Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leitfaden Polizeilampen am Bsp Gladius/Barbolight/Inova/Hellfighter
grinsefalle
05.05.08, 13:02
Polizeilampen-Leitfaden
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1467/015_klein.jpg
Nightops Gladius, Barbolight U-04 ATEX, Inova T4 MP - Beitrag #2 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=479003&postcount=2) Hellfighter X-15 - Beitrag #4 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=479031&postcount=4) Surefire 6P - Beitrag #34 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=541952&postcount=34) Peak Night Patrol 350S - Beitrag #49 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=589970&postcount=49) 2008er Inova T2MP und T3MP - Beitrag #59 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=649551&postcount=59) Nightpower GTL - Beitrag #74 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=753636&postcount=74) Erfahrungen aus low-light Seminar - Beitrag #32 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=533964&postcount=32) Verhalten der Lampe bei Batterie/Akku-Ende - Beitrag #70 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=727538&postcount=70) Momentlichtschalter - Beitrag #71 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=747542&postcount=71) verschiedene Holster - Beitrag #75 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=759918&postcount=75) Akku oder Batterie? - Beitrag #77 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=820124&postcount=77)
Danke an den Super Mod Cugar, der dies technisch ermöglichte
grinsefalle
22.05.08, 13:42
Vorgestellt und verglichen werden hier die Nightops Gladius, Barbolight U-04 ATEX, Inova T4 MP.
http://img145.imageshack.us/img145/3953/flashlights028xb6.th.jpg (http://img145.imageshack.us/my.php?image=flashlights028xb6.jpg)http://img135.imageshack.us/img135/8845/flashlights025zq2.th.jpg (http://img135.imageshack.us/my.php?image=flashlights025zq2.jpg)http://img150.imageshack.us/img150/346/flashlights026gr3.th.jpg (http://img150.imageshack.us/my.php?image=flashlights026gr3.jpg)
Alle drei sind ausgelegt für den Einsatz im Polizeidienst, alle drei verfolgen unterschiedliche Konzepte.
Alle drei Lampen sind als sehr hochwertig einzustufen, jede bietet irgendwo einen Vor- oder Nachteil. Dieser Leitfaden stellt die Konzepte vor und soll so dem Kollegen beim Kauf einer geeigneten Lampe unterstützen.
Für den Polizeidienst sind sicherlich noch viele andere Lampen geeignet. Diese drei Modelle sollen stellvertretend die verschiedenen Schalter, Bedienkonzepte und dergleichen vorstellen, alle drei verwende ich im Wechsel im aktiven Dienst auf der Straße und in geschlossenen Einsätzen.
Die Gladius wird zB hier (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=39706&highlight=gladius) beschrieben, meine Inova T4 Vorstellung findet sich hier (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=56451).
1. Größe/Finish/Verarbeitung
Die Inova ist deutlich größer als die beiden Mitstreiter. Der Unterschied zwischen Gladius und U-04 fällt dagegen eher klein aus. Insgesamt sind alle drei Lampen voll geeignet für das Dienstkoppel, keine ist so groß oder schwer, dass sie stört (vorausgesetzt, sie sitzt an der richtigen Stelle am Koppel). Das Finish der drei ist ebenfalls bestens geeignet für den Dienst, die HAIII Beschichtung hält viel aus und macht viel mit. Auch bei rauhem Einsatz mit Stürzen, Stößen und dergleichen bieten alle drei eine dauerhafte Schutzschicht.
Die Verarbeitung ist ebenfalls bei allen drei auf hohem Niveau, es gibt hier keine Mängel. Sie sind hoch robust, massiv und speziell für eben diesen Verwendungsbereich konzipiert, so dass man in jeder der drei Lampen einen absolut zuverlässigen und verlässlichen Begleiter hat.
Die Barbolight kann sogar mit ATEX-Zertifizierung glänzen, kann also auch in explosionsgefährdeten Gebieten eingesetzt werden. Zudem bestand sie einen Härtetest nach Militärvorgaben, wo sie u.a. Autoscheiben einschlagen musste ohne Funktionseinschränkungen der Lampe. Bis 200m wassdicht ist sie ebenfalls, die U-04 ist also ein Rauhbein, das auch die härteste Behandlung verdaut.
Die Gladius ist schon lange auf dem Markt, bisher kamen mir keine Berichte über Ausfälle zu Ohren. Sie hat sich bei Sondereinheiten bewährt und ist ebenfalls auf für die harte Gangart gerüstet. Wasserschutz besteht hier bis 50m.
Die Inova T4 bietet die Qualität, für die der Name Inova spricht. Während sie nie berühmt waren für Helligkeit, so gabs an der Zuverlässigkeit und Stabilität nie Zweifel.
Auch die T4 ist "built like a tank", sehr massiv gehalten und unkaputtbar. Auch den Überfahrtest mit dem Auto überlebte sie ohne Schäden (aus CPF). Einzig der Wasserschutz ist nicht so ausgeprägt wie bei den beiden anderen. An den Ladekontakten ist eine schwachstelle, weshalb Inova die T4 nicht als wasserdicht beschreibt.
Sie überlebt einen Regen oder einen kurzen Aufenthalt in einer Pfütze, ist jedoch nicht geeignet, sie länger im Wasser zu lassen. Dieser Punkt ist zu beachten. Inwieweit man selber noch zB eine Dichtung an den Kontakten anbringen kann, muss ich erst prüfen.
2. LED
Alle drei Modelle sind mit aktuellen LED ausgestattet. Während die Gladius nachgerüstet wurde mit einer SSC P4 (es gibt die Gladius bereits in dieser Version zu kaufen), verwendet die Barbolight eine Cree und die Inova eine neue K2. Ob jetzt eine LED einen Ticken heller ist, sollte nicht die Hauptrolle bei der Auswahl einer geeigneten Lampe sein. Alle drei sind sehr hell (im Bereich der 170+ Lumen, die die Lampe tatsächlich verlassen) und somit voll und ganz ausreichend. Die Lichtfarbe der Inova ist deutlich wärmer als die anderen beiden, ist also für die Farbwiedergabe etwas günstiger.
Unterm Strich wird die LED höchstwahrscheinlich nicht das entscheidene Kriterium für eine Entscheidung zwischen einer der drei Modelle sein.
3. Energie
Hier unterscheiden sich die drei recht deutlich. Die Gladius wird betrieben mit 2 CR123 Lithium Zellen. Zwar sind wiederaufladbare RCR123 möglich, jedoch sinkt die Betriebsdauer und das lowbatt-Blinken setzt ein. Ich persönlich betreibe sie ausschließlich mit den Primärzellen, so wie es für die Gladius vorgesehen wurde. Die Laufzeit
auf high beträgt locker eine gute Stunde, je nach Batterie. Eine Warnung, wenn die Batterien gewechselt werden müssen, existiert in Form eines Doppelblinken alle 15 Sekunden. Da die Zellen aber über das Internet recht günstig zu beschaffen sind, ist dieser Punkt zu verschmerzen. Dienstlich geliefert werden diese Zellen (noch) nicht.
Die Barbolight ist flexibler und kann sowohl die CR123 Primärzellen, als auch die 18650 LiIo akkus verwenden. Ob nun geschützte oder ungeschützte Akkus in der Lampe sind, bleibt jedem selber überlassen. Wer sich damit auskennt, sollte die nicht geschützten Akkus nutzen, da diese nicht plötzlich abschalten. Für den Einsatz kann dies
entscheidend sein. Die Brenndauer variiert je nach der verwendeten Energiequelle, 150 Minuten bis 70% Helligkeit sind beim 18650 Akku möglich.
Die Inova kann allein mit dem Inova-Akku betrieben werden, der immer in der Lampe verbleibt. Mit ihm sind 2h gleichbleibend helles Licht möglich, eine lowbatt-Warnung soll vorhanden sein. Die T4 kann jederzeit und unabhängig vom Ladezustand in die Ladehalterung geklickt werden, so dass jederzeit eine voll einsatzbereite T4 zur Verfügung steht. Innerhalb 2h ist ein leerer Akku wieder komplett geladen. Geht allerdings mitten im Einsatz die Energie zu neige, kann man sich nicht mit Batterien aushelfen. Wer nicht geladen hat und keinen Ersatzakku am Mann hat, steht im Dunkeln. Sollte zwar nie passieren, weil die T4 auch im Fahrzeug geladen werden kann, aber es ist doch ein wichtiger Aspekt.
Bei regelmäßigem Gebrauch wird also die Gladius die höchsten Kosten verursachen, die T4 wird jederzeit einsatzbereit sein und die Barbolight ist am flexibelsten in der Wahl der Energiequelle.
4. Bedienkonzept/UI
Hier gibt es die größten Unterschiede, jede Lampe verfolgt ein komplett anderes Konzept.
Die Barbolight ist die einfachste: ein echter taktischer Schalter, d.h. auf den Knopf drücken für reines Momentlicht. Geht der Finger vom Knopf, ist es wieder dunkel. Es gibt keinen Klickschalter, kein Verdrücken, nichts - nur ein/aus. Für Dauerlicht muss die Endkappe dann etwas festgedreht werden.
Das Bedienkonzept ist idiotensicher und absolut simpel. Ein Verschalten gibt es nicht, jeder kann sie bedienen. Allerdings braucht es Übung, um die Lampe mit nur einer Hand auf Dauerlicht zu bringen, oder die Mithilfe von der zweiten Hand. Die Endkappe läßt sich recht streng drehen, Grund hierfür sind die beiden Gummidichtungen am Gewinde. Für uns Polizisten: Wenn wir Dauerlicht brauchen, ist meist der Streß nicht so extrem, somit können wir die zweite Hand ruhig nutzen. Da der Druckschalter im Widerstand verstellbar ist, je nach dem wie weit die Endkappe zugedreht wurde, kann auch länger mal das Licht über den Drücker gehalten werden, ohne dass der Daumen mit Muskelkater und Krämpfen abfällt.
Unbeabsichtigtes Einschalten ist -wenn überhaupt- maximal solange möglich, solange etwas auf den Knopf drückt. Da dieser aber im Weg und Widerstand verstellbar ist und durch die Flanken an der Endkappe auch noch geschützt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Lampe unbemerkt die Batterie leert gegen Null.
Der Schalter ist so großflächig, dass auch ein Einschalten und bedienen mit Handschuhen problemlos möglich ist.
Die Inova bietet bereits mehrere Funktionen (high, low, momentary, strobe), die über einen einzelnen Schalter bedient werden. Einzelheiten dazu kann man in meiner Vorstellung der T4 nachlesen. Da der "normale" Schutzmann nicht so gut trainiert ist, dass er den Strobe oft und professionell einsetzten könnte, werden die beiden Modi, die am meisten gebraucht werden, wohl Dauerlicht high und Momentlicht sein. Auch hier gibts von meiner Seite keine Bedenken: Knopf drücken und gedrückt lassen ergibt Momentlicht, mit Loslassen wirds dunkel. Für Dauerlicht reicht ein Klick. Simpel, einfach, logisch. Dauerlicht geht hier also einfacher als bei der Barbolight, Momentlicht unterscheidet sich praktisch nicht. Auch die T4 verwendet nur einen einzelnen Knopf, was die Sache einfacher macht.
Ob die Platzierung des Buttons am Kopf besser oder schlechter ist als am Lampenende, muss jeder für sich selber entscheiden. Ich persönlich komme mit beiden Varianten gut zurecht, gerade, weil der Knopf der T4 an der richtigen Stelle sitzt, um die Lampe gut ausbalanciert zweckmäßig halten zu können.
Unbeabsichtigtes Einschalten kommt durch den seitlichen Schalter nicht vor, diese Stelle wird vom Holster geschützt.
Auch die T4 hat einen recht großen Schalter, so dass Handschuhe überhaupt kein Hindernis darstellen.
Die Gladius bietet die meisten Funktionen inkl. Strobe, Moment- und stufenlos dimmbarem Dauerlicht mit Memory. Die Auswahl des Modus erfolgt über den Drehring, die Aktivierung über den butterweichen Druckschalter mit relativ langem Weg.
Das UI gilt als ausgereift, tatsächlich ist es so durchdacht, dass die vielen Funktionen aufgeräumt untergebracht wurden. Kein sequentielles Durchschalten durch unnütze Modi wie SOS ist notwendig, bereits beim Einschalten ist klar, was die Lampe machen wird. Die Gladius ist daurch immer und überall einsetzbar und bietet immer das brauchbarste Licht.
Eins ist aber zu bedenken: Man muss ein wenig damit üben, auch im Streß. Die Hand muss den Ring drehen und den Knopf drücken, es sind also zwei verschiedenen Bewegungen notwendig, die dem Körper bzw der Hand erstmal richtig beigebracht werden müssen. Es kann durchaus passieren, dass man vom lockout-Modus schnell in den Dauerlicht-Modus schalten will, vor Aufregung aber zu weit dreht und dann plötzlich den Strobo bekommt. Mit ein wenig Übung ist das aber kein Problem mehr.
Gut ist, dass der Strobo in der Mitte der Modi sitzt, d.h. im Extremfall dreh ich den Ring in die eine oder andere Richtung bis zum Anschlag und ich bekomme entweder Dauer- oder Momentlicht. Insofern merkt man schon, dass hier jemand mitgedacht hat. Selbst der ungeübte im Streß wird sein Licht erhalten.
Nachwievor setzt das UI der Gladius Maßstäbe, gerade in Anbetracht der Vielfalt an Funktionen, die auf Knopfdruck verfügbar sind.
Ein unbeabsichtigtes Einschalten läßt sich durch Sperren des Schalters effektiv verhindern. Will man diese Sperre nicht nutzen, stellt man auf Momentlicht, somit ist auch hier ein dauerhaftes und unbemerktes Leeren der Batterien kaum möglich.
Der Knopf steht relativ weit aus dem Gehäuse und kann problemlos mit Handschuhen bedient werden. Auch der Drehring stellt für Handschuhe kein Hindernis dar.
grinsefalle
22.05.08, 13:45
5. Holster/Trageweise
Die Barbolight wird in einem einfachen Kordura-Holster geliefert. Die Gürtelschlaufe wurde von Barbolight verklebt, so dass ein fester Halt am Koppel entsteht und der Klettverschluss nicht aufgehen kann. Es passt ans Koppel von Uncle Mike, bietet eine einfache Lasche, die mit Klett geschlossen wird. Die U-04 sitzt fest darin mit dem Kopf nach unten, die beiden elastischen Seitenteile unterstützen dies. Rückholstern ist nicht ganz einfach, man muss den Kopf der Barbo erst ins Holster "pfriemeln" (durch die Gummi-Seitenteile verengt sich das Holster, wenn die Lampe draußen ist). Das Holster zählt nicht zu den stabilsten und wird sich relativ früh an den Seiten dem Klip der U-04 geschlagen geben müssen.
