Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Messer Magazin 6/´03
Nanu, noch kein Beitrag über das neue MM? Sollte ich tatsächlich der erste sein der es aus dem Briefkasten zieht?
Themen u.a.:
- Foto auf Seite 2: ein Damastmesser mit einem Muster zum Fingerlecken
- Editorial: über einen Leser der beim betreten des Gerichts sein Military abgegeben hat und nun Probleme mit dem Staatsanwalt hat, kommt mir irgendwie bekannt vor.....
- News: Fällkniven NL5cx mit PM Klingenkern eingebettet in 120 Lagen Damast für knapp 1000Euro
- Bilder von der IMA
- Kershaw tool: ein Messer in einem Kletterhaken, echt genial
- Bilder Swiss Knife Show
- Portät: Thomas Künzi
- Test: Kampfmesser
- Workshop: Titan anodisieren
- Ratgeber: Messer sammeln
Alles noch nicht gelesen, nur durchgeblättert
ich hatte es schon gestern im briefkasten.
nach dem ersten durchblättern erscheint es mir interessanter als die letzten ausgaben.
es werden unter "news" viele neuheiten vorgestellt, wenn die meisten auch nur sehr kurz und ohne specs.
die längeren berichte sind thematisch wirklich ansprechend - muss ich aber erst noch genauer lesen.
der kampfmessertest scheint die gleichen schwächen zu haben wie einige test vorher: einige gemessene parameter sind wenig praxisrelevant und die böker-treue wird mit worten wie "gewohnt hoher böker-standart" oder so ähnlich weiterhin gehalten.
aber die reichlich bebilderten berichte über messermacher (hallo thomas), sammlergebiete, traditionelle toskanische messer und ausstellungen sind sehenswert.
auch die drei messer, die einzeln getestet werden werden viele interessieren.
den workshop über das anodisieren von titan kann ich nicht beurteilen!
werd mir eventuell doch überlegen, mein abo weiter laufen zu lassen!
bernd
ps.: das damastmesser auf seite zwei ist wirklich zum langlegen *lechz*
Ich bin halb durch.
Das Editorial fand ich zur Abwechslung mal richtig gut und auch das ganze Heft macht einen sehr interessanten Eindruck. Richtig viel Inhalt, keine Füll-Artikel!
Beim Durchblättern sind mir die Artikel über der Schrade Spitfire, das Fällknive U2 und der über Titan anodisieren positiv aufgefallen. Hab ich aber alle noch nicht gelesen. ;)
-Walter
Jau,habe meins in recht flott auf dem Klo durch gehabt.Freue mich aber trotzdem immer ,wenn wieder die neu Zeitung da ist.Bringt mich immer auf neue Ideen.Wie findet ihr das Guardian?
Tschö Micha
immernochsauer
19.11.03, 23:53
aaaahhhhhhh
der kershaw haken ist nicht zum klettern da, steht ganz fett im artikel.....
Hallo,
was für Kampfmesser werden denn genau getestet?
moin zusammen,
also nach dem durchblättern bin ich auch positiv überrascht. es erscheint dicker, informativer, irgendwie besser als die letzten ausgaben.
gut gemacht:super:
gruß
Arne
Original geschrieben von Rebell
Hallo,
was für Kampfmesser werden denn genau getestet?
Böker AF
Eickhorn KM 2000
Glock FM 81
Hill Knives S.O.K.
J.Rodgers MOD4
Ka Bar Next Generation
J-P Peltonen M95 (Sissipuuko)
SOG Seal Knive 2000 S37
SOG 1.Platz, Platz 2 teilen sich Ka Bar und Eickhorn.....
Wobei der "Kampfmessertest" nur wenig über die Eignung für den Kampf aussagt. "Schneidtest drückend" mit einem Kampfmesser ist für die Praxis irrelevant.Da wäre ein Stichtest erheblich sinnvoller gewesen. Auch über das Abrutschen der Hände nach vorne und die Ergonomie der oberen Parierelemente beim Stich hätte man Untersuchungen anstellen sollen. Und dann fehlte mir das Fällkniven Garm und das Gerber MkII. beides reinrassige und bekannte Kampfmesser.
Original geschrieben von Hayate
Wobei der "Kampfmessertest" nur wenig über die Eignung für den Kampf aussagt. "Schneidtest drückend" mit einem Kampfmesser ist für die Praxis irrelevant.Da wäre ein Stichtest erheblich sinnvoller gewesen. Auch über das Abrutschen der Hände nach vorne und die Ergonomie der oberen Parierelemente beim Stich hätte man Untersuchungen anstellen sollen. Und dann fehlte mir das Fällkniven Garm und das Gerber MkII. beides reinrassige und bekannte Kampfmesser.
