Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche nach Hartmetall- / Vollhartmetallbohrer ? [VHM, HSS-E, bohren, bohrer]
Hallo Leute,
ich bin auf der Suche nach einer günstigen Quelle für Hartmetallbohrer, es sollten aber Vollhmbohrer sein, weil mir die Universalbohrer mit angesetzter HMSchneide nicht präzise genug sind. Es soll auch Reibahlen in HM geben, da wär ich auch interessiert. Suche die Bohrer für 4,5 und 6mm Bohrungen.
Weis von euch jemand eine günstige Quelle, die Bohrer dürfen auch gebraucht sein?
freagle
Richard Kappeller
08.07.02, 00:16
Hallo freagle
bei Metzler kannst du solche Bohrer bestellen, weis nicht ob sie dort am billigsten sind aber dort gibt es wirklich alles. Mußt aber einen Katalog anfordern, im Internet sind nur die sonderangebote aufgelistet.
www.metzler.at
richard
Leonardo75
08.07.02, 00:32
Hallo freagle!
Welche Hartmetallbestückten Universalbohrer kaufst Du denn? Die MZ-Teile von Bosch oder vergleichbares? Mit denen war ich auch nie zufrieden. Gute hartmetallbestückte Bohrer gibt es zum Beispiel von Gühring, die sind deutlich präziser und auch teurer. Für einen 6mm Bohrer solltest Du schonmal 15 Euro oder so einplanen. Bei www.handwerksbedarf.de kannst Du solche Bohrer (nicht unbedingt von Gühring aber vergleichbaren) bekommen. Teilweise haben die 2 Hartmetallschneiden eingelötet, statt einer zentrischen. Die sind dann auch zum Zerspanen von Metall gedacht und darauf spezialisiert.
Die Vollhartmetallbohrer haben den Nachteil, dass sie sehr empfindlich sind und leicht brechen.
Ich habe mir davon ein paar bei **** besorgt. Du kannst Dich auch direkt an "luckypet" oder "pewetro" bei **** wenden, die verkloppen solche Vollhartmetallteile häufiger und verkaufen auch ohne ****auktion zu guten Preisen (sind meistens auch Gebrachtbohrer). Aber die kleinen VHM Bohrer könnten eventuell zum Bohren von Platinen gedacht sein, da solltest Du auf jeden Fall Deinen Verwendungszweck angeben.
Viele Grüße sendet Dir der Leo.
Ich finde ein guter HSS-Bohrer ist für den Hausgebraucht das Beste. Hartmetallbohrer sind eher was für die Serienfertigung auf CNC-Fräsen und BAZs. Da müssen Vorschübe, Kühlungen und Drehzahlen genau eingehalten werden, sonst drohen Ausbrüche oder gar der Bruch des gesamten Werkzeugs. HSS-E oder HSSCo Bohrer sind auch nicht schlecht für rostbeständige Stähle, leider sind die mit einem normalen Schleifstein (Doppelschleifbock) schlecht anzuschleifen.
Kauf dir doch einige HSS-Bohrer die reichen für die normalen Aufgaben völlig, sind Preiswert und lassen sich mit ein wenig Übung gut anschleifen.
Wenn du allerdings umbedingt gehärtetes Material bohren willst, wirst du an einem Hartmetallbohrer wohlkaum vorbeikommnen.
Gruss Fobbel
Hi Matthias,
wenn du in gehärtetem Stahl bohren willst, solltest du dir vielleicht mal die Bohrer bei "Blades and More" anschauen (auf der Seite ganz unten (http://www.bladesandmore.de/Zum_Verkauf/Page10613/Schleifbander__Polierpasten__B/schleifbander__polierpasten__b.html)). Das sind Spezialbohrer die extra für diese Aufgabe gedacht sind, natürlich kommst du mit denen auch durch Messing :rolleyes:.
Laut Heiko sollen die ganz ordentlich funktionieren, z.B. wenn man mal vorm Härten ein Loch vergessen hat.
Gruß Marcus
Besten Dank für eure Tipps! HSS Bohrer zeigten heute mäßigen Erfolg (bei Messing)! Am harten Erl hab`ich sie vorsichtshalber nicht ausprobiert.
Die Teile von "Blades and More" scheinen das richtige zu sein, Marcus.
Bin aber immer noch auf der Suche nach den alten Beiträgen zu diesem Thema.
Matthias.
Hallo Matthias,
um gehärteten Stahl zu bohren, ist der Tip von Bulet101 sicherlich eine gute Wahl. Mit einem normalen Bohrer kommst Du da sicherlich nicht weit. Aber bei Messing und ungehärtetem Stahl sollten auch normale Bohrer funzen. Ich habe zwar auch schon einige Bohrer (HSS) versaut, aber nur deshalb weil ich manchmal etwas ungeduldig bin und gewisse Dinge nicht beherzige, deshalb meine Frage
wie und mit was bohrst Du (Ständer/Säulenbohrmaschine?)
