Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wills jetzt endlich auch versuchen
jetzt habt Ihr mich soweit: Nidans kleines Prachtstück (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&postid=98463#post98463) hat den Ausschlag gegeben.
Nur ums mal kurz durchzuchecken, wenn ich folgendes Zubehör besitze kanns doch losgehen, oder?
- Feilen
- Stückchen Stahl, fürs Erste reicht wohl ATS-34
- Ausdauer und Muskelschmalz (bin Powerlifter *g*)
- Bohrmaschine, Dremel, etc.
- Schleifpapier, Schleifsteine, etc.
- Kydex für die Scheide
- evtl. Holz oder Mikarta, Nieten und Harz für die Griffschalen
Ich schwanke noch zwischen den Optionen "mit Griffschale" und "nackich".
Ich glaub schon, daß ich bei einem kleineren Messer ohne Bandschleifer auskomme. Was ich dann allerdings brauchen werde ist ein netter erfahrener Schmied, der mir das Teil härten kann...
Ansonsten bin ich damit doch startklar, oder bin ich da zu blauäugig?
Sagt mal Eure Meinung, bitte.
Thx
CU
sam
[HankEr: Versch. -> Messermacher Treff}
Nö, alles da :) evtl. wäre aber ein Bohrständer für die Maschine nicht das dümmste und ein Schraubstock hilft auch ungemein.
Erstmal freuts mich daß dir mein Mistviech gefällt !
Zum Werkzeug : Wie HankEr schon sagte : Schraubstock ist sehr wichtig, Bohrständer zumindest sehr nützlich. Und ATS 34 wär bei meinem 1. Messer auch nicht gerade der Stahl meiner Wahl ;), aber sonst paßts :super:
Was du aber noch brauchen könntest, wär HankEr`s sehr gutes Tutorial zum Messerbau. Frag ihn doch mal nach nem Link ich find es grad nicht.
Achja, Powerlifting wird dir beim Feilen und Sägen nicht so sehr viel helfen, ausser du trainierst ausser Maximalkraft auch viel Kraftausdauer ;)
Also dann viel Spaß und viel Erfolg !!
Darf ich?
erstes Selbstgebautes Messer von HankEr (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20001229-SBP.php)
Zweites Selbstgebautes Messer von HankEr (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20010414-SBP2.php)
Bei 1.2842 brauch man aber kein Muskelprotz zu sein. Zumindest gehts auch ohne ganz gut :D ATS 34 weiss ich aber nicht :teuflisch
Hallo Sam Hain
Du solltest Dir noch etwas Balsaholz beschaffen. Das Balsaholz gibt es in verschiedenen Stärken. 4 oder 5 mm für den "Stahl" und 8 oder 10 mm für den "Griff".
Ich mache damit erstmal ein Holzmodell. Laubsäge und Schleifpapier reichen zur Bearbeitung aus.
Dann kannst Du ohne viel Aufwand zwei Modelle machen. Eins mit und eins ohne Griffschale.
Viel Spaß.
Sehr gut! Schraubstock ist vorhanden. So einer der in die Werkbank integriert ist, aber das reicht.
Balsaholz ist ne Superidee!
Stahl... was nehm ich am Besten? D2? Oder doch lieber rostend?
Ausdauer hab ich auch, keine Sorge ;) .
Und danke für die Links!
Thx to all!
CU
sam
D2 dürfte von der Bearbeitungsfreundlichkeit her gesehen kaum ein Fortschritt gegenüber ATS-34 sein. Ich würde Dir zu 1.2842 raten, das erspart am Anfang vielleicht ein wenig Frust. Aber ATS-34 geht schon auch, mach Dir da nicht allzuviele Gedanken ...
2842 verzeiht sehr viel, den kann auch jeder härten. Ich meine, das ist für die ersten Messer (und auch alle Folgemesser) kein schlechter Stahl. Kriegt man ein feines Gefüge mit hin, und macht viel Spaß. Vor allem kann man den gut bearbeiten.
Jo 1.2842 wär auch meine Empfehlung gewesen :super:
Was du noch brauchst sind Schonbacken für den Schraubstock und eine Feilhilfe wär auch sehr praktisch. Die kannst du dir leicht selber bauen.
An Stelle von Balsaholz nehm ich immer Sperrholz für das Holzmodell.
Jo, Sperrholz ist Klasse! Holzmesser mit Damast ;).
