PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bohren in Fertigklingen



redkite
12.08.04, 14:40
... vielleicht kann mir mal einer einen Tip geben wie ich die Angellöcher in Fertigklingen (Z.B.12C27, o.ä) aufbohren (4 mm auf 6 mm z.B.) bzw. neue Löcher bohren kann, ohne mit einer Bohrerfirma einen Liefervertrag abschließen zu müssen :rolleyes: ... entweder die Boher glühen aus oder sie fliegen mir um die Ohren ... welche Art von Bohrern sollte ich da nehmen ??? ... am besten haben sich bei mir immer noch die Hartmetall-Allroundbohrer aus dem Baumarkt bewährt ... aber das Gelbe vom Ei ist das nicht :hmpf:

erpel
12.08.04, 15:08
@redkite:

ich hab auch immer Hartmetallbohrer genommen, langsam bohren und Schneidöl dazu geben. Oder man nimmt eine Diamant-Nadelfeile und hat viel Geduld.
Man könnte auch so einen kleinen Schleifkopf für den Dremel o. ä. nehmen, der ist aber danach warscheinlich auch hinüber.

Gruß,

erpel

Beisser
12.08.04, 15:12
langsam, wenig druck und viiiiiiiieeeeel kühlen

gruß
Arne

itleiter
12.08.04, 15:16
Hallo!

Also als Tipp habe ich nur, einen Hartmetall Betonbohrer. Damit soll
man sogar Kugellagerschalen durchbohren können. Aber ich habe es selbst
noch nicht probiert. Ich glaube man musste am Bohrer auch irgendwas
schleifen. Vielleicht diese vorstehenden Nasen an der Seite.

Gruss
Michael

tomtom84
12.08.04, 15:21
das mit den betonbohrern funzt - aber du mußt die schneidgeometrie an der hm-spitze ändern (soviel ich weiß)
grüße
thjorve

tomtom84
12.08.04, 15:24
und immer in einen metallklotz bohren :D

heiko häß
12.08.04, 15:33
Mit den Hartmetallbohrer von Bladesandmore (http://www.bladesandmore.de/index.html) Kannst Du problemlos neue Löcher bohren. Habe ich schon öfters bei RWL 34 gemacht.

Sika
12.08.04, 18:29
Am besten geht es wirklich mit einem 6mm Kugeldiamantkopf für den Dremel. Durch die hohe Umdrehung des Dremels ist dein Loch dann schnell von 4mm auf 6mm aufgefräst.

Grüße Sika

ErwinMcKnives
12.08.04, 18:32
12C27 müsste sich problemlos mit Vollhartmetallbohrern bearbeiten lassen. Leider gibt's sie nicht im Baumarkt um die Ecke.
Sie werden in der Industrie verwendet, um harte Matreialien bearbeiten zu können. Hergestellt werden sie unter anderem von der Fa. TITEX, die die Industrie beliefert. Google mal und schau rein bei TITEX, man wird dir sicher einen Händler in deiner Nähe nennen können.

Erwin

ErwinMcKnives
12.08.04, 18:37
Vollhartmetallbohrer sind nicht mit Widiaschneiden bestückt sonder sind ganz aus diesem Material gefertigt - also - kein Ausbrechen der Schneiden, weil beim Bohren das Lot geschmolzen ist.

Erwin

sauer.m
12.08.04, 19:05
Hi,
das mit dem Steinbohrer funtioniert.
Anschliff:
Spitzenwinkel wie Stahlbohrer
Freiwinkel ca. 5°
Spanwinkel 0°
Ich hoffe du kannst das auf den Bildern einigermaßen erkennen, da der Bohrer schon ein paar Fliesen gesehen hat, ist die Scheide schon etwas stumpf.