"Kampfmessertest" ist eigentlich falsch. Es geht mehr um das Allzweckmesser des Soldaten, und das muß mehr sein als Nahkampfwaffe.
Umso unverständlicher sind Teile des Tests. So wurde z.B. beim M95 bemängelt das es sich verbiegen läßt..., na und, dann biegt man es wieder gerade, ist doch besser als abgebrochen siehe AF.
Hocker
Kevin Wilkins
20.11.03, 16:52
Fand es auch ein wesentlich bessere Ausgabe als der vorletzten. Weiter so!!!
So ganz einverstanden bin ich nicht damit, dass man das Glock schlecht einhändig ziehen kann. Geht sogar extrem gut, wenn mans richtig macht. Auch mit Handschuhen. Und das Scheidenkonzept finde ich eigentlich ziemlich genial.
Ja, daß das Mark II fehlt ist schade, aber es wird ja auch nicht mehr hergestellt. Was wurde denn so an den Messern noch bemängelt? Was war extrem positiv? Kann das mal jemand ultraknapp zusammenfassen. Wäre echt lieb. Der Test interessiert mich nämlich sehr.
Positiv wurde Rostwiderstand bemessen, Scheidenkonzeption, Griffsicherheit gegen Abrutschen und das Preis - Leistungsverhältnis. Eigentlich die selben Parameter, wie immer.
Zu beachten ist der Einleitungstext. Es ging eben nicht darum, die Kampftauglichkeit zu esten, sondern, die Messer, die frei verkäuflich "zivil" genutzt werden. Deshalb keine Schweinehälftenmaltration.
So in die Tiefe ist da keiner gegangen. Also das man die Rückenstärke ins Verhältnis zum Kraftaufwand setzte, die Klinge zu biegen. Also ich meine sowas wie einen Durchschnittswert der Kraft prro mm, oder so. Eine Bewertung der Klingengeometrie fehlte mir auch. Ich hab das SEAL von SOG noch nie gesehen, aber bei einer Angabe von 6mm Dicke wundert es mich nicht, das es nicht zu verbiegen war aber bei der Konzeption der Klinge hätte mich interessiert, wie es sich macht, wenn man durch steifen Karton schneidet. Denn scharf kriegste se alle.
Lustig fand ich deren Bemerkungen über das britische Messer. Es ist wirklich ein Prügel, aber bei dem Preis echt einen Blick wert, wenn man so was will.
Gut fand ich die Bemerkungen bei dem Test des Fällkniven, also dass die wohl sehr genau darauf geachtet haben, ob die Schneide kleine Scharten annimmt oder nicht. Goldig war die Bemerkung im Kasten, es sei nicht linkshändertauglich, weil sie im Text das Gegenteil sagten.
Das Messerchen ist was für wahre Männer, die eben nur auf die inneren Werte achten.:D
Das Guardian von Künzli gefällt mir zwar, aber ich meine mich zu erinnern, dass es vor Kurzem schon mal als News vorgestellt wurde mit der Bemerkung, es sei auf 57HRC angelassen um den D2 nicht so spröde zu lassen. Find ich nett so gut. Aber die Messer aus den Jeepteilen sind schon richtig interessant.
Sagt mal, der Typ, der die Frage stellte, ob sein Entwurf legal sei.. Das Messer gibts doch schon und wurde hier und im usa Forum schon vorgestellt, oder täusche ich mich? Irgendwie dachte ich, ob das ne falle war? Wenn ja, sind die voll reingetappt, mit der Erklärung, vom neuen Waffengesetz seien nur Klappmesser oder so betroffen. Faustmesser (und ich glaube darauf zielte die Frage) sind auch betroffen. Eieiei.
Also, insgesamt entwickelt sich das MM schon positiv. Ich habe es komplett durchgelesen aber gerade der Kampfmessertest hat mich zu einer e-mail an das MM gereitzt mit folgendem Inhalt:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
in dem Test des Glock Feldmessers 81 behaupten sie, dass die Rückensäge gut sei. Wie haben Sie das getestet? Meine eigenen praktischen Erfahrungen haben mir gezeigt, dass die Glock-Rückensäge z.B. gegenüber den Sägen an den Klappmessern von Victorinox oder Wenger deutlich schlechter arbeitet, weil sie weder geschränkt noch hinterschliffen ist und sich der Schnitt daher schnell zusetzt, v.a. in feuchtem Holz.