Ich nehm einfach dicke Pappe. Als Stahl käme noch Sandvick 12C27 in FRage. Habe gute erfahrungen damit gemacht. Rostarm und sehr gut zu verarbeiten. ATS 34 kostet da schon mehr Kraft. 2842 liegt noch im Keller und wartet. Habe also keine Erfahrungen damit. Aber Herbert würde ich bei Stahl immer vertrauen!
Paulus
Wenn du die KLinge mit der Feile machst hildt dir ne schraubzwinge mehr als ein Schraubstock, den Rohling damit einfach flach auf die Arbeitsplatte klemmen, evtl noch ne entsprechende holzleiste / Dachlatte darunter.
Original geschrieben von Sam Hain
...Schraubstock ist vorhanden. So einer der in die Werkbank integriert ist, ...
Ich vermute mal, dass das eine sogenannte Hobelbank ist. Bei denen hast Du typischerweise an der rechten Seite einen Schraubstock, mit dem Du längere Stücke via Stirnseiten einspannen kannst. Setze einen Klotz in den Tisch und einen in die Schraubstockbacke. Die Klötze gehören zur Hobelbank dazu. Jetzt besorg Dir ein ca. 30 mm starkes Brett, das ca. 5 cm länger als das Meser ist. Schraub das Messer durch 2 oder 3 Löcher im Griff einfach mit Spackschrauben auf das Brett. Nun spann das ganze in den Schraubstock. Da wackelt nichst, da das Brett flach auf der Werkbank aufliegt, und Du hast nach rechts und links alle Bewegungsfreiheit, die Du brauchst.
Ich versuche morgen mal ein Foto von meiner Fixierung zu machen. Es ist eigentlich total simpel.
@ lohmy
Ja, ein Bild würde helfen.:)
Ich finde Kohlenstoffstähle eh recht sympatisch, daher werd ich dem 2842 eine Chance geben. Aber ich bestell mir trotzdem gleich noch ein Stückchen Elmax und BG42 mit:hehe: .
Noch kurz was zu den Feilen: Sind Lux-Feilen ok? Ich habe Flach (Hieb 1), Halbrund/Flach (Hieb 2) und Dreikant (Hieb 2).Alle in der "Profi"-Ausführung *g*. Müssten für den Anfang reichen. Evtl. reiß ich mir noch einen großen reduzierten Band/Drehteller-Schleifer für 105 € unter den Nagel. Der reicht für den Hausgebrauch sicher aus.
Als Griffmaterial werd ich mir wohl Micarta oder ein "unproblematisches" Holz mitbestellen und bisschen Nietmaterial.
Leimklemmen hab ich inzwischen auf noch im Keller gefunden :). Eine schöne Lux-Bügelsäge (ebenfalls 4-Sterne/"Profi") hab ich auch noch besorgt und ein paar gute Metall-Sägeblätter.
Nur die Bohrungen muß ich ohne Hilfen durchführen. Bohrständer hab ich nicht. Ich werd das Werkstück einfach auf ein dickes Holzstück legen, mich zum Fixieren mit meinen 106 kg draufstellen und auf dem Boden "freihändig" bohren. Das hat auch bei Metall schon des öfteren gut funktioniert.
Sonst fällt mir im Moment nix ein was noch fehlen könnte.
Danke schonmal für jede Unterstützung bis jetzt! :) :super:
CU
sam
Noch was: Wie verhindert Ihr eigentlich, daß Euch der 1.2842 unter den Händen wegrostet? Reicht trockenhalten und gelegentlich ein bisschen Öl?
Was schnitthaltigeres suche ich auch noch. Elmax ist wohl Blödsinn für nen Anfänger, seh ich ein, aber bg 42? Nur krieg ich nirgendwo bg 42 wie´s scheint.
CU
sam
Hi Sam Hain,
also 106 kg sind schon mal gut zum Bohren, aber ich tät, wenn es denn soweit ist, vorher den Stahl ankörnen, das ist auch net schhlecht ;) Wenn du aber mehr Messer bauen willst, wär ein einfacher Bohrständer echt kein Luxus.
Zu den Feilen sollen andre was sagen, ich hab verschiedene, drunter auch welche aus dem Baumarkt und die funzen prima.