Die Barbo verfügt aber auch über einen Titanclip, mittels dessen man die U-04 auch überall hinklipsen kann. Die Lampe sitzt dabei wieder mit dem Kopf nach unten, also "taktisch" richtig, der Klip ist sehr stabil und hält am dicken Koppel ebenso wie am dünnen Hosengürtel.
Die Inova führe ich im Maxpedition Universalholster. Das Holster läßt sich -wie in der T4-Vorstellung bereits beschrieben- in verschiedenen Arten tragen und ans Koppel basteln, ohne die ganzen anderen Taschen etc. vorher abnehmen zu müssen. Der Sitz der T4 ist fest und stabil, das Ziehen geht nicht so schnell wie bei den anderen, weil erstmal die Länge der T4 aus dem Holster gezogen werden muss. Rückholstern dagegen ist einhändig und blind möglich, das Holster bleibt auch ohne Lampe offen und behält die Form. Die Schutzlasche läßt sich entfernen, wenn sie stören sollte.
Die Kombination aus diesem Holster mit der T4 halte ich für gelungen, trotzdem die Lampe nicht die Kleinste ist, läßt sie sich zweckmäßig verstauen und führen.
Das Holster muss als Zubehör gekauft werden.
Für die Gladius gibt es von Blackhawk zwei Holster, die ich aber nicht persönlich kenne. Ich verwende ein Kydex-Maßholster, das mir ein begabter Kollege gefertigt hat. Mit dem Teklok-Verschluß kann es schnell om Koppel genommen oder wieder angebracht werden. Die Gladius sitzt mit dem Kopf in einer Art Köcher und arretiert dort.
Das Ziehen geht sehr schnell, nur ein Widerstand ist zu überwinden. Durch den leicht nach vorne geneigten Holsterkörper geht das Ziehen anatomisch richtig. Dennoch sitzt die Lampe fest und läßt sich nicht so ganz einfach von einem Dritten entnehmen. Das Rückholstern ist kein Problem, der Kydex-Köcher bleibt offen.
Ein kleines Fach neben dem Köcher beinhaltet zwei Ersatz-Batterien, so dass diese immer am Mann sind für den Fall dass...
Das Holster gibt es nicht zu kaufen, wer jedoch gute handwerkliche Fähigkeiten hat, kann sich so ein Holster selber basteln (auch für die anderen Lampen natürlich).
Alternativ bietet sich das Blackhawk Combat Holster aus Kydex an.
Wie auch bei der Waffe gilt hier: Ohne gutes Holster trägt man auch die beste Lampe nicht. Barbolight liefert ein Holster mit, das zwar brauchbar ist, aber nicht auf Dauer halten wird. Das Maxpedition Holster bietet viel fürs Geld und kann auch für andere Lampen genutzt werden, ist also eine Anschaffung, die bleibt.
Ein Kydex-Maßholster kann nach den persönlichen Bedürfnissen gestaltet werden, ist unkaputtbar und funktionell, aber eben nicht so ohne weiteres zu bekommen.
http://img204.imageshack.us/img204/2509/holster002nw8.th.jpg (http://img204.imageshack.us/my.php?image=holster002nw8.jpg)http://img142.imageshack.us/img142/4288/holster003rz3.th.jpg (http://img142.imageshack.us/my.php?image=holster003rz3.jpg)http://img181.imageshack.us/img181/3607/holster001ej8.th.jpg (http://img181.imageshack.us/my.php?image=holster001ej8.jpg)http://img145.imageshack.us/img145/425/holster005af1.th.jpg (http://img145.imageshack.us/my.php?image=holster005af1.jpg)
6. Lichtkegel
Die Barbolight und Gladius bieten einen sehr ähnlichen Lichtkegel mit kleinem und engen Hotspot, der eine gute Reichweite zuläßt. der Streulichtkegel bewahrt vor dem Tunnelblick.
Die Inova weicht hiervon etwas ab, sie bietet einen größeren Hotspot, der weicher übergeht ins Streulicht. Sie leuchtet die Nah/Mitteldistanz etwas breiter aus als die anderen Kandidaten, dafür ist ihre Reichweite etwas geringer.
In der Vorstellung (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=56451) der Inova finden sich ein paar Beamshots. Die Gladius mit der P4-LED ist nicht dabei, sie gleicht jedoch größtenteils der Barbolight U-04.
Für einen ersten Eindruck ist dies ausreichend, denke ich.
Weitere Bilder finden sich hier: Album (https://fotoalbum.web.de/alben/michael.sandner/Beamshots/miniatur/freigabe#).
7. Service
Nicht nur die Taschenlampe selbst ist wichtig, sondern auch das Drumherum, der Service. Auch bei den besten Leuchten kann mal was passieren, es ist dann wichtig, dass ein kompetenter Ansprechpartner vorhanden ist.
Bei diesem Punkt kann ich natürlich nur etwas sagen, wenn ich den Service bereits in Anspruch genommen habe.
Derzeit gibts nur Anmerkungen zum Service von Barbolight. Nach vielen Stürzen, z.T. auf harten Untergrund, saß die LED der U-04 ATEX nicht mehr 100% zentriert. Javier von Barbolight schrieb bereits in der Mail, dass möglicherweise der Reflektor minimal gewandert sei. Um es kurz zu machen: Obwohl die ATEX 100% funktionstüchtig war und die nicht mehr ganz zentrierte LED (wir reden von 1mm) eine kosmetische Angelegenheit war, wurde die ATEX im Barbolight-Werk auf Vordermann gebracht, indem der Reflektor wieder zentriert wurde. Dazu gab es eine neue Frontscheibe ohne Kratzer, einen Barbocarrier inklusive einem 18650 Akku dazu - meine Kosten beliefen sich lediglich auf den Versand nach Spanien.
Mit der Barbolight erhält der Kunde also nicht nur eine absolut zuverlässige Lampe, sondern auch technische Unterstützung danach. Insgesamt ein Paket, dass sehr lange Freude spenden und seinen Dienst verrichten wird.
Mit den anderen Herstellern habe ich noch keine Erfahrungen gemacht, allerdings wird über den Inova-Service ebenfalls nur Positives berichtet.
Die Barbolight liegt bei ca 160 EUR inkl. Zubehör (Tasche, Holster, Barbocarrier; Warnaufsatz, Akkus und Lader sind ebenso erhältlich), die Inova T4 inklusive Holster bei ca. 150 US Dollar (bei Bestellung in Übersee) zuzüglich Zoll und Steuern.
Die Gladius gibts für 250 EUR in Deutschland oder für ca 180 USD in USA (plus Zoll etc. plus Holster plus LED-Upgrade) bzw für ca 220 USD in der SSC P4-Version.
Alternativ bekommt man auch eine Insight Typhoon II (bauglich mit der Gladius) für ca 150 USD.
Fazit:
Die drei Kandidaten sind nicht gegeneinander angetreten, dementsprechend gibt es keinen Gewinner.
Keine der drei ist billig, jedoch sind sie ihr Geld wert, vor allem, wenn sie ein so wichtiges Einsatzmittel sind wie bei uns Polizisten. Letztendlich ist es eine Entscheidung nach persönlichen Vorlieben, der Leitfaden hat hoffentlich den ein oder anderen Aspekt aus der Praxis und dem Alltag aufgezeigt, der für den Käufer wichtig ist.
Wer Anmerkungen, Korrekturen oder Ergänzungen hat, ist herzlich willkommen.
So läßt sich dieser Leitfaden komplettieren und vielleicht als "Sticky" im Forum anhängen (das könnt ihr Moderatoren so handhaben, wie es am praktischsten ist).
grinsefalle
22.05.08, 15:47
Es ist Zeit für ein wenig Datenpflege und eine Ergänzung. Die Hellfighter X-15 bekommt die Ehre, in den Leitfaden mit aufgenommen zu werden.
http://img88.imageshack.us/img88/3853/x150042lv1.th.jpg (http://img88.imageshack.us/my.php?image=x150042lv1.jpg)
HIER (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=60027) gibt es bereits Bilder und Berichte zur X-11 und X-15, so dass ich an dieser Stelle nicht mehr so genau ins Detail gehen muss. Der verlinkte thread sollte also bei Interesse noch ergänzend durchgelesen werden.
1. Größe/Finish/Verarbeitung
http://img527.imageshack.us/img527/9633/x15010du3.th.jpg (http://img527.imageshack.us/my.php?image=x15010du3.jpg)
Die Hellfighter ist eine der wuchtigsten und massivsten Lampen, die in dieser Größe erhältlich sind. Allein die Materialstärken sind beeindruckend. Besonderer Augenmerk fällt dabei auf die 5 Dornen aus gehärtetem Werkzeugstahl, welche sich am Lampenkopf befinden. Diese sind geeignet und dazu gedacht, mitzuhelfen, wenn man sich gewaltsam Zutritt in eine Wohnung oder ein Fahrzeug verschaffen will (auch ein Schockschlag in manchen polizeilichen Situationen wäre denkbar). Die Dornen dienen als Glasbrecher, eine Beschädigung der Glasscheibe ist nicht zu erwarten, da diese sehr tief und geschützt im Kopf sitzt.
Die Verarbeitung ist makellos, das samtige Finish ist wirklich schön. Wie resistent und haltbar die Beschichtung ist, muss sich bei der X-15 erst noch zeigen.
Durch die Gummidichtungen an allen Gewinden ist ein guter Wasserschutz gegeben (genaue Angaben konnte ich noch nicht finden). Man muss also nicht befürchten, dass ein starker Regen oder ein Bad in Wasserlachen der Lampe etwas anhaben können.
Die Größe ist zwischen der U-04 ATEX von Barbolight und der Inova T4 anzusiedeln, das bedeutet, sie ist gut geeignet für eine Trageweise am Dienstkoppel und man hat genug Lampe in der Hand, um damit arbeiten zu können.
EDC-tauglich ist sie aber sicher nicht, bedingt durch die abstehenden Dornen, das Gewicht und die Größe.
Alle 4 genannten Einsatzlampen sind auf gleichem hohen Niveau, was diesen Punkt betrifft.
2. LED
http://img88.imageshack.us/img88/7717/x15008ql7.th.jpg (http://img88.imageshack.us/my.php?image=x15008ql7.jpg)
Meine Version der X-15 ist von Werk aus mit einem Xenonbrenner ausgestattet. Dieser kann in Sachen Helligkeit und Brenndauer nicht mit aktuellen LED mithalten.
Der Vorteil der X-15 ist allerdings, dass sie jedes Dropin akzeptiert, das auch in eine Surefire 6P passt (also die Standard-Größe). Eine Umrüstung auf eine Cree Q5 oder R2-LED ist somit für wenig Geld möglich.
Vorteil: Die Lampe kann bei Erscheinen einer neuen LED/Dropins immer wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, die Preise beginnen dabei von günstigen 12 Dollar bis ca. 40 EUR, je nach Ausführung und Qualität der Dropins.
Nachteil: die thermische Komponente. Ein Dropin wird die entstehende Wärme nie so gut an das Gehäuse abgeben können, wie ein "Festeinbau". Die Inova T4, Barbolight U-04 und Gladius sind somit standfester als die Dropin-Lösung. Bei Dropins wirds um die LED recht warm bei Dauerbetrieb, die Lebensdauer sinkt etwas. Wer aber die Dropins als Verschleißteil sieht (z.T. für kleine 12 Dollar), der wird nicht enttäuscht. Mit einem LED-Ausfall muss der Anwender aber sicher nicht rechnen!
Rein von der Helligkeit kann die X-15 mit aktuellem Dropin mit den verglichenen Lampen wie Gladius und Co locker mithalten. Die Lebenserwartung der LED wird durch andere Faktoren wieder relativiert.
3. Energie
Die X-15 ist von der Energieversorgung recht flexibel, da ja schließlich das Dropin ausschlaggebend ist. Der Betrieb mit 2xCR123 ist möglich, ebenso wie 2xRCR123 und 1x17670 LiIoAkku. Der beliebte 18650 passt nicht ins Batterierohr.
Die Laufzeiten hängen natürlich stark ab von der Energiequelle und dem Dropin. Verwendet man ein Solarforce R2 mit 2 geschützten RCR123, so gibt das gleichbleibendes Licht für gute 40 Minuten, bevor der Akku abschaltet (Danke an Jens/Zwick2 für den Laufzeittest!).
Auch hier zeigt sich, dass die Hellfighter in punkto Flexibilität und Kosteneffizienz auf aktuellem Stand ist.
4. Bedienkonzept/UI
Hier macht es sich die Hellfighter sehr einfach, ähnlich der Barbolight: Es gibt einen Modus, nämlich "hell". Am Lampenende findet sich der forward clicky, d.h. ein leichter Druck aktiviert das Momentlicht, beim Loslassen wird es wieder dunkel. Drückt man den Schalter ganz durch, rastet er deutlich spürbar mit einem leisen Klick ein und aktiviert das Dauerlicht. Man findet hier keinen unnötigen Schnickschnack, das KISS-Prinzip ist umgesetzt worden.
Die X-15 ist voll und ganz im Streß bedienbar, ohne dass der Anwender einen Bedienerfehler befürchten muss. Sie bietet aber nicht die Vielfalt an Funktionen, wie die Gladius mit ihrem genialen Bedienkonzept.
Über andere Dropins können auch verschiedene modi realisiert werden, wie zB verschiedene Helligkeitsstufen oder Strobe. Allerdings sind diese Funktionen im Dropin implementiert und müssen mit dem Schalter entsprechend gesteuert werden. Konsequenz: Die Funktionen müssen sequentiell, also hintereinander geschaltet werden. Je mehr Modi, desto mehr muss geklickt werden.
In meinen Augen sind solche sequentiellen Konzepte nicht besonders gut für polizeiliche Anwendungen geeignet, da ich evtl. das Problem habe, dass ich nicht weiß, in welchem Modus die Lampe angeht, oder aber, dass ich ewig brauche, um eine bestimmte Funktion aufzurufen.
Meine Empfehlung: ein einstufiges Modul (100% Licht), damit ist die Funktion der X-15 ähnlich stress-sicher wie die U-04 von Barbolight.
5. Holster/Trageweise
Die X-15 besitzt einen abnehmbaren Clip aus Stahldraht. Mit diesem kann die Lampe bezel-up, also mit dem Lampenkopf nach oben am Koppel getragen werden.
Wie stabil dieser clip ist, muss ich erst noch testen.
Die Trageweise mit dem Kopf nach oben bzw Schalter nach unten ist nicht so optimal wie bei Gladius oder Barbolight, sollte aber kein großes Manko darstellen.