Bohrst Du vor?
Benutzt Du ein "Bohröl" (ich nehme da ein unverdünntes Öl, welches mit Wasser verdünnt als Kühl/Schmiermittel-Emulsion für eine Bandsäge dient?)
Hast Du eventuell schon mal die Drehzahl deiner Bohrmaschine (falls möglich) an die Anforderungen der Bohrer (manchmal steht die auf der Verpackung drauf, für welche Materialien welche Drehzahl nötig ist) angepasst?
Das sind genau die Dinge, welche man beachten sollte, um nicht auch eine besseren (auch Cobalt-Bohrer) zu versauen (ist mir nähmlich auch schon passiert).
Grüße
Tolstoi
Hi
habe bis jetzt die besten Erfahrungen mit Kobaltbohrern gemacht, auch in gehärtetem Stahl.
Wichtig ist: langsam bohren und ein Kühlmittel benutzen
Die Preise der Kobaltbohrer sind auch nicht mehr so wild.
Flaming-Moe
05.11.03, 07:53
Ich bohr auch überwiegend mit HSS-E Bohrern.
Langsamste Drehzahl und ohne Bohrflüssigkeit. Funktioniert seit 2 Jahren ohne Probleme. Nachschleifen geht mit ein bißchen Übung inzwischen auch...
Ich nehm auch HSS E oder HSS Co Bohrer zum Bohren, und wenn ich gehärtete Sachen bohre, nehm ich umgearbeitete Vidiaborer, die sind günstig und halten einiges aus.
Schöne Grüße David
Wichtig ist auch, daß man beim Bohren von gehärteten Material das Werkstück auf einen Stück Metall aufliegen hat: Damit die Wärme schnell abgeleitet wird! Ich habe mir da ein Stück plangeschliffenes Stück Stahl organisiert!
Langsame Drehzahl und Öl als Kühlmittel, klein Vorbohren und langsam größer werden!dann geht´s! :super:
Tom
Kevin Wilkins
05.11.03, 11:38
Wie wäre es mit vor dem härten bohren?
D.Frentzel
05.11.03, 11:46
Schont auf jedenfall den Bohrer:super: .
Mal im ernst am besten ist das Werkstück im Maschinenschraubstock einzuspannen oder wenn nicht vorhanden oder es nicht gut an den Flanken spannbar ist auf eine Holz Kunststoff oder Aluplatten Spannen und dann Bohren.
Gruß Dirk
Messing schneidet noch jeder HSS-Bohrer. Je nach Stabilität der Aufspannung kannst du den Bohrer auch bei der höchsten Drehzahl laufen lassen, da die maximale Schnittgeschwindigkeit für Messingwerkstoffe mit einer gewöhnlichen Bohrmaschine ohnehin nicht erreichbar ist. Schmiermittel ist auch nicht notwendig, da Messing, ähnlich Bronze, eine selbstschmierende Wirkung hat.
Die Bearbeitung von gehärtetem Stahl (>55HRC) kannst Du mit HSS-Werkzeugen vergessen weil deren Härte nur geringfügig höher ist, als die des Werkstücks. Beschichtungen dienen übrigens nur der Standzeiterhöhung des Bohrers.
Ich vermute, dein Bohrer ist durch die Versuche mit gehärtetem Stahl schon so stumpf und ausgebrochen, daß er nicht mal mehr Messing schneidet. Also ab an den Schleifbock ;-)
Wenn Du die Bohrer von Blades and More einsetzt mußt du gut kühlen und mit höchster Drehzahl arbeiten.Dann gehen die Teile durch gehärteten RWL(60HRC) wie durch Butter. Du solltest sie aber wirklich nur für gehärteten Stahl benutzen.
Für ungehärteten Stahl benutze ich auch Kobaltbohrer.
Gruß Heiko
...und auf kein Fall freihand ( auch wenn Dan Olbricht recht kulant ist;) ) sonder immer mit Bohrständer oder Stand/Tischbohrmaschine.
ich denke es liegt wohl eher an den bedingungen ,wie du bohrst , messing is super zum bohren , da brauchts normal nich mal hss. ich vermute dein bohrer hat einfach keinen freiwinkel mehr und kann nicht mehr beißen .
versuch mal die richtige drehzahl einzuhalten , bz schnitgeschwindigkeit .
d(bohrer d in meter )x pi x n = schnitgeschwindigkeit
,bei ungehärteten messerstählen nehme ich so zwischen 10-20m/min , und kühlen .
von voll hartmetall bohrern kann ich dir nur abrahten , die sind nur was für große werkzeugmaschinen die sehr steif sind , das futter brauch nur 2 hundertstel schlag haben und du ruhinierst sofort den bohrer . mal abgesehen von dem preis . ein 8mm bohrer lann locker mal 50 euro kosten :-) .und du würdest die erforderliche drehzahl nicht erreichen.
die bohrer mit eingelöteter hartmetall schneide sind schon zäher , aber trozdem nur mit standbohrmaschine und sauber laufendem futter
als Hartmetallbohrer sind recht preiswert Baumarktübliche Steinbohrer einzusetzen, vorausgesetzt man verfügt über eine Schleifscheibe, mit der man HM bearbeiten kann.