Beim 1.2842 brauchst du vor Rost eigentlich keine Angst haben. Ich hab`s hier schon mal geschrieben : Ein Rohling aus dem Stahl liegt jetzt seit gut 3 Monaten ganz offen in der Wohnung am Fensterbrett rum und da rostet gar nix ! Auch bei den Messer die ich im Einsatz hab, hatte ich noch nie Rostprobleme und ausser daß ich sie nicht feucht versorge oder rumliegen lass, pfleg ich die gar nicht ! Ich geh höchstens ml mit nem Lappen und ner Polierpaste drüber wenn sie angelaufen sind.
Und wenn du nen günstigen Bandschleifer brauchst, such mal hier im Forum rum. Da gibt es schon ein paar Threads zu.
Aber ich würd die ersten Messer feilen, mit dem Bandschleifer verhaut man sich viel leichter !!
Moin Sam Hain,
ich habe in meiner kleinen Werkstatt ein paar Fotos gemacht.
Das ist meine Hobelbank (http://www.lohmy.de/images/Hobelbank.jpg). Rechts hinten siehst Du schon das eingespannte Messer. Mein erstes (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=9173&highlight=kleines+feststehendes) übrigens. Auf ein Brett geschraubt kann man es gut einspannen (http://www.lohmy.de/images/MesserEingespanntR.jpg). Du siehst da rechts den kleinen Klotz in der Spannbacke. Auf der anderen Seite ist natürlich auch ein Klotz (http://www.lohmy.de/images/MesserEingespanntL.jpg). Einfach mit Spackschrauben (http://www.lohmy.de/images/MesserEingespanntFront.jpg)festballern. Auf diese Weise kann man auch einen Schraubstock (http://www.lohmy.de/images/Schraubstock.jpg) gut fixieren. Wenn er nervt, baut man ihn einfach ab. Beizeiten drehe ich ihn einfach um 90°, so dass das Messer dann zur Wand zeigt. Manche Arbeiten klappen dann besser.
Vielleicht hilft das ja.
Tschüs und viel Spaß,
Bernd
Prima, dann wär ja alles geritzt.
Danke für die Bilder Lohmy:super:
Gute Idee mit Deiner Spannvorrichtung, so werd ichs auch machen.
Was den C-Stahl angeht bin ich jetzt auch beruhigt. Ich werd wohl bei Wolf Borger ordern, der hat welchen vorrätig. Nur das Griffmaterial muß ich mir noch aussuchen, aber das ist dann reine Geschmackssache *g*. Bin schon ganz hibbelig, hoffentlich kommt das Material schnell.
Danke nochmal @ all! Ich hoffe bald Bilder meines Erstlingswerks vorweisen zu können.
CU
sam
*g* ok, Borger scheidet wohl aus, der hat den Stahl nur in Papierstärke 3,5mm und in der Preisliste taucht er gar nicht erst auf.:confused: :confused: :confused:
Weiß noch wer, wo ich den Stahl nebst Micarta und Pins herkriege? Dobner hat den Stahl nicht, und Wojtinewski hat nur ATS-34 und RWL34 :argw:
CU
sam
Also welchen Stahl meinst du jetzt? 1.2842? Den hat Borger meißt. Musst nur mal Anfragen(gestern ist Stahl in 4.4mm bei mir eingetroffen).
Ansonsten http://www.praezisionsstahl.de. Liefern extrem schnell und ist auch nicht teuer.
Ok, weil´s mir nicht schnell genug gehen kann: Stahl von Recknagel (5mm, wird ein dickes kleines Messer *g*) und Zubehör von Borger. Jetzt heißt es warten. Als ob ich jetzt noch in Ruhe abwarten könnte...:rolleyes: :irre:
CU
sam
So, heute morgen um Neun kam der Stahl von Recknagel.
Um 12 war der Rohling ausgesägt und der Umriss zurechtgefeilt. Pause.
Seit ein paar Minuten bin ich dabei den Anschliff anzubringen. Das macht Spaß: Flachschliff fast bis oben bei 5mm dickem Stahl. Wenn das irgendwas Pulvermetallurgisches wär, würd ich schön kotzen. Aber bei dem Butterstahl sollte das Ganze heute Abend fertig zum härten sein. Fragt sich nur wo lass ich´s machen?
CU
sam
Aber bei dem Butterstahl sollte das Ganze heute Abend fertig zum härten sein.
Äh ja.... aber finishen tust du schon auch noch, oder ? :hehe:
RWL 34 ist auch was 'pulvermetallurgisches' und lässt sich wunderbar feilen...