Bei der Trageweise am Koppel gibts eines zu bedenken: Es kann sein, dass zB beim Autofahren die Dornen in die Körperseite drücken. Abhilfe schafft ein einfaches Holster vom Baumarkt, das etwas tiefer sitzt und die Lampe somit sicher und störungsfrei am Koppel hält (Danke an Jens für diesen Hinweis!). Bilder habe ich allerdings davon keine.
Alternativ ist auch das Maxpedition Universalholster möglich. Beschrieben habe ich es bei der Inova, auch die X-15 läßt sich damit gut tragen.
In diesem Punkt lautet meine Erkenntnis: der Clip ist nicht so stabil und massiv wie der titanclip der Barbolight, jedoch sind geeignete Holster verfügbar. Eine individuell zufriedenstellende Trageweise rund um die Uhr am Dienstkoppel kann also sichergestellt werden.
6. Lichtkegel
Hier gibt es wenig zu sagen, außer dass die Lichtfarbe und der Kegel vom verwendeten Dropin abhängen. Durch das tiefliegende Dropin und die vorstehenden Dornen ergibt sich kein gleichmäßig runder Lichtkegel, sondern man bekommt die Dornen als Schatten. Das stört aber nicht weiter.
Beim solarforce R2 zB bekommt der Anwender einen brauchbaren Lichtstrahl mit guter Reichweite, hier nehmen sich Gladius, Barbolight und Hellfighter nicht viel.
7. Service
Bei der Hellfighter gestaltet sich der Service etwas schwieriger als bei der Barbolight. In Deutschland gibt es wenige Händler, die die Hellfighter im Programm führen, dabei sind nur wenige Teile auf Lager. Sollte also wirklich Not am Mann sein und ein Ersatzteil erforderlich sein, kann es passieren, dass man warten muss, bis der Händler seine nächste Lieferung aus den USA bekommt. Die Versorgung im Inland ist nicht optimal gelöst.
Update:
Einen guten Service für die Hellfighter bietet auch der KTL-Store, der die Teile über den Europa-Importeur in Holland bezieht. Eventuell dauert es also ein paar Tage länger, als ein rein innerdeutscher Service, jedoch ist man hier bestens versorgt!
Fazit:
Die Hellfighter X-15 hat das Zeug zu einer stabilen, zuverlässigen Polizeilampe, die durch massive Bauweise und die Dropin-Möglichkeit punkten kann. Eine völlig einfache und sichere Bedienung sind ebenfalls eine wichtige Eigenschaft.
Der Preis von ca. 120 EUR in Deutschland ist nicht gering, aber in Anbetracht auch der guten Verarbeitung erhält man ein Werkzeug, das von Dauer ist.
Michael, da hast Du aber ganze Arbeit geleistet - Hut ab! Vielen Dank dafür, besonders die Gladius interessiert mich. Leider gab es bisher keine aktuellen Tests. :super:
Eins noch, nur um sicher zu gehen. Die Gladius gibt es also serienmäßig mit Cree P4 oder SSC? Mit welchen Kosten müsste ich bei einem nachträglichen Upgrade rechnen? Welche Möglichkeiten gibt es (ohne selbst rumzulöten)?
Hallo Michael,
VIELEN DANK für Deinen recht ausführlichen Bericht. Du hast Dir sehr viel Mühe gemacht und ich denke, daß die Suchenden in diesem Segment nun schlauer sein werden.
Die Barbolight finde ich auch interessant, allerdings eignet sie sich wohl nicht so, um z.B. Papiere zu lesen, oder? :-)
Viele Grüße
Steven
PS: WO kann man die Barbolight U04 ATEX denn käuflich erwerben? Leider bin ich da noch nicht fündig geworden. Die Barbolight würde mich nämlich als Lampe für den Hundespaziergang MEHR als reizen. Dienstlich würde ich die INOVA vorziehen!
grinsefalle
23.05.08, 22:38
Danke für die Blumen :)
Das Lesen von Dokumenten bei Nacht ist mit jeder der Lampen schlecht, wenns sie auf voller Leistung betrieben werden. Die Eigenblendung ist da doch recht hoch und die Adaption der Augen an die Dunkelheit ist hinüber.
Ein Trick ist, wenn man sich mit der Lampe gegen den Körper leuchtet und dann das verbleibende Streulicht bzw das reflektierte Licht nutzt, um die Dokumente zu erhellen. Auf diese Weise blickt man selber nicht in das helle Licht, es ist so deutlich angenehmer.
Die Barbolight gibt es zB bei Bernd Auler vom Flashlightshop, der die Vertretung von Barbolight in D hat. Über das CPF wird es schwierig, weil Javier so gut wie gar nicht mehr im Forum präsent ist.
Hallo Michael,
VIELEN DANK für Deinen recht ausführlichen Bericht. Du hast Dir sehr viel Mühe gemacht und ich denke, daß die Suchenden in diesem Segment nun schlauer sein werden.
Die Barbolight finde ich auch interessant, allerdings eignet sie sich wohl nicht so, um z.B. Papiere zu lesen, oder? :-)
Viele Grüße
Steven
PS: WO kann man die Barbolight U04 ATEX denn käuflich erwerben? Leider bin ich da noch nicht fündig geworden. Die Barbolight würde mich nämlich als Lampe für den Hundespaziergang MEHR als reizen. Dienstlich würde ich die INOVA vorziehen!
Hm, die U04-Atek konnte ich im Flashlightshop leider nicht finden! :-(
@Michael: Welche Lampe benutzt DU eigentlich als EDC oder zum Lesen von Dokumenten, quasi als Backup?
Viele Grüße
Steven
grinsefalle
25.05.08, 09:51
Hm, die U04-Atek konnte ich im Flashlightshop leider nicht finden! :-(
@Michael: Welche Lampe benutzt DU eigentlich als EDC oder zum Lesen von Dokumenten, quasi als Backup?
Viele Grüße
Steven
Schreib einfach dem Bernd Auler eine Mail, ich bin sicher, er kann dir bei der ATEX weiterhelfen.
Als echte EDC habe ich die Fenix E0 am Schlüsselbund :)
Wenn ich des nächtens unterwegs bin, nehm ich meistens die Barbolight mit, weil sie noch die kleinste von allen ist. Allerdings ist eine Ra Twisty bestellt, die dann die private EDC wird.
Dienstlich wechsle ich immer durch. Die Gladius ist schon aufgrund des Holsters so gut wie immer am Koppel, zur Zeit leuchte ich aber am meisten mit der Inova, allein aus dem Grund, dass ich sie nur in den Lader stecken muss. Gerade diese Nacht beim Einsatz kam die Gladius auf niedrigster Dimmstufe recht oft zum Einsatz, als ich Sperrpläne und Karten lesen musste.
Die ATEX kommt auch in die Rotation für Langzeiterfahrungen.
Nebenbei:
Für harte Lichteinsätze kommt die Barbolight T15 zum Einsatz, im Vergleich habe ich sie nicht aufgeführt, weil sie aufgrund des großen Kopfes und des Preises für die wenigsten als ständige Dienst-Leuchte am Koppel in Frage kommt.
Die RA Twisty ist auch eine interessante Lampe...man kann halt nicht alles haben. :-)
Wie kommst Du eigentlich auf den genannten Preis für die Barbolight von 110 Euro?
Was ich hier so entdecke liegt sie bei 250 Euro...und genau DAS ist der Punkt meiner Überlegungen. Viel Geld...vielleicht nehme ich als EDC dann lieber eine Surefire E1B. Mal schauen! :-)
Hallo *,
ich betreibe jetzt eine Gladus seit über einem Jahr und bin nach wie vor sehr zufriden.
Das Problem mit dem Lesen von Dokumenten oder Karten habe ich gefixt, indem ich im Dimm Modus die kleinste Lichtstärke zuerst eingestellt habe. Bei kleinster Intensität kann ich auch bei absoluter Dunkelheit ohne mich zu sehr zu blenden Lesen.
grinsefalle
25.05.08, 11:07
Wie kommst Du eigentlich auf den genannten Preis für die Barbolight von 110 Euro?
Das war der reduzierte Preis im CPF group buy. :D
Beim "normalen" Kauf wirst du wahrscheinlich etwas mehr bezahlen müssen...
Hallo!
Ich besitze auch eine Gadius mit ca. 90 Lumen!
Gibt es vielleicht jemanden, der mir die Gladius auf 160 Lumen und längere Batterieleistung modden kann?
Gruß
Funzel
Hallo Michael,
Ein prima Leitfaden, der die Aspekte unter praktischen Gesichtspunkten einsatzbezogen beleuchtet. :super:
Das Werk ist so umfangreich und aussagekräftig, dass anscheinend kaum jemand sich wagt Stellung zu beziehen....
Gut finde ich auch, dass Du auf das Tragen und die Holster eingegangen bist.
Für mich ist dies ein ganz wichtiger Punkt, den ich vor der maximalen Helligkeit einstufe.
Ein praxistaugliches Holster und ein verständliche UI machen IMO mehr Wert, als schiere Helligkeit.
Ersatzellen im Holster betrachte ich als ein Muss für Polizisten und ganz allgemein für Menschen die auf stets verfügbares Licht angewiesen sind.
Meiner Meinung nach wird dem zu wenig Beachtung geschenkt.
Mal ein Beispiel:
Eine Hilti ist gerade auch deswegen eine praxistaugliche Maschine, weil der Koffer nicht nur eine billige Dreingabe ist....
Heinz
grinsefalle
26.05.08, 23:29
Hallo Heinz!
Hallo Michael,
Ein prima Leitfaden, der die Aspekte unter praktischen Gesichtspunkten einsatzbezogen beleuchtet. :super:
Das Werk ist so umfangreich und aussagekräftig, dass anscheinend kaum jemand sich wagt Stellung zu beziehen....
Danke!
Ich seh es positiv, denn scheinbar gibt es wenig zu bemängeln oder zu ergänzen ;)
Ein praxistaugliches Holster und ein verständliche UI machen IMO mehr Wert, als schiere Helligkeit.
Ersatzellen im Holster betrachte ich als ein Muss für Polizisten und ganz allgemein für Menschen die auf stets verfügbares Licht angewiesen sind.
Meiner Meinung nach wird dem zu wenig Beachtung geschenkt.
Wie schon geschrieben, ist es bei Lampen im dienstlichen Gebrauch wie mit Schußwaffen: Die beste Lampe/Waffe bringt nix, wenn ich sie nicht dabei habe. Und dieses "Dabeihaben" hängt entscheidend vom Holster ab. Es wird allgemein bei den Kollegen kaum Wert auf die Lampe gelegt, geschweige denn auf das Holster dazu. Darum hab ich versucht, es ebenfalls zur Sprache zu bringen.
Dass Ersatzbatterien am Mann sein sollten, ist für mich persönlich klar. Leider nicht für alle. In der Einsatztasche im Auto kann ich viel mitnehmen, hilft nur nix, wenn ich irgendwo im Haus/Garten etc bin, weg vom Fahrzeug...
Mal ein Beispiel:
Eine Hilti ist gerade auch deswegen eine praxistaugliche Maschine, weil der Koffer nicht nur eine billige Dreingabe ist....
Wie wahr :)
[...]Das Werk ist so umfangreich und aussagekräftig, dass anscheinend kaum jemand sich wagt Stellung zu beziehen....
[...]
Weshalb ich jetzt endlich mal dazu kommen muss, Michael für seine Mühe und seinen wirklich guten Leitfaden zu danken :super:.
M.E. sollte sich der thread allerdings auch wirklich auf Primärlampen beschränken, oben klangen ja schonmal die Fragen nach Back-Up Lampen (oder auch EDC) an, das sollte man trennen.
Wer aber noch Ideen zu infrage kommenden ~2-3 x CR123 Lampen hat, nur zu, mir würde ja in in dem Zusammenhang das SF G3 Holsterkit vorschweben, weniger wegen der Lampe, sondern mehr wegen dem interessanten Tragekonzept (das ich aber leider nur mal kurz auf der IWA begrabbelt habe). G3LED-Holster-Kit (http://www.surefire.com/maxexp/main/co_disp/displ/prrfnbr/24527/sesent/00/G3supandtrade-sup-LED-Holster-Kit)
Grüße Jens
Weshalb ich jetzt endlich mal dazu kommen muss, Michael für seine Mühe und seinen wirklich guten Leitfaden zu danken :super:.
M.E. sollte sich der thread allerdings auch wirklich auf Primärlampen beschränken, oben klangen ja schonmal die Fragen nach Back-Up Lampen (oder auch EDC) an, das sollte man trennen.
Wer aber noch Ideen zu infrage kommenden ~2-3 x CR123 Lampen hat, nur zu, mir würde ja in in dem Zusammenhang das SF G3 Holsterkit vorschweben, weniger wegen der Lampe, sondern mehr wegen dem interessanten Tragekonzept (das ich aber leider nur mal kurz auf der IWA begrabbelt habe). G3LED-Holster-Kit (http://www.surefire.com/maxexp/main/co_disp/displ/prrfnbr/24527/sesent/00/G3supandtrade-sup-LED-Holster-Kit)
Grüße Jens
@Schrenz: Natürlich hast Du Recht, man sollte dies hier trennen, da ansonsten die Gefahr eines "Wir gehen von A nach B über C" entstehen kann.
Meine Frage bezüglich einer Backup Lampe war auch nur persönlich an Michael gestellt und passte ganz gut in den Kontext...und zum Glück ist niemand auf diesen Zug aufgesprungen! :-)
grinsefalle
27.05.08, 10:27
Weshalb ich jetzt endlich mal dazu kommen muss, Michael für seine Mühe und seinen wirklich guten Leitfaden zu danken :super:.
Wer aber noch Ideen zu infrage kommenden ~2-3 x CR123 Lampen hat, nur zu, mir würde ja in in dem Zusammenhang das SF G3 Holsterkit vorschweben, weniger wegen der Lampe, sondern mehr wegen dem interessanten Tragekonzept.
Danke auch an dich!
Das G3 Holster-Kit ist von der Idee her gut. Die Lampe ist griffbereit, Ersatzbatterien sind direkt am Mann.
Allerdings sieht es auf den Bildern so aus (real kenne ich das Holster leider nicht), dass es recht weit vom Körper absteht. Das wäre für mich persönlich schon wieder ein Grund, es abzulehnen. Nachdem am Koppel eh schon viel mitgetragen wird, ist es mir lieber, wenn die Dinge einigermaßen eng anliegen.
Gerade bei den heutigen Dienstfahrzeugen (zB 3er BMW) ist kaum Platz, so dass man wirklich überall hängen bleibt und das Ein- und Aussteigen zu einer wahren Akrobatiknummer wird. Wird das Holster mit der G3 so wie auf den Bildern getragen (vorne im Bereich des Koppelschloß), dann gibts höchstwahrscheinlich einen Konflikt mit dem Lenkrad im Auto...