Werkstück unbedingt festspannen und mit Schneidöl Kühlen

luftauge
12.08.04, 19:32
@ Erwin:
Das Problem ist nur, dass die VHM-Bohrer sehr allergisch auf Spindelspiel und falsche Drehzahl reagieren - einmal unvorsichtig an- oder aufgesetzt, und einige Euros sind zerbröselt :(

@ tomtom:
Das mit dem Metallklotz macht man zur Kontrolle des Anschliffs, d.h. dass man den Span beobachtet, ob er an beiden Schneiden gleichmäßig aus der Spannut des Bohrers herauskommt und mittig bohrt ;)

Zum Aufbohren von kleineren Löchern sind die Bengel eine eher suboptimale Wahl (wenn der vorhandene Durchmesser wesentlich größer ist, als die Querschneide des größeren Bohrers fängts an zu Rattern),
dann lieber die umgeschliffenen Steinbohrer.
Aus dem "Vollen" bohren, d.h. direkt mit dem Enddurchmesser wäre bis ca. 6mm wahrscheinlich der bessere Weg. Schont auch den Geldbeutel und die Nerven.
Auf jeden Fall die Schutzbrille nicht vergessen, egal mit welchem Bohrertyp man es angeht.

Gruß Andreas

redkite
12.08.04, 20:24
einige davon werde ich ausprobieren ... einen etwas größeren Mülleimer habe ich ja ... das mit den Vollhartmetallbohrern werde ich mal bei einem Kumpel testen, der hat einen Metallbetrieb (Musterbau) und sollte solche Dinger haben ...
Sevus und besten Dank ... redkite http://www.sackkh.de/assets/images/redkite.jpg

ErwinMcKnives
12.08.04, 21:03
Eins sollte wohl klar sein: schon mein Großvater hat immer geagt "Ohne gescheites Werkzeug kann man keine gescheite Arbeit machen!"

Mit der Handbohrmaschine im billigen Bohrständer braucht man präzisonsgeschliffene Hartmetallbohrer ganz bestimmt nicht verwenden.

Ich bnutze meine kleine Fräsmaschine mit einem stabilen!!! Maschinenschraubstock um solche Problemlöcher zu bohren[B] und habe bereits problemlos wenn auch etwas mühsam
in bereits gehärteten Damasteel ein Pivotloch gebohrt. Klar sind die Vollhartmetalbohrer etwas teurer, aber siehe oben.

Erwin

tomtom84
12.08.04, 21:34
@ luftauge
ich dachte immer, daß der metallklotz wichtig beim durchbohren ist, weil es sonst einem den vhm-bohrer im letzten moment zerbröseln kann ??? :confused:

greetz

thjorve

hobby
13.08.04, 08:07
@ ich dachte immer, daß der metallklotz wichtig beim durchbohren ist, weil es sonst einem den vhm-bohrer im letzten moment zerbröseln kann ???

Und ich dachte immer, er wäre zur Wärmeableitung beim Bohren nötig???

luftauge
13.08.04, 08:55
@ Tomtom:
Das auch,
aber Du hattest vom Anschleifen gesprochen, in dem Zusammenhang benutzt man auch ein Stück Metall, um den Anschliff auszuprobieren, um dann ggf. den Schliff nochmal zu korrigieren ;)

Beim Bohrem von Holz sollte man auch ein Stück Holz unterlegen, um das Ausreissen des Bohrungsdurchbruchs zu vermeiden, das gleiche kann man auch beim Stahlbohren machen, erspart in gewissen Grenzen das Entgraten.
An Wärmeableitung hatte ich dabei gar nicht gedacht.

Gruß Andreas

redkite
13.08.04, 08:57
Eins sollte wohl klar sein: schon mein Großvater hat immer geagt "Ohne gescheites Werkzeug kann man keine gescheite Arbeit machen!"

Mit der Handbohrmaschine im billigen Bohrständer braucht man präzisonsgeschliffene Hartmetallbohrer ganz bestimmt nicht verwenden.

Ich bnutze meine kleine Fräsmaschine mit einem stabilen!!! Maschinenschraubstock um solche Problemlöcher zu bohren[B] und habe bereits problemlos wenn auch etwas mühsam
in bereits gehärteten Damasteel ein Pivotloch gebohrt. Klar sind die Vollhartmetalbohrer etwas teurer, aber siehe oben.

