Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hallo, Newbie hätte ein paar Fragen Damast betreffend
Hallo
Ich wollte einmal fragen, wer mir ein paar Tips geben kann bezüglich der Feuerverschweissung bei der Damastherstellung.
Ich muss dazusagen, dass ich selber leider noch nicht alle Werkzeuge zusammenhabe um privat schmieden zu können, ich bin aber fleißig am sammeln.
Ich hatte nämlich das Glück, dass die VHS in Hohentengen einen Damastschmiedekurs für 120.- DM angeboten hatte :-D.
Wurde danach leider eingestellt, weil sie wohl gemerkt haben, dass der Preis dann doch ein wenig zu gering war, schade eigentlich *gg*.
Naja und seitdem hat mich das Fieber gepackt und ich möchte unbedingt weitermachen.
Nun habe ich aber noch einige Fragen die offengeblieben sind.
Also das erste was mich interresieren würde ist, ob ich bei der Feuerverschweissung mit starken Schlägen arbeiten muss oder doch eher vorsichtig.
In einem Buch habe ich nämlich nun gelesen, dass man den Stahl behutsam behandeln sollte beim verschweissen um diesen nicht zu *verprellen*
Da ich das beim Kurs aber anders machen sollte ( mit dem Damphammer volle Kanone drauf ) weiss ich nun nicht was besser sein soll.
Also dann, ich hoffe mir kann noch geholfen werden ;-)
Hallo Tarlyn,
die Frage nach richtig oder falsch einer bestimmten Vorgehensweise kann nicht absolut beantwortet werden.
Richtig ist was funktioniert.
Das können beide von dir geschilderten Vorgehensweisen sein.
Ich habe für mich festgestellt, das ich am anfang mit 'leichten' schnellen Schlägen um die einzelnen lagen zu verbinden besser fahre als direkt mit voller Kraft zu arbeiten(verschieben der Lagen, wenn mal ein Schlag nicht perfekt sitzt).
Versuch mal im ersten durchgang mit leichten Schlägen zu arbeiten um die Lagen zu verbinden. Im zweiten durchgang dann mit mehr (voller) Kraft.
Was für dich am besten funktioniert musst du ausprobieren.
Um mit dem Schmieden anfangen zu können braucht man eigentlich erstaunlich wenig Werkzeug.
Hammer, Zange, Amboss, esse dann kann man schon loslegen und natürlich einen geeigneten Platz.
Einiges kann man sich auch selbst bauen.
Alles andere kommt mit der zeit.
hallo,
hlar, man kann unter der presse oder dem hammer schweissen, oder von hand. wie vorsichtig man sein muss, haengt von den verwendeten materialien ab.
was passiert beim feuerschweissen: 2 metallisch blanke oberflaechen werden miteinander in kontakt gebracht. unter druck und hitze diffundieren nun teile der einen flaeche in die andere. man kann theoretisch sogar bei raumtemperatur schweissen, wenn der druck hoch genug ist und die oberflaechen entsprechend sind (siehe endmasse).
welche materialien sind nun empfindlich: einige sind bei den fuer eine gute schweissung erforderlichen temperaturen schon so bruechig (speziell hochkohlenstoffreiche, eventuell wolframlegierte staehle), dass man da nicht mehr mit voller wucht draufhauen kann. c70, 2842, etc... hingen verzeihen enorm viel! bei feilen, etc... faengts an kniffelig zu werden, da muss man die temperatur schon recht gut erwischen. wenn man nun doch mal zu hoch war, und funken aus dem stahl austreten: die ersten paar schlaege sanft, bis man merkt, dass der stahl nicht zerfaelt, dann kann man richtig loslegen.
wichtiger als wuchtige schlaege ist es jedoch schnell zu schlagen (nun, das macht fast jeder hammer von alleine, nur eben nicht der handhammer. ich schweisse z.b. mit 3kg, recke, etc... mit 4kg.
also: wenn die staehle es vertragen: ruhig stark schlagen. immer schnell schlagen und sich von einer seite durcharbeiten, damit die schlacke und das flussmittel abfliessen koennen. Borax ist ein gutes flussmittel, man kann es jedoch noch ein wenig aufpeppen, damit es die oxidschicht besser loest. (wird roman vielleicht erlaeutern)
gruesse georg
Damast-Homepage (http://www.isd.uni-stuttgart.de/~tardy/schmieden/schmieden.html)
Na das freut mich doch zu hören, ich habe schon gedacht, dass ich grosse Probleme beim Feuerverschweissen von Hand bekomme.
Aber ich muss ja auch gleich mit Damast anfangen <IMG SRC="smilies/cwm32.gif" border="0"> *gg*.
Mit dem Borax als Flussmittel habe ich auch schon gehört, nur die Veredlung ist mir völlig neu, wöre wirklich einmal interressant zu wissen.
Kann mir vielleicht noch jemand einen Tip geben, wo ich eine brauchbare Esse herbekomme ?
Ich habe im Netz bis jetzt nur angele gefunden und da ich auch im Bereich Mittelalter ein bischen was machen möchte bräuchte ich eine Esse mit Blasebalg bzw. Muskelantrieb, die habe ich bei angele aber leider nicht gefunden.
Boraxveredelung:
Es gibt zahlreiche "rezepte" um den besten Borax Cocktail herzustellen.... Gute ergebnisse hatte ich mit Folgendem:
3Teile Borax + 2T Ammoniumchlorid + 1T Borsäure (Pulver)...