Darüber hinaus beschreiben Sie, dass man das Messer nur unter Zuhilfenahme beider Hände aus der Scheide ziehen lässt. Das stimmt nicht. Allerdings ist ein kleiner Trick erforderlich: Man lege den Daumen dort auf den Halteclip der Scheide, wo er vom Griff weggebogen geformt ist und hake das vordere Zeigefingerglied am Parierelement ein. Wenn man nun mit dem Daumen Richtung Ort und leicht nach außen weg von der Scheide drückt und gleichzeitig mit dem Zeigefinger gegen das Parierelement Richtung Griff zieht, geht das Messer rel. leicht aus der Scheide. Die Bewegung ist in etwa mit der Bedienung eines Drehschalters vergleichbar. Nebenbei bemerkt kann man das Messer sowohl rechts- als auch linksherum in die Scheide stecken, da im Messergriff auf beiden Seiten Aussparungen für den Halteclip der Scheide vorhanden sind.
Noch eine Anmerkung zu dem oben nach vorne gebogenen Parierelement: Der ursprüngliche Sinn lag nach meinen Informationen nicht primär darin, einen Flaschenöffner zu integrieren. Vielmehr konnte bzw. kann das FM 81 dadurch mit Hilfe eines Adapters auf das Steyr-AUG-Sturmgewehr als Bajonett aufgepflanzt werden. Dazu ist es auch nötig, den Plastikstopfen am Griffende zu entfernen, da das Rohrstück im Griff ebenfalls der Bajonettbefestigung dient."
Manchmal wir doch noch zu oberflächlich recherchiert bzw. getestet.
12knife
Bin an und für sich zufrieden mit dem neuen MM. Ist immer interessant und viel zu schnell durchgelesen.
Im "Kampfmessertest" werden teilweise Äpfel mit Birnen verglichen, ein Riesenhauer und ein dagger, na ja.
Dafür habe ich wieder ein Messer gesehen, welches ich nicht kannte, das finnische "Jägermesser". Interessant.
Insgesamt ein positives Urteil, werde die nächste Ausgabe wieder kaufen. (Eh`klar).
Zum Glock Feldmesser: Ich hab eins seit vielen Jahren. Ist halt preiswert und stabil, obzwar wg. der Klingenform nicht für alle Aufgaben gleich gut geeignet. OT: Zum Werfen eignet es sich wunderbar.
Die Diskussion über das einhändige Ziehen gab es schon vor vielen Jahren im DW, immer wieder wird das angeblich umständliche Ziehen bemängelt, ich glaube fast, die Autoren schreiben es voneinander ab.
Der von 12knife angesprochene Kniff funzt vorzüglich für Rechtshänder,
noch dazu bilde ich mir ein, selber dahinter gekommen zu sein, bevor ich etwas davon las.
Grüße,
Matthias.
12knife, das hast Du sehr schön beschrieben. Ich wollte ein paar Bilder machen, aber das ist ja so nicht nötig. Gut gemacht. Und so geht das auch sehr gut.
Das mit dem Plastikstopfen wusste ich nicht, und auch nicht, dass da ein Rohrstück drin ist. Wie kriegt man den Stopfen denn eigentlich herausgefriemelt? Die von Glock auf einer Messe wußten das auch nicht. Mit Gewalt, so dass man nachher den Stopfen nicht mehr reinkriegt, oder mit Hilfe des kleinen Löchleins an der Seite?
Original geschrieben von Matthias
Im "Kampfmessertest" werden teilweise Äpfel mit Birnen verglichen, ein Riesenhauer und ein dagger, na ja.
Dafür habe ich wieder ein Messer gesehen, welches ich nicht kannte, das finnische "Jägermesser". Interessant.
Grüße,
Matthias.
Schau mal hier... (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=9638&highlight=sissipuuko) :cool:
...und hier... (http://www.canit.se/~griffon/knives/m95/sissipuukko_m95.html)
Hallo Herbert,
Du hast schon den richtigen Begriff gewählt: herauspfriemeln. Ist nämlich ziemlich fummelig, weil der Pfropfen sehr fest sitzt. Ich habe es bei meinem Glock mir der Schneide eines scharfen Taschenmessers gemacht, indem ich ihn vorsichtig ringsherum hochgehebelt habe. Beim Messer eines Freundes haben wir ein Löchlein durch den Pfropf gebohrt, eine Spax-Schraube hineingedreht und dann daran mit einer Zange den Pfropf herausgezogen. Nachteil: der Pfropf hat dann dauerhaft ein Loch, oder man lässt die Schraube drin. Übrigens: das Rohr innen im Griff ist nicht so riesig im Aufnahmevolumen, dass man darin eine sog. Survivalausrüstung verstauen könnte, wie es manche behaupten. Und wenn Du sie brauchst, brauchst Du immer ein zweites Werkzeug, um den Pfropfen herauszubekommen. Das Rohr ist nicht für Angelhaken, Skalpell , Streichhölzer etc. gedacht sondern eben als Bajonettmontage.