Jens
Klar mach ich ein Finish. Aber genau da ist mir jetzt was passiert.
Ich hab irgendwie noch Riefen vom Feilen drin und die hab ich nicht mal mit größter Geduld und 80er Papier runterbekommen. Inzwischen hab ich alles mit 400er gefinisht und die Riefen sind im entsprechenden Licht noch zu sehen. Ein Rettungsvversuch mit dem Dremel hat das Ganze erst so richtig versaut. Vielleicht erkennt man es auf dem Bild ein bisschen. Was mach ich da am Besten? Wenn das dem Kohlenstoffstahl nichts ausmacht in Punkto Rostanfälligkeit, dann würd ichs drinlassen. Soll eh ein User werden. Aber wenns ne Möglichkeit gibt...
Ich hab die Größe und Richtung der Riefen im Bild mit rot parallel markiert, man erkennt sie sonst nicht. Sind mehr als man sieht.
Auf dem hier sieht mans besser.
Hmmm. Also meine Meinung ist ganz simpel:
Wenn es ein User ist: Kratzer drin lassen, stört die Funktionalität nicht.
Wenn es ein Show-Stück ist: Klinge runterschleifen, benutzen wirst Du es dann eh' nicht, oder? Dann ist der Stärkeverlust zu verschmerzen.
Nenn' mich Minimalist, aber das sind die beiden Optionen, die ich mir vorstellen kann.
MfG, Tierlieb
Ich teile Deine Meinung. Es soll ein User werden, also würden mich die Kratzer optisch nicht die Bohne stören. Ich hab nur Bedenken, weil sie sich als Rostnester geradezu anbieten. Insbesondere da dies ein Kohlenstoffstahl ist...
CU
sam
Nicht schlecht, für nur einen Tag Arbeit:super:
Solche Kratzer hatten meine ersten auch immer-vielleicht musst du häufiger die Feilen reinigen, also Spänne entfernen.
Das Design gefällt mir auch sehr gut:D -'great minds think alike'
Grüße, Jens.
@ Jens
Klar, irgendwann kann man das Rad halt nicht mehr neu erfinden, und dann hält man sich an Bewährtes. Meine Entwürfe sehen immer irgendeinem Designer-Einfall ähnlich. Selbst der "Crippler" (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=9713). Und wenn mir mal ein besonders ausgefallener Entwurf gelingt, seh ich ihn meistens ein paar Tage später bei Bladeart, wo es ihn dann schon seit Jahren gibt :D .
Aber die Sache mit den Riefen... Eigentlich reinige ich die Feilen oft. Aber zum Anbringen des Schliffs nehme ich eine Bahco Feile aus Portugal. Die hat einen enormen Abtrag, ist aber auch entsprechend grob. Die verursacht die Riefen auch wenn sie sauber ist. Mit einer handelsüblichen Hieb eins, oder gar Hieb zwei, feil ich mich aber dusselig bei dem dicken Stahl. Ich werd mir wohl doch nen Bandschleifer zulegen müssen *g*.
CU
sam
Zum feilen: du kannst ja in Zukunft auf feinere Feilen umsteigen, wenn du nahe am Endmaß angekommen bist, so mach ich das.
Grüße, Jens.
(Edit: verschiedene Stufen von ähnlich wurden schon oft genug diskutiert, möchte ich hier nicht wieder aufwärmen:)
Gerade ist der zweite Rohling fertig ausgeschnitten. Schliff fehlt noch, da will ich entweder mit Bandschleifer oder Flex arbeiten.
Bei der Klingenform bin ich noch unsicher, ob ich den Huckel vorn am Rücken noch abfeile...
persöhnlich würd ich den buckel lassen. mir gefallen griptilan artige klingen.
aber was mir grad so aufgefallen ist. wenn du als powerlifter ;) so am rumwürgen bist, kannst du stellen schützen. tesa krepp an handschutz od. griff u. sie bleiben kratzerfrei. ansonsten die feile mit ner bürste öffter mal reinigen.
grüsse,..
Original geschrieben von Haudegen
wenn du als powerlifter ;) so am rumwürgen bist
Jo, *g* die Feinmotorik geht einem bei diesem Sport so nach und nach verloren.:D Aber bei einem User ist es weniger schlimm, und bei schöneren Modellen lasse ich dann mehr Sorgfalt walten.