Ein weiterer Punkt: Wenn man sich in der Rangelei befindet, liegt man in fast allen Fällen schnell auf dem Boden. Hier ist ein festes Kunststoffholster, das stark aufträgt, sehr störend und schmerzhaft, wenn man drauf fällt. Dies hängt aber auch immer davon ab, an welcher Stelle das Holster befestigt wird.
Von dem her scheint es mir nicht praktisch, ein abstehendes Holster zu tragen, noch dazu, wo die Lampe selbst ja auch recht weit absteht.
Bei meinem Kydex-Holster sitzt die Gladius so eng am Koppel/Körper wie möglich, stört dementsprechend auch nicht.
Wie es aber tatsächlich in der Praxis aussieht, würde nur ein Tragetest des G3-Holster zeigen.
Die Strobe-Beiträge habe ich mal in den passenden Thread verschoben, dort kann die Diskussion gern weiter geführt werden.
Das Bequemlichkeitsproblem sehe ich bei dem Holster auch, gerade wenn es mit einer recht langen Lampe wie der G3 getragen wird, eigentlich bieten sich für dieses Holster eher die G2(L), 6P(L) usw an.
Vielleicht ist es auch eher was für die "MB-Vaneo-Streifen" :D.
Wie gesagt, ich habe es nur mal auf dem Tisch liegend begrabbelt, das Holster mitten auf der Messe an meinen Gürtel zu rödeln war mir dann doch zu blöd :glgl:.
Grüße
Jens
grinsefalle
17.09.08, 16:53
Update mit der Hellfighter X-15 im dritten Beitrag!
Danke Michael, ich habe dann auch mal den Titel angepasst.
Ist schon eine wirklich reizvolle Lampe, für den Polizeidienst fast zu sehr "build like a tank" :D.
Wir warten jetzt nur noch auf den Autoscheiben-Praxistest :steirer:.
Grüße
Jens
grinsefalle
17.09.08, 17:45
Danke Michael, ich habe dann auch mal den Titel angepasst.
Danke Dir!
Wir warten jetzt nur noch auf den Autoscheiben-Praxistest :steirer:.
Grüße
Jens
Auf den wart ich auch schon ganz gespannt :haemisch:
Ihr werdet davon lesen, wenns soweit war!
Hallo Michael
Respekt!:super:
Da hast Du Dir ne Menge Mühe gegeben eine Lampe ins rechte Licht zu rücken die es imho wirklich verdient hat.
Da Du das Holster erwähnt hast hier ein Foto davon:
http://i263.photobucket.com/albums/ii123/Huckeduster/Lampen/CIMG0716.jpg
Das Teil bewährt sich jetzt seit ca 2 Jahren und ist eigentlich für Abbrechklingenmesser auf dem Bau gedacht und dementsprechend robust.
Außerdem hält der Klip einwandfrei durch den verstärkten Rand.
Die Lampe hält einerseits unverrückbar fest,andererseits ist das Ganze so beweglich,das auch ein bequemes Sitzen im Funkwagen möglich ist.
Grüße Jens
grinsefalle
17.09.08, 21:35
Da hast Du Dir ne Menge Mühe gegeben eine Lampe ins rechte Licht zu rücken die es imho wirklich verdient hat.
Da Du das Holster erwähnt hast hier ein Foto davon:
Perfekt!
Das nenn ich Teamwork :) Vielen Dank für das Foto vom Holster, das komplettiert den Punkt "Trageweise".
Für extrem wenig Geld bekommt man hier ein robustes und praktisches Holster. Einfach gut!
Die X-15 ist es tatsächlich wert, beachtet zu werden. Gerade in diesem beschriebenen Einsatzbereich ist sie sicher für den Neu-Käufer eine Überlegung wert.
Ich trage meine X15 im Maxpedition Holster waagerecht am Gürtel. Senkrecht finde ich im Alltag doch etwas zu krass als Zivilperson ;)
Zum einen sieht es so nicht jeder gleich (bzw. garnicht wenn Pullover drüber hängt) und andererseits ist es zB im Auto bequemer.
Ich trage meine X15 im Maxpedition Holster waagerecht am Gürtel. Senkrecht finde ich im Alltag doch etwas zu krass als Zivilperson ;)
Zum einen sieht es so nicht jeder gleich (bzw. garnicht wenn Pullover drüber hängt) und andererseits ist es zB im Auto bequemer.
Auf welcher Seite bzw. wo genau trägst du die Hellfighter am Gürtel?
Ich habe so meine Probleme, mit so einer etwas größeren Taschenlampe.
Wenn ich im Funkwagen sitze, kann ich nur eine P3D verwenden. Alles
andere drückt mir doch etwas zu sehr in das Becken...:p
Auf welcher Seite bzw. wo genau trägst du die Hellfighter am Gürtel?
Ich habe so meine Probleme, mit so einer etwas größeren Taschenlampe.
Wenn ich im Funkwagen sitze, kann ich nur eine P3D verwenden. Alles
andere drückt mir doch etwas zu sehr in das Becken...:p
Also da ich nur die Lampe am Gürtel trage finde ich es waagerecht sehr gut. Senkrecht stört es mich und die Leute würden wohl dumm schauen im Alltag. Ich trage sie derzeit hinten am Gürtel über der rechten Arschtasche.
Bei euch Beamten ist das sicher schwieriger da ihr viele Holster habt bzw. dann dort auch die Dienstwaffe sitzt. Bzw das Holster der Waffe den schnellen zugriff zur Lampe versperrt. Könnte ich mir jetzt vorstellen.
Müsste man testen.
Hallo,
Es war schon etwas probieren notwendig,bis die Lampe ihren Platz fand.
Erstens sollte sie nicht drücken,zweitens noch gut erreichbar sein und schlußendlich auch nicht unbedingt das Sitzpolster zerstören.
Die Lampe hängt jetzt links wie auf dem Foto zu sehen ist,nach Victorinox Tool;Halter für Winkelschlagstock;Solarforce Holster für Jetbeam Jet III Pro und Pfefferspray.
Dort hat sie ihren Platz gefunden und ist mit der linken Hand gut erreichbar.
Zugegeben,wer dünner ist als ich :haemisch: könnte seine Probleme bekommen,der muß dann auf das eine oder andere verzichten.....:glgl:
Grüße Jens
grinsefalle
18.09.08, 11:15
Meine Gladius mit dem Kydexholster sitzt vorne links, fast beim Koppelschloß. Sie geht dort nicht im Weg rum und mit dem leichten Winkel, das das Holster vorgibt, läßt sie sich wunderbar ziehen. Die zweite Lampe sitzt dann an der linken Seite im Bereich des Hüftknochens.
Tatsächlich wird es aber oft eng am Koppel... :D
Hat jemand die X15 schonmal richtig gefordert? Glas brechen, Selbstverteidigung oder gar noch härterer Einsatz? Türen öffnen? Oder wird hierfür eine Maglite verwendet ;)
Hallo
Nun ja ich habe nicht die X 15 sondern deren Vorgänger die X 11.
Ja,ich habe bereits mehrfach Scheiben damit zerstören müssen,beispielsweise um möglichst kurzfristig eine Tür zu öffnen weil eine HiloPe dahinter vermutet wurde und der Schlüssel steckte.
Zu SV äußere ich mich hier nicht,siehe Forumsregeln.....
Aber um es noch einmal zu betonen,die Hellfire X 11 ersetzt mir die Mag in jeder Beziehung!:staun:
Grüße Jens
grinsefalle
08.12.08, 17:26
U P D A T E
Vor Kurzem habe ich an einem Basic-lowlight-Seminar teilgenommen. Es waren die ersten 8 Stunden (ein weiterer Tag folgt noch), in dem Grundlagen gesetzt wurden im Bereich *Handling der Lampe mit dem Einsatzmittel*, *Principles of Light* etc..
Natürlich bin ich noch blutiger Anfänger auf diesem Gebiet, ein kurzes Seminar kann ein solch komplexes Thema nicht in der Zeit vermitteln.
Aber ich bleibe am Ball und werde mich weiter fortbilden :D
Bereits aber bei diesem Einstieg gab es einige Erkenntnisse bezüglich der Einsatzlampe, die hier gut aufgehoben sind (danke an Jens für den Hinweis :super:).
Leuchtmittel
Sowohl LED, als auch Birnchen haben Vor- und Nachteile.
Birnchenbrenner gehören nicht zum Alteisen, sie bieten noch immer eine Menge "Punch" und blendend helles Licht.
Die Farbtreue bzw Farbwiedergabe ist recht individuell, so dass hier jeder sein ideales Leuchtmittel finden wird.
Wichtig in meinen Augen sind diese Punkte:
***Laut Strategos und Surefire liegt der ideale Lumen-Wert für den Gebrauch der Lampe im Innenbereich zwischen 80-220 echten (=torch) Lumen. Auch wenn diese 80 Lumen schon ordentlich blenden, würde ich auf mehr Leistung setzen. 150 bis gute 200 Lumen sind optimal, sie bieten ein enorm hohes Blendpotential und leuchten ein Szenario gut aus.
Ich kann hier nicht alle lowlight-Strategien erörtern, ein Punkt ist aber, dass Licht nicht ständig an ist, sondern teils so selten wie möglich eingeschaltet wird. Daraus folgt, dass sich auch das Auge des Beamten ans Dunkel gewöhnt.
Wer nun zB auf die MC-E und P7-Lampen mit ihren 500-800 Lumen setzt, der läuft Gefahr, dass er sich selbst durch das Licht, das von Wänden und dergleichen reflektiert wird, so stark blendet, dass zumindest eine Behinderung seiner selbst gegeben ist.
***Birnchen - und auch manche LED - haben die Eigenschaft, dass sie ein wenig nachleuchten, wenn man die Lampe ausschaltet. Dies kann schädlich sein, wenn man "light and move" umsetzt. Hier wird geleuchtet, dann die Lampe ausgemacht für den Positionswechsel. Leuchtet nun die Lampe nach, sieht das Gegenüber, wohin ich mich bewege und der Vorteil dieser Technik ist hinüber.
Ein KO-Kriterium ist es nicht, weil man sich eine Bewegung antrainieren kann, die den Lampenkopf beim Ausschalten vom Gegenüber wegbewegt. So kann er ein Nachglühen nicht sehen und alles ist ok.
Aber zumindest sollte man diesen Faktor bedenken.
Schalter
Nachdem viel mit Licht an/aus gearbeitet wird, ist ein reiner taktischer Momentlichtschalter (zB Barbolights, Gladius) am einfachsten zu bedienen. Auch im Stress kann ich einfach stupide auf den Knopf drücken, Licht geht an, nehm ich den Daumen weg, geht das Licht wieder aus. Einfacher geht es nicht.
Der forward clicky ist ebenfalls geeignet, es kann nur passieren, dass im Stress die Kraft falsch dosiert wird und der Schalter einrastet. Zum Ausschalten muss ich also wieder komplett klicken, was ein Geräusch macht und mehr Zeit in Anspruch nimmt.
Der reverse clicky ist weniger geeignet, hat er doch keine Momentlicht-Funktion. Es muss jedesmal komplett geklickt werden, was für sehr kurze Lichtimpulse schlecht ist.
Fazit: Momentlicht ist wirklich wichtig, wenn man lowlight sinnvoll betreiben will.
Bedienkonzept
Spielereien sind ja schön, haben aber in einer Einsatzlampe nichts verloren.
Im Streß geht schief, was schiefgehen kann, d.h. es endet in einer wilden Klickerei durch die verschiedenen Modi.
Eine Leuchtstufe mit einfachem Ein/Aus ist der Optimalfall, was auch geht, sind mehrere Leuchtstufen, die aber NICHT über den Schalter gewählt werden.
X-15 mit einstufigem Dropin, Barbolights und ähnliche sind bestens geeignet und stress-sicher.
Die Gladius wird auf Momentlicht geschaltet und geht somit auch, wenns auch mal passieren kann, dass man den Drehring unbeabsichtigt verstellt und plötzlich dimmt oder blitzt.
Die Inova T4 MP ist mit der Ein-Knopf-Bedienung nicht ganz so sicher wie die anderen Lampen. Ihr UI ist recht gut gelöst, sie hat nicht Unmengen Modi, aber sie braucht mehr Übung/Disziplin und eine Fehlbedienung im Stress ist eher möglich als bei den anderen Kandidaten. Dennoch ist sie noch weit davon entfernt, so wenig geeignet zu sein wie die vielen Lampen, die ihre unzähligen Modi sequentiell mit dem Clicky durchschalten.
Die beliebten Fenix T1, TK10 und TK11 sind gut geeignet, da sie die Modi über den Kopf verstellen. Schraubt man den fest, bleibt eine einstufige Lampe übrig - und so soll es auch sein.
Ob der Schalter am Ende oder -wie bei der Inova- in der Mitte liegt, ist eine individuelle Vorliebe. Beides ist möglich, ich persönlich finde den tailcap-Schalter etwas besser.
Lichtkegel
Hier gibts wenig Neues: Ein reiner thrower bringt mir recht wenig.
Optimal für den Innenbereich ist ein blendender Hotspot mit viel Streulicht.
Holster/Trageweise
Bewährt hat sich folgende Trageweise: Lampe links, da die starke Rechte die Schußwaffe bedient (wobei man Licht und Waffe beim lowlight mit links und rechts bedienen können muss). Bezel down, d.h. Lampenkopf nach unten, bringt den Vorteil, dass beim Ziehen die Lampe gleich richtig in der Hand sitzt, der Daumen auf dem Schalter ruht und kein Umgreifen nötig ist. Wer ein Kydex-Holster sein Eigen nennt, freut sich über einen gleichbleibenden Ziehwiderstand und ein Holster, das offen bleibt und somit ein blindes Wegstecken der Lampe ermöglicht.
Was bleibt für diesen Leitfaden?
Die Inova muss kleine Abstriche beim Bedienkonzept dahingehend hinnehmen, dass ihr UI nicht so 100%ig dem KISS-Prinzip folgt wie ihre Mitstreiter; der Seitenschalter ist eine individuelle Vorliebe (oder nicht).
Die Barbolight und Hellfighter sind die einfachsten Kandidaten und 100% geeignet für lowlight-Taktiken.
Die Gladius ist ebenso geeignet, erfordert aber ein Quentchen mehr Training (allein für den normalen lowlight-Gebrauch. Von Strobo-Team-Taktiken rede ich nun nicht).
Nach wie vor behalten die vorgestellten Einsatzlampen mein Prädikat "empfehlenswert", sie sind ein verläßlicher Partner im Dunkeln!
