beispiel: Cocobolo). Andere sind direkt hoch toxisch. Hierzu zählen vor allem Eibe, Buchsbaum, Goldregen und Oleander. Bei ausreichender Dosierung bringen die Stäube dieser Hölzer einen direkt um. Vor allem Oleander ist extrem gefährlich.
Färbemittel wie Brünierungen, Gun Blue oder Pariser Oxyd enthalten Selen und Arsen in erheblichen Mengen. Fallen Euch Haare und Zähne aus, lohnt der Gang zum Arzt nicht mehr.
Rostfreie Stähle sind lungengängig und bauen sich kaum ab. Das enthaltene Chrom ist ein sehr giftiges Schwermetall dessen Derivate zum Beispiel die Darmwände zerfressen.
Stäube von Hartmetallteilen sowie von Talonit oder anderen Stelliten verursachen die sogenannte Schwermetallkrankheit, eine oft tödliche Lungenerkrankung.
Toxische Gase, wie verdampfter Schwefel, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid, Zink, Zinkoxid, Blei oder Andere, die in der Schmiede auftreten sind auch nicht ohne und können gegebenenfalls direkt töten.
Unklar ist, welche Gefahren bei Verwendung von Bauteilen tierischer Herkunft von biologisch wirkenden Dingen ausgehen. BSE/Creutzfeld Jacob durch das Schleifen von Kuhknochen? Denkbar. Übertragung von Bakterien oder Viren aus getrocknetem Blut bei Hirschhorn oder anderen Hörnern? Möglich.
Alles in Allem sollte man die Finger von der Messermacherei lassen.
:D
Achim
wenn man diesen beitrag so liest, bekommt man es ja richtig mit der angst zu tun! :angst:
gelten obig angeführte stoffe nur in extrem hohen konzentrationen als extrem gesundheitsschädlich, oder reicht es auch schon wenn ich mal eine griffschale ohne atemschutz schleife um mein krebsrisiko zu erhöhen?
ich denke, das die wenigsten die messer als hobby herstellen täglich in der werkstatt stehen und an gesundheitsgefährdenden materialien herumbasteln. und diejenigen die das professionell machen haben sicher eine "ordentliche" werkstatt die gut genug ausgerüstet ist um das risiko niedrig zu halten. das ist dem hobby-macher in den meisten fällen nicht vergönnt, deshalb meine frage:
ist bei den oben angeführten stoffen eine dauerbelastung notwendig um die gesundheit dauerhaft zu schädigen, oder ob es auch schon reicht sich über längere zeiträume verteilt sich diesen stoffen für kurze zeit auszusetzen.
ich dachte nie das mir mal ein stück holz gefährlich werden könnte...:D
grüße, robert
Wie schon gesagt, manche dieser Sachen können Dich sofort töten. Andere brauchen dafür länger. Auch bei den krebserregenden Stäuben sollte man JEDE Exposition vermeiden.
Vergessen habe ich übrigens viele der Maschinen, die entweder, wie Poliermaschinen oder Lufthämmer, mit den Werkstücken um sich werfen können oder, wie im Prinzip alle sich drehenden Maschinen (vor allem Drehbank, Fräse, Walzwerk und Bohrmaschine) in Verbindung mit weiter Kleidung oder langem Haar auch schon mal einen Arm oder Kopf abgerissen haben.
Ich halt es mit einer gesunden Portion Menschenverstand und mit Erich Kästner:
"Wird’s besser, wird’s schlechter
fragen wir jährlich
seien wir ehrlich
Leben ist immer lebensgefährlich."
Achim
hallo,
mit Sicherheit erzähle ich nichts neues, wenn es um Säuren und Laugen geht, aber mann sollte immer die Säure/Lauge in das Wasser geben, und nicht umgekehrt. Da die meisten Leute sowieso schon verdünnte oder weniger konzentrierte Säuren/Laugen zur Verfügung haben, passiert meistens auch nichts, wenn man es andersherum macht. Aber bei konzentrierter Schwefelsäure könnte das ganze unter Umständen sehr schnell schief gehen. Aber wer verwendet schon standardmäßig 98%-ige
Schwefelsäure zum Messer machen :cool:
Original geschrieben von Tolstoi
Aber wer verwendet schon standardmäßig 98%-ige
Schwefelsäure zum Messer machen :cool:
Bei der Herstellung von allen Lsgn die Stahl ätzen, wurde ich sehr vorsichtig vorgehen. Die Säuren müssen recht stark sein, und meistens auch heiß. Die Verdünnungsvorschriften einzuhalten, ist auch bei Temperaturunterschieden sehr wichtig (Säure aus dem Kühlschrank/ Wasser schon lauwarm), sonst spritzt und schäumt es.:mad:
Und nur weil´s auch mal gut geht, sollten man an der Sicherheit nicht sparen.:hmpf:
hallo Aleena,
wenn jemand 98%-ige Schwefelsäure zum Ätzen benötigt (wird ja sicher
noch verdünnt), dann ist natürlich große Vorsicht angesagt. Auch beim
Umgang mit anderen Chemikalien, bzw. wie Du erwähnt hast (Temperatur-
unterschiede Kühlschrank/Zimmertemperatur) muß man sehr vorsichtig sein. Deshalb kann man nur empfehlen, sich vor dem Umgang mit Gefahrstoffen, auch die nötigen Vorsichtsmaßnahmen für sich (und nicht
zu vergessen Außenstehende) zu treffen.
Gruß
Tolstoi
Zum Thema MAK:
Wer viel und lange gesundheitsschädigenden Stoffen ausgesetzt ist sollte sich selbstverständlich bei der Genossenschaft o.ä. informieren.
Ansonsten empfehle ich Die Merck Chemikalien Datenbank auf CD (http://search.merck.de/s97is.vts?action=View&VdkVgwKey=http%3A%2F%2Fpb%2Emerck%2Ede%2 Fservlet%2FPB%2Fmenu%2F1056490%5FePRJ%2D MERCK%2DDE%5Fpcontent%2Fcontent%2Ehtml&DocOffset=1&DocsFound=6&QueryZip=cd%2Drom%3Cand%3EDatenbank&Collection=www%2Emerck%2Ede&ViewTemplate=merck%5Fview%2Ehts&SearchUrl=http%3A%2F%2Fsearch%2Emerck%2E de%2Fs97is%2Evts%3Faction%3DFilterSearch %26QueryZip%3Dcd%252Drom%253Cand%253EDat enbank%26Filter%3Dflat%255Ffilter%252Eht s%26ResultTemplate%3Dmerck%255Fresults%2 55Fflat%252Ehts%26QueryText%3Dcd%252Drom %26Collection%3Dwww%252Emerck%252Ede%26V iewTemplate%3Dmerck%255Fview%252Ehts%26R esultStart%3D1%26ResultCount%3D10&). Merck ist u.a. ein Chemiekalienhändler, der diese CD aus Werbegründen kostenlos verschickt.
Da findet man die MAKs und alle erdenklichen anderen Daten (z.B: Informationen zur Lagerung) von 12k Chemiekalien, das kann zwar nicht gründlichere Information bei der entsprechenden Stelle ersetzen, ein gutes Nachschlagewerk für den täglichen Gebrauch ist es allemal.
Hilft natürlich bei Geschichten wie Troppenhölzern wenig, den wer weiß schon was da drin ist :-/
Wirklich ein Super Beitrag! Dass viele der aufgezählten Stoffe und Materialien schädlich sind war klar, aber bei einigen anderen war mir das wirklich neu! Zumal ich momentan selbst dabei bin erste Versuche an einem Messer zu wagen.
Hi,
Was nützt mir der MAK Wert?
Ich kanns doch eh nicht messen, oder?
Bei mir auf der Arbeit kommen immer die Elektriker mit ihrem scheiss Platinenmaterial in die Werkstatt und ich hab hinterher den Glasfaserstaub überall rumfliegen.
Mehr als lüften und fegen kann ich ja nicht machen.
Und bald ist Winter, da erfrieren alle Elektriker sofort, wenn man das Fenster auf macht!
Zorro
MAK als Richtwert, Zu Informationszwecken nicht als Allheilmittel! Wenn da für ne Substanz steht 10000kg/m³ kannst du wohl davon ausgehen, dass nix passiert.
Gegen den Staub konkret gibt es sicher Absauganlagen, die über dem Arbeitsplatz/ der Arbeitsfläche installiert die Belastung wesentlich verhindern, aber dazu kann man bestimmt beim Hauptverband der Berufsgenossenschaften (http://www.hvbg.de) und oder bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (http://www.baua.de/) oder bei deiner BG oder beim Bürgerportal Arbeitsschutz NRW (http://www.arbeitsschutz.nrw.de/) (letztere bieten sogar eine Online-Beratung an). Da erfährst du mit Sicherheit von wem du bei dir die Belastung in der Werkstatt messen lassen kannst, und was dann zu tun ist.