12knife
Es geht mehr um das Allzweckmesser des Soldaten, und das muß mehr sein als Nahkampfwaffe. sehe ich auch so.
grad deshalb hat es mich doch sehr gewundert, dass man von böker ausgerechnet den dagger getestet hat.
es gibt doch schließlich das gleiche messer mit utility-klinge.
das wäre sicher besser zu vergleichen gewesen!
ein anderer kritikpunkt bleibt auch nach genauerem lesen die fehlenden specs vieler unter "news" vorgestellten messer!
ansonsten wirklich interessant gemacht und bebilderte ausgabe!
bernd
Da kann ich nicht zustimmen.
Wenn man einen "Kampfmessertest" ankündigt, dann soll man auch auf den Kampfzweck hin testen. Ob eine Kampfmesserklinge bei 300 oder 500N Querbelastung bricht, ist für den Einsatzzweck unerheblich; so hohe Kräfte können gar nicht auftreten, weil der Körper des Feindes vorher nachgibt. So ein Test ist zwar interessant, aber das A-F Black ist zum Kämpfen stabil genug und müßte im Kampfmessertest in Sachen Stabilität volle Punktzahl bekommen (Beim F-S Dolch war das nicht so, wie man bei Applegate nachlesen kann.)
Und daß ein Rogers Mod.4 so gut Haut Fleisch schneidet, wie das A-F Black halte ich auch für unwahrscheinlich.
Ein Stichtest fehlt leider völlig.
Positiv finde ich,daß im Kommentar zum Test extra auf die unterschiedlichen Einsatzzwecke der getesteten Messer hingewiesen wurde.
Schön auch,daß mehrere Messer ganzseitig vorgestellt wurden, zum Beispiel das Fällkniven U2.
Original geschrieben von Hayate
Da kann ich nicht zustimmen.
Wenn man einen "Kampfmessertest" ankündigt, dann soll man auch auf den Kampfzweck hin testen. Ob eine Kampfmesserklinge bei 300 oder 500N Querbelastung bricht, ist für den Einsatzzweck unerheblich; so hohe Kräfte können gar nicht auftreten, weil der Körper des Feindes vorher nachgibt. So ein Test ist zwar interessant, aber das A-F Black ist zum Kämpfen stabil genug und müßte im Kampfmessertest in Sachen Stabilität volle Punktzahl bekommen (Beim F-S Dolch war das nicht so, wie man bei Applegate nachlesen kann.)
Und daß ein Rogers Mod.4 so gut Haut Fleisch schneidet, wie das A-F Black halte ich auch für unwahrscheinlich.
Ein Stichtest fehlt leider völlig.
Positiv finde ich,daß im Kommentar zum Test extra auf die unterschiedlichen Einsatzzwecke der getesteten Messer hingewiesen wurde.
Schön auch,daß mehrere Messer ganzseitig vorgestellt wurden, zum Beispiel das Fällkniven U2.
Wie schon gesagt, ein eher unglücklich gewählter Titel in einem an sonsten gelungenen Magazin.
Es steht wohl außer Frage, das man die tatsächliche "Kampftauglichkeit" eines "Kampfmessers" im MM eigentlich gar nicht thematisieren wollte..., falsches Magazin dafür.
Nur, wenn man eigentlich die allgemeine Tauglichkeit sogenannter Einsatz.- oder Militärmesser darstellen will, dann sollte man den Test entsprechend nennen.
Die Wahl des Titels "Echte Waffen" ohne die Absicht eine Waffe zu testen spricht eine bestimmte Klientel erst an, um dann enttäuschte Leser zurückzulassen.
Das wird noch...., man ließt ja mit... :super:
Hocker
Hab das MM ned, kann mir einer kurz sagen was über die Geschichte mit dem Millitary und dem Staatsanwalt drin steht, oder wie des weiter gegangen isch???