Hallo Michael,
das nenn ich aber mal blitzschnell umgesetzt, Lob und Anerkennung :D.
Deinen Ausführungen ist m.E. wenig hínzuzufügen, besonders hinsichtlich des KISS (keep it simple, stupid)-UI muss ich dir vorbehaltlos zustimmen, vor allem da dieser Punkt in dne letzten Jahren von Seiten der Hersteller in Negative ausgeartet ist.
Hinzu kommt ja noch (wenn auch mehr im militärischen Gebrauch) die Gesetzmäßigkeit "was kaputt gehen kann, geht kaputt" :D.
[..]Nachdem viel mit Licht an/aus gearbeitet wird, ist ein reiner taktischer Momentlichtschalter (zB Barbolights, Gladius) am einfachsten zu bedienen. [...]
Kleine Klugsch..ßeranmerkung: ..und natürlich Surefire, die diesen Schalter immerhin erfunden haben, aber leider aufgrund der Käuferverhaltens nur noch teilweise einsetzen.
Grüße
Jens
grinsefalle
05.01.09, 13:47
U P D A T E
Aus gegebenem Anlaß (Pakete in der Post ;)) will ich den Leitfaden um eine weitere Lampe erweitern: der Surefire 6P. Zuviel Neues wird hier nicht zu lesen sein, denn sie ähnelt der Barbolight in einigen Punkten.
Generell ist zu sagen, dass sich die 6P um eine Lego-Lampe handelt, d.h. Kopf, Körper und Endkappe/Schalter lassen sich nach Belieben anpassen. In meinem Fall handelt es sich um eine Serien-6P und um ein Baukastensystem mit Kopf und Z41-Endkappe, sowie zweier Batterierohre für 18650 und 18500-Akkus, gefertigt von FiveMega im CPF.
Aber gehen wir der Reihe nach vor:
1. Größe/Finish/Verarbeitung
Die 6P ist ziemlich genauso groß wie meine Barbolight U-04 (auch mit dem 18650 body ändert sich die Größe nicht). Will jemand den 18500 body nutzen, so spart er sich ca. 1cm in der Gesamtlänge. Natürlich gibts die Batterierohre noch in anderen Größen, von 1xCR123 bis 2x18650 ist alles möglich.
Die Größe ist also sehr Handlich, sie liegt gut in der Hand und stört nicht am Dienstkoppel.
Das Finish ist typisch Surefire: perfekt. Es gibt hier nichts zu bemängeln. Die Serien-6P ist in gunmetal grey gehalten, d.h. ein hellgrauer bis silberner Farbton. Für den dienstlichen Gebrauch empfiehlt sich v.a. das schwarze HA-Finish, es hält viel aus und schützt das Metall der Lampe.
Auch in Sachen Verarbeitung gibts nichts zu bemängeln. Es gibt O-Ringe im Kopf und Schalterbereich, so dass Wasser nicht so schnell ins Innere der Lampe gelangen kann. Allerdings gibt Surefire seine Lampen nur als wassergeschützt an, nicht jedoch als wasserdicht oder gar tauchfähig. Im normalen Gebrauch sollte aber weder eine Pfütze noch starker Regen auch nur das kleinste Problem darstellen.
2. LED
Die 6P gibt es vom Werk aus mit Birnchenbrenner (P60 und P90) oder mit einem LED-Modul.
Das Entscheidende ist, dass die 6P die "Ur-Lampe" für die sog. P60 oder D26-Dropins ist. Was heißt das? Der Anwender kann aus unzähligen Leuchtmitteln das für sich am besten geeignetste wählen. Sei es ein Solarforce R2-Dropin für 13 USD, ein Modul von Lumensfactory mit LED oder verschieden starken Birnchenbrennern, ein Dropin von Malkoff, Wolf-Eyes oder Dereelight oder eines der originalen Surefire-Module.... die Auswahl ist wirklich groß.
Somit kann der Anwender zwischen Flut und Spotlicht, zwischen Helligkeit und Laufzeit, zwischen kühl-weiß bis gelblich-weiß entscheiden.
Auch die Funktionsweise kann angepasst werden, es gibt Module mit nur einer Leuchtstufe (100%) bis hin zu 5-stufigen Modulen mit Dimmstufen und Strobo.
Meine Empfehlung: ein einstufiges Modul. Ob Birnchenbrenner, kühle oder warme LED, ist eine persönliche Vorliebe.
3. Energie
Surefire legt seine Lampen generell auf die CR123 aus. Die Serien-6P kann also mit 2xCR123 betrieben werden, der Akkubetrieb ist möglich mit 1x17670 oder 2xRCR123. Wichtig ist hierbei, dass die Energieversorgung mit dem jeweiligen Leuchtmittel abgestimmt ist, um zum einen überhaupt Licht zu bekommen und zum anderen sein Modul nicht sofort zu zerstören.
Wer auf die FiveMega-bodys zurückgreift, kann auch die 18500 oder 18650 (oder auch zwei davon) verwenden, was sich positiv auf die Leuchtdauer auswirkt.
4. Bedienkonzept/UI
Die 6P verwendet den Z41-Endschalter, dieser funktioniert wie der Schalter bei der Barbolight: Drücken für Momentlicht, drehen für Dauerlicht. Das ist perfekt und absolut stresssicher.
Es ist kein Problem, die Endkappe mit einer Hand festzudrehen und somit auf Dauerlicht zu stellen, der Momentschalter ist absolut lautlos.
Wer einen Clicky will, geht auch nicht leer aus, dieser ist ebenso erhältlich.
5. Holster/Trageweise
Ein spezielles Holster für die 6P habe ich noch nicht, meine Kydex-Holster muss ich noch testen. Surefire bietet aber alles an vom einfachen Corduraholster bis hin zum Kydexholster, das eine Trageweise mit Kopf nach unten und oben ermöglicht.
Da die 6P eine der weit verbreitesten Lampen ist, mangelt es nicht an Holsterauswahl. Selbst blade-tech oder comp-tac in den USA bieten Kydex-Holster für die 6P an.
UPDATE:
Zum Thema Trageweise gibt es Neues zu berichten. Surefire bietet die sog. Combat-Ringe an, das sind Gummi-/Kunststoff-Ringe, die über die Tailcap einer 6P (oder Tailcaps mit vergleichbarer Größe) gestülpt werden. Im Set finden sich 3 solcher Ringe unterschiedlicher Form.
Der einfachere besitzt den Surefire-typischen Combat Ring, wie zB auch eine C2. Man hat also komplett umlaufend einen überstehenden Rand, der bei bestimmten Techniken (Lampe und Waffe) mehr Halt gibt.
Der zweite Ring ist der sog. Combat Hook, der zusätzlich zum Rand eine Art Haken oder Nase hat, die auf dem Finger zum Liegen kommt und den Halt zusätzlich verstärkt.
Der Combat Loop hat, wie der Name schon sagt, eine Schlaufe, durch die man den Finger stecken kann. Hier bekommt man den Super-Halt, es sind die verschiedenen Anschläge mit der Lampe möglich, man rutscht nicht ab und kann sogar die Faust komplett öffnen, ohne die Lampe zu verlieren. Wer sich also mit dem Gedanken anfreunden kann, dass seine Taschenlampe am Finger festhängt, der ist hier gut bedient. Gerade wenn es zB ans Fesseln des Gegenüber geht, verliert man die Lampe im Eifer des Gefechtes nicht. Inwieweit diese Finger-Lampe-Verbindung auch eine Gefahr darstellt, muss sich erst im Praxiseinsatz zeigen. Derzeit sehe ich hier keine Probleme, da der Fingerring weich und flexibel ist, wird die Lampe in der Hand verdreht, gibt der Ring nach und bricht nicht den Finger.
Eine Verwendung mit Handschuhen ist uneingeschränkt möglich.
Diese Praxiserfahrungen habe ich damit noch nicht, weil die Ringe gerade erst eingetroffen sind. Wenns aber Bedeutendes zu berichten gibt, werd ich hier den Beitrag ergänzen.
Die Ringe lassen sich leicht installieren, da der untere Teil aus Gummi besteht. Mit etwas Druck werden sie über die Endkappe gestülpt und sitzen dort ziemlich fest. Dass die Lampe aus dem Ring rutscht ist kaum möglich. Trotzdem läßt sich der Ring recht schnell wieder von der Endkappe abziehen.
Für insgesamt 19 EUR erhält der Anwender, der seine Lampe nicht nur im Garten, sondern auch im dynamischen und teils ins Eingemachte gehende Einsatz verwendet, eine praktische "Kampfwertsteigerung". Die Größe und der Halt lassen sich durch die drei Modell den individuellen Vorlieben anpassen.
6. Lichtkegel
Hier gibts nicht viel zu sagen, denn der Lichtkegel ist allein abhängig vom verwendeten Leuchtmittel/Dropin.
7. Service
Hier ist Surefire legendär. Da der offizielle Weg zur Surefire über die deutschen Importeure läuft (Exportverbot durch Surefire USA), sind diese Ansprechpartner Nr. 1. Hier wird jedoch die Surefire-Politik weitergeführt, d.h. dass für jedes defekte Surefire-Teil schnellstmöglich und unkompliziert Ersatz beschafft wird.
Hier erhält der Kunde zur Surefire auch ein Sorglos-Paket dazu, das sicherstellt, das seine Lampe auch bei Defekten in Kürze wieder einsatzbereit ist. Dieser Service rechtfertigt den etwas höheren Preis der Surefires.
Fazit:
Surefires wurden speziell für den Einsatz bei Polizei und Militär entwickelt, diese zählen auch zu den Hauptkunden. Man merkt es an den Details.
Die 6P ist einfach und zuverlässig, läßt sich flexibel den Bedürfnissen anpassen. Sollte was sein, so ist der Surefire-Service auch sehr zuvorkommend.
Preislich läßt sich bei Surefire natürlich deutlich mehr Geld ausgeben als zB bei Fenix.
Dafür bekommt man aber eine ernsthafte Einsatzlampe, die sich nahtlos einreiht in die Elite aus Gladius, Barbolight, Hellfighter, Inova.
PS: Die Bilder sind weniger gut, meine kleine Digicam blitzt nicht mehr.
Super Thread!
(und ohne ihn vorher gelesen zu haben, habe ich einige der hier aufgeführten Lampen :glgl: )
Ich habe leider noch keine Erfahrungen in Hinsicht auf Hellfighter vs. Glasscheibe, aber sobald ich wieder gesund bin und Dienst habe, werde ich mal den örtlichen Schrottplatz aufsuchen und mal freundlich nachfragen. ;)
Kann zumindest nur besser werden, als EMS-leicht- vs. Glasscheibe. Der Schlagstock hat ganz schön gelitten...
@Mods: Wäre dafür, den Thread "sticky" zu machen!
Dickes Lob für diesen tollen Thread!:super:
Es würden mich auch allerdings mal Vergleichsbeamshots, gerade mit
der Barbolight interessieren...:)
grinsefalle
06.01.09, 21:15
Dickes Lob für diesen tollen Thread!:super:
Es würden mich auch allerdings mal Vergleichsbeamshots, gerade mit
der Barbolight interessieren...:)
Danke!
Zu den Beamshots:
HIER (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=64018) hab ich eine kleine Beamshot-Galerie, in denen etliche Lampen und Dropins verglichen werden.
Es gibt auch noch mein Fotoalbum (https://fotoalbum.web.de/alben/michael.sandner/Beamshots/miniatur/freigabe#) bei meinem web.de-Account, in denen es doch ein paar Bilder zu sehen gibt.
Die Gallerie ist schon älter, aber vielleicht noch interessant.
Im T4-Bericht (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=56451) gibts auch noch ein paar Bilder..
Die Surefires betreibe ich entweder mit einem LF-Birnchenbrenner oder den Malkoffs, dementsprechend habe ich hier keine speziellen Bilder gemacht.
Der einzige Unterschied zwischen Surefire+Malkoff und Hellfighter+Malkoff ist der, dass das Licht aus der SF noch wärmer ist. Dies liegt an der speziell beschichteten Glasscheibe in der X-15, die ja das Licht des Birnchenbrenners "weißer" machen soll (was auch gelingt).
D.h. die Malkoffs behalten ihre Lichtcharakteristik, sie sind in der SF nur einen Hauch wärmer.
Super Thread!
(und ohne ihn vorher gelesen zu haben, habe ich einige der hier aufgeführten Lampen :glgl: )
Ich habe leider noch keine Erfahrungen in Hinsicht auf Hellfighter vs. Glasscheibe, aber sobald ich wieder gesund bin und Dienst habe, werde ich mal den örtlichen Schrottplatz aufsuchen und mal freundlich nachfragen. ;)
@Mods: Wäre dafür, den Thread "sticky" zu machen!
Auch dir ein Danke!
Glückwunsch zur guten Lampenauswahl :)
Den Schrottplatzbesuch hatte ich auch schon vor, da aber in meiner Nähe keiner ist, wurde noch nix draus...
Ich hoffe, du berichtest dann über die Begegnung Glas<->Hellfighter! :hehe:
Hallo Michael,
wie immer danke für die Neuvorstellung eines Klassikers, das ist inzwischen wirklich der beste Leitfaden für Bullenlampen :D den ich kenne.
Zur 6P noch ein paar Detailergänzungen:
Finish
Das von dir gewählte Gunmetalgrey ist ja eher ungewöhnlich, Standard ist schwarz HA II sind m.W. beide (nur mal am Rande, weil es sich bei dir umgekehrt anhört).
Schalter
Wer den Clickie in Serie haben will kann inzwischen auch zur 6PD oder 6PL greifen, dort wird er serienmäßig geliefert, wobei man sich das für eine Dienstlampe reiflich überlegen sollte, ein Momentary-on Twistie ist in meinen Augen dort die Ideallösung, bei SF selbst ist man gar nicht so begeistert von der Clickiegeilheit der Kundschaft.
Holster
Das V70 (http://www.surefire.com/V70-Speed-Holster) von Surefire ist nicht aus Kydex, sondern aus einem Polymerkunststoff, einerseits ein sehr gutes taktisches Holster, die Lampe ist optimal zugriffsbereit bezeldown und -up unterzubringen, hält sicher und doch schnell zugriffsbereit; anderseits zerkratzen die beiden Federstahlklammern, die die Lampe halten diese ziehmlich extrem (besonders die schwarzen HAII Modelle).
Grüße
Jens
grinsefalle
06.01.09, 21:53
Hallo Michael,
wie immer danke für die Neuvorstellung eines Klassikers, das ist inzwischen wirklich der beste Leitfaden für Bullenlampen :D den ich kenne.
Zur 6P noch ein paar Detailergänzungen:
Herzlichen Dank für die Blumen und die Ergänzungen!