Borax und all seine Mischungen sind giftig... Der Staub und die Dämpfe werden vom Menschlichen Körper, wenn eingeatmet nur sehr langsam teils gar nicht mehr abgebaut.
Vermeidet deshalb wennmöglich das Zeugs irgendwie in die Atemwege zu bekommen ... (Gute abzugshaube über der Esse wirkt wunder)
Die Oben genannte mischung ist noch etwas giftiger und entwickelt aufgrund des Ammoniumchlorides (--> nahe an Salmiak) einen dichten "beissenden" Rauch...
Das Zeugs ist aber ein hervorragendes Schweisspulver für Reparaturschweissungen, etc...
Gruss
Daniel
hi tarlyn,
habe dir eine Mail geschrieben.
gruß
Werkstatteinruchtung:
Du kannst eine esse (Gas oder Kohle [Koks, Steinkohle, Holzkohle) sehr leicht selber bauen!
All meine Drei essen sind selbstbauten und seit langem im einsatz... zudem sind sie halt "Massgeschneidert"...
Einige Tips:
Suche nach einem gebrauchten Radialgebläse (In inseraten nach einer alten Feldesse... habe gerade letzhin eine mit Motor für 120Franken erworben)...
Solltest du kein glück haben: Ein alter mind. 1200 Watt Staubsauger funktioniert hervorragend! Bau das Gebläse des Saugers aus und monitere dieses umgekehrt in einer Holz oder Stahlbox (so dass es die luft in die Box bläst)
Auf der anderen seite der Box einen Ausgang mit Rohr montieren...
Als "Feuerschüssel": Alte Rohrverschlusskappen (Gross 30cm durchmesser, 11mm Stark), aus Stahlplatten zusammensetzten (min 10mm Stark!),...
Löcher in den Boden, Luftregulierung, Luftrohr unten anbringen und fertig!
Bild der "Staubsauger Esse":
http://www.walhall.ch/images/shop/coalforge1.jpg
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Weiter wäre eine GAS-ESSE (mit Propangas und Gebläse) möglich.... IN EINER GAS ESSE KANN AUCH HERVORRAGEND FEUERGESCHWEISST WERDEN!!! (Viele glauben dies geht nicht... wenn die esse richtig gebaut wird ist dies aber kein problem... Ich habe eine gemacht und kann wirklich super feuerschweissen mit der Esse!)
Der Bau einer Gasesse ist nicht schwierig...
Wenn du mehr Infos zur gasesse willst mail mir (E-Mail)...
Ach ja die Gas-Esse hat folgende Vorteile:
- Sauber (keine Schlacke,...)
- Weniger Gefahr den Stahl "zu verbrennen"
- Gute kontrolle der Temperatur
- Brennstoff an jeder Tankstelle erhältlich
- "Lautlos" (Sehr leise)
- Kurze aufwärmzeit (meine ist nach dem ersten anzünden nach 7minuten auf "Schweisstemperatur")...
- Schnell
Aber Nachteile hat das Ding auch:
- Hoher Brennstoff verbrauch (je nach Konstruktion)
- Keine "Punkt-Genaue" erhitzung (Im Kohlenfeuer kann ich z.B. Nur die Schneide Stark erhitzen... in der Gas Esse immer einen ganzen Abschnitt...
- Das Kohlenfeuer ist Sicherer (Gas stellt immer eine Explosionsgefahr dar!
Und noch einen HINWEIS!!!:
GAS ESSEN PRODUZIEREN EINEN HAUFEN CO (KOHLENMONOXYD)!!!! ALSO In Räumen nur mit Guter Belüftung verwenden! oder im Freien!
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Einen ersten Amboss kannst du aus einer Zugschiene machen <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0"> ... (Funktioniert nicht schlecht...)
Ich hoffe das hat weitergeholfen!
Solltest du noch Fragen haben oder mehr infos zu selbstgebauten Werkzeugen (mein halber Shop ist aus eigenproduktion)
Ruf mich an oder schreib mir ein E-Mail
Gruss
Daniel
E-Mail: ronin@sword.ch
Phone: +41 (0)78 / 615 50 07
Bremstrommeln von PKWs und LKWs geben ebenfalls brauchbare Feuerschüsseln für Holzkohle betriebene Essen.
In Terrakotta-Blumenkästen kann man unten der Länge nach ein Stahlrohr zur Luftzufuhr einlegen. Das Stahlrohr hat mehrere Bohrungen, durch die die Luft austreten kann. Der gesamte untere teil des Terracotta-Kastens wird dannach mit Ton oder Lehm ausgekleidet, so dass das Rohr mit einer mindestens 10-15 mm starken Schicht bedeckt ist. Zuvor dünne Holz oder Kunststoffstäbchen in die Bohrungen stecken, und nach dem Trocknen der Lehmschicht herausziehen, dadurch bleiben die Luftlöcher frei.
für eine Kohleesse dir zudem transportabel bleiben soll bietet sich verschiedene kondtruktionen an.
Um das ganze system felxibel zu halten, kannst du das Gebläse (alten Staubsauger oder evtl. heizungsgebläse ) ja in einem von der esse getrennten Liftkasten montieren und arbeitest mit einem flexiblen schlauch.