Einfach HM-Kanten scharf schleifen u.Seiten leicht hinterstellen,
Bohrmass kann durch leicht asymmetrischen Schliff(klappt beim 1.Mal besonders gut ;) )variiert werden.
Leider hab`ich keine Ahnung was eine HM-Schleifscheibe im Handel kostet.
Leonardo75
05.11.03, 22:07
Die HM Schleifscheiben sind nicht viel teurer als die Metallschleifscheiben.
Sie bestehen halt aus Siliziumkarbid statt aus Korund.
Immer schön auf den Bohrungsdurchmesser achten für den Doppelschleifer. Alternativ gibt es von Metabo auch eine kleine SiC Scheibe für die Bohrmaschine mit Halterung für ein paar Euros. Damit ist das Schleifen zwar fummeliger aber es geht auch.
Zur Zeit übe ich an einer Kaindl Diamant Sichtschleifscheibe. Bei HM geht das erstaunlich gut, wenn die Bohrmaschine wenig Spiel hat. Man sieht hat wo der Abtrag gerade passiert.
Gruß Leo.
HM Bohrer nehm ich eigentlich nur bei Talonite oder Stählen die nicht optimal weichgeglüht sind. Hab jetzt auch ne Firma gefunden wo ich Präzisionsbohrer mit Hartmetallschneiden bekomme, in Zehntelmaßen.
Wenn man keine automatische Kühlung hat, sollte man HM Werkzeuge besser nicht kühlen-schmieren, die Standzeit ist dann zwar nicht ganz so hoch, kaputt gehen die Bohrer aber deshalb nicht. HM ist empfindlich gegen Abschrecken, wenn gebohrt wird und zwischendurch immer wieder mit Kühlmittel abgeschreckt wird, brechen u.U. schnell Schneidkannten oder der ganze Bohrer.
freagle
könntest du nen tipp geben, welche firma das ist?
kaba (der sich hin und wieder fragt, warum er nicht vor dem härten da oder dort ein loch gesetzt hat :rolleyes: :))
Klar doch das ist die Firma SPPW (http://www.sppw.de/) haben allerdings 50 Euro Mindestbestellwert, den hat man aber schnell beisammen.
Nen Top Katalog bekommt man da auch, wenn man erst mal sieht was es da alles brauchbares gibt, hat man da schnell mal 200 Euro zusammen. Die Preise von denen find ich übrigens recht günstig vor allem bei den HM Werkzeugen, die Qualität ist top.
freagle
http://people.freenet.de/schrottpage/david/IMG_0312[1].jpg
Vorm Schleifen....................Nachm Schleifen
Der linke ist frisch aus der schachtel, der recht umgeschliffen, er hat schon 40-50 Löcher hintersich und sieht nicht mehr so neu aus, schneidet aber immer noch gut
:rolleyes:
Ich hatte leider keine gelegenheit ihn frisch anzuschleifen, aber ich hoffe, das man gut sehen kann, was ich meine, der Schnittwinkel hat ca. 70-80°, frei Auge:argw:
Präzisionsbohrungen kann man damit keine machen, aber zum Nietlöcher bohren reichts allemahl, und ist eine günstige alternative zu Vollhartmetallbohrern (0,70-2,20 Euronen, je nach kal. und eine Min. zum umschleifen)
Wichtig nur mit Ständerbormaschiene arbeiten, nicht kühlen, und bevor sich das vidia selbstentlötet aufhören und abkühlen lassen
:teuflisch dann hält der erste Schliff, bei guter Behandlung ca.60-80 Bohrungen in 3mm HSS ca. 65hrc.
Zum Senken einfach einen größeren Bohrer verwenden und den Grat brechen, wenn einer entsteht.
Viel Spaß damit und Schutzbrille tragen nicht vergessen:cool:
David
ich hab halt keine lust auf hartmetallstaub in meiner bude.. sonst ist das system betonbohrer + schleifbock sicherlich nicht schlecht
@freagle: thx für den link :super:
Das mit den umgeschl. Betonbohrern geht ganz gut, das was so als Universalbohrer (z.B. die von Blades&more)sind eingentlich nichts anderes. Die Löcher dieser Bohrer fallen i.d.R. bis zu ein paar zehntel mm größer aus.
Besser sind da spezielle Metallbohrer mit angesetzten HM Schneiden, sind nicht so teuer als Voll HM können nicht abbrechen und sind sehr präzise.
freagle
[luftauge: 2 gleiche Themen zusammengefasst, einige posts entfernt]
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