CU
sam
Auf Nr.2 ist inzwischen der Schliff drauf. Konvex natürlich. Ich glaube einfach nicht, daß man bei so dicken Stahl mit der Feile einen Flachschliff draufkriegt.
Da die Feilen mittlerweile ziemlich verhunzt sind (darf das so früh schon sein?), sind im zweiten Rohling lauter Riefen drin. Die krieg ich von Hand im Leben nicht rausgeschliffen, deshalb hab ich mir was überlegt. Ich montier mir Schleifscheiben mittels Gummiteller an die Bohrmaschine und schleif es maschinell ab. Wenn das auch nicht hilft, hab ich Pech gehabt und das Stück landet im Müll.
CU
sam
Die Riefen können dadurch entstehen, dass Stahlspäne in den Zähnen der Feile hängenbleiben - kannnst du aber vermeiden, indem du immmerwieder etwas normale Kreide in die Feilenzahnug reibst.
Gruß Tobi
Christoph W.
20.03.03, 18:56
Hey Hey,
Bevor du das ding wegschmeisst schick ihn mir lieber!
Gruß Christoph
Hi Sam Hain, nö das dürfte nicht sein, daß die Feilen jetzt schon hin sind. Ich hab meine allerersten immer noch und die haben immerhin 8 Messer lang gehalten.
Nen Tipp wegen den Riefen hätt ich noch : Besorg dir zu deiner Bohrmschine so kleine Gummischleifwalzen (ich hoff du weißt was ich mein) und zwar schön große (am idealsien wär Klingenbreite) und auf die klebst du dann mit doppelseitigem Klebeband Schleifpapier. Damit kannst du prima die tiefen Kratzer rauskriegen. Nachteil ist nur, daß du damit nicht bis ganz an das Ricasso rangehen kannst, aber so ein paar verkratzte mm sollte ja kein Problem sein. Wenn du willst kannst du das dann immer noch mit der Hand ein wenig nachbessern.
Gummiteller hab ich auch schon versucht, aber es geht mit den Rollen besser und wird schöner.
Und Vorsicht !!!! Nicht zu schnell laufen lassen damit es nicht zu heiß wird und aufpassen, daß sich die Spitze des Rohlings nicht irgendwie fängt, sonst fliegt dir das Messer um die Ohren (ist mir auch schon passiert).
Ich glaube einfach nicht, daß man bei so dicken Stahl mit der Feile einen Flachschliff draufkriegt.
Das hat mit der Dicke des Stahls nichts zu tun-versuch mal, die Feile quer zur Klinge über die gesamte Klingenlänge zu ziehen (draw filing nennen das die Amerikaner)-funktioniert sehr gut. Eine genauere Beschreibung der Methode müsste auch hier im MF zu finden sein.
Grüße, Jens.
Hm... Gummirollen wären ne Möglichkeit, ja.
Kreide werd ich mir besorgen. Ich mach die Feilen aber eh schon alle Nase lang mit der Feilenbürste spanfrei.
@ Jens
Mach ich eigentlich so. Im Schneidenbereich bleibt mir dabei auch immer ein Flachschliff, aber nach oben hin verrundet er dann trotzdem.
CU
sam
:D ...dann hilft nur üben!!! aber bei deiner geschwindigkeit wird es nicht mehr lange dauern, bis es klappt:super:
Jens
:D Ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste, da hab ich keine Zeit zu verlieren.
So, jetzt hab ich endlich auch die Riefen rausbekommen. Eigentlich recht simpel: Hartgummiteller an die Bohrmaschine, 120er und später 400er Schleifscheiben drauf und das Ganze mit dem Multi-Halter fixiert. Die Rillen waren ruckzuck raus, der Konvexschliff ist jetzt fast 100%ig flach und ein schönes Finish gibts auch. Mal sehen was nach dem Härten davon übrig ist...:D
CU
sam
Hi Sam Hain,
ist denn das Finish gleichmaäßig ? Wie ich es mal versucht hab war da immer so ein blödes Wellenmuster :(
@ Nidan:
ich nehme an dass du dich auf das schleifen mit der Bohrmaschine und dem Gummiteller beziehst.