Als Esse kannst du so ziemlich jeden Behälter nehmen der groß genug ist Blecheimmer, Blecherne Waschbütt ( <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> wie meine Oma sagen würde )
oder auch einen holzkasten der mit Schamottesteinen und mörtel etc. ausgekleidet ist.
es gibt da einen beitrag im forum
=> Washtubeforge
oder du baust dir einen Metallrahme wie die standardfeldessen aufgebaut sind. Dann bist du mit einem maß von 60 x 60cm gut dabei.
ist transportabel und du kannst ein langfeuer von ca. 40-50 cm einrichten.
gruß
zur luftöffnung würde ich einen 'luftkasten' unten oder an die seite der Esse montieren in den deine Luftzufuhr mündet.
Von diesem Luftkasten führen mehrere Luftöffnungen in die feuerschüssel, die aber nach bedarf verschlossen/geöffnet werden können. Damit erreichst du eine variable länge deines Feuers.
Hi
Klasse Vorschlag, dankeschön, bin heute direkt zu meinen Eltern gefahren und habe zwei alte Staubsauger demontiert <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> .
Jetzt muss ich nur noch schauen, wo ich einen alten Rohrverschluss herbekomme, dürfte wohl nicht so einfach werden bei mir in der Umgebung, aber da kann man sich ja durchfragen *gg*.
Was sollte ich denn für das Luftrohr mittig einhalten ?
Und dann würde mich noch interressieren, ob ich das Rohr Trichterförmig spreizen kann um ein etwas längeres und dafür schmaleres Feuer hinzubekommen, oder ob ich es lieber rund lassen sollte.
Und da ich ja nicht geung fragen kann gehts gleich weiter ;-).
Wie gross sollte ich denn die komplette Fläche machen, ich hatte anfänglich an 90 X 90 gedacht, hab dann aber bei nem ersten Versuch gemerkt, dass das alles dann doch ein wenig zu groß wird, eildiweil ich die Esse auch noch so bauen möchte, dass ich sie transportieren kann und da ich nur n BMW habe, is allein das schon n Riesenprob.
So, ich glaub merh Fragen fallen mir grad nicht ein, ich hoffe ich nerv nich zuviel.
Mit dem Satz : Was sollte ich denn für das Luftrohr mittig einhalten ?
meinte ich welchen Durchmesser ich einhalten sollte.
Junge Junge, echt klasse was für Ideen hier so ans Tageslicht kommen.
Die Sache mit der Bremstrommel von nem LKW scheint mir ne verdammt gute Lösung zu sein, die dürfte man recht einfach auf jeden Schrottplatz bekommen <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> , somit habe ich das Problem mit dem Rohrverschluss schonmal aus dem Weg.
Und dann der Tip mit dem Luftkasten zur Verlängerung des Feuers, astrein, dankeschön.
Ich glaub ich werd mich am Mo direkt mal dransetzten und mir die restlichen Sachen besorgen.
Eine Frage hab ich aber noch.
Ist es egal wie groß ich die Bohrungen zum Feuer hin setzte ?
Gut dass ich sie nicht so gross machen sollte, dass die Kohlen durchfallen ist klar.
Aber wie sieht das mit dem Druck aus ?
Ist eher ein größerer Druck empfehlenswert ?
Also kleinere Löcher, oder ein weit gefächerter stetiger Luftstrom ?
Hmm ich glaub ich hätte den Titel n bischen was ändern sollen, vonwegen Newbie hä
hmm, da hab ich anscheinend irgendwas falsch gemacht, is ja die Hälfte weg <IMG SRC="smilies/cwm32.gif" border="0">
Also so sollts eigentlich weitergehen :
Hmm ich glaub ich hätte den Titel n bischen was ändern sollen, vonwegen Newbie hätte n paar Fragen zur Grundausstattung fürs schmieden.
Danke erstmal für die ganze Hilestellungen und Tips die ihr mir gebt.
@ Claymore bezüglich deines flexiblen Schlauchs zur Luftkammer hätte ich auch noch eine Frage ( wie kanns auch anders sein <IMG SRC="smilies/glglglgl.gif" border="0"> ), ich habe beim schmieden noch nie auf die Temperatur unterhalb des Schmiedefeuers geachtet.
So hoch dürfte sie ja eigentlich nicht liegen durch den Luftsruck nach oben, aber reicht die Temperatur um einen Staubsaugerschlauch verschmilzen zu lassen ? Ansonsten hätte man mit dem Staubsaugerschlauch ja schon einen aus Gebläse passenden flexiblen Schlauch.
Also dann bis zur nächsten Frage <IMG SRC="smilies/cwm50.gif" border="0">
Manfred Sachse
31.03.01, 21:37
Man kann ja denken darüber wie man will, die Vorschläge die hier gemacht wurden zur Einrichtung einer Damastschmiede, haben mich leicht erschaudern lassen. Es ist sicher alles richtig und wird auch funktioniern, nur macht es auch Spaß mit derartigen Provisorien zu arbeiten? Natürlich hat nicht jeder die finanziellen Mittel um sich gleich alles zu kaufen. Aber mit etwas suchen findet man auch Sach und Fachgerechtes Werkzeug für wenig Geld. Ich denke ein edles Produkt wie es der Damaszener-Stahl nun einmal ist muß nicht unbedingt auf der Müllkippe entstehen. Es geht um die innere Einstellung zu einem Material welches uns Ehrfurcht abnötigt. Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich habe Respekt vor jungen Leuten die mit geringen Mitteln sich einen Erfolg erarbeiten, das Ziel sollte jedoch ein handwerklich Sachgerechtes Arbeiten sein.
Vulcan
Moin Vulcan
Ich verstehe dich schon, aber du sagtest auch schon dass richtige.