Gut, dass ein Surefire-Guru korrekturliest :super:
Die 6P in gunmetalgrey war ein Schnäppchen, da konnte ich nicht nein sagen :D Sie wird eher zivil benutzt.
Für den Dienstlichen Gebrauch ist die schwarze Kombination vorgesehen. Die Fivemega-bodys passen perfekt zu Kopf und Ende der 6P und zu den Malkoffs..
Holster
Das V70 (http://www.surefire.com/V70-Speed-Holster) von Surefire ist nicht aus Kydex, sondern aus einem Polymerkunststoff, einerseits ein sehr gutes taktisches Holster, die Lampe ist optimal zugriffsbereit bezeldown und -up unterzubringen, hält sicher und doch schnell zugriffsbereit; anderseits zerkratzen die beiden Federstahlklammern, die die Lampe halten diese ziehmlich extrem (besonders die schwarzen HAII Modelle).
Grüße
Jens
Die Sache mit dem Holster finde ich ganz besonders ägerlich. Bei meiner
ersten Surefire M3 habe ich das noch nicht gewußt und wenig später
war der Kopf mit Kratzern versehen...:(
Aber soweit mir bekannt, gibt es da auch keine Patentlösung, ausser
auf eine Nylonprodukt umzusteigen?!
Jein,
(da das Holsterthema m.E. ganz gut in den Polzeilampenleitfaden passt).
1. Ein Eigenbaukydexholster dürfte die Probleme lösen, die selbstklemmende Wirkung von Kydex hält die Lampe sicher und es hinterlässt zumindest bei echtem HAIII kaum Spuren (HAII und halbseidene HAIII sieht das anders aus, da Kydex ein sehr harter Kunststoff ist).
Industriell ist mir nicht bekannt, da Kydex wohl für die Serienherstellung eher ungeeignet ist.
2. Das V85 von Surefire (http://www.surefire.com/V85-Speed-Holster)
Hier wird die Lampe nur von Kunststoffteilen eingeklemmt.
Nachteile:
-Trägt ziehmlich auf.
-Derzeit nur für P-Serienlampen erhältlich, bzw M3, L5 usw passen nur bezel-up.
3. Ich wollte immer mal probieren, ob es was bringt bei den V70, V71, V72 die Klammern mit Schrumpfschlauch zu überziehen.
Ich werd's mal testen und dann berichten.
Grüße
Jens
Ui, das V85 ist ja echt ein Wummer.
Mir persönlich für den Einsatzgürtel viel zu groß!
Wenn du die Metallfeder mit einem Schrumpfschlauch versiehst, beführchte ich,
dass die Lampe nicht mehr rein passt. Aber einen Versuch ist es allemal
wert...:D
grinsefalle
07.01.09, 10:56
Industriell ist mir nicht bekannt, da Kydex wohl für die Serienherstellung eher ungeeignet ist.
Nicht ganz :)
Viele Waffenholster sind ebenfalls aus Kydex, eine Serienfertigung läßt sich schon machen. Allerdings gibts qualitative Unterschiede zwischen einem in Großserie produzierten Kydexholster und dem, das liebevoll angepasst wurde.
Bladetech bietet die normalen Kydexholster an, diese werden entweder per Vakuum vorgeformt und dann in Handarbeit an die Waffe angepasst oder komplett manuell gefertigt. Die sog. "injection molded" Holster werden maschinell erstellt mit den Negativformen des Holsters. Dass natürlich das handgemachte H. viel detailierter angepasst wird, ist klar.
Dafür gibts die maschinellen eben deutlich günstiger..
Comp-Tac und Blade-Tech in den USA haben Lampenholster aus Kydex im Programm, diese für die gebräuchlichsten Dienstlampen wie Gladius und etliche Surefire. Wenn da einmal eine Form erstellt wurde, gehts auch mit der Serienfertigung. Wie diese allerdings qualitativ sind, kann ich nicht sagen.
Da wäre selber basteln oder einen deutschen Profi anschreiben sicher eine hochwertige, günstigere und schnellere Alternative.
So, gestern Abend der erste Showdown Hellfighter X-15 vs. Pkw-Scheibe. :steirer:
Beim Verkehrsunfall mit einem nahezu total zerstörten Pkw (Golf III) hatte ich Gelegenheit, mal die Glasbrecher-Dornen der Lampe zu testen:
Die Frontscheibe brauchte viele Schläge, um ein Loch entstehen zu lassen. Zwar war die Scheibe nach dem ersten Treffer schon in der ersten Schicht "durch", aber die Verbundschicht und vermutlich mindestens eine weitere Scheibe behielten die Form.
Fazit: Für Rettung (oder für die ganz fiesen: Zugriff) durch die Frontscheibe ist die Lampe als "Wegbereiter" eher ungeeignet, da ist ein Kuhfuß o.ä. sicherlich wirkungsvoller :teuflisch:
Jetzt warte ich noch auf einen Unfall-Pkw mit intakten Seitenscheiben ;)
...
wie passend, dass heute und morgen nochmal Nachtdienste anstehen x)
MfG
Kein Wunder... die Frontscheibe ist verklebt, da hilft nur sägen...
Ich habe eher gedacht das ein entsprechendes Rettungsmesser besser geeignet ist als eine Taschenlampe.
grinsefalle
10.03.09, 22:34
Den Leitfaden habe ich um 7. Service ergänzt, zumindest teilsweise.
Nicht nur die Lampe selbst ist wichtig, auch der "Kundendienst" nach dem Kauf. Jede noch so gute Lampe kann mal einen Schaden oder Defekt aufweisen, es ist dann entscheidend, ob sich jemand der Sache annimmt und wie.
Der Punkt "Service" wird immer dann ergänzt, wenn entsprechende Erfahrungen gemacht wurden.
grinsefalle
03.05.09, 12:48
Es ist mal wieder Zeit für eine Ergänzung. In Post #33 (http://www.messerforum.net/showpost.php?p=541952&postcount=33) habe ich den Beitrag zur Surefire 6P ergänzt, dazugekommen sind die Surefire Combat Rings (http://www.surefire.com/CombatRings-CR-KIT01).
Natürlich war das nicht die letzte Änderung dieses Themas.
Was kommt in Zukunft?
Nun, die neue law-enforcement Serie von Peak Led Solutions hat meine Aufmerksamkeit, ebenso die kommende Barbolight T-o9 MkII.
Wenn es soweit ist, könnt ihr es hier lesen ;)
grinsefalle
10.06.09, 12:15
U P D A T E
Wie bereits erwähnt, wird nun eine neue Lampe diesem Ratgeber hinzugefügt: die Peak Led Solutions Night Patrol 350S.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1220/medium/BILD0005.JPG
Es handelt sich dabei um ein Modell der neuen law enforcement Reihe von Peak.
Die NP350S ist eine P7-Lampe mit 350 Lumen, sehr vielen Batterie- und Akkukombinationen und einer Leuchtstufe. Sie orientiert sich an den Bedürfnissen der professionellen Anwender.
Sie soll den Anforderungen und den widrigen Umständen wie Kälte, Hitze, Wasser, Staub, Dreck und Stoß trotzen.
Daten der NP und eine Übersicht über ihre Kolleginnen der LE-Reihe von Peak finden sich in den angehängten pdf's. Diese pdf-Dateien stammen alle von Peak und werden mit Erlaubnis von Robyn hier gepostet.
HIER gibt’s nun die Vorstellung wie gewohnt.
Mein Vorschlag ist es, die Diskussion über die Lampe in einem neuen Thread im entsprechenden Unterforum zu führen, damit dieser Leitfaden so übersichtlich wie möglich bleibt.
Bilder gibts in der GALLERIE (http://www.messerforum.net/fotoalbum/showgallery.php?cat=1220&ppuser=7724).
1. Größe/Finish/Verarbeitung
Die NP350S reiht sich von der Größe her in die bisher getesteten Lampen ein. Wie auf den Bildern erkennbar, ist sie einen Ticken länger als die Barbolight, allerdings ist sie recht schlank, fast schon zierlich. Dabei entsteht aber an keiner Stelle der Eindruck, dass die NP zerbrechlich ist. Sie vermittelt ein sehr wertiges und stabiles Gefühl.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1220/medium/BILD0012.JPG
Der Kopf ist mit etlichen Kühlrippen versehen, die die Wärme abführen sollen. Am Kopf ist auch ein sechseckiges Profil zu finden, das ein Wegrollen sicher verhindert.
Vorne findet man noch ein Innengewinde, in dem der optionale Lenskit oder der Warnkegel eingeschraubt werden.
Das Batterierohr weist zwei Sektionen mit Rillen auf, die für Grip sorgen. Zuerst war ich skeptisch, bin ich doch eine Riffelung gewohnt, aber die Rillen tun ihren Job und verhindern ein Rutschen der Lampe in nassen Händen recht wirkungsvoll.
Um den Schalter zu schützen, befindet sich am Ende eine Hülse aus Delrin, dem Material, aus dem angeblich Bowlingkugeln gemacht werden. Es ist sehr robust und schützt den Schalter beim Sturz. Die Hülse läßt sich auch entfernen oder soweit ausziehen, dass ein Tailstand locker möglich ist.
Insgesamt ist die Lampe in einem sehr dicken, glattem und leicht glänzendem Finish gehalten. Es ist weit weniger rutschig, als es aussieht und ist fehlerfrei auf die Lampe aufgetragen.
In diesem Punkt nehmen sich die Kandidaten also nichts, die Peak ist gleichauf mit Barbolight, Hellfighter und Konsorten.
2. LED
Die NP350 verwendet eine P7 LED, also eine quadcore-LED. Diese sitzt in einem kleinen Reflektor. Ihre Lichtfarbe ist kühl weiß.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1220/medium/BILD0010.JPG
Edit: Der Schutz der LED nach vorne findet statt durch eine Kunststoffscheibe. Wenn man den vorderen retaining ring abschraubt und eine Gummidichtung entfernt, kann man diese Scheibe entnehmen. Sie ist nur ca. einen guten Millimeter dick, also deutlich weniger massiv als das Pendant von Barbolight oder Hellfighter. Hat man die Scheibe in Händen, fällt der Reflektor auch schon aus dem Kopf. Dieser ist nicht befestigt und sitzt lose im Kopf.
Gut: Man kann den Reflektor evtl tauschen, auch der Scheibenwechsel geht schnell.
Weniger gut: Diese Lösung ist nicht so beanspruchbar, wie die der Mitstreiter. Das Fenster ist dünner (wenn es auch so tief sitzt, dass ein Schaden unwahrscheinlich ist) und beim Verlust des retaining Ring könnte auch gleich Scheibe und Reflektor flöten gehen. Das ist zwar wohl nur theoretisch, aber eine Erwähnung wert.
Die LED darunter sitzt fest, das LED-Modul wurde vergossen, um Feuchtigkeit etc aussenvor zu halten.
UPDATE 30.05.2010
Die aktuelle NightPatrol 400 verwendet noch immer die P7 LED (die NP300 hat die XP-G), die Leistung ist auf 400 Lumen gestiegen und der Reflektor ist einer Optik gewichen. Die Konstruktion ist stabil und als Verbesserung zu bewerten.
Zum Lichtkegel später mehr.
3. Energie
Der große Pluspunkt der Peak. Das Standard-Batterierohr verdaut 1x18650, 2xCR123 oder 2xRCR123. Mit zwei Zellen, also über 6V, liefert sie die volle Leistung, bei einer Zelle, also 3,7V, ist die Leistung etwas reduziert.
Mit anderen Batterierohren lassen sich auch 2x18500, 2x18650, 4xCR123, 2xAA etc verwirklichen. Somit ist die Peak wirklich universal zu bestücken, irgendeine Energiequelle ist immer zur Hand..
4. Bedienkonzept/UI
Hier gibt es keinen Unterschied zur Hellfighter oder zur Surefire mit Clicky: Auch in der NP sitzt ein forward clicky, d.h. Ein halber Druck gibt Momentlicht, drückt man den Schalter durch, erhält man Dauerlicht. Der Widerstand ist gut gewählt, der Weg zum Dauerlicht ist groß genug, dass auch Momentlicht im Stress gut zu beherrschen ist, ohne jedesmal den Schalter einrasten zu lassen. Der Clicky des Herstellers Judco macht dabei ein eher lautes Klick-Geräusch.
Die NP läßt sich mit einem computergesteuerten Schalter nachrüsten, der dann drei Leuchtstufen plus strobe möglich macht. Dieser Schalter stammt von der Combat Patrol und ist aber nur für Spannungen bis 6V geeignet.
5. Holster/Trageweise
Die Peak hat am Sechskantprofil des Kopfes ein kleines Loch, an dem ein Splitring befestigt ist. Somit läßt sich ein Lanyard befestigen.
Einen Clip sucht man vergeblich, dieser ist nicht vorhanden und es läßt sich auch keiner ohne weiteres nachrüsten.
Peak bietet jedoch ein Holster für wenig Geld an (10USD), das von NiteIze gefertigt wird. Es verfügt über einen Kunststoffclip, mit dem das Holster am Gürtel befestigt wird. Widerhaken im Clip sorgen dafür, dass es an Ort und Stelle bleibt. Ob das Holster auch am 50mm Dienstkoppel passt, kann ich nach dem Urlaub sagen.
http://www.messerforum.net/fotoalbum/data/1220/medium/BILD0014.JPG
Im Holster sitzt die Lampe bezel-up, also nicht 100% optimal. Der Sitz ist fest und stramm, ein Rückholstern aber nicht ganz leicht. Der Holsterkörper läßt sich am Befestigungsclip drehen und einrasten, so dass die Lampe nach vorne gerichtet werden kann und somit eine freihändige Vorfeldbeleuchtung möglich ist.
Das Holster ist auf den ersten Blick ok und bei 10 USD macht man nix verkehrt. Ein Kydex-Holster wird aber nicht ersetzt.
Tip: Laut Peak passt die NP auch in das Surefire V70 (Kunststoffholster für die 6P), somit hat man ein Spitzen- Holster in Griffweite!
6. Lichtkegel
Bei P7 LED und kleinem, glatten Reflektor ist schon relativ klar, wie der Lichtkegel beschaffen ist: Die NP ist deutlich auf Flutlicht ausgelegt, der Beam zeigt minimale Artefakte und im Hotspot ist das dunkle Kreuz der P7 erkennbar. Ein Donut-Hole gibt es aber nicht.
Insgesamt ist die sehr breite Ausleuchtung im Innenbereich und auf kurze Distanzen von Vorteil, jedoch kann die NP in Sachen Reichweite nicht mit Q5- oder R2-Lampen mithalten, die lassen sich nämlich deutlich besser fokussieren.
Von Peak gibt es aber einen Lens-Kit, ... EDIT: der Lenskit funktioniert nur mit den SSC P4 Lampen und nicht mit den Modellen mit P7 LED.