Was ich nicht nachvollziehen kann, wenn du (zu Recht) Bedenken hast wegen der Staubbelastung, warum hast du dich da nicht längst drum gekümmrt, oder habe ich da etwas misverstanden?
Hallo Leute,
Auch ich habe so meine Gedanken zum Thema Gesundheit.
Solte mann auch Atemschutz tragen bei dem feilen und mit Sandpapier bearbeiten von Stahl (ATS-34).
Wird das feine metalpulver von der arbeit mit sandpapier von der Haut aufgenommen.
Gibt es billige Absauganlagen die langer halten als einer haushaltstaubsauger. Ich hatte bis jezt zwei mahl kurzschlus vonwege stahlstaub.
Gruss
Gerard:confused:
@Hooger:
Also einen Staubsauger kann man nicht unbedingt empfehlen, da dort bestimmte Partikelgrößen einfach durchgehen und sogar noch wunderbar in die Raumluft verteilt werden.
Atemschutz beim Feilen? Nun ja, ich gehe stark davon aus, daß man beim feilen vermutlich Partikel erzeugt, die so groß sind, daß sie sich nicht in den Lungenbläßchen absetzen. Bzw.: Es wird vermutlich nur sehr sehr wenige Partikel in der Größe geben. Ein Atemschutz schadet aber nie. ;)
Aufnahme über die Haut. Halt ich für eher unwahrscheinlich. Sicherlich gibt es das eine oder andere Schwermetall bei dem das funktioniert. Aber bei den Mengen in unserem Hobby-Bereich? :confused:
Hier noch ein Verweis auf den Sauge niemals funkenschlagendes Material mit dem Staubsauger (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&postid=84833)-Thread.
MfG, Tierlieb
Frischling
17.12.02, 11:02
Als Forststudent weiß ich z.B. dass Stäube von Buche und Eiche z.B.sich in der Lunge absetzte und Krebs erzeugen.
Also bei der Waldarbeit ist das ein Thema, in der Schreinerei auch !
Online-Datenbank informiert über kontaktallergenes Potenzial von Chemikalien (http://www.heise.de/newsticker/data/anw-07.03.03-007/)
... ich fixiere dieses Thema auch mal oben, also bitte insbesondere hier nur sinnhaltige Posting!
Morgen,
habe gehört, das Micarta auch sehr gefährlich sein soll und sich auch in der Lunge absetzt.Soll deshalb auch sofort abgesaugt werden.
Weiss jemand wie sich das mit Kydex verhält? habe in der letzten Zeit einiges davon verarbeitet und konnte mich mach der Bearbeitung mit einem Dremel jedesmal komplett waschen.Bekomme ich das Zeug wieder aus der Lunge? Oder ist das Chemisch so resistant, das es im Körper nichts anstellt?? Ist eine LP schon rausgeschmissenes Geld?:rolleyes:
Um den den Schleifstaub so gering wie möglich zu halten, habe ich einen feuchten Schwamm an meinem Bandschleifer montiert! Er verhindert nicht nur das der Staub herumwirbelt sondern kühlt auch etwas das beschliffene Material!
Zusätzlich habe ich eine Absaugvorrichtung!
Tom
feuervogel69
29.01.04, 15:47
gruselig... ;-) deshalb von mir ein tip aus altbewährter praxis:
goldschmiede aßen früher immer etwas (oder auch mehr) speck (!!) beim arbeiten wenns der giftigen sachen viele waren (besonders schwermetalle und beim löten)!
da so einiges von den chemikalien und schwermetallverbindungen fettlöslich ist half das das zeug zu binden bevor es richtig in den organismus kommt. (half- nicht verhindert!) aber besser als gar nicht...
also bevor die neue absaugsuperhepawasseraufbereitungsmaschi ne kommt- einfach zum fleischer gehen ;-)
lg feuervogel
Oder einfach ne Gasmaskte benutzen.
Zuhause habe ich so ne Gasmaske, wo man mehrere Filter aufeinander stapeln kann, wie z.B. Staubfilter und was gegen Gift. Das Teil is echt praktisch und ich kann es euch nur empfehlen.
[ edit ]
Und denkt neben euch auch noch an die Umwelt...
Wenn schon Maske dann doch lieber einer Lackierer-Maske. Die hat zwei Filter so leicht seitlich, trägt sich angenehmer und dichtet auch sehr gut ab.
Mir persönlich ist Frischluft lieber:)
Grüsse
Sidro
Die ganze Zeit mit Atemschutz zu schleifen, ist doch schon ziemlich Ätzend! Nicht umsonst gibt es dafür im Gewerbe Erschwerniss-Zuschläge von bis zu 25% des Stundenlohnes! Ein Inustriestaubsauger mit vorgeschaltetem Prallabscheider und selbstgebautem Ansaugtrichter+Halterung tut seit längerem bei mir seine Pflicht.
Angenehmer ist es auf jeden Fall. Zumal ich noch Gehöhrschutz trage auch wenn's nicht unbedingt nötig wäre.
MfG Patrick
Weil's noch nicht erwähnt wurde:
Keine ätzenden Substanzen wie Säuren und Laugen in Getränkeflaschen lagern. Auch Giftstoffe sollen nicht in (ehemaligen) Lebensmittelverpackungen gelagert werden. Beides kann sonst leicht zu Verwechslungen und schwersten Verätzungen/Vergiftungen führen.
Außerdem sollten Behältnisse mit problematischen (giftigen/ätzenden) eindeutig Stoffen gekennzeichnet sein. So weiß man immer was drin und wenn doch mal was passiert können durch Dritte geeignete Hilfsmaßnahmen ergriffen werden.
Robert Kraus
16.08.04, 12:06
Hallo Wolfgang, falls jemand mit Leder hantiert: Lederbeizen, -farben und alle dazugehörigen Versiegelungen sind auch nicht besonders gesund, besonders Lederstaub gilt als krebserregend in der Lunge. Lederbeizen gehen auch auf die Leber. Ebenso Lederkleber. Schutzmaßnahme wie in Deinem Beitrag: Masken, Latex- oder ander Handschuhe. Zu Kleber eine Alternative: Hasenleim. Auch da aber im Zweifelsfall Latexhandschuhe benützen. Bei Latexallergie, Latex-freie Kunststoffhandschuhe (Apotheke) kaufen. Grüße Robert
Mit dem Beitrag komme ich zwar so langsam vom "Hölzchen auf´s Stöckchen" aber ist vielleicht trotzdem interessant.
Es geht um die Verwendung von Latex- oder besser Einmalhandschuhen.
im letzten Beitrag wurde diese als Schutz vor Lederbeizen, Farben und Klebern genannt.
Diese Handschuhe haben nur zwei Nachteile, sie weichen die Haut auf wenn sie länger als 10min getragen werden und sie lassen Lösungsmittel durch.
Und genau diese Kombination ist - aufgeweichte Haut und dann Lösungsmittel drauf - sorgt dafür , dass die Lösungsmittel noch schneller in den Blutkreislauf gelangen.
Außerdem gaukeln diese Handschuhe einen nicht vorhandenen Schutz vor und verleiten zu unnachsichtigem Arbeiten. Damit meine ich dass man sich nicht an Tropfen und Spritzern auf den Handschuhen stört, da man ja "Handschuhe" trägt.
Allerdigns benutze ich diese Handschuhe beim Kleben mit Epoxy auch, versuche aber die Tragezeiten so gering wie möglich zu halten.
Gruß Tobi
Latex Handschuhe sind völlig überfordert.
Wenn schon Einweg, dann Vinyl-Handschuhe.
Diese sind sowohl chemisch wie auch mechanisch weitaus belastbarer.
Robert Kraus
21.08.04, 21:49
Danke Tobi, dass mit dem Aufweichen der Haut war mir neu. Gut zu wissen. Wobei ich bisher ausschließlich an Leder gearbeitet habe und dabei sagen wir 20 Minuten mit Lederbeizen (nicht mit Abbeize zu verwechseln!) gearbeitet habe. Ein Durchdringen von diesem Material ist mir nicht aufgefallen, würdest Du auch sofort sehen, weil Deine Finger entsprechend gefärbt wären. Grüße Robert
[luftauge: Nur mal zur Erinnerung: hier sollen keine grundsätzlichen Betrachtungen ausgetauscht oder diskutiert, sondern spezielle Warn- und Vorsichtshinweise zu Material und/oder Werkzeug gesammelt werden - Nicht an Dich gerichtet, Robert] ;)
Ich verwendete zum Abschroten ein ca 1 mm starkes Unterlegblech um Amboss und Schroter zu schonen. Ich war der Meinung, es sei galvanisch verzinkt. Beim 3. Abschroten gab es einen Knall und mir flog irgendetwas sehr heißes um die Ohren. Ich war übersäht mit feinen Metallspritzern, zum Glück hatte ich eine Brille an, auch mein Gesicht hatte einiges abbekommen.