Sicherlich ist eine fix und fertig gekaufte Esse und Werkzeug schön und teilweise bestimmt auch besser als selbergebaute Sachen.
Nur wenn ich mir anschaue, dass bei Angele ein Amboss ca. 2000.- und eine Esse ca. 1000.- kostet, hab ich das Problem, dass ich dann ungefähr in einem Jahr anfangen kann zu schmieden, da die Esse und der Amboss ja nu nicht das einzige ist was ich benötige.
Aber auf die andere Art bin ich auch der Meinung, dass alles was selber hergestellt ist, naja wie soll ich es sagen, eher einen persönlichen Bezug hat als gekaufte Gegenstände.
Ich könnte mir ja auch Damaszenermesser kaufen aber dann fehlt halt die Persönlichkeit und der Spass bei der Sache.
Bezüglich deines Einwandes dem Stahl Ehrfurch entgegenzubringen möchte ich auch gern noch etwas sagen.
Ich schätze mal, dass die ersten Messer die ich versuchen werde aus Damast herzustellen im Endeffect nur auf dem Schrott landen werden, weil ich ohne Ende Fehler begehen werde und das wird bestimmt nicht an der Ausrüstung liegen.
Also dann nichts für ungut aber eine Müllhalde wird die Schmiede nu auch nich werden.
Hi Vulcan nochmal
Wenn du natürlich n Tipp geben kannst wo ich für kleines Geld fachgerechtes Werkzeug kaufen kann, bin ich natürlich nciht abgeneigt mir auch da hilfreiche Tips in Form von Händleradressen geben zu lassen <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">
Nix für ungut
- hi claymore, schade, postest doch sonst so ausgiebig.
- vulcan, also ich hab noch nie geschmiedet. aber die posts von claymore, daniel od. armin hab ich mit starkem interesse gelesen. ist doch klasse wenn man mit einfachen mitteln ein tolles resultat erziehlt.
ehrfurcht vor einem handwerklichen resultat hab ich eigentlich überhaupt nicht. da gibt es andere sachen, wo dieses wort besser angebracht ist.
habe heute an einem andreas schweikert damast gearbeitet. bin so begeistert von dem "Teil", der schmied ist ganz offensichtlich ein meister, würde ihm auch gerne kennenlernen und ihm zusehen, ER hat meinen respekt. sein produkt bewundere ich.
sorry vulcan, die götter sind tot. <IMG SRC="smilies/cwm51.gif" border="0">
Manfred Sachse
01.04.01, 20:46
Hier einmal der Versuch einige Tips zu geben, um an eine Schmiedeeinrichtung zu kommen.
Leider wird es über Händler nicht möglich sein billig an Werkzeuge zu kommen. Denn der Händler wird in der Regel die Dinge die er geschenkt bekommen hat nicht weiter verschenken. Selber habe ich noch nie einen Amboß gekauft, alle meine Ambosse stammten aus Betriebsauflösungen und am Ende hatte ich fünf Stück. Schmiedeessen kann man auch mauern und Lederblasebälge sehen schöner aus wie Staubsauger. Wenn man früher einen Schmied nach der Beschaffung von Zangen fragte, so war die Antwort selber schmieden.
Andererseits gibt es so viele Schmieden die brach liegen und wo man für kleines Geld wirklich gute Dinge bekommen kann. Mein Vor schlag wäre, ein Kleinanzeige in eine normale Tageszeitung "Suche Schmiede Inventar". So manche Witwe eines Schmiedes wäre froh wenn mal die alte Schmiede ausgeräumt würde. Natürlich kommt es darauf an ob man bei der Dame einen Stein im Brett hat. Möglichkeiten gbt es sicher nur etwas Geduld muß man schon haben.
Viel Erfolg wünsche ich bei der Suche, der etwas senile Vulcan.
Hallo vulcan,
was das Billig beim Händler bekommen betrifft, geb ich dir absolut recht.
Preiswert beim Händler bekommen kann schon mal eher passieren.
Sicher sehen Lederblasebälge schöner aus als Staubsauger.
Betrachtet man den Staubsauger nicht als Staubsauber, sondern als Elektrisches Gebläse, wie auch das Gebläse an einem (Heizungs)brenner, oder das mitunter doch sehr wuchtige Gebläse welches man für Essen kaufen kann und sieht alleine die Funktion die er erfüllt, dann kann man doch damit leben denk ich. <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">
Hier wird das Selbstbauen, das du beschreibst lediglich auf weitere Bereiche ausgedehnt.
Auch kann sich nicht jeder eine gemuaerte Esse hinstellen, manchmal muss es ganz einfach transportabel bleiben.
Der Tip mit den Schmiedeauflösungen ist gut, man braucht allerdings u.umständen geduld bis was findet.
gruß
Hi
Moin Claymore erstmal
@ Vulcan dat mit der Schmiedeauflösung hab ich auch schon versucht mittels Anzeigen in Zeitungen, nur wie du schon sagtest, da braucht an Gedult für und da liegt mein Problem *gg*.
Mittlerweile ist es schon 1 Monat her, dass ich das letzte mal schmieden durfte und da kribbelts doch schon ganz schön in den Fingern mal wieder ans Feuer zu gehen.
Leider kenne ich hier in der Umgebung keinen Schmied bei dem man vielleicht einmal ans Feuer dürfte.