Ich habe nämlich meinen kleinen Erstling (gerade beim härten:D )
mit ner eingespannten Flex und schleifscheiben behandelt. Da war zwar n "Wellenmuster" (ist ja auch klar denn die Schleifscheibe ist nunmal rund)aber es ging ganz einfach raus. Als ich die gewünschte Dicke hatte (relativ flach/n bisschen konvex) hab ich einfach mit 60er Körnung (wahrscheinlich häts auch 80er oder 120er getan)von Hand angefangen und mich bis 800 hochgeschlifen. Ging relativ schnell so ne halbe Stunde vielleicht.
(noch nicht mal das erste Messer fertig haben und dann schon versuchen Tips zu geben :irre: :rolleyes: )
Gruß Marcus
Hi Nidan,
eigentlich bin ich zufrieden. Auf dem Bild erkennt man es nicht so besonders gut, aber ich bin als Photograph noch erbärmlicher als als Messermacher *g*.
Wenn es gehärtet ist, werd ich noch bis 1500er Papier gehen und dann polieren.
btw: Sollte ich die Löcher für die Pins vor dem Härten bohren, oder geht das hinterher auch noch? Ich weiß ja nicht, wie sehr sich das dann verzieht...
CU
sam
Hi Bullet, jo aber wo ist denn da dann der große Vorteil wenn du nach dem Gummitellermassaker wieder mit 60er anfangen mußt ? Mit nem 60er kriegt man doch eh jeden Kratzer weg.
@ Sam Hain, jo so ähnlich hatte ich es in der Erinnerung, von den Walzen bekommst du übrigens ein viel sauberes Schliffbild, nur halt leider nicht auf den letzten Millimetern beim Ricasso, weil man da damit nicht hinkommt.
Und unbedingt die Löcher vor dem Härten bohren, da verzieht sich gar nix !
Laß Dich von dem Bild nicht täuschen, Nidan. So schlecht ist es wirklich nicht. Aber als letzten Schritt beim Finish würd ich trotzdem per Hand schleifen, oder gleich polieren. Es sei denn, es wird eh ein User, da ist es absoltut ausreichend mit der Bohrmaschine. Ich will die Messer zwar als User, aber ich polier sie trotzdem. Soll bei C-Stahl ratsam sein...
CU
sam
@Nidan:
bei mir gings eher darum die Klinge flacher zumachen weil sie dank meiner nicht vorhanden Feilkunst etwas arg ballig geraten ist.
Allerdings waren meine Schleifscheiben auch nur 60er oder 80er Körnung
und das Wellenmuster hielt sich in Grenzen. Ich denke wenn man ne höhere Körnung nimmt ist das Finish damit gar nicht so schlecht. Kann man ja auf Sam Hains Bild erkennen.
Gruß Marcus
Vor dem Härten bohren und vorsichtshalber die Bohrungen etwas anphasen.
Alles klar Bullet, ich dachte es geht dir um`s Finishen. Aber ich kann mir net helfen ich steh halt auf Gummiwalzen, wenn`s schon maschinell sein soll ;)
So, Bohrungen sind drin. Jetzt nur noch eine Härterei aussuchen. Wen empfehlt Ihr? Borger? Dobner? Claymore? Wie lang brauchen die so etwa?
Und vor Allem: Ist da dann auch das Anlassen inbegriffen? Ich hab nämlich keine Lust, das im Backofen nach der "Schätz-Methode" selbst zu pfuschen, weil ich von sowas 0,0 Ahnung habe.
CU
sam
Claymore ist (fast) immer die richtige Wahl, speziell dann wenn Du Sonderwünsche hast.
Sonderwünsche? *g* ich will nur Härten auf 60 Grad und Anlassen...;)
Nee, im Ernst: Was kann man denn so an "Specials" bestellen?
CU
sam
Wie hier beschrieben (http://www.blindschleiche.de/Artikel/GAK/20001229-SBP.php) hat es bei mir bei Borger einmal 3 Wochen gedauert. Weitere Erfahrungen mit ihm habe ich nicht. Da ist Anlassen aber definitiv dabei.
Die Messer sind jetzt alle aus 1.2842? Dafür würde ich Borger für (finanziellen) Overkill halten. Den sollte Dir jeder einigermaßen vernünftig härten können; spannungsarm glühen sollte er halt vorher. Wenn Claymore es Dir macht, na prima, dann nichts wie hin zu ihm (die Klingen).