Zum Thema Kampfmessertest hatte ich per Email eine kurze Diskussion mit einem Mitarbeiter des MesserMagazins. Ich habe ihm davon abgeraten, messerkampfspezifische Testreihen zu veröffentlichen. Das gilt auch für irgendwelche Tipps zum Thema "Selbstverteidigung mit dem Messer" etc. Was in den USA möglich ist, geht in Deutschland eben noch lange nicht oder erst mit zehn Jahren Verzögerung.
Bei einem aussagekräftigen "Kampfmessertest" wirst du um einige blutige Details des militärischen Messerkampfes kaum herumkommen. Daß das Boeker AFII noch am besten für den Kommandoangriff a la Fairbairn geeignet ist, wird auch das MesserMagazin nicht bestreiten. Aber unsere friedlichen Nichtkämpfer unter den Messersammlern werden wenig begeistert sein, wenn du das abbildest und beschreibst. Und auf deren Gefühle muß die Redaktion eben Rücksicht nehmen, wenn ihr die Leser nicht davon laufen sollen.
Waffenmagazine wie "Visier" oder "caliber" sind besser für derartige Tests geeignet: Da sie sich von vorneherein mit Waffen aller Art befassen, verfügen sie über eine andere Klientel als Leser. Diese wird das Thema "Messer als Waffe" viel eher akzeptieren.
Bei dem Test der Kampfmesser war ja wohl die Vorgabe, daß es Messer sind, die tatsächlich bei irgendwelchen Einheiten im Einsatz sind. Das schließt natürlich einige Top-Messer aus, die nur zivil erworben werden. Ich hätte mir zum Vergleich auch noch mal ein, zwei Klassiker im Testfeld gewünscht, wie das alte Ka-Bar oder das BW-Messer von Eickhorn, mit dem ich immer sehr zufrieden war, bis es mir mal geklaut wurde. Und das KM 2000 - ist das denn überhaupt schon irgendwo ordonanzmäßig geführt?
Was mich wundert: Einige der als Kampfmesser geführten Geräte verfügen über keinen nennenswerten Handschutz. Arme Soldaten, wenn sie denn wirklich damit mal hart "arbeiten", sprich zustechen müssen.
Das Böker AF sieht zwar gut aus, hat aber doch offensichtlich einen ungeeigneten Stahl, dazu eine miserable Griffbefestigung mit einer einzigen Schraube. Ich habe meine eigene Erfahrung, ich besitze eins, das kam schon ab Werk mit einem Griff, wo unter der Schraube der Kunstoff weggebrochen war, weil zu fest angeschraubt. Wenn das im Einsatz passiert, gute Nacht.
Zum Heft an sich: gut gemacht.
Mein Wunsch ans Redaktionsteam: Wenn moderne Messer getestet werden, immer mal einen Klassiker aus dem jeweiligen Anwendungsbereich mitlaufen lassen.
Ich könnte mir vorstellen, daß man die AFII-Lieferung für das KSK einer schärferen Qualitätskontrolle unterworfen hat, als es sonst der Fall ist.
Mein eigenes AFII in der Sammlerversion ist als Stichwaffe sehr gut und zum Schneiden nur sehr mäßig geeignet. Dabei legte Rex Applegate in seinen Publikationen doch immer so viel Wert auf rasiermesserscharfe Schneiden seiner Kampfmesser. Hier sollte Boeker in der Produktion nachbessern.
Original geschrieben von immernochsauer
aaaahhhhhhh
der kershaw haken ist nicht zum klettern da, steht ganz fett im artikel.....
Vor lauter anderem Zeug eben erst gelesen.
Dass der Haken zum Sichern nicht taugt, ist kein Problem. Am Gurt und am Seil benutzen Kletteren immer wieder dieselben 2 Haken, alle anderen die sie dabei haben so 5 - 6 sind dazu nicht belastbar genug. Und um einen dieser Materialkarabiner zu ersetzen ist das Kershaw Messer allemal gut genug.
Und auch wenn es belastbar wäre, kein Kletterer, den ich kenne würde etwas, das scharf ist, in die Nähe seines Seiles lassen.:cool:
--quote:
Und auch wenn es belastbar wäre, kein Kletterer, den ich kenne würde etwas, das scharf ist, in die Nähe seines Seiles lassen
--------
Klingt irgendwie logisch.;)
Ich interessiere mich zwar nicht besonders für den Messerkampf, aber nach der Ankündigung des Themas war ich guten Mutes, dass ein Modell von Extrema Ratio dabei sein würde. Einige dieser Messer sind doch wirklich spektakulär, und das Col Moschin, das offenbar im Truppeneinsatz ist, gefiel mir auch optisch. Das wäre wohl auch ein passendes Objekt für diesen Test gewesen. Schade!