Naja und wenns in den Fingern kribbelt muss man was dagegen tun oder auch dafür beim Damaszener, die Mustersteuerung hab ich nämlich noch nicht wirklich raus und von daher ist es schon immer n genialer Augenblick wenn man das Messer aus der Säure holt und das erste mal das Muster sieht <IMG SRC="smilies/cwm47.gif" border="0">
Aber irgendwann werde ich auch vernünftiges Werkzeug haben <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">
Aber nochmal zur Esse Claymore, kannst du mir sagen wie gross ich die Löcher setzten sollte ?
Und ob die Hitze unterhalb des Feuers zu gross ist um einen normalen Staubsaugerschlauch zu nützen.
Also dann
Hallo,
Ich selber habe bislang leider noch nicht an vielen Essen gearbeitet, kenne aber doch ein paar, einige sind Selbstbauten, andere gekaufte. Die Esse, in der ich am liebsten arbeite (vielleicht auch weil ich sie am besten kenne) ist eine ca. 15x15x15 Grube, mit Luftzufuhr mittig unten. Die Seiten sind aus Schamottsteinen. So entsteht ein schoenes Hitzenest, es stahlt auch nicht so viel Hitze ab, wie z.B. bei den Domessen. Etwas derartiges kann man sich leicht selber mauern/bauen. Eine kostenguenstige Loesung fuer ein Geblaese ist sicher der beschriebene Staubsauger, bei dem muss man nur drauf achten, dass der Lufteinlass saubere Luft zieht, sonst machts keinen Spass sonder Krach und Probleme. Ein richtiges Geblaese mit Schieber hat einiges, kostet aber auch, sicher eine Anschaffung, die sich lohnt, wenn man eine guenstig bekommt. Ob man nun den Blasebalg in den Hitze-zeiten treten will, ist eine andere Sache, dann sind wohl die japanischen Schiebe-Blasebaelge eine feine Sache.
Zur Verarbeitung von Schrott: Staehle sind in den vom Hobbyisten benoetigten Mengen mitunter schwer zu bekommen, wenn man also weiss, was man worin findet, sehe ich Schrott auch als eine Loesung an. So sind z.B. oft alte Puddelstaehle ind Wagenraedern, Mauerankern, etc. drin. Die Schweissen gut und zeigen Muster, ist aber NUR etwas fuer die Deckschicht. Die Standartstaehle (z.B. C70, 2842, St37, etc...) bekommt man problemlos, die kann man ruhig neu kaufen.
Ich denke dass fuer mich die Loesung irgendwo in der Mitte des beschriebenen Weges liegt. Man muss dabei bedenken: bei mir ist es ein Hobby!
Also lasst uns hier keinen Bildersturm vom Zaun brechen, sonder mal die Erfahrungen, Vor- und Nachteile darlegen!
Gruesse Georg
Manfred Sachse
02.04.01, 16:34
Hier einmal ein Tipp was gute, preiswerte und transportabele Schmiedefeuer betrifft.
Die Stahlbaufirmen, Brückenbau, Schiffbau, Stahlskelettbau baben für ihre Nietarbeiten sogenannte Nietfeuer gehabt. Diese kleinen Essen konnten bequem von zwei Mann getragen werden und mit auf die Gerüste genommen werden. Die Gebläsemotoren hatten einen Schalter der es erlaubte die Drehrichtung zu ändern, damit man nicht immer die Phasen tauschen mußte. Die Feuerschüsseln waren normal aus Gusseisen und die Untergestelle aus Flach und Winkeleisen. Meist waren diese Nietfeuer mit einer großen Nummer versehen da die Stahlbaufirmen diese Essen in großer Stückzahl besaßen. In diesen Fall muß man die Feuer bei den großen Firmen suchen, die diese vermutlich noch auf Halde liegen haben.
Ich selber habe ein derartiges Nietfeuer besessen und bei Außeneinsätzen mit Vorteil verwendet. Die Nietfeuer sind keine Feldschmieden, die natürlich auch geeignet sind.
Gruß Vulcan
Hallo Tarlyn,
wenn du die Luftzufuhr von unten willst, dann bietet sich die von Georg beschreibene Esse an.
Ich selbst arbeite u.a. mit einer modifizierten Feldesse, mit einer recht flachen Feuerschüssel von ca. 22 x 22 cm, die ich seitlich und am hinteren ende mit Schamottesteineneingefasst habe um so eine ca. 15 cm tiefe Mulde zu bekommen.
Die Luftzufuhr erfolt über ein handelsübliches Esseisen.
Luftzufuhr üner ein modifiziertes Brennergebläse eines ausgemusterten Heizungsbrenners.
Beim Selbstbau:
Ich würde den zuluftschlauch auf keinen Fall direkt von unten an die Feuerschüssel anbringen, abgesehen, das ein nicht feuerbeständiger Schlauch dir zu brennen anfangen kann, fallen Kohlepartikel in den Schlauch und behindern die Luftzufuhr.
Mein tip bau einen Luftkasten aus stabilem Stahlblech (min 2-3 mm stark )unter die Feuerschüssel, der die gesamte länge der gewünschten Feuerlänge hat.
Den Schlauch über einen Stutzen an die dir gegenüberligende Stirnseite, oder an den Seiten des Luftkastens anbringen, dann ist er dir wenn du vor der Esse Stehst nicht im weg.
den Luftkasten deckst du mit einer stabilen Stahlplatte, oder Gußplatte ab.
Mindestdicke so 5-6mm eher mehr.
Die Deckplatte muss herausnehmbar sein.
Dann kannt du hineingefallene Asche entfernen.