Jo, Peter Abel (Claymore) kann ich sehr empfehlen :super:
Anlassen ist immer mit im Härten enthalten und wenn du Extras willst, würd ich dir "differentielles Härten" mit Lehmmantel empfehlen (auch wenn mich der Peter jetzt vielleicht haut, wenn wir uns wieder mal treffen ;) ) Bringt nen tollen Hamon und hat auch praktische Vorteile.
Ich wollte nur kurz mal den Thread aus der Versenkung holen, um alle Beteiligten seelisch auf die bald folgende Präsentation meines Erstwerkes vorzubereiten. Jegliche Verantwortung für Netzhautablösungen, Augenhöhlen-Katarrhe, oder Linsentrübungen beim Betrachten der Pics, lehne ich ab.
Es wird erstmal nur das Kleine fertig gemacht, fürs "Große" will ich mir erst noch ein schönes Griff-Holz suchen.
Morgen abend müssten die Bilder hier stehen... wünscht mir Glück :D
CU
sam
Jo, laß es krachen ! Ich bin wirklich schon gespannt drauf !
Immer her damit.
Ich glaube es wird auch mal Zeit dass ich meinen Erstling präsentiere:rolleyes: .
Gruß Marcus
Bin soweit. Ist doch etwas schneller gegangen, als gedacht.
Ein paar Dinge habe ich beim ersten Versuch gelernt: Nie wieder ohne Bandschleifer, Dekupiersäge und Tischbohrmaschine. NIE WIEDER selber feilen. Und nie wieder 5mm dicken Stahl für so ein kleines Messer.
Bis auf ein paar Winzigkeiten ist es fertig, nur richtig scharf hab ichs noch nicht bekommen. Ich glaube auch kaum, daß das bei der Materialstärke und der kleinen Klinge möglich ist. Wird halt eher eine Beilklinge ohne jeglichen Nutzwert. Aber in die Vitrine legen kann mans sich.
Danke nochmal an alle, die irgendwie an der Entstehung beteiligt waren. Besonders erwähnen möchte ich Claymore, der mir die Rohlinge wuinderbar gehärtet hat, und Nidan, dessen "kleines Miststück" und dessen Rat mir erst die Motivation zum Selbermachen gegeben hat.
CU
sam
Und hier noch die Daten: 1.2842er Stahl (5mm dick), Griff: Leinenmicarta von Borger, Zwischenlage aus roter Fiber, Mosaikpins (erkennt man leider kaum), Klingenlänge: 6,5cm, Gesamtlänge: 16,5cm also eher Dreifingermesser...
Die polierte Oberfläche sieht eigentlich erheblich schöner aus, als auf dem Foto.
Oih, da isses ja !
Also erstmal ganz großes Kompliment zum Design, das Messer ist sowas von niedlich :super:
Mein Tipp : Unbedingt noch mal machen, und dann einen 3 höchsten 4 mm dicken Stahl nehmen, dann kommst du mit der Klingengeometrie viel besser hin.
Vom Design her ist es das wirklich wert, das ist prima ! Und du hast auch schon Erfahrungen gesammelt, das ist ja auch sehr viel wert !
Ja das sieht doch super aus! Der Griff macht richtig was her! Mit dem Ding kannst Du wahrscheinlich Türen aufbrechen! Trotzdem würd ich mir wegen der Schärfe keine allzu grossen Sorgen machen. Ich hab für meine Schwester ein kleines Neckknife gebastelt (auch aus 1.2842). Da ist die Klinge nur 2cm breit und der Rücken hat 4mm. Trotzdem hab ich das ohne Probleme so scharf bekommen, dass man sich ohne viel Ziepen die Haare vom Arm rasieren konnte. Also das wird schon! Weiter so!
Hallo Sam Hain!
Irgendwie hast Du das Kunststück vollbracht, dass die Abmessungen wuchtiger klingen als das Messer aussieht :D
Die Form gefällt mir sehr gut! Sieht aus, als würde das Messer eine richtig gute Handlage haben. Verpasst Du dem kleinen eine Scheide, oder hast Du nicht vor es zu benutzen?
Viel Spass beim nächsten Messer und Grüße,
Robert
Ähmmm, mir ist da grad was aufgefallen, was noch fehlt, Sam Hain. Also ein :"Besonderen Dank an JensJ für die Inspiration", wär das Mindeste, denk ich mal ;)
oops, den hatt ich glatt vergessen:(
Also Ehre wem Ehre gebührt: JensJ´s kleines Messerchen hat bei dem Entwurf gewissermaßen Pate gestanden. Ich hoffe, genug Änderungen am Design vorgenommen zu haben, daß es nicht wie eine schamlose 1:1 Kopie rüberkommt. Danke für die Inspiration und die Tips, Jens:super:
CU
sam
danke, Nidan...