Gruß
sanjuro
Also ich fands echt gut vor allem die Anleitung über das Anodisieren von Titan, das ist doch mal was was mann als (hobby)Messermacher gut gebrauchen kann,bzw wo man was zum nachschlagen hat wenn mann es ausprobieren möchte.
Was ich auch gut fand waren (wie immer) die tollen Fotos von den Customs
weiter so MM
Murat
Original geschrieben von porcupine
Das Böker AF sieht zwar gut aus, hat aber doch offensichtlich einen ungeeigneten Stahl, .
Das stimmt nicht, das AF Black ist aus 440C.
Hi hayate, deswegen (440 C) meine ich ja ungeeignet. Zu hart, zu brüchig, nichts für rauhe Handhabe. Böker hat ja ein einschneidiges Modell mit 4034-Klinge nachgeschoben, das würde ich für geeigneter halten. Im wirklichen Kampfeinsatz sollte eine Klinge eher biegen als brechen.
(Ich habe nicht wirklich was gegen 440-C, benutze ihn im Alltag sehr häufig, allerdings an kurzen Messern, die nicht zu Grobarbeit mißbraucht werden)
Thomas Spohr
26.11.03, 20:56
Hallo porcupine,
ich kann mir vorstellen, daß eine feine Spitze bricht (bzw. sich verbiegt) wenn sie auf einen Knochen (oder andere harte „Auftreffpunkte“) trifft. Hier ist aber, so vermute ich, eher die Form der Spitze ursächlich als der Klingenstahl. Welche Umstände, von oben genannten abgesehen, könnten die Klinge sonst noch brechen lassen? (Keine Kritik an deiner Aussage, sondern Unwissenheit)
Thomas
Nachtrag: Meine Frage bezieht sich auf Kampfmesser im entsprechenden Einsatz.
Nadelfeine Spitzen sind bei einen Kampfmesser falsch,besser sind Spitzen wie sie Hirschfänger haben.
Abgerundet aber geschliffen,so das sie bei Knochentreffern abgleiten und sich nicht in den Knochen bohren.
Original geschrieben von eisensack
Nadelfeine Spitzen sind bei einen Kampfmesser falsch,besser sind Spitzen wie sie Hirschfänger haben.
Das sehe ich genau andersherum.
Nadelfeine Spitzen dringen (natürlich nur in Verbindung mit einer entsprechend schlanken Klingenform) leichter tief ein, also auch bei schnelleren (und daher weniger kraftvollen) Stichen.
...und falls eine fragile Spitze mal brechen sollte, dann hat man immer noch die von dir bevorzugte stabile, stumpfere Spitze.
Für reverse grip mit der Klinge nach innen (pikal) ist eine dickere Spitze wegen der extrem kräftigen Stöße (jabs) möglicherweise vorzuziehen.
Um solche Sachen geht es im Messermagazin 6/03? :confused:
;)
Jedesmal geht es um so was im MM.:D
Jau, das sieht man am dem Design des MOD: Das ist das stahlgewordene schlechte gewissen des brit. Verteidigungsministeriums, das seine Commandos früher mit dem FS losschickte, das auch nur für einen bestimmten Zweck optimiert war.
@ Thomas: mit Kampfeinsatz meinte ich auch das ganze Drumherum, wie erzwungene Biegetests in Form von Kisten oder Türen aufhebeln, graben, Drähte oder Kabel zerhacken usw. Ich schätze, bei den Jungs in Somalia, Kosovo oder Afghanistan macht das den eigentlichen Einsatz zu (annähernd) 100% aus. Und Fleisch schneiden sie hoffentlich nur in Form von Salami.
arno
Original geschrieben von porcupine
@ Thomas: mit Kampfeinsatz meinte ich auch das ganze Drumherum, wie erzwungene Biegetests in Form von Kisten oder Türen aufhebeln, graben, Drähte oder Kabel zerhacken usw.
Dafür nimmt man ein Kampfmesser wie das AF II nicht, es hat nur einen einzigen Zweck.Ich glaube auch nicht,daß 440 C für den Zweck zu brüchig ist. Die Schulterstütze vom G36 muß ja auch nicht in der Lagen sein, Zaunpfähle fürs Feldlager in den Boden zu rammen.
Wobei das MesserMagazin ja leider Deine Ansicht darüber eher teilt als meine.
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