Es stellte sich heraus, dass es ein Zinkblech war, und kein verzinktes Stahlblech. Es erhitzte sich unter dem glühenden Werkstück so stark, dass es beim 4. Schlag förmlich explodierte!
Prüft Eure Unterlagen, bevor Ihr eine solche Erfahrung macht! Am besten gar kein Blech, sondern 8 mm Flacheisen aus Baustahl nehmen.
Viele Grüße
Äiler
Also ich weiß das Schlangenholz Strichnien halttig ist.
Wenn ich mein Holz bearbeite ( egal welchen trage ich immer eine schöne Staubmaske von M3 da geht nichts durch ) :D :D
Wenn ich mich dann danach im Spiegel anschaue denke ich immer na hast du wieder ne Menge nicht eingeatmet.
PS: Gestern ist mir ein Bohrer abgebrochen. er ist durch die Daumenkuppe gegangen und hat sich dort mit kleinstresten verewigt......
Ich habe ganz schön gedocktert bis da alles raus war.
Und legt Euch wenigstens einen alten Verbandskasten ( aus Eurem Auto ) ( schaut mal nach ist sicher schon abgelaufen ) in die Werkstatt.
Das Auto braucht auch mal einen neuen. :D :D :D
Grüße Andy
Hallo, bin brandnew hier im Forum und gebe mal was aus meiner täglichen "Chemieerfahrung" (arbeite da) zum besten: solltet ihr Eure Händchen mal mit nicht Wasserlöslichem beschmutzt haben (z.B. Epoxyharz oder so), dann ist es ratsam, vor dem ersten Waschvorgang mit Wasser und Seife zuerst einmal eine gewisse Vorlösung des zu entfernenden Stoffes mit harmlosem Speiseöl zu versuchen. Dies machen übrigens auch werksärztliche Abteilungen in Chemiewerken. Es kann ungemein helfen alles Wasserunlösliche schnell loszuwerden. Anschließend ist dann gründliches Wasser/viel Seife - Spiel angesagt.
Zum Thema Lösungsmittel (Benzin, Nitro und was da noch so benutzt wird) vielleicht noch: vorsicht, das Zeugs wird immer auch durch die Haut aufgenommen (Arbeitsschutzcreme verwenden!) und auch das Einatmen sollte in jedem Fall so gut es geht vermieden werden (viel Lüftung, besser im Freien)!
Falls jemand detailliertere Angaben zu konkreten Stoffen haben möchte, so kann ich gerne versuchen was zu finden.
D.Frentzel
16.06.05, 07:27
Danke, das mit dem Öl werde Ich in der Werkstatt sofort übernehmen.
Und wenn Ich überlege wie Ich gestern mit Aceton rumgepanscht habe ist eine Hautschutzcreme nicht die schlechteste Idee.
Dank und Gruß
Seit nochmals vor Perlmuttstäuben gewarnt!!! Das Zeug verätzt nicht nur die Schleimhäute, sondern ist auch gut giftig. Kann zu Krämpfen führen. Leider war ich selbst ein wenig salopp im Umgang. Also Staubmaske beim schleifen und anschließenden reinigen der Werkstatt. Verkneift Euch auch den herzhaften Biss in die Wurstsemmel, jedenfalls solange die Finger noch vom schleifen weis sind. ;)
robbytobby
07.02.06, 19:19
Hallo Zusammen,
hat jemand Kenntnis darüber, ob das Ausbacken von Epoxidharzen im Backofen gesundheitsschädliche Folgen haben kann?
Im Diskussionsforum von r&g habe ich dazu nichts gefunden. Dort wird lediglich vor direktem (Haut-) Kontakt gewarnt.
Es geht mir nicht um die Frage Ausbacken ja/nein, sondern lediglich um die Beantwortung der oben genannten Frage.
Vielleicht haben wir ja einen Chemiker an Bord, der hierzu etwas sagen kann.
Schönen Dank schon mal für Eure Antworten.
@robbytobby
Meinst du durch Epoxidämpfe, die aus dem Backofen austreten, oder eine bleibende Verunreinigung des Backofens?
Bleibende Verunreinigung, d.h. Gesundheitsgefahr im Ofen wird es wohl nicht geben, du solltest allerdings das Backblech nicht mit Epoxi vollschmieren, sondern was unterlegen.
Dann kannst du (denke Ich) auch den nächsten Braten ohne Sorge geniesen.
Noch was zum Thema Hautkontakt:
Man sollte allgemein nur mit Handschuhen mit Epoxi hantieren, dass wurde ja schon erwähnt.
Aber: Nicht alle Handschuhe sind geeignet.
Die normalen Laborhandschuhe (Vinyl/Latex) sind zwar gegen Säuren und vieles andere beständig, aber Epoxidharz marschiert einfach durch.
Bei den Handschuhen gibt es sogenannte "Penetrationszeiten"
D.h. wie lange braucht Stoff X bei Handschuh Y um durch den Handschuh zu diffundieren.
(Interessant ist hier das z.B. Leinöl oder Aceton durch alle (gebräuchlichen) Handschuhtypen innerhalb von 2min durchgehen.
War also nix mit Handschuhen anziehen, wenn man mit Aceton rumpanscht. :staun: Also scheint Arbeitsschutzcreme die bessere Alternative zu sein)
Ich schaue mal, ob ich die Tabelle irgendwo im Netzt finde.
Ich Habe mal beim Klebstoffhändler meines Vertrauens nachgefragt, was für Handschuhe er empfiehlt.
Die Antwort lautete, dass man möglichst
dicke Nitrilkautschukhandschuhe nehmen soll, oder suboptimal auch normale Nitrilhandschuhe.
Wenn ich mich nicht Irre, sind die "Heimwerkerhandschuhe" mit der Gelben, komisch riechenden Beschichtung, aus Nitrilkautschuk.
Also auch mit Handschuhen möglichst wenig an die Finger bekommen!!
Als ich die folgenden Links das erste mal gelesen habe mußte ich erst einmal schlucken, tief durchatmen ,Flasche Bier aufgemacht und bei UVEX im Online-Shop drei verschiedene Schutzbrillen bestellt und Feinstaubmaske/Lackierermaske wird nun brav aufgesetzt!
In diesem speziellen Fall hätte möglicherweise oben genannte Gasmaske vieleicht noch etwas retten können aber das ist schon echt heftig!
Don`t try this at home! :staun:
http://www.anvilfire.com/iForge/tutor/safety/index.htm
http://www.anvilfire.com/iForge/tutor/safety3/index.htm
macht doch nachdenklich ,oder?!
Vince
Lieber arm dran als Arm ab !
mephistocat
19.03.06, 10:25
Hallo
Ja, sowas macht nachdenklich.
Als mir vor einiger Zeit die Teile eines Dremel Schleifsteins haarscharf am Gesicht vorbeiflog, kam ich auf den Gedanken, dass ein Brille vielleicht zu wenig Schutz bietet ;-)
Habe mir beim Rollerbladen schon mal das Gesicht teilweise zertrümmert, war nicht so lustig. Brauche ich nicht nochmal.
Arbeite seitdem mit einem Vollgesichtschutz.
Z.B. von Uvex:
https://portal.uvex.de/astestshop/Index/Baum_Detail.cfm?CFID=651114&CFTOKEN=60563241&Ebenen=100000,101000,102002
Fühle mich gut dabei, Atemschutz und Gehörschutz sind so auch kein Problem. Hat für mich gegenüber den Brillen auch den Vorteil, dass da nichts mehr beschlägt.
Jetzt muss ich mich nur noch disziplinieren, dass ich den Gesichtsschutz auch beim nur schnell was polieren oder wegschleifen immer anziehe. Muss aber zugeben, ich ziehe den Gesichtsschutz fast immer an, was mit der Brille nicht so war.
Gruss, Nick
Hallo Mephistocat
Dem kann ich nur zustimmen, auf der Arbeit tragen wir zum schmirgeln auch diesen Vollschutz. Du kannst korrigierte Brillen darunter tragen, nichts beschlägt (verwende die etwas teureren 3M-Staubmasken mit Ausatemventil nach unten).
Zu den Latex oder Vinilhandschuhe kann ich aus eigener Erfahrung folgendes berichten. Ich warte die InkJets in unserem Betrieb. Als Lösungsmittel ist da MEK Methyl-Ethyl-Keton Latex kannst du glatt vergessen. Die Nitril Handschuhe halten die einen länger als die anderen ist leider von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Die PE-Einweghandschuhe sind beständig, jedoch hat mann kein Tastgefühl und die mechanische Festigkeit ist gleich null.