Erwin


Hi Erwin, ;) ... mittlerweile habe ich auch ne hübsche kleine Ständerbohrmaschine :super: mit einem massiven Maschinenschraubstock ... aber bevor ich mir einen teuren Vollhertmetallbohrer durch Ungeschicktheit zur Sau mache, probiere ich es doch lieber in der Fräsmaschine meines Freundes aus (bzw. lass es von ihm ausprobieren), zu was hat man sonst Freunde ?? ;) :haemisch:

Gruss, Karl-Heinz :)

tomtom84
13.08.04, 09:24
@ luftauge
stimmt - hätte ich anders schreiben müssen ...
aber soll man nun einen klotz beim bohren mit vhm-bohrern drunterpacken, oder nicht ? :confused:
ich selber hab so edle bohrer noch nicht und würde später, wenn ich denn mal welche habe, doch gerne solche "bröselaktionen" vermeiden :D

grüße

thjorve

[luftauge: Ich editiere das mal hier rein: Ich weis nicht, ob es besser ist - einfach ausprobieren, aaaber: wenn ein Klotz drunterliegt, darf er nicht wackeln, sonst bröselts evtl. auch !] :D


ich danke dir !! :super: , thjorve

Leonardo75
14.08.04, 20:49
Es gibt neben den Vollhartmetallbohrern auch hartmetallbestückte Stahlbohrer und damit meine ich nicht die Mehrzweckbohrer für 5 Euro.

Mit einem solchen habe ich schon öfters Löcher in gehärtete Erle gebohrt. Macht im allgemeinen keine Probleme. Ich nehme dazu einen Bohrständer und eine alte AEG Bohrmaschine. Der Rundlauf ist für eine Handbohrmaschine recht gut.

Bisher habe ich nur einen solchen Bohrer versaut, war aber selber schuld (hab das Teil schlecht gespannt und fing dann an zu rattern.

Die Bohrer gibt es z.B. im guten Werkzeughandel.

Viele Grüße,
Leo.

redkite
17.08.04, 21:16
… den verflixten Bohrer, der mir das Loch in den 12C27 bohrt … mit 250 U/min und fleißig mit Bohr/Schneidöl kühlen … ist preiswert von OBI und gibt´s bestimmt auch anderswo ;)

http://www.sackkh.de/assets/images/db_images/db_hm_bohrer_6mm1.jpg

hobby
29.11.04, 06:56
…mit 250 U/min und fleißig kühlen …

Ich hab ihn auch und auch vom gleichen Baumarkt (leider war der 6er der kleinste, den sie hatten, so musste ich für 3 mm doch einen VHM-Bohrer kaufen) - und auch bei mir hats problemlos geklappt.

Allerdings kommen mir 250/Minute VIEL zu wenig vor, sonst wird immer zu hoher Drehzahl geraten!? Ich habe jedenfalls mit der höchstmöglichen Drehzahl (2000/Minute?) gebohrt.


Nun aber was ganz anderes: der Bohrer hat nicht 6 mm, sondern 6.2 mm Durchmesser und ich würde gerne 0.2 mm wegschleifen.
Aber wie?
Klar, normalerweise hat man für HM spezielle Schleifscheiben, aber das lohnt sich für 0.2 mm nicht. Geht das ausnahmsweise auch am Bandschleifer oder ruiniere ich da nur die Bänder?

Feldmaus
11.12.04, 17:24
Harmetall kann man nur mit einer Diamantscheibe schleifen, eine normale Siliziumscheibe ist zu weich. Es nützt diese zu stark ab und man bekommt keinen guten Schliff hin. Da du aber nur ein Loch aufbohren willst, ist die Idee mit dem Steinbohrer nicht schlecht. Ich würde auch einen Vollhartmetallbohrer nehmen, wenn ich weiss das ich den noch öfters brauche, sind teuer. Aber für ein paar Löcher...

Gruess Feldmaus

haasi
13.12.04, 15:13
Hallo alle miteinander!

Ich komme etwas ins Grübeln...

-neulich war ein Loch in eine Damast-Fertigklinge zu bohren (aus dem Frankonia Katalog) und das ging mit einem TiN-beschichteten HSS-Bohrer ganz passabel. Heißt das nun, die Klinge ist noch gar nicht richtig gehärtet (wenn ich das feilen versucht habe und daneben normalen St37, ist sie schon härter) oder ist ein VHM-Bohrer nicht unbedingt notwendig für einen nicht-pm Stahl?

-hat vielleicht einer von Euch schon einmal eine solche Klinge bearbeitet?