@Sam Hain:
grundsätzlich finde ich es ja ganz nett, wenn man ein design von mir übernimmt-zeigt ja, dass ich nicht ganz daneben liege...
wäre halt nett, wenn man fragen oder darauf hinweisen würde...
hier ein thread:
pix (http://www.messerforum.net/forum/showthread.php?s=&threadid=10977)
Ich hoffe, genug Änderungen am Design vorgenommen zu haben, daß es nicht wie eine schamlose 1:1 Kopie rüberkommt.
naja, zählen griffschalen? ;)
nee, schwamm drüber, wir sind ja nicht beim USN-Forum...
die griffschalen hast du übrigens sehr schön gemacht-war sicherlich nicht einfach, sie an die daumenrampe und die fingerrille anzupassen.
grüße, Jens.
Das Anpassen war ehrlich gesagt das Leichteste. Die größten Probleme hatte ich beim Feilen und Finishen. Und Griffschalen zählen, wenn sie so schön gemacht sind:p! Dann wäre da noch der Schliff und der Winkel des Klingenrückens, aber wie Du sagtest, wir sind hier ja nicht bei den Amis.
Aber eins sag ich Euch: Micarta kommt mir nimmer ins Haus! Das macht vielleicht eine Sauerei beim Schleifen :staun:
CU
sam
Aber eins sag ich Euch: Micarta kommt mir nimmer ins Haus! Das macht vielleicht eine Sauerei beim Schleifen
Jo Micarta, ist echt ein Mistzeug, und laß ja die Pfoten von Ebenholz, das ist fast genauso eklig *bäh*
hi sam,
ein schönes kleines messer!
ich finde, dass das messer durch den griff trotz kopierter form einen eigenen touch bekommen hat.
warum solltest du den kleinen teufel nicht scharf kriegen?
dieses kleine neckie von busse (assault shaker oder so) hat auch nur eine 6 cm klinge und ist 6 mm stark. und das ist bestimmt scharf.
das mit dem micarta kann ich nach vollziehen: hab heute grad mal versuchsweise selbstgemachtes micarta geschliffen und hab dann ewig gebraucht, bis die werkstatt wieder "dekontaminiert" war. am besten alles feucht abwischen, damit man den ekligen staub nicht noch mehr verwirbelt ;-))
bin schon auf das zweite gespannt, wenn es fertig ist!
bernd
Hi Sam,
ist richtig hübsch geworden !!
Und lass dich nicht irre machen bei 5 mm Rückenstärke fängt ein ordentliches Messer doch erst an :steirer:
Den 1.2842 bekommst du schon ordentlich scharf und er gibt eine feine Schneide ab. Die bei deinem Messer auch sehr stabil ausfällt.
Viel spass noch beim Fertigmachen des zweiten Messers.
Und wenn du mal wieder was zu Härten hast, kein Problem kann ich dir machen.
gruß
Peter
Danke für die Blumen, Leute.:)
Mit dem Schärfen werd ich mir heute mal die Zeit vertreiben, allerdings werd ich Schleifpapier nehmen, bevor ich an den Arkansas und den Lederriemen gehe.
Für das andere Messer schwebte mir ja ein helles, gelbliches Holz vor. Olive vielleicht, oder Buchsbaum. Wißt Ihr da was, das leicht zu bearbeiten ist und schön aussieht? Und vor allem wo ich schön abgelagerte Stücke davon bekomme?:hehe: Vom Micarta bin ich ja wie gesagt erstmal geheilt. G-10 wär vielleicht noch eine Option, aber das staubt sicher auch wie die Pest...
Ich werd sobald ich (mit Eurer Hilfe) eine Wahl getroffen habe, bestellen. Hoffentlich noch dieses WE. Und dann mach ich mich am nächsten WE über das andere Messer her. Das wird dann hoffentlich etwas besser, sind ja eigentlich beide "nur" zum Üben.
Achja: Stolzer Besitzer einer Tischbohrmaschine bin ich seit heute auch. Für 37 € konnt ich sie einfach nicht bei Obi stehenlassen:D
Bis bald
sam
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