Baut euch doch aus einem alten darf auch ein neuer sein ca Euro 60.- aus dem Baumarkt Küchendampfabzug eine Chemiekapelle. 100mm Rohr ins Freie und ihr seit die Dämpfe los.
Gruß Balduin
Ich weiss nicht, klingt sicher komisch für euch, aber ich hatte einmal einen schwelbrand in meiner Werkstatt durch zu langes schleifen... UNTER SCHLEIFMASCHIENEN IMMER EINE EISENPLATTE!
und nochwas:
Gewisse Metalle sind schon in sehr geringer Konzentration extrem explosiv! dazu gehört vor allem Titan und Magnesium (auch Aluminium) etc.
dies sind aber nur besonders explosive stoffe! Sie können schon in relativ geringen Konzentrationen explodieren! (habe da mal nen KONTROLLIERTEN Versuch gemacht) In genügender Konzentratien sind fast alle Stoffe (wie bereits gesagt) explosiv
ENZO
So
Niemals Excenterschleifer zwischen die Füße klemmen !!!
Mir fehlt nach meiner gestrigen Aktion ein teil meines (linken) Zeigefingers
Ich hab den ganzen keller vollgeblutet und mir die Knochenhaut verletzt, is nicht so witzig mit nem bis auf die knochen aufgeschliffenem Finger ne Stunde auf Schmerzmittel warten zu müssen. Aber das war dann das schlimmste...die Spritze wird einem in den finger gesteck :staun: das sind Schmerzen :irre: . Das Ding wurde dann mit 3 Stichen genäht.
Wird schon noch ein bischen dauern bis ich den Dnger wieder einsetzen kann.
mfg
moritz
Freiberg Alex
30.03.07, 23:43
hatte vor zwei tagen black palmira geschliffen, anfangs schon mit maske, aber zum schluss hab ich noch einen kratzer gesehen und schnell schnell nochmal geschliffen ohnen maske.
bin seitdem im rachen verschleimt, muss übelst husten und wache in der nacht öfter auf und bekomm keine luft.
zieh mir momentan so lutschtabletten rein und ist auch schon etwas besser geworden.
Aufgrund Auftretens dieses Themas im MF IRC-Chat nochmal ein Hinweis zum Thema Laugen.
Diese werden im Messerbau zwar vergleichsweise selten, aber eben doch auch verwendet (z.B. im Bereich Anodisieren, Oberflächenvorbereitung) - und sie werden im Vergleich zu Säuren in ihrer Gefährlichkeit offensichtlich stark unterschätzt.
In der Realität sind Laugenverätzungen nämlich meist heimtückischer, da man sie oft erst bemerkt, wenn sich nach einigen Minuten die Haut zu röten beginnt und es zu jucken anfängt (während mans bei Säuren meist deutlich schneller merkt) - und ihre Auswirkungen sind auch deshalb meist deutlich gravierender (zumal Laugen böse Dinge mit dem Hautfett anstellen). Eine Säure kann man auch meist einfach nur mit VIEL Wasser wegspülen - eine Lauge kriegt man meist nicht so einfach spurlos weg - und Arztbesuch(e), und manchmal auch jahrelange, hartnäckige Hautleiden sind die Folge. Im Chat haben sich schon mal zwei Betroffene gefunden, und auch Berichte über Leute, die für ihr Leben gezeichnet sind, wenngleich es sich bei den letzten nicht um Messerbauer handelte.
Laugenverätzungen sind in ihren Auswirkungen vergleichbar mit grossflächigen Verbrennungen - und die haben ja schon einige hier erlebt.
Deshalb meine Bitte an alle: Geht bitte mit allen, auch vermeintlich schwachen Laugen besonders sorgsam um - die Folgen auch kleiner Versehen können verheerend sein - der Mensch hat z.B. nur zwei Augen. Und wenns eine Alternative zur Verwendung einer Lauge gibt, nutzt sie. Und wenn ihr sie trotzdem nutzt, macht euch schlau - Sicherheitsdatenblätter und Hinweise zum Umgang findet man z.B. bei den Berufsgenossenschaften, der Feuerwehr - oder in der BG-Unfallklinik eurer Wahl, wenns zu spät war...
-ZiLi-
Sicher werden Laugen von vielen unterschätzt und unangenehm sind die Verätzungen wenn es einmal zu spät ist wirklich. Aber ich kann nicht bestätigen das sie nicht restlos zu entfernen wären. Ich habe selber schon mehrfach Spritzer konzentrierter Natronlauge (40-50 Gew% NaOH) auf Hände und Arme bekommen. Konzentriertere Natronlaugen sind durch ihre seifige, sirupöse Konsistenz zunehmend schwerer zu entfernen. Allerdings ist es wohl mehr eine Frage der Expositionsdauer, denn ich habe in allen Fälle durch sofortiges gründliches spülen mit Wasser keinerlei Auswirkungen gespürt.
Anders sieht es aus wenn Spritzer ins Auge gelangen, da ein Auge natürgemäß schlecht zu spülen ist, zudem wer hat schon daheim eine Augendusche und ganz zu schweigen von der Panik in die viele bei Augenverätzungen verfallen. Daher immer eine Schutzbrille tragen. Es reicht nicht eine gewöhnliche Korrekturbrille zu tragen.
Das mit den Sicherheitsdatenblättern ist immer ratsam, auch sollte man vorher prüfen ob mit dem Gefahrstoff wirklich angemessen umgegangen werden kann. Bei Laugen und Säuren ist erwähnenswert, das niemals versucht werden sollte auf der Haut zu neutralisieren! Immer mit viel Wasser spülen(von Ausnahmen abgesehen).
... Sicher werden Laugen von vielen unterschätzt und unangenehm sind die Verätzungen wenn es einmal zu spät ist wirklich. Aber ich kann nicht bestätigen das sie nicht restlos zu entfernen wären ...
Natürlich lassen sich auch Laugen nur mit Wasser abspülen. Nur dauerts halt meist länger als bei Säuren, bis die Plörre von der Haut runter ist. Und wie Du selbst schriebst - speziell die Augen sind bei Laugen extrem gefährdet und selten mit Hausmitteln zu retten.
Das Haupt-Problem bei den Laugen ist aber die Reaktionszeit. Bei Säuren hat man meist eine sofortige Reaktion und wird sofort mit dem Abspülen beginnen - bei Laugen hingegen dauerts erfahrungsgemäß meist etwas, bis mans merkt und reagiert - und dann ist der Schaden schon angerichtet. Deshalb mein extra deutlicher Hinweis.
Und deshalb auch jetzt noch mein ergänzender Hinweis - da wiederhole ich mich und auch Dich gerne - weils immer wieder missachtet wird: Beim Umgang mit ätzenden Materialien IMMER Schutzbrille tragen - an Brillenträger: die einfache Strassenbrille reicht definitiv nicht !
-ZiLi-
Messerfreund
02.09.07, 20:15
Vorsicht!
Ich habe letztens mit Birkenholz gearbeitet. Es war schon etwas älter und ich wollte sehen ob ich es noch verwenden kann. Fehlanzeige!
Ich habe zuerst nur mit der Raspel gearbeitet und das Holz sah noch einigermaßen gut aus. Dann wollte ich mal sehen wie es gemasert ist und habe mit dem Dreieckschleifer und den normalen Pads geschliffen.
An eine Staubmaske habe ich leider nicht gedacht. Es war schon heftig, was da geflogen kam, gerade auch weil meine Werkstatt schlecht belüftet ist, habe ich viel von dem Zeug eingeatmet. Ich sage nur: Leute passt auf wenn ihr mit Birke arbeitet, vor allem wenn sie ca. 5Jahre im Schuppen gelagert worden ist. Da dieses Holz sehr weich ist, ist der Staub auch schön fein. Wie es mit der nordischen Maserbirke ist weiß ich nicht, ich habe die heimische Birke bearbeitet. Da ist eine Staubmaske Pflicht. Ich hatte nicht mal gemerkt, dass ich das alles eingeatmet habe, erst als mein Hemd voller feinem Staub war kam mir der Gedanke. Ich habe 3 Tage lang dieses Zeug in der Nase gehabt und das hätte ich mir alles sparen können wenn ich eine Maske getragen hätte.
Macht nicht den selben Fehler. Vielleicht liegt es auch daran, dass das Holz schon ziemlich morsch war, aber auf jeden Fall habe ich Schaden genommen.
Hmm, ich denke es kommt bei allen gesundheitlichen Belastungen auf die auf die dauer und konzentration drauf an.
Arbeitsmediziner reden ja wie schon gesagt von MAK-Werten usw.
Einige hier tun schon so, als wenn der einmalige ,vorsichtige kontakt zum Tod führt.
Ich will nix verharmlosen auch ich trage eine Staubschutzmaske, aber denkt mal an den Strßenverkehr wenn ihr in der Innenstadt am flanieren seit. Da fliegt alles mögliche rum,einige "moderene" autos haben DPF´s, die machen aus Feinstaub noch feineren Staub. Und ihr atmet die Scheiße ein ohne das ihrs merkt.