Und etwas allgemeiner: Ein HSS-Stahl hat doch weit über 60 HRC, eine Klinge nur 56 - 59. Ab welchem Unterschied kann man ein Werkstück vernünftig bearbeiten?

grübelnde Grüße

Daniel

Feldmaus
13.12.04, 18:28
Der Unterschied der Härte ist bei gehärtetem Stahl zu gering im Verhältniss zu einem Hss Bohrer. Die beschichteten Bohrer haben eine TiN schicht, diese ist verschleissfester. Also ich habe mit einem Hss Bohrer noch nie ein Teil aus 1.2379 Bohren können, nachdem es gehärtet wurde. Warum du dein Schwert bohren kannst weiss ich nicht, vermutlich noch relativ weich. Ich habe letzte Woche versucht ein Einsatzgehärtetes Teil zu Bohren, keine Chance ich musste die Schicht abschleifen.

Gruess Feldmaus

rumag
13.12.04, 19:19
Hallo Daniel,

vermutlich ist Deine Frankoniaklinge aus indischem Damast. Und der taugt nicht viel. Wahrscheinlich ist die Härte nicht besonders hoch, da irgend ein Stahl verschmiedet wurde. Benutz mal die Suchfunktion. Zum Thema Damast aus Indien wurde schon einiges geschrieben.

Gruß Thomas

Matthias
13.12.04, 19:19
@ haasi:

über die Damstklingen aus dem Frankonia-Katalog hatten wir vor Jahren mal `ne Diskussion. Gib mal "indischer Damast" in die SuFu ein, da sollte was erscheinen.

Fazit: ziemlich weich bzw. nicht gehärtet!


Grüße
Matthias.

haasi
15.12.04, 12:37
hm, danke für die infos, wenn auch keine erfreulichen.

Mal sehen, vielleicht kann ich ja einen Härteeindruck machen in einem unwichtigen Bereich.

Servus

haasi
21.02.05, 14:10
Also ich bin nun endlich dazu gekommen, mal einen Härteeindruck zu machen und das Ergebnis hat die schlimmen Vorahnungen bestätigt: Umgerechnet maximal 45 HRC!

Das deckt sich mit der Beobachtung, daß die Platinen aus Ferderstahl (dürfte um die 54 HRC haben) in der Klinge leichte Kratzer hinterlassen und nicht umgekehrt, schnief.

Selbst wenn ich mit den Eindrücken immer eine Art Mittelwert zwischen harten und weichen Schichten gemessen habeen sollte, ist die Klinge doch abartig weich.


Also was tun? -Schließlich weiß ich ja nicht, was ich da in meinen Händen halte, also wird auch nochmaliges Härten schwierig, oder?

Mal davon abgesehen, daß man von einer Fertigklinge eigentlich auch erwartet, daß sie bereits (auf einen praktikablen Wert) gehärtet ist...

Hat einer eine Idee?

MH Hosse
22.02.05, 09:27
Ich habe mal mit einem Vollhartmetallbohrer (unbeschichtet) vom Durchmesser 8 ein HSSE Bügelsägeblatt mit 3mm Breite durchbohrt. Das ging prima. Der Bohrer war von Titex Plus und die Schneidengeometrie wie von einem normalen Stahlbohrer, nur ganz aus HM geschliffen. Ich hab das Sägeblatt auf ein Flacheisen aus Baustahl gespannt, wegen Durchbohren und Ausbrechen und so. Kühlung war Bohremulsion und ca. 400-600 Drehzahl. Das Loch mit 8 mm habe ich sogar ins Volle gebohrt, da noch kein kleineres Loch vorhanden war. Das ganze auf meiner Tischbohrmaschine von Optimum MK 2.
MH Hosse ;)

polterbernd
22.02.05, 19:26
zum bohren in gehärteten stahl benutze ich Betonbohren.
Bohrgeschwindigkeit ca.1800 umdr.,keinerlei Kühlmittel und keine Unterlage.Bohren mit wenig Druck.
Jedenfalls funktioniert das bei Maschienensägeblätter,Feilenstahl und
Stahl 4116
Ein Bekannter ,er betreibt eine kleine Metallwerkstatt,hat mir dazu erklärt,daß hierbei ein verbrennen von Kohlenstoff stattfindet.