Ergänzung: Nach der ersten Nacht mit viel Herumgeleuchte bestätigt sich meine Einschätzung zum Lichtkegel: Bei kurzen und mittleren Distanzen ist sie gut geeignet. Speziell in Gebäuden und Wohnhäusern spielt sie ihre Stärke aus, der sehr breite und helle Lichtkegel taucht das ganze Sichtfeld in Licht, da bleibt nichts verborgen. Man kann hier deutlich mehr wahrnehmen als zB mit der Hellfighter und dem LF Dropin, das recht eng fokussiert ist.
Will man im weiten Garten, auf Firmengeländen oder in Wald und Flur etwas suchen, dann stößt sie recht schnell an ihre Grenzen.
UPDATE 30.05.2010
Durch die neue Optik statt des Reflektors ergibt sich auch ein neuer Lichtkegel.
Dieser neue Lichtkegel ist nichts für Whitewallhunters. Er ist fast quadratisch und hat wieder das dunkle Kreuz in der Mitte des Hotspots (was typisch ist für die P7-LED). Das stört allerdings in der Praxis nicht. Der Spot ist sehr groß und wirklich hell, geht dann in leichten Stufen in den Spill über. Die NP400 ist somit kein Reichweitenwunder, sondern für mittlere und kurze Distanzen geeignet und trumpft hier mit einer sehr hellen und sehr breiten Ausleuchtung auf. Im Gegensatz zum Reflektor, konzentriert die Optik das Licht mehr auf den großen Spot, er ist merklich heller und klarer abgegrenzt.
Aus der Praxis: Der Innenraum eines Pkw läßt sich komplett ausleuchten, ohne den Spot ständig durch das Fahrzeug wandern zu lassen. Auch Hinterhöfe, Gärten oder dergleichen lassen sich bemerkenswert gut ausleuchten. Für den täglichen Dienst also wunderbar geeignet. Und wenn große Reichweiten bewältigt werden müssen, ist ja noch eine andere Leuchte im Auto :)
Beamshots gibts in der GALLERIE (http://www.messerforum.net/fotoalbum/showgallery.php?cat=1220&ppuser=7724).
7. Service
Peak ist bekannt dafür, dass der Webshop suboptimal ist. Auch die Kommunikation mit dem Familienunternehmen ist ziemlich schleppend, auf eine Emailantwort muss man teils etliche Tage warten bzw. nochmal an eine Antwort erinnern. Allerdings sind Robyn und ihr Team schon bemüht, den Kunden zufriedenzustellen, daran scheitert es nicht. Sie legen Wert auf die Produkte, eigene Mitarbeiter für Kommunikation und Webauftritt gibt es nicht. Allerdings bekommt man gerade bei technischen Fragen gute Antworten, denn der technische Leiter und Entwickler sitzt praktisch nebenan.
In Deutschland sind die Peaks meines Wissens kaum erhältlich, weshalb im Servicefall mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen ist, wie bei allen US-Importen: Wartezeiten, kostspieliger Versand...
UPDATE 30.05.2010
Meine Tausch-NP ist ja nun endlich wieder daheim. Dieser Servicefall hat sehr lange gedauert, meine Angelegenheit wurde zwischendrin mal "verschlampt". Allerdings erkenne ich eine positive Tendenz zur Besserung, denn Peak/Robyn waren von diesem Moment an sehr bemüht, alles zu meiner Zufriedenheit zu regeln. Der Emailkontakt ging deutlich besser von statten, der Versand war dann schnell und ohne Beanstandungen.
Fazit:
Die Peak ist eine neue und unerprobte Lampe eines kleinen Herstellers. Im Detail merkt man, dass die Lampe für polizeiliche Zwecke entwickelt wurde.
Im Vordergrund steht auch das Baukastensystem, bei dem das Gerät von vorne bis hinten individuell angepasst werden kann.
Bedienkonzept und Handling sind makellos, das Verhältnis der Helligkeit zur Größe ist sehr gut und der Beam praxisnah.
Preislich ist die Peak nicht ohne, doch man bekommt dafür eine ehrliche und widerstandsfähige Einsatzlampe (wenn auch mit kleinen Abstrichen).
Langzeiterfahrungen werden wieder hier angeführt.
Zum Thema Service:
Hätte ich mir meine Inforce in den USA gekauft, so hätte ich aufgrund eines defekten Schalters eine mehrwöchige Wartezeit ohne vernünftige Lampe absitzen müssen.
Da ich die Lampe aber hier gekauft habe, brauchte es nur ein wenig Kommunikation mit dem Händler und schon konnte das Problem zu beiderseitiger Zufriedenheit gelöst werden.
Daher (wenn erlaubt?) auch hier ein dickes Lob an den KTL-Store.
Manchmal lohnt es doch, mal ein wenig mehr auszugeben. ;)
AxelG
@grinsefalle
Du hast Deinen Teil dazu beigetragen, dass ich mir nun nach langem Hin und Her eine Gladius bestellt habe. Auch in einer der letzten "Kommando"-Ausgaben konnte man nur das Beste über sie lesen. :super:
Ist es so, dass die 120-Lumen Version am Zusatz "Maximis" zu erkennen ist, oder unterliege ich da einem Irrtum?
Wie funktioniert das Dimmen bei der Gladius?
Vielen Dank schonmal!
grinsefalle
21.08.09, 22:20
@grinsefalle
Du hast Deinen Teil dazu beigetragen, dass ich mir nun nach langem Hin und Her eine Gladius bestellt habe. Auch in einer der letzten "Kommando"-Ausgaben konnte man nur das Beste über sie lesen. :super:
Ist es so, dass die 120-Lumen Version am Zusatz "Maximis" zu erkennen ist, oder unterliege ich da einem Irrtum?
Wie funktioniert das Dimmen bei der Gladius?
Vielen Dank schonmal!
Ui, dann hoff ich mal, dass du zufrieden sein wirst! :)Sie ist zwar nicht mehr die hellste Lampe, zählt aber immer noch zu den besten für diese Zwecke. Kleiner Tip: Wenn du sie länger nicht brauchst oder lagerst, nimm die Batterien raus. Auch wenn sie aus ist, zieht der Controller eine kleine Menge Energie aus den Batterien. Liegt sie ein paar Wochen rum, verbraucht das nur unnötig Saft/Geld.
Das mit "Maximis" muss ich selber erst suchen, kann ich nicht sagen.
Das Dimmen ist einfach: Im constant-on Modus einfach auf dem Schalter bleiben und sie beginnt zu rampen. Am Ende bleibt sie stehen, dann drückst und hältst du nochmal den Schalter und sie rampt in die Gegenrichtung. Dabei gibt es 3 Modi im Dauerlichtmodus: Start immer mit low, Start immer mit high oder Memory=Start mit der zuletzt verwendeten Helligkeit.
Hallo K:ddo!
Habe mich auch vom Forum von der Gladius überzeugen lassen... Ja - Du hast Recht - die Gladius mit Zusatz Maximis wird mit 120 Lumen angegeben und ist heller als die "alte" Gladius (habe meine mit der eines Kollegen verglichen...).
Die Sache mit dem "Leersaugen" der Batterien hatte ich bei meinem ersten Modell auch. Sie hatte eine Seriennummer mit 08-xxxx! Nagelneue 123er von Surefire waren nach 14 Tagen Lagerung im Waffenfach (ohne Nutzung im Lookout Mode) komplett leergesogen. Habe die Lampe über den Händler tauschen lassen und bin mit dem neuen Modell (SerienNr: 09-xxxx) nach 4 Wochen und häufiger Nutzung sehr zufrieden! Die Zellen werden augenscheinlich nicht leergesogen und ich habe sie bislang noch nicht rausgenommen...
Viel Spaß mit der Lampe
Na, die Vorfreude steigt in's Unermessliche :steirer:
Kann man die Gladius mit 16340 oder 17670 betreiben, habe dazu leider nichts finden können :rolleyes: ?
grinsefalle
25.08.09, 20:52
Na, die Vorfreude steigt in's Unermessliche :steirer:
Kann man die Gladius mit 16340 oder 17670 betreiben, habe dazu leider nichts finden können :rolleyes: ?
Soweit ich weiß, nur mit den 3,0V RCR123. Die beiden 3,7V Akkus ergeben zuviel Spannung und zerschiessen den Treiber.
Ein 17670 sollte funktionieren, allerdings erhältst du dann aufgrund der 3,7V im Gegensatz zu den normalen 6V eine low battery Warnung (Doppelblitz alle paar Sekunden).
Hallo!
Habe unter Link zu Thread: Taktische, helle LED-Lampe für Polizei gesucht (http://www.messerforum.net/showthread.php?t=75708) einen Kaufberatungsthread eröffnet, da ich auch auf der Suche nach der perfekten Symbiose von Thrower und Nahbereichslampe bin.
Habe dort u. a. die JetBeam RRT-2 Raptor, Eagle Tac T20C2, JetBeam Jet-III Pro Ultra, Olight M20, Fenix TK12 und andere ins Kalkül gezogen.
Vielleicht hat ein Leser dieses Threads noch andere Infos, Erfahrungen mit den oben genannten Modellen oder schlicht Interesse, "seinen Senf" dazu zu geben.
Wäre für Meinungen, gerne auch Beamshots, die die o. g. Lampen vergleichen, dankbar.
Grüße,
Normn
Ein 17670 sollte funktionieren, allerdings erhältst du dann aufgrund der 3,7V... eine low battery Warnung (Doppelblitz alle paar Sekunden).
Alle 15 Sekunden.
Die 2x 3.0V Akkus gehen sehr gut, allerdings haben die Akkus eine Schutzschaltung, so daß die Akkus ur plötzlich abschalten; also Lampe aus !
grinsefalle
24.11.09, 10:36
Hier ein kleines Update mit Langzeiterfahrungen:
1. Hellfighter X-15
Hier scheint der Schalter ein kleiner Schwachpunkt zu sein, der nicht so stabil ausgeführt ist, wie der Rest der Lampe. Nach ein paar Stürzen funktioniert er bei mir nur noch sporadisch, setzt somit die unkaputtbare Lampe ausser Gefecht. Dieser Fehler tritt bereits zum zweiten Mal auf, allerdings mit zwei verschiedenen Schaltern (einmal Schalterendkappe von der X-15, einmal von der X-11).
Die Stürze waren aus Hüfthöhe auf festen Untergrund, die Klicks, die ohne Wirkung blieben, traten dabei schleichend und mit zunehmender Häufigkeit auf.
Auf der Suche nach Ersatz habe ich einen Shop gefunden, der mir eine neue Schalterkappe liefern konnte (KTL) - das klappte gut.
Ob es ein allgemeiner Schwachpunkt ist oder nur meine Schalter Gurken sind bzw ich einfach alles kaputt mache, weiß ich nicht ;)
2. Peak NP
Hier gab es ein Modellupdate: Die NP mit P7 LED hat nun 400 Lumen, die "kleinere" NP nutzt nun die XP-G mit max. 320 Lumen.
Was bleibt, ist der schleppende Kontakt zu Peak. Emailantworten brauchen seine Zeit, auch der Service verlangt Geduld.
Allerdings wird der Verkauf zu einem Händler ausgelagert, vielleicht ändert sich etwas. Im Servicefall bleibt bisher nur Peak selbst, deutsche Händler gibt es nicht, die auf der Peak-Seite genannten europäischen Händler-Links funktionieren auch nicht mehr.
grinsefalle
31.12.09, 01:13
U P D A T E
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1328/medium/DSCF0545.JPG
Nachdem hier bereits die Inova T4 MP vorgestellt worden ist, wird nun ergänzt mit der T2 MP und der T3 MP des gleichen Herstellers. Alle drei Lampen stammen aus der T-Serie ("tactical"), was sich daran festmacht, dass sie ein mattschwarzes Finish haben (keine Reflexionen), keinen Schnickschnack und einen sehr robuste Bauweise.
Dass Inova qualitativ zu den allerbesten gehört, ist oder sollte bekannt sein. Die Preise sind dabei sehr moderat, weshalb sie als Qualitäts-Preis-Leistungs-Tip gelten. Da sie für dienstliche Zwecke gut geeignet sind, führe ich sie hier an, anstatt einen neuen Thread zu starten.
Alle Bilder und ein paar (suboptimale) Beamshots gibt es hier in der Gallerie. (http://www.messerforum.net/fotoalbum/showgallery.php?cat=1328)
1. Größe/Finish/Verarbeitung
Die T2 und T3 reihen sich gut in die bereits vorgestellten Lampen ein, die Größe paßt gut in die Tasche bzw ans Koppel. Die kleinere T2 ist grob mit einer SF LX2 vergleichbar, der Kopf ist vom Durchmesser annähernd identisch, das Gehäuse der beiden ist ebenfalls fast gleich dick. Die größere T3 hat den gleichen Kopfdurchmesser wie der 6P-Kopf, auch das Batterierohr entspricht im Durchmesser dem der G2. Von den Abmessungen her orientieren sich die Inovas also an den bekannten Abmessungen von Surefire und Konsorten. Sucht man Zubehör wie Holster, kommt einem dieser Umstand zugute.
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1328/medium/DSCF0542.JPG
Beide Lampen sind aus Alu gefertigt. Das überragende Finish ist äußerst widerstandsfähig und haltbar, ist gleichmäßig und makellos aufgetragen und fühlt sich gut an. Die einzigen Akzente werden gesetzt durch den hellen Metallring um den Endkappenschalter. Der Bezelring der T3 ist in einem etwas glänzenderem Schwarz gehalten, der Ring der T2 im gleichen Finish wie der Rest. Am Batterierohr und an der Endkappe gibt es großzügige Riffelungen, welche ein grobes quadratisches Muster haben. Die Verarbeitung ist auch hier perfekt. Bei der T2 ist die Riffelung etwas feiner gehalten als beim großen Bruder. Beide bieten auch feuchten Händen einen sehr guten Halt und verhindern ein Entgleiten.
Die Lampe läßt sich vom Anwender nur am Ende aufschrauben. Ansonsten wirkt die Inova wie aus einem Guß. Die Gewinde sind sauber und vom Werk aus bereits gefettet. Eine O-Ring Dichtung ist ebenfalls vorhanden, um die Innereien gegen Feuchtigkeit zu schützen.
Ein Clip ist nicht vorhanden, auch keine Möglichkeit, einen solchen zu befestigen. Es fehlt eine Anti-Roll-Vorrichtung, der Anwender sollte also aufpassen, wohin er die Inova legt.
2. LED
Beide Inovas verwenden die K2 TFFC LED. Es gibt inzwischen effizientere LED, die K2 gehört jedoch keineswegs zum alten Eisen. Sie ist robust und bieten eine angenehme Lichtfarbe. Modden oder Tunen ist bei den Inovas extrem schwierig oder nicht möglich.