Danach wie benötigt die Seitenränder und evtl. die Rückwand ( mit einem loch für lange teile) mit schamottesteinen aufsetzten/aufmauern.
Die Luftzufur in der Deckplatte z.b. mittels ca. 10 mm durchmessenden löchern.
z.b. für eine 20 cm lange feuerschüssel 3-4 reihen von 1 cm löchern mit jeweils 1 cm abstand und pro reihe ca. 8 Löcher.
die Anordnung muß nicht so exakt sein, stell dir einfach ein stück Schweizer 'Stahl'Käse vor, das un einlegst, dann passt's schon <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">
Hier mal ein schematischer Aufbau
die Sternchen stellen den Umriss im Querschnitt dar.
Die (x)'e sind die Deckplatte mit löchern dort wo kein X steht ;-)
Links siehst du den Anschluss Rohtstück für den Luftschlauch.
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gruß
p.s.
der Phantasie sind keine grenzen gesetzt.
Es funktionieren viele Wege
mist er schiebts zusammen, hat sich was mit der schema skizze <IMG SRC="smilies/frown.gif" border="0">
[ 02-04-2001: Nachricht editiert von: Claymore ]
Hallo,
die Bodenplatte der von mir beschriebenen Esse ist ein 6mm starkes Stahlblech, in welches ein Loch gebohrt wurde (20mm). Darunter ist ein Ende von einem Stahl-Rohr mit Gewinde geschweisst. Diese Rohre bekommt man in jedem Baumarkt, sie sind Verzinkt und haben ca. 3mm Wandstaerke.
Auf das Gewinde wird ein Kruemmer geschraubt. Daran wieder ein Rohrstueck, auf das man den Schlauch vom Geblaese schmiebt. Fallen nun Kohlebrocken in das Luftsystem, so braucht man das Rohr nur abschrauben und gegen den Kruemmer klopfen, dann fallen sie raus. Sollte das nicht reichen: Kruemmer abschrauben. Durch die Tiefe der Esse verteilt sich die Luft gut genug.
Gruesse Georg
Moin Moin, da bin ich schon wieder <IMG SRC="smilies/wink.gif" border="0">
@ Claymore Ich meinte ncih, dass ich den Schlauch direkt an die Feuerschüssel setzte, sondern an den Luftkasten.
Werds wohl erst nächste Woche ausprobieren können, hab leider verdammt viel zu tun.
Werd dann versuchen mal n Bild von der Esse ins Netz zu setzten, dann kann wieder gelästert werden <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0">
Ulrich Wolf
05.04.01, 04:48
Hallo
bei Angele gibt es alle Teile auch einzel -
Feuerschüssel+Unterteil mit Regulierklappe -
kostete 230.- DM zusammen (Nagelneu). Gestell
aus Profilrohr zusammengeschweißt - Platte aus 5mm starkem Stahlblech (Schrottplatz),
dieses ausgeschnitten und Feuerschüssel eingesetzt. Gebläse vom Schrottplatz voll funktionsfähig (aus entrümplung einer Werkstatt) - schon ist die Esse fertig - ist in der Funktion gleich einer Fabrikgefertigten für 1000.- DM.
Meinen Amboß habe ich aus einer Firmenauflösung (Versteigerung) Gewicht 300Kg
kostete 350 DM ist im Gesenk geschmiedet jedoch ca. 20 Jahre alt ( ist jedoch für einen Amboß kein Alter),hier habe ich dann auch noch für ein paar Mark handgeschmiedete Zangen mitnehmen können.
Jedoch muß man auch etwas suchen und gegebenfalls sich ein paar Monate gedulden können.
Gruß Uli
Ein tip,
das Gebläse eines Heizungsbrenners liefert ein gutes Luftvolumen, das teil ist sehr leise im vergleich zum 'staubsauger' oder auch zu einem 'echten' Ventilator für eine Esse, jedenfalls im vergleich zu meinem Teil.
Frag da mal einen Heizungsbauer bei euch in der Kante, die dürften des öfteren alte ausgemusterte Brenner haben.
Wenn du dann dort bist schau dir mal die Brennkammern alter Heizkessel an, die bestehen meist aus stabilem Material und haben ggfls. schon die Maße für eine 'riesige' 'feuerschüssel'
Der Gedanke ist mir gekommen als ich mal unsre Heizung gereinigt habe Kessel ca. Baujahr 71, von Viesmann gereinigt habe.
Da findest du evtl. auch noch anders Brauchbares Material Schwarzrohr für Luftleitungen etc. und der Heizungsbauer ist unter umständen froh, das er den Schrott loswird.
gruß
Gagstätter
06.04.01, 19:57
Hallo Tarlyn
hast du eine FaxNummer? Dann wede ich dir mal meine Untelagen übers Damastschmieden zukommen lassen.
Gruss Peter
Nibelungenschmiede
Peter Gagstätter www.nibelungenschmiede.ch (http://www.nibelungenschmiede.ch)
nibelungen@bluewin.ch
Hi Leutz
Da bin ich auch mal wieder.
Erstmal kann ich euch das Freilichtmuseum in Hagen empfehlen, war gestern da.
Junge Junge tierisch genial.
Viele Schmieden in denen teilweise noch ( zu Vorführzwecken ) geschmiedet wird.
Junge Junge und die Ausstattung ein Amboss in jedem Raum ?? Quatsch mindestens 2 - 3 müssens sein.
Naja mein Rucksack war zu klein <IMG SRC="smilies/zwinker.gif" border="0">
@ Claymore
Das mit dem Heizungsbrenner is gut, wir haben quasi Nebenan n Heizungsbauer, werd ich mal dumm fragen gehen.