Oder im Auto selbst, denkt ihr eure filter in der Lüftung halten alles ab??
Naja, trotzdem denke auch ich über eine absaugung nach!
M.f.G.:hmpf:
Ich kann aber 4 Stunden flanieren gehen oder 10 Stunden Autofahren ohne dannach ein Gramm schwarzen Staub aus der Nase poppeln zu müssen...
Was du da raus poppelzt ist nicht gefährlich wenn es nicht giftig oder sehr scharfkantik ist oder in großer Menge die Lunge füllt; die Feinstäube, die auch in den Blutkreislauf gelangen, sind das gefährliche. Und die gibt es auf der Straße in großen Mengen, nur sind die für Menschen Augen unsichtbar da die Kurzwelligen Strahlen, die sich daran noch brechen könnten, nicht (Menschen) sichtbar sind.
Das was mir da in der Nase hängt ist nur ein Bruchteil des eingeatmeten Staubes!
Abgesehn davon dass ich normalerweise mit Maske und beim Schleifen von Holz zusätzlich mit Absaugung arbeite, was grundsätzlich zu empfehlen ist
Alchemist IV
28.12.07, 18:49
Ich habe soeben den ganzen Thread gelesen und fand das ganze sehr interessant und wichtig.
Deshalb wäre es wohl wichtig, dass die Leute die neu hier im Forum sind diesen Thread auch mal durchlesen.
Gruss Alchemist
Wie lange dauert es denn ungefähr bis sich der Feinstaub vom Schleifen wieder gelegt hat? Wenn das ne Stunde oder noch länger dauert,bringt eine Maske nicht besonders viel,die setzt man doch nach dem Schleifen gewöhnlich wieder ab.
Bevor das jetzt in Diskussionen für bessere und schlechtere Schutzausstattung übergeht, empfehle ich, die entsprechenden Stichworte wie "Feinstaub", "Gehörschutz" oder "Schutzbrille" in den vorhandenen threads nachzulesen - hier geht es um gefährliche Materialien/Werkstoffe/Gefahrenquellen in der Werkstatt, in den anderen threads werden sie diskutiert, genauso wie Unfallverhütung mit/durch entsprechende Ausstattung im weitesten Sinne.
Diskussion abgetrennt und verschoben...
Schutzbrille, Gehörschutz, Staubmaske... (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=54904)
gast31082009
03.04.08, 19:17
Hallo
Aus gegebenem Anlass erlaube ich mir auf ein bisher unerkanntes Risiko hinzuweisen.
Durch Änderungen in der EU-Gesetzgebung werden EX-Zonen in Gasanlagen, an Produktionsstätten und generell, neu bewertet, und in Zukunft verbessert ausgeführt.
Folge dessen ist zum einen ein ungefährlicherer Arbeitsplatz für dort Beschäftigte, zum anderen das unkontrollierte Auftreten sogenannten "funkenfreien Werkzeuges" in ibä, auf Flohmärkten und Privathaushalten.
Nach und nach wird dieses Werkzeug überflüssig, und sieht zudem in der Regel schön aus.
Gabel-/Ringschlüssel in bronzenen, oder auch Kupfertönen, Meisel, Zangen und Hämmer habe ich in jüngerer Vergangenheit schon desöfteren auf Flohmärkten gesehen.
Diese Werkzeuge gibt es in m.W. nach zwei Ausführungen. Die eine ist eine Buntmetallmischung mit Al- Anteil, die andere besteht aus einer CuBe!!!!!!! Legierung.
Berillium ist nicht zwingend gesund, krebserregend um konkret zu werden, kumuliert im Körper und beherbergt nicht zu unterschätzende gesundheitliche Risiken.
Da ich nicht weiß, ob die geneigte Leserschaft das schon wußte, weise ich hiermit darauf hin das Zeug liegen zu lassen (sei es noch so ein Schnäppchen), und keinesfalls Parierelemente, oder andere Applikationen daraus schleifender, feilender oder anderer Weise zu fertigen.
Selbst für Fachleute ist es offenbar schwer das Material zu beurteilen. Demnach sollten wir die Finger davon lassen.
Raucher können das etwas gelassener sehen, aber gesünder wird es dadurch auch nicht.:D
Cataphilus
11.04.08, 07:55
Nicht zu vergessen, die häufig in Messerwerkstätten angetroffene Substanz C2H5OH, die in höherer Tagesdosis zu gesundheitlichen Risiken führen kann.
Nicht zu vergessen, die häufig in Messerwerkstätten angetroffene Substanz C2H5OH, die in höherer Tagesdosis zu gesundheitlichen Risiken führen kann.
Wie ich ziemlich sicher annehme, wird der allgemeine deutsche Messermacher solche gefährllichen chemischen Substanzen meiden wie der Teufel das Weihwasser.....
Gruß
sanjuro
Hallo,
bin "brandneu" dabei und gleich auf dieses super Forum gestoßen.
Ich denke mir, dass einige von euch auch irgendwo eine Azetylen/ Sauerstoff- Garnitur rumstehen haben.
Beim anschließen von neuen Flaschen niemals die Verschraubung fetten oder ölen!!!!
Das kann zur Selbstentzündung führen, was dann einen mächtigen Knall zur Folge haben dürfte...
Gruß Flo
Das Thema Tropenhölzer und Schleifstaub wurde in diesem Thread ja bereits angesprochen.
Ich selbst habe die Gefahr bisher eher verdrängt und auf entsprechenden Atemschutz verzichtet.
Nachdem ein Freund aber vor ein paar Tagen nach dem Schneiden von mehreren Festmetern Santos-Palisander ohne Atemschutz massive gesundheitliche Probleme bekam (siehe Bild), werde ich wohl in Zukunft mehr Vorsicht walten lassen.
http://i276.photobucket.com/albums/kk35/keyplus88/AlexAllergie.jpg
Innerhalb von 24 Stunden: Juckender Hautausschlag an Gesicht, Hals, Rücken und Achselhöhlen, zugeschwollene Augen, beeinträchtigte Atmung und extreme Erschöpfung.
EDIT: Ich habe auf den schwarzen Balken über die Augen bewußt verzichtet, damit man die Schwellung der Augenlider besser sieht.
Die Erlaubnis des "Opfers" zur Veröffentlichung des Fotos liegt vor.
Der “Ersatz”-Palisander Machaerium scleroxylum ist als eine der risikoträchtigsten Holzarten in der holzverarbeitenden Industrie einzustufen, das er ein äußerst potentes Dalbergion-Allergen enthält. (http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/3846/H%F6lzer/ersatz-palisander.html)
Eibenholzstaub ist höchst giftig. Bei Schweiß- u. Lötarbeiten auch auf keinen Fall die entstehenden Dämpfe einatmen.
Zum Verdünnen Säuren IMMER ins Wasser gießen und net umgekehrt!
Maik Schnitzer
01.10.08, 19:03
Hy
Ich weis jetzt nicht mehr genau ob es Santos-Palisander heißt was unter Einfuhrverbot steht,aber das werde ich bei dem Tischler der auch gewaltige Probleme mit einer Palisanderart hatte Nachfragen.
Gruß Maik
Hallo zusammen,
eigentlich immer als harmlos betrachtet, WD40!
Zum finfishen und planschleifen neheme ich immer reichlich wD40 zum Schleifpapier.
Jedenfalls wurde mir nach ca 2h messerarbeit und zwischendurch benutzen von WD40 plötzlich sauübel . Ich hätte fast direkt hingekotzt und der Kreislauf hatte probleme. Mir gings dann erst so nach 1,5h langsam besser.
Nach langer überlegung lag es wohl an der schlechten durchlüftung der Werksatt/ bzw. Kellerkabuff. Ich hab offenbar zu viel von dem Zeug eingeatmet,denn einen anderen plausibelen Grund für die starke übelkeit gab es nicht. Das Sicherheitsdatenblatt gibt unter anderem Übelkeit an.
Da ich aber schon oft reichlich WD40 ohne Maske verwendet habe bin ich mir trotzdem nicht hundertprozentig sicher obs wirklich daran lag.
Wie schätzt ihr WD40 ein?
Ich werde das Zeug erstmal meiden,die Erfahrung hat mir gereicht.
GRuß
@brr Hier findest du das Datenblatt zu WD40 (http://www.j-kessel.de/Datenblatt/WD40.pdf)
Enthält halt das übliche Korrosionsschutzmittel Erdöl mit Wasserstoff behandelt.
Nicht gut für die Haut. Leicht entzündlich und als Airosol veratmet nicht
soo bekömmlich.
Aber das ist nicht über die Maße gefährlich. Wenn etwas stinkt sollte man lüften...
WD40 gibt es doch auch als Flüssigkeit und nicht nur als Spray.