@ Gagstätter
EIn Fax habe ich leider nicht zuhause, ich werd aber bei nem Kollegen mal anfragen ob ich die Faxnummer seiner Arbeit dafür nützen kann, ich werds dann hier wieder posten oder dir ne Mail schreiben.
Danke fürs Angebot, greife ich verdammt gern drauf zurück.
Also dann bis die Tage
hi Tarlyn,
jaja mit den Ambossen, (schreibt man das so ? , na egal )
ist's so ne sache.
Der Verkäufer meines großen Ambosses hat damals auch gemeint ich könne ihn umsonst haben.......
wenn ich es schaffe in in einer Plastitüte rauszutragen
Der kleine wiegt 200 KG
<IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0"> <IMG SRC="smilies/biggrin.gif" border="0">
ist tatsächlich so gewesen <IMG SRC="smilies/smile.gif" border="0">
gruß
hm..also dazu kann ich nur sagen,dass ich mit einer selbstgeschweißten "Minikohlenesse" angefangen habe, welche aber lediglich Glut für kleinere Messer liefern konnte...aber immerhin ! Habe sie dann schwarz (Auspufflack lackiert), und mit einem selbstgebauten Blasebalg (Holz+Leder) betrieben.....ich finde, dass das ein würdiger Rahmen ,selbst für Damast gewesen wäre,da das ganze wohl relativ autentisch,mittlealterlich dahergekommen ist.....
So,mit dieser Konstruktion konnte ich die erste Zeit überdauern,bis ich nun letztendlich auf **** eine Esse mit Gusseisernem Schmiede-Ess-Eisen für 50.- ersteigern konnt........
Also ,man muss einfach suchen,und sich bis dahin mit Provisorien behelfen.
na da gehts ab.
vorher wurde mal abgesprochen wegen feuerschweißen und Boraxmischungen.
Hier noch was von mir:
Das Feuerschweißen ist die älteste bekannte Möglichkeit Eisenwerkstoffe zu verbinden. Daß diese Technik fast verloren ging, ist wohl der rasanten Weiterentwicklung der Schweißtechnik im 20 Jahrhundert zuzuschreiben. Es ist noch nicht allzu lange her, daß in den Handbüchern der Stahlhersteller noch genaue Hinweise zum Verfahren und zu den dafür extra geeigneten Stählen zu finden waren. So schrieb z.B. das Stahlwerk Schoeller und Bleckmann (1953) zur Warmverarbeitung und Wärmebehandlung für den Punkt "Schweißen": (Für Stahl mit 0,7% C und 0,75% Mn)
Zitat: "Die Schweißhitze ist die dunkle Gelbglut, etwa 1100°C, im Gegensatz zu jener des Eisens, welches Weißglut, etwa 1200°C, erfordert (Bild 27). Auf Weißglut erhitzter Stahl wird brüchig. Zur Vereinigung der zu schweißenden Teile ist es erforderlich, daß die Berührungsflächen frei von Zunder sind, wozu man sich außer dem Abschaben verschiedener Mittel bedient, wie z.B. Lehm, Borax, Glas, Soda und dergleichen. Diese lösen den Zunder in der Schweißhitze auf und bewirken dadurch eine reine Oberfläche. Eine bewährte Mischung des Schweißpulvers für Stahl ist: Ein Teil Eisenfeilspäne und ein Teil feingepulverter gebrannter Borax. Beim Aufstreuen des Schweißpulvers ist darauf zu achten daß sich nicht stellenweise Klumpen bilden. Sind zwei Stücke aneinander zu schweißen, so formt man diese zunächst derart, daß das eine keilförmig, das andere gabelförmig gestaltet ist. Die Berührungsflächen versieht man noch mit Meißelhieben, um das Abgleiten beim zusammenfügen zu verhindern, dann erhitzt man auf Schweißhitze. Nach erreichen der Schweißhitze entfernt man den gebildeten Zunder durch Abschaben, streut das Schweißpulver auf und führt durch leichte Hammerschläge eine oberflächliche Vereinigung herbei. Dann erhitzt man die Schweißstelle neuerdings auf Schweißhitze und besorgt durch kräftiges Überschmieden, bis zur Dunkelrotglut, die endgültige Vereinigung. Zur Verhinderung der beim Schweißen unvermeidlichen Entkohlung ist ein Bestreuen der noch glühenden Schweißstelle mit gelben Blutlaugensalz vorteilhaft.".
Dieser Beschreibung ist lediglich der folgende Hinweis aus verschiedenen anderen Literaturquellen ähnlichen Ursprungs hinzuzufügen: "..daß, eine solche Feuerschweißung am vorteilhaftesten mit Holzkohle durchzuführen ist, da diese ein besonders reines Feuer abgibt." Anmerkung! Holzkohle befeuerte Essen sind baulich anders gestaltet als normale Schmiedeessen (53).
Ein bewährtes Rezept für ein Schweißmittel zum Feuerchweißen von Stahl: Borax (Granulat = Natriumtetraborat: Na2 B4 O7 x 10 H2 O) 10 Teile und Salmiak (Granulat) Ammoniumchlorid 1 Teil gemischt und in einem großen Topf bei 600-800°C gebrannt, bis das gebundene Kristallwasser abgespaltet ist (d.h. wenn eine "styroporartige" Masse vorliegt). Die erhaltene Masse wird zerstampft und das entstandene Pulver, bis zum Gebrauch, trocken aufbewahrt.
Verstählt (=einseitiges auflegen und feuerverschweißen eines härtbaren Stahles auf ein weiches Trägermaterial z.B. japanische Stemmeisen, Hobelmesser, Funiermesser, skandinavische Zimmermansäxte, usw.) man einseitig kann diese Mischung zusätzlich, wie oben genannt mit Eisenfeilspänen, die fein und auch etwas angerostet sein sollten, zu gleichen Teilen aufbereitet werden. Der Vorteil ist hierbei, wenn man die beiden aufeinander zu schweißenden Teile z.B. aus optischen Gründen, nicht vorher mit einer leichten Heftung mittels eines Elektroschweißgerätes fixieren will, wirkt diese Mischung schon vor dem Bearbeiten mit dem Hammer fixierend, ähnlich wie ein leichter Kleber.
Höher kohlenstoffhaltige Werkstoffe sollten möglichst immer mit einer Schutzhaut aus Borax im Feuer geführt werden, um den ungewollten Zutritt von Sauerstoff zu unterbinden. Ein Zeichen für diesen Luftzutritt ist besonders bei Stählen mit hohem Kohlenstoffgehalt das Absprühen von feinen, stark verzweigten Funken (brennender Werkstoff = Kohlenstoff) bei zu hoher Hitze. Dies führt wegen des Kohlenstoffverlusts immer zu einer Qualitätsminderung. Wenn sich im fertigen Werkstück dann tiefgehende Risse an der Oberfläche zeigen, ist der Stahl danach unrettbar verdorben
Hi,
kann ich kleine Messerklingen auch mit `nem Schweißbrenner schmieden?
@roman: Ich würde gern mal ein Messer aus einer kleinen Feile (unter 200) machen. Kann man das Weichglühen und härten auch mit dem Schweißbrenner schaffen ?
Was für Öl soll ich nehmen ?
Motoröl oder Planzenöl ?
Hallo zorro,
kleine messer mit dem Schweissbrennerschmieden
geht nicht!
musst schon Hammer und Amboss dazu nehmen
:D
Im Ernst sollte funktionieren.
Härten und weichglühen auch.
Beim weichglühen musst du aber immer wiedererwärme um eine langsame abkühlung zu erreichen.
zum härten unbedingt Pflanzenöl nehmen.
Der Rauch vom Motorenöl ist mit sicherheit wesentlich gesundheitsschädlicher.
Das härten in Pflanzenöl riecht als brenne dir das Fett in der Pfanne an.Das härten in Motrorenöl als fackele grade dein auto ab.
Das öl vor dem härten auf ca. 60 ° C erwärmen verbessert die Wärmeabfuhr und vermeidet zugroße spannungen.
Ein tip:
bau dir aus zwei schamotteSteinen/Feuerleichtsteinen eine miniesse.
diesteine 6x12x24 cm mit der Fläche 12x24 cm aneinanderstellen, mit Bindedraht o.ä. fixieren.
zuvor in die berührungsflächen, je stein mit flex und steinscheibe eine halbrunde 'rinne' so lange wie der Stein einfräsen.
Ergibt eine Röhre, z.b. durchmesser 5-6 cm wenn die steine zusammenstehen.
von der seite eine Bohrung zur aufnahme des brenners bis zur Röhre durchbohren.
Brenner einstecken und los gehts.
Dadurch erhälts du eine relativ gleichmäßige Wärmeverteilung.
Es geht weniger Wärme verloren.
die steine speichern die Wärme, guht fürs Weichglühen.
Das erhitzen geht auch mit einem Propanbrenner.
gruß
Hi Claymore,
danke für deine Tipps. Das mit dem Weichglühen hat schon mal geklappt.
Bis zum Härten dauerts ja jetzt `ne Weile.
Dafür werde ich mir bestimmt die "Miniesse" bauen.
AxelKleitz
05.10.01, 10:59
Hallo,
zu dem Beitrag von Manfred Sachse fällt mir ein Bild aus seinem Buch ein:
Da sitzt ein Inder auf Lehmboden vor einem Mini Amboss und schmiedet mit nackten Füßen Damast.
Ich habe das gleiche Interesse und versuche es auch mit primitivsten Mitteln.
Die begehrten, xxxx-mal gefalteten Katanas die vor xxxx-Jahren geschmiedet wurden, geben mir glaube ich Recht.
Alle Achtung vor Sachses Arbeiten !!!!
Gruß,
AxelKleitz
Mahlzeit!
ich hab da noch ein paar Fragen zum Thema:rolleyes:
Vom Schmieden hab ich zwar keine grosse Ahnung ausser dem, was wir in der Lehre so gemacht haben.Haupsächlich Meissel und eben dieses Kunstschmiedezeug für Meister`s Gartentor:irre:
Also, beim Feuerverschweissen wird Borax etc. VOR dem Erwärmen auf die zu fügenden Flächen gestreut wenn ich grade richtig gelesen hab.
Jetzt seh` ich aber ständig Damastschmiede, die die Stähle vor dem Schmieden via Elektrode oder MAG zum Paket verbinden, um dann zu erwärmen. Wie kommt den da das Borax in die Zwischenräume? Kappilarwirkung wie beim Löten? Und wie siehts mit Abbrand in diesen Zwischenräumen aus? Besonders wenn die Pakete nicht sorgfälltig gefügt wurden. Oder ist das so gering, das man es vernachlässigen kann?:confused:
Gruß Patrick
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