Ist das vielleicht eine Alternative?
Ciao Sven
WD40 besteht aus Testbenzin (Übelkeit, Erbrechen, Husten, Kopfschmerzen, Müdigkeit) und
Erdöl/Naphta/Rohbenzin, quasi alles drin ungereinigt mehr oder weniger (die Dämpfe machen schläfrig und benommen)
Und alle ähnlichen Produkte die Lösungsmittel irgendwie enthalten können vegetative Symptome machen, wenn sie in die Raumluft kommen - und das ist dann noch von der Tagesform des Betroffenen abhängig. Also wer vorher was prozentiges trinkt und die Leber belastet leidet schneller. Auch wenn man es manchmal gut verträgt und manchmal nicht ist es eigentlich immer schädlich.
moose
Bei den ganzen Sprays muss man beachten, dass vor allem das Einatmen der Aerosole, also der feinen Tröpfchen, gefährlich ist. Die Dämpfe sind - auch wenn nicht gesund - häufig nicht in gleichem Maße schädlich.
Wenn man die Möglichkeit hat also lieber ein flüssiges Produkt verwenden als einen Spray; z.B. Nähmaschinenöl aus dem Fläschchen fürs Finish.
Grüße Rainer
Bei einem Preis von 8,25 Euro pro 400ml Dose (Bauhaus am 21.11.2008) sollte man eh darüber nachdenken dieses Produkt einfach im Regal stehen zu lassen.
Zum Finishen und als Schleiföl geht genausogut entweder Babyöl oder Petroleum. Ersteres ist garantiert nicht gesundheitsschädigend, dafür etwas dickflüssiger und kann nach längerer Zeit evtl. auch verharzen.
Petroleum entspricht von der Viskosität in etwa WD-40, hat die gleiche Wirksamkeit und ist für rund 2 Euro pro Liter zu haben.
Obendrein gibts das Petroleum auch noch parfümiert, für den ders mag...
Flaming-Moe
24.11.08, 12:39
Ich benutze zum finishen nur noch Wasser aus nem Zerstäuber.
Funktioniert genau so gut.
Danke jungs für eure tipps,
Ich nehme Momentan nähmaschinenöl für 1,75. Funktioniert auch gut.
Gruß bis demnächst
Hallöle,
Achtung bei Gasessen: Habe die Erfahrung gemacht dass es manchmal vorkommt dass, das Gas-Luft-Gemisch manchmal etwas länger braucht um sich, im bereits gelb glühenden Brennraum, wieder zu entzünden. Ich muss sagen, es ist recht unangenehm wenn man etwa einen Meter davorhockt, den Druckregler aufdreht und auf einmal ein orange-gelbes Atompilzähnliches "flämmchen" mit lautem "PLOPP" erscheint und die Werkstatt nach verbrannten Augenbrauen, Bart- und Haupthaar riecht. :irre:
Das kann auch mächtig ins Auge gehn denke ich :glgl:
Gruß Meenzer
Der Staub vom Holz des Buchsbaum löst Dermatitis aus.
Hi Keyplus88, hier hab ich eine frage:
"Nachdem ein Freund aber vor ein paar Tagen nach dem Schneiden von mehreren Festmetern Santos-Palisander ohne Atemschutz massive gesundheitliche Probleme bekam (siehe Bild), werde ich wohl in Zukunft mehr Vorsicht walten lassen."
Was hat denn dein Freund für Kleidung angehabt? Da das Gesicht und der Hals besondres betroffen scheinen, nehme ich an, das die Sägespäne auf den ungschützten Hautstellen und noch in Verbindung mit Schweiß diese Allergie ausgelöst haben.
D.h. mit entsprechender Kleidung und Gesichtsschutz dürfte man das Problem gut eindämmen.
Oder ist die Allergie nur durch das Einatmen zustande gekommen.
Ich bin gerade dabei Pau Rosa zu bearbeiten, das scheint auch nicht ganz ohne zu sein!? Aber ich kann den Namen nochn nicht eindeutig festlegen und ob er mit Pao rosa in der "List of toxic wood" das identische holz meint.
Gruß
brr
Freiberg Alex
27.05.09, 19:47
ich nehm zum finishen immer ballistol, geeignet auch als massageöl, desinfizierend, säureneutralisierend usw. :super:
auch wenn manche die sich nicht auskennen dieses öl schlechtmachen!
Was hat denn dein Freund für Kleidung angehabt? Da das Gesicht und der Hals besondres betroffen scheinen, nehme ich an, das die Sägespäne auf den ungschützten Hautstellen und noch in Verbindung mit Schweiß diese Allergie ausgelöst haben.
D.h. mit entsprechender Kleidung und Gesichtsschutz dürfte man das Problem gut eindämmen.[...]
Wär schön, gell? :steirer:
Leider klappt das nur unzureichend. Die starke Reaktion auf allen Hautflächen, an denen der Körper vermehrt Schweiß absondert scheint charakteristisch für die inhalative Aufnahme eines Allergens zu sein.
Wohlgemerkt: Wir sprechen hier über Feinstäube, die durchaus lungengängig sein können.
Betroffen waren im oben geschilderten Fall ja auch Achselhöhlen, Analfalte u.ä.
(Und es wurde mit Sicherheit nicht nackt an der Säge gearbeitet...;))
Vielleicht möchte sich einer unserer Medizinmänner zur Sache äußern.
(Cheez, sag doch auch mal was.)
Die Sache mit den Palisandern ist eh` ein weites Feld.
Längst nicht alles, was umgangssprachlich so geheißen wird, gehört botanisch auch tatsächlich zu den Dalbergia-Arten.
Bitte bleibt beim Thema - wenn ihr über Einfuhrverbote diskutieren wollt, macht doch nen neuen thread auf
Pitter
Landschafter
09.11.09, 21:12
Obendrein gibts das Petroleum auch noch parfümiert, für den ders mag...[/QUOTE]
Es gibt auch das altbekannte Ballistol. Zumindest laut hersteller völlig unbedenklich auf der Haut, wird sogar zum desinfizieren von Wunden bei haustieren empfohlen. Wie das dann beim einatmen der Aerosole ist weiß ich nicht. Sonst kann ich das Sinensis öl empfehlen (gibt es bei Dick), kann man sowohl zur Massage als auch zur Holz und Metallpflege (Rostschutz) hernehmen. Ist lebensmittelecht und geruchs- sowie geschmacksneutral
Ich häng mich hier mal rein:
Ich habe neulich eine Feldesse erstanden, die ein deutlich erhöhtes Alter hatte (20-30 Jahre). Hier waren irgendwelche nicht identifizierbaren faserigen Dämm-/Dichtstoffe eingebaut, die offenbar extrem Hitzebeständig sind. Irgendwann kam mir ein sehr übler Gedanke: Asbest?
Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses inzwischen verbotene Zeug noch in einigen älteren Geräten, Öfen und ählichem, verbaut ist und man es in einigen Werkstätten antreffen kann.
Hat jemand eine Ahnung, woran man es erkennt?
Asbest erkennen (http://www.ewew.de/aerh.pdf)
Wenn du den Verdacht hast das es sich um Asbest handelt, dann tausche es gegen Keramikfasermatten aus.
Die Entsorgung von Asbest geht eigentlich problemlos und günstig.
Dein Abfallentsorger kann dir mitteilen wo du es abgeben kannst und wie er es gerne verpackt hätte.
Wichtig gut luftdicht verpacken. Sonst hast du, neben der Gesundheitsgefährdung, bei der Anlieferung noch eine teure Zwangsreinigung deines Fahrzeug am Hals.
Ciao Sven
(Der genug Erfahrungen mit "Asbestos cementos" Platten gesammelt hat)
Vielen Dank für den Link und die Tipps. Ich werd nochmal versuchen, die alten Schrauben zu lösen und die platte (könnte eine Asbestfaserplatte sein) dann entsorgen. Falls das unmöglich sein sollte werde ich sie zumindest Luft- und Faserdicht abdecken. Ersteres ist mir natürlich viiiiiiiel lieber!
Nicht gut! Nicht selber anfassen oder damit rumhantieren! :argw: Dafür gibt es Spezialfirmen, die das Zeug (unter Verwendung von Schutzbekleidung) demontieren, abholen und entsprechend entsorgen.
Das weiss ich aus der Bekanntschaft, die einen alten Nachtspeicherofen entsorgen mussten.
Das Geld für die Spezialfirma ist gut investiert :super:
Gruß
FAUJI
Asbest erkennen (http://www.ewew.de/aerh.pdf)
Wenn du den Verdacht hast das es sich um Asbest handelt, dann tausche es gegen Keramikfasermatten aus.
Die Entsorgung von Asbest geht eigentlich problemlos und günstig.
Dein Abfallentsorger kann dir mitteilen wo du es abgeben kannst und wie er es gerne verpackt hätte.
Wichtig gut luftdicht verpacken. Sonst hast du, neben der Gesundheitsgefährdung, bei der Anlieferung noch eine teure Zwangsreinigung deines Fahrzeug am Hals.
Ciao Sven
(Der genug Erfahrungen mit "Asbestos cementos" Platten gesammelt hat)
Dafür gibt es Spezialfirmen...
Es gibt für alles Spezialfirmen...
Mit lauter 4tages Lehrgangs "Spezialisten" (http://bau-akademie.de/trgs3.html).
Schaut euch mal die Lehrgangsinhalte an und entscheidet selbst wieviel davon mit der eigentlichen Entsorgung zu tun hat.
Ich habe ja auch nicht davon geredet das völlig unbedarft auseinander zu rupfen:argw:
Entsprechender Atemschutz und Einweg-Anzug sind Pflicht.
Außerdem ist es immer eine gute Idee so etwas im Freien zu machen.
Ciao Sven
Hallo,
freudestrahlend komme ich aus der Werkstatt. Bin schön weit gekommen mit dem Griff zu meinem ersten Messer. Cocobolo, toll gemasert. Nur hab ich einen Druck auf der Lunge und immer noch das gefühl, diesen Röstgeruch in der Nase zu haben. Also suche ich nach "Cocobolo, Staub, giftig" - und finde, dass das zeug als sehr unangenehm gilt. Freilich wusste ich vorher nichts davon und schliff munter ohne Atemschutz und Absaugung. Auf Holz oder Lieferschein standen ja auch keine Warnungen... ;)
Also die Frage: wie schlimm ist der Staub des Cocobolos denn nun? Hat jemand Erfahrungen?
Wie Du ja jetzt selbst schon weißt, ist das Zeug giftig.
Ein Anruf in der Giftzentrale kann Dir vielleicht weiterhelfen http://www.kindersicherheit.de/html/vergiftungen_anruf.html
Gruß
giovanni
So. Anruf beim Giftnotruf klärt auf (danke für den Link, Giovanni!): Cocobolo-Staub ist allergen. Wer Probleme mit Asthma und Allergien hat, sollte das Holz also nicht unbedingt schleifen, schon gar nicht ohne Atemschutz - und das gilt vor allem in geschlossenen Räumen (und eigentlich für alle Schleifaufgaben. Dussel-Ich...).
Wenn man dem Staub nicht oft und lange ausgesetzt war/ist, ist aber nichts Ernstes zu befürchten.
Er ist NICHT TOXISCH!
So, damit wäre auch ein klärender Thread entstanden... :super:
So, damit wäre auch ein klärender Thread entstanden...
Weil es das Thema schon etwas länger gibt, mit dem alten thread zusammengelegt...
Zum Thema Epoxydharz wurde schon am Anfang des Threads viel gesagt. Ich habe noch eine weitere Überlegung/Frage.
Zunächst trage ich schon bekannte Fakten zusammen: wenn man Epoxydharz und Härter in falschen Proportionen mischt, härtet der überschüssige Teil nicht aus. Egal was nun nicht ausgehärtet ist - Epoxydharz oder Härter - es ist auf jeden Fall ungesund/giftig beim Kontakt mit der Haut und geht auf die Leber (ich hoffe es ist richtig so). Selbst wenn man genau mischt, besteht beim Schleifen eine Atemmasken-Pflicht, da es nicht ausgehärtete Anteile gibt und man sie nicht im Körper haben willl.
Nun die Überlegung: hier im Forum habe ich schon ein oder zwei mal die Aussage gesehen, man würde den Epoxydharz nach Augenmaß mischen. Manchmal wird er auch so verwendet, dass er bei der Benutzung des Messers einen Hautkontakt hat, z.B. wenn er zum flicken größerer Löcher im Griff benutzt wird (...Man nehme die Epoxydharz-Härter-Mischung, füge Holzspänne hinzu, spachtle damit das Loch...). Die Frage ist: wenn man falsch zusammenmischt, wie gefährlich sind nicht aushärtenden Anteile beim ständigen (täglichen?!) Kontakt mit der Haut?
Besonders wenn man kein 50:50 - Mischungsverhältnis hat, verbunden mit kleinen angemischten Mengen und ungenauer Waage (z.B. 60:40-Mischungsverhältnis, insgesamt 5g, abgewogen mit einer Küchenwaage mit 1g-Messeinheit), bekommt man sehr schnell ein stark abweichendes Mischverhältnis. Ab welcher Abweichung wird es richtig gefährlich?
Was pasiert, wenn man gänzlich falsch zusammengemischt hat - kann der nicht ausgehärtete Anteil im Laufe der Zeit durch das Holz hindurch diffundieren (bzw. die gefährlichen Inhaltsstoffe? Durch die Latex-Handschuhe gehen sie ja wie nichts durch)? So eine Mischung wäre dann selbst in dem Fall gefährlich, wenn man keinen direkten Hautkontakt mit dem ausgehärteten Kleber hat.
Manch einem wird das ganze wahrscheinlich paranoid erscheinen, aber ich habe viele Jahre lang - hauptsächlich aus Unwissenheit - einiges berührt, eingeatmet oder verschluckt, was man nicht berühren, einatmen oder verschlucken darf. Damals hätte ich einige der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen ebenfalls als paranoid betrachtet (zum Glück weiß ich es inzwischen besser :)). Inzwischen lautet mein Moto - wenn es um Sicherheit geht: "besser Vorsicht als Nachsicht".
Inzwischen habe ich selbst eine Antwort auf die obere Frage gefunden. Dazu habe ich einen kleinen Versuch gemacht: ein schmales Abfallstück Holz genommen, ein Loch gebohrt, etwas Epoxydharz und Härter reingegossen (ohne zu vermischen) und dann das Loch abgeschlossen. Schon nach ein paar Stunden sind auf der Außenoberfläche etwas dunklere Flecken entstanden, also geht das Zeug ohne Probleme durch das Holz.
http://i751.photobucket.com/albums/xx159/il_ja/Epoxydharz/versuch.jpg
(das Holz war zuvor komplett weiß, so wie am unteren Ende)
Moment mal!!!! Harz und Härter waren ja nicht vermischt, vielleicht würde es dann anders aussehen, selbst wenn die Proportionen nicht stimmen!!!! Leider NEIN. Vor ca. 6 Wochen habe ich zwei Griffe gemacht und den Kleber nach Augenmaß zusammengemischt. Ungefähr 2-3 Wochen nach dem Verkleben sind auf den Oberflächen kleine dunkle Flecken aufgetaucht, die mit der Zeit stets gewachsen sind. Dadurch bin ich zum Grübeln gekommen, ob beim falsch vermischten Epoxydharz etwas durch das Holz dringen kann (ich habe es absichtlich nicht bei der Frage erwähnt, da sonst viele Vermutungen geäußert wären und ich schauen wollte, ob jemand etwas konkretes weiss). Auf diesem Bild kann man sehen wie die Griffe momentan aussehen
http://i751.photobucket.com/albums/xx159/il_ja/Epoxydharz/Griffe_durchdiffundiert.jpg
(zur verdeutlichung: alle dunklen Flecken auf dem oberen Griff sind später aufgetaucht, anfangs war der ganze Griff in einheitlicher helleren Farbe. Auf dem unteren Griff habe ich einen der Flecken eingekreist, weil man die Flecken sonst mit dem Holzmuster verwechseln kann. Die meisten Flecken befinden sich hier in der Klingennähe. Die Griffe werde ich wohl neu machen müssen :(. )
Also, beim vermischen von Epoxydharz und Härter muss man wohl pedantisch auf die richtigen Proportionen achten. (Und damit ich nicht jedes mal 10 mal mehr anmische als ich brauche, besorge ich mir eineWaage mit 1/100 g Genauigkeit:).)
Ahoi,
hätte auch noch ein paar Sachen die wichtig wie interressant sind.
Zum Thema Asbest, ist heut zu Tage immer noch viel anzutreffen. Bei leichtgebundenem Asbest, wie z.B. die alten Fasermatten (Dichtringe in der Schmiedeesse) sollte Vorsicht geboten sein, da die Fasern sich schnell lösen können (folglich Atemschutz). Das Zeug was bei euch vielleicht noch auf dem Dach liegt oder als Außenfassade am Gartenhäuschen fest geschraubt ist, ist zementgebundener Asbest, solange man diesen nicht schleift oder trennt, absolut ungefährlich, also keine Panik. Jeder Wertstoffhof nimmt das ungeliebte Mineral. Kostet ca. 70€/100kg (Stand letztes Jahr).
Die Entsorgung kann jeder selbst machen, nur die Bearbeitung ist Fachsache).
Kleiner Tip beim Verdünnen von Säuren: Erst das Wasser ist klar; bei stärker konzentrierten Säuren ist zu empfehlen das Gefäß seitlich anzukippen und die Säure an der Gefäßwand ins Wasser laufen zu lassen, da Vitriolöl (98% Schwefelsäure) zum Beispiel spritzen kann, wenn man es auf die Wasseroberfläche tropft. Am besten Bechergläser für das Labor verwenden, da Schwefelsäure schon beim Mischen mit Wasser heiß wird, was nicht jedes Glas mit macht.
Handschuhe schön und gut, allerdings wenn ihr Holz (egal ob allergen oder giftig) sägt, schleift und dreht, lasst die Dinger aus. Der Handschuh kann sich in den rotierenden Teilen verfangen und das endet schmerzhaft. Glaubt mir, ein sauber abgetrennter Finger ist besser als der halbe Arm in der Kreissäge. Selbiges gilt natürlich für die Bearbeitung von Metallen mit Flex, Bohrmaschiene und Schleifgeräten.
Bei der Bearbeitung von nickelhaltigen Stählen und Reinnickel (z.B.Damastklingen mit besonders silbern wirkenden Anteilen) Allergiegefahr, soll heißen, wenn die Exposition mit dem Allergen Nickel hoch genug ist (beispielsweise beim reichlichen Einatmen von Schleifstaub), dann bekommt man eine Allergie, die man behalten darf und mit etwas Glück gleich die ersten Auswirkungen wie Hautausschlag und Atemnot.
Beim Schmieden liegt mal schnell einiges auf dem Schmiedetisch, was da nicht hingehört. Ich denke da an kleine Reste Buntmetall und andere Dinge, die beim nächsten Einsatz mit ein wenig Koks zusammen den Weg ins Feuer finden und anschließend bei 1200 Grad schlicht weg verbrennen und schließlich als giftiges Metalloxid den Weg in die Lunge finden. Bei Messing z. B. kommt man dann in den Genuss von Zinkoxid(giftig) und Kupferoxid(gesundheitsschädlich).
Na dann, frohes Schaffen.
Emscherpirat
13.05.10, 20:48
Kleiner Tip beim Verdünnen von Säuren: Erst das Wasser ist klar; bei stärker konzentrierten Säuren ist zu empfehlen das Gefäß seitlich anzukippen und die Säure an der Gefäßwand ins Wasser laufen zu lassen, da Vitriolöl (98% Schwefelsäure) zum Beispiel spritzen kann, wenn man es auf die Wasseroberfläche tropft.
Dazu die Eselsbrücke: Erst das Wasser, dann die Säure sonst passiert das Ungeheure.
MythBuster
17.05.10, 19:38
zu Beitrag #92 von il.ja:
wenn man die Komponenten von Epoxidharz-Klebern abwiegt, sollte man bedenken, dass das Massemischungsverhältnis (im Allgemeinen) nicht dem Volumenmischungsverhältnis entspricht. Das liegt natürlich an den unterschiedlichen Dichten von Binder und Härter, die vom Hersteller so optimiert sind, dass man sie bequem nach Volumen abmessen kann, also z.B. bei UHU Endfest 300 1:1 (Volumen). Dies entspricht nach UHU-Datenblatt S.8 (http://www.uhu-iht.com/katalog/2_Komponenten_Reaktionsklebstoffe.pdf) 100:80 Masseanteilen (Binder:Härter). Man kann aber auch 100:50 mischen (selbe Seite Diagram rechts)...
Gruß
MythBuster
Ich kenn mich bisschen mit der Problematik aus & muss sagen alle machen Fehler mit dem Umgang von Gefahrenquellen ...
Nicht nur Hölzer, Metall, Mineral- oder Fasermaterial sind als Staub gefährlich!!
Bei der Bearbeitung wird in kleinen Räumen oft ohne Hörschutz gearbeitet. Bitte verwendet bei solchen Arbeiten immer den passenden Hörschutz. Dieser Schaden ist nicht spür oder hörbar & deshalb so gefährlich.
Weiter muss auf alle Lösungsmittel, Säuren & Beizen hingewiesen werden. Der Umgang mit diesen ist gerade im Hobbybereich oft fahrlässig. Wer hat schon die passenden Handschuhe?? Einige lösen sich regelrecht auf. Und die Pflege der Hände wird auch unterschätzt. Es sind die wichtigsten m² Haut die ein Mensch hat.
Lappen mit Leinenöle oder anderen Sachen in Blechdosen aufbewahren. Um eine Selbstentzündung zu vermeiden.
Lösungsmittel & andere flüssige Gefahrenstoffe immer in geeignete Behälter geben (Säurefest / Lösungsmittelfest). Und Bezeichnung nicht vergessen!!! (Wenn was passiert ist es gut zu wissen was es ist.....) Und bitte keine "Mineralwasserflaschen" zur Lagerung benutzen.
Eine gute Belüftung ist nicht nur am Arbeitsplatz sondern auch am Lagerplatz zu sorgen (Explosive Dämpfe können sich sonst sammeln). Die Einhaltung der Lagertemperatur für die verschiedenen Stoffe ist auch einzuhalten (Gartenhütte im Sommer).
Auch sind alle Gefahrstoffe gut zu verschließen! Auch wenn keine Kinder im Haushalt sind. Es kann immer mal Besuch kommen oder das Kind vom Nachbar in den falschen Keller schaut.
Eine große Gefahrenquelle sind auch Hobbybastler die auf Profimaterial zurückgreifen. Viele Stoffe sind nur für die Industrie zu bekommen, weil sie eine sehr hohe Konzentration besitzen.
Also immer den Beipackzettel lesen ob bestimmte Sachen eingehalten werden. Und öfter mal "Aussortieren" und richtig Entsorgen.
Die Gefahr sind die Stoffe die nicht sofort wirken oder bemerkt werden!!!!
MathiasMTK
08.06.10, 06:33
Unlöschbarer Thermitbrand in der Werkstatt :eek:
aufgrund eines aktuellen Feuerwehreinsatzes bei uns in der ecke:
Eisenzunder vom Schmieden zusammen mit Aluminiumspähnen von anderen Fertigungsprozessen gibt ein verzügliches Thermit, wenn es gemischt wird...
im aktuallen fall wurde beides zusammen in der werkstatt zu einem Häufchen zusammengekehrt, vermischt mit Schleifstaub und sonstigem Werkstattdreck...insgesammt villeicht ein halber putzeimer voll.
Schweissperlen vom Elektrodenschweissen setzten dan alles in Brand...
Die Reaktion kann nicht gestoppt werden, wasser führt zur Dampfexplosion...
Das Abdecken mit trockenem Sand ist die sicherste Metode.
Das entstehende, flüssige eisen frass sich 8-10 cm in die bodenplatte der werkstatt (Zementestrich) und konnte erst nach tagen mittels boschhammer entfernt werden :super:
mfg: mathias
Hallo Leute,
mal ehrlich: seid Ihr euch im Klaren, dass es Leute gibt die 8 Stunden am Tag 5 Tage die Woche Segelboote o.ä. laminieren und dabei das Epoxy Fässerweise verbaut wird?
Ich persönlich sehe das so: Einmal ist meist nicht das Problem, auf Dauer dann eben schon. Alle 3 Tage 20 Gramm Epoxy verarbeiten empfinde ich als eher harmlos.
Eher sehe ich das Problem bei hochlegierten Stählen trocken am Bandschleifer. Nach Berufsgenossenschaft ist hier Absaugung UND Atemmaske angesagt. Macht das irgendwer?
Grüsse M.Sachs
ich hätte eine Frage bezüglich der Absaugung von Holz-, Knochen-, Stahl-, Buntmetallstaub/späne usw...
wäre es möglich dafür einen handelsüblichen Nass-Staubsauger (eines bekannten Hochdruckreinigerherstellers ;-) ) zu verwenden?
damit könnte man ja theoretisch alles was an staub herumliegt im wasser filtern ohne das z.B. Funken Holzstaub entzünden, oder?
oder gäbe es Probleme mit der Entsorgung dieses "Cocktails"?
Danke jetztschon für Antworten (:
Filtert dieser Staubsauger in Wasser oder kann er lediglich Wasser saugen? Grundsätzlich besteht für den Hobbybedarf wohl kein Problem, ich nutze auch gerne einen normalen Staubsauger als Abzug für das Gröbste. Meiner Erfahrung nach gibt es auch kein Problem mit kleineren Funken, wobei ich das nicht an dem Funkenstrahl einer Flex testen würde.
Entsorgung:
Dein Entsorger hat bestimmt Informationen für Dich, was in die Tonne darf und was nicht. Von zweiterem sollte man vermutlich ohnehin besser die Finger lassen.
Um Deinen Abfluss zu schonen könntest Du die Brühe beim Entsorgen durch einen Kaffeefilter seihen und die Feststoffe gesondert in die Tonne geben.
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