Die T3 verwendet den Reflektor mit diamond-Oberfläche, also eine winzigen diamantenähnlichen Struktur (wie auch die T4), die T2 nutzt einen normalen orange peel Reflektor.
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1328/medium/DSCF0562.JPG
In der T3 leistet die LED 150 Lumen (out the front, also vor der Lampe, nicht am Emitter gemessen), die T2 wurde auf 140 Lumen aktualisiert. Die T3 hält ihre Leistung laut Diagramm auf der Verpackung über 2,5 Stunden und sinkt dann innerhalb ca. 20 Minuten auf ca 20 Lumen ab, die dann noch über eine Stunde zur Verfügung stehen. Bei der T2 sieht es ähnlich aus: 140-130 Lumen hält sie 2,5 Stunden, dann dimmt sie wie die T3 auf ca 20 Lumen hab uind hält diese noch eine gewisse Zeit.
3. Energie
Beide Lampen sind auf den Betrieb mit CR123 ausgelegt. Die T2 verwendet 2 Stück, bei der T3 dürfen es drei Stück sein. Inova-typisch werden die Batterien mit dem Pluspol zum Schalter (als "verkehrt herum") eingelegt. Ein AW17670 Akku paßt mit Müh und Not hinein, aber man bekommt ihn wahrscheinlich nicht mehr raus. Entfernt man die Folie oder das Label, so könnte in beide Lampen ein 17670 bzw 2x17500 passen. Diese Angabe ist ohne Gewähr.
Rein elektrisch ist dieser Akku-Betrieb unproblematisch, da die Spannung unterhalb der Betriebsspannung mit CR123 liegt.
Wer also eine Akkulampe sucht, nimmt entweder eine Inova T4 oder schaut sich bei anderen Herstellern um.
4. Bedienkonzept/UI
Beide haben das gleiche Bedienkonzept: An/Aus mittels Endkappenschalter. Kein weiterer Modus, kein Schnickschnack. Der forward clicky am Lampenende bietet einen mittleren Widerstand und fühlt sich sehr gut an. Momentlicht kommt relativ früh (aber eben nicht zu leicht), fürs Dauerlicht muss dann ein etwas weiterer Weg gedrückt werden. Eine Abstimmung, die sehr praktisch ist und gut zu dem Einsatzzweck passt, für das die Lampen entwickelt wurden. Das Einrasten bzw der Klick ist dann sehr satt und hörbar. Beim Drücken habe ich das Gefühl, dass auch im Inneren des Schalters großdimensionierte und stabile Bauteile Verwendung finden.
5. Holster/Trageweise
Es wird kein Holster mitgeliefert. Da aber die Abmessung nicht außergewöhnlich sind, lässt sich leicht ein Holster finden. Exemplare gibt es zb von Maxpedition, die sehr robust und haltbar sind. Inova selbst hat bei der Entwicklung des 4" und 5" Maxpedition Sheath mitgearbeitet und diese Holster vor allem für die Inova T-Serie designt. Dieses Holster ist nicht teuer und eine Empfehlung wert.
Weiterhin sollten zB Surefire-Holster passen (V70 mit bezel down für die T3 etc) oder auch das Blackhawk mod-u-lok (allerdings wieder ohne Gewähr, da ich das noch nicht getestet habe. Wenn Erkenntnisse vorliegen, wird es hier erwähnt).
Ein einfaches Lanyard ist bei beiden Lampen dabei.
6. Lichtkegel
Beide Lampen unterscheiden sich etwas im Lichtkegel.
Die T3 bietet das wärme Licht, das auch die T4 schon hatte. Ihr Hotspot ist sehr weich, auch im Übergang zum Spill. Sie ist bis mittlere Distanzen gut einzusetzen.
Die T2 hat ein deutlich kühleres Licht, die K2-typische Wärme fehlt völlig. Aufgrund des anderen Reflektors ist auch der Lichtkegel etwas unterschiedlich. die T2 hat einen helleren Spot in der Mitte, am Übergang zum Spill wirkt der Spot etwas ausgefranst. Allerdings sieht man das nur mit Mühe an der weißen Wand (whitewall hunting mit solchen Gebrauchslampen sollte bestraft werden ;) )
Es scheint wirklich so, dass die kleinere T2 mit kleinerem Kopf eine etwas bessere Distanzwirkung erzielt.
7. Service
Da mir noch keine Inova den Dienst versagt hat, kann ich dazu nichts sagen. Erfahrungen anderer Mitglieder hier im Forum sind aber durchwegs positiv. Inova sorgt schnell und zuverlässig für Reparatur oder Ersatz, der Anwender kauft also keine Einweg-Lampe.
Fazit:
Hier als Fazit gibt es keine Überraschung. Die Inovas bieten nicht die Funktionsvielfalt anderer Lampen, auch nicht die Helligkeit, die andere in diese Lampengröße pressen. Die Helligkeit reicht aber aus, die Laufzeit ist gut, so dass man den fehlenden Akkubetrieb verschmerzen kann. Die Qualität ist auf höchstem Niveau, die Lampe vermittelt schon beim Anfassen den Eindruck, dass sie nicht zerstörbar und in sich stimmig ist. Das alles zu einem sehr guten Preis - Herz, was willst du mehr?
Die kleinere T2 ist ein Handschmeichler, lässt sich leicht auch mal in der Jeans verstauen und durch die kompakte Größe gut zivil nutzen.
Die T3 liegt satter in der Hand, wirkt im dienstlichen Einsatz nicht so zierlich, sondern "männlicher".
Rein von der Leistung sind beide annähernd identisch (Helligkeit und Laufzeit), nur der Lichtkegel unterscheidet sich leicht.
Welche es also sein darf, ist eine Bauchentscheidung. Am besten nimmt man beide.
Danke für das Review.
Hast Du eine Erklärung für den kühleren Farbton der T2?
grinsefalle
31.12.09, 11:52
Hast Du eine Erklärung für den kühleren Farbton der T2?
Leider nein. Soweit ich das beurteilen kann, verwenden beide die gleiche K2 LED. Vielleicht gibts bei den K2 einen größeren Spielraum beim Tint, so dass es mehr oder weniger Zufall ist, ob man eine wärmere oder kühlere LED bekommt. :confused:
Das mit dem Taint wundert mich jetzt auch etwas, ich beitreibe 5 Lampen mit dem K2 TFFC Emitter. Die Emitter kommen aus drei "verschiedenen Quellen" und habe alle annähernt die gleiche warme Farbe.
Interessant ist auch, das Inova bei der T2 den Treiber und den Reflektor geändert hat.
Was werden sie wohl in Zukunft in ihre Lampen an LED verbauen, da ja die K2 TFFC nicht mehr Produziert worden sind?
Kommt schon, das es innerhalb eines Binnings zu Schwankungen kommt
wisst ihr aber. :irre:
Beim K2 gibt es halt noch die gute alte Luxeon Lotterie. :jammer:
Und zum Produktionsende muss Inova halt nehmen was es noch gibt.
Alex
Beim K2 gibt es halt noch die gute alte Luxeon Lotterie. :jammer:
Grade diese Erfahrung habe ich ja bis jetzt nicht gemacht. Vielleicht haben sie ja nen alten K2 ohne TFFC erwischt? Hat das DIE die 16 Löcher?
Edit: ja hasts, grade nochmal in der Galerie geschaut
... die T2 nutzt einen normalen orange peel Reflektor.
.... die T2 wurde auf 140 Lumen aktualisiert.
.... Bei der T2 sieht es ähnlich aus: 140-130 Lumen hält sie 2,5 Stunden, dann dimmt sie wie die T3 auf ca 20 Lumen hab uind hält diese noch eine gewisse Zeit.
Und wie immer ist die Inova-Hompage (http://www.inovalight.com/t.html) mal wieder nicht auf Stand. Von dem geänderten Reflektor und Ansteuerung der LED ist weit und breit nichts zu lesen:(
...die T2 hat einen helleren Spot in der Mitte, am Übergang zum Spill wirkt der Spot etwas ausgefranst.
Das scheint am OP-Reflektor zu liegen. Meine alte Jetbeam mit K2 gepimt hat auch einen "ausgefranzten" Übergang vom Spot zum Spill. Stört aber im richtigen Leben nicht.
grinsefalle
03.01.10, 18:09
Inova ändert gern mal etwas, ohne dass man es nachlesen kann. Da es sich im Normalfall um Verbesserungen handelt, ist das nicht weiter schlimm. Man sollte eben nur einen zuverlässigen Händler wählen, bzw vorher nachfragen, damit man eine aktuelle Lampe bekommt.
Das scheint am OP-Reflektor zu liegen. Meine alte Jetbeam mit K2 gepimt hat auch einen "ausgefranzten" Übergang vom Spot zum Spill. Stört aber im richtigen Leben nicht.
Richtig, das "leicht ausgefranste" fällt nur auf, wenn man an die weiße Wand leuchtet und genau hinsieht. Im realen Betrieb fällt es in keinster Weise auf, der Lichtkegel ist praktisch und schön.
komisch. meine heute angekommene T2-MP, gekauft bei batteryjunction, besitzt keinen orange-peel-reflektor, sondern den mit der ganz feinen riffelung wie bei der die T3. :staun:
ps: auf meiner clampshell-verpackung steht vorne 125 lumen drauf. auf der rückseite im diagramm könnte man auch 130 lumen ablesen.
ist das nun eine andere baureihe ?
wo steht denn das mit den 140 lumen bei der T2 ? auch auf der firmenseite kann ich nichts dazu lesen. da ist auch nur 125 lumen angegeben.
pps: habe gerade nachgeschaut, mein DIE hat auch die 16 löcher. auf der verpackung steht T2-MP und als copyright-datum 2008
Dann hast du wohl das Vorfaceliftmodell bekommen. Könntest du evtl. mal einen Beamshot davon machen?
habe leider zur zeit keine möglichkeit beamshots zu machen. :(
wo steht denn das mit den 140 lumen bei der T2 ? auch auf der firmenseite kann ich nichts dazu lesen. da ist auch nur 125 lumen angegeben.
Hallo,
hab mir am 14.01.10 eine T2-MP bei flashlightsunlimited.com bestellt. Die ist dort mit 140lm angegeben. Leider wurde bis heute nicht geliefert. Aber falls sie noch kommt, schaue ich mal auf die Verpackung.
23.03.10: Lampe vom Zoll geholt. Beschriftung Blister: Max Output 140 Lumens.
grinsefalle
19.09.10, 22:54
U P D A T E
Aus gegebenem Anlass will ich auf einen weiteren wichtigen Punkt einer Einsatzlampe für die genannten Zwecke hinweisen:
das Verhalten der Lampe bei Batterie/Akku-Ende
Der Vielnutzer wird seine Lampe mit Akkus betreiben, zumindest in den meisten Fällen. Das wirft evtl Probleme auf:
Auf welche Energieversorgung ist der Treiber ausgelegt, nutze ich einen einzelnen Akku oder eine Mehrzellenkonfiguration, was passiert, wenn der Akku leer ist?
Hier sind ein paar beispielhafte Szenarien:
1. Die Lampe ist für 1x18650 optimiert, holt die optimale Leistung aus einem Akku heraus. Ist jedoch im Treiber der Lampe keine Batterie-leer-Warnung implementiert (zB Helligkeitsabfall gegen Ende, Blinksignal etc), dann kann es passieren, dass ein geschützter Akku plötzlich abschaltet - und der Anwender folglich ohne Vorwarnung im Dunkeln steht. Das kann mitunter fatale Folgen haben. Werden ungeschützte Akkus verwendet, können diese möglicherweise zu tief entladen werden, weil die Lampe nicht meldet, dass ein Laden angesagt wäre. Hier steht jedoch der Anwender nicht plötzlich im Dunkeln, sondern schädigt im schlimmsten Fall seinen Akku. In meinen Augen leicht zu verschmerzen in Anbetracht der Alternativen.
Fazit: Bei Lampen, die für 1x18650 (also 3,7V) optimiert worden sind, ist es sehr wichtig, zB anhand von Laufzeitdiagrammen das Abschaltverhalten der Lampe zu erkennen bzw selbst einen Test durchzuführen. Im Zweifelsfall - oder wenn keine Warnung vorhanden ist - lieber einen ungeschützten Akku verwenden. Dass man sich dann natürlich noch genauer über den Umgang mit dieser Energiequelle informieren muss, ist unumgänglich.
2. Die Lampe ist für einen größeren Spannungsbereich vorgesehen und kann zB mit 1x18650 oder 2x(R)CR123 betrieben werden (3,7 - zB 9V). Meistens bieten diese Lampen einen vollgeregelten Betrieb im höheren Spannungsbereich, zB bei Verwendung von 2 Akkus. Nutzt man nur einen Akku, bleibt also im niedrigen Spannungsbereich, dann ist die Lampe bei frisch geladenem Akku noch geregelt, fällt dann aber bald in den direct drive Modus, also den ungeregelten Betrieb. Will jemand 2 Zellen verwenden, um die volle Leistung zu erhalten, dann sollte er aus Sicherheitsgründen geschützte Akkus verwenden. Dementsprechend ist eine Batteriewarnung in der Lampe elementar. Sollte diese nicht vorhanden sein, leuchte ich in einem Moment noch mit 100%, im nächsten Moment steh ich im Dunkeln. Ein No-Go! Hier muss der Käufer sehr genau auf das Abschaltverhalten achten.
Wird in solch einer Lampe nur ein einzelner Akku verwendet, besteht das Problem nicht. Zwar nimmt die Leistung/Helligkeit nach einer anfangs geregelten Phase langsam und konstant ab, jedoch steh ich nicht plötzlich im Dunkeln. Ein geschützter Akku ist hier kein Problem, denn die Lampe wird merklich dunkler, bevor die Schutzschaltung greift.
Fazit: Eine Lampe, die für einen höheren Spannungsbereich ausgelegt ist, läßt sich meistens gut mit einer kleineren Spannung betreiben. Die Leistung ist zwar geringer, aber die Lampe birgt keine böse Überraschung. Bei Mehrzellenbetrieb sollte man sich im Klaren darüber sein, wie die Lampe reagiert.
Die Barbolight machen ihre Arbeit sehr gut. Sowohl mit geschütztem, als auch mit ungeschütztem Akku (18650) setzt ein Abfall der Helligkeit ein, bevor der Akku abschaltet. Das Ende ist also erkennbar, der Anwender kann reagieren.
Die Peak hat keine Warnung, bei Verwendung von 2xRCR123 (geschützt), steht man also plötzlich im Dunkeln. Bei 1x18650 steht zwar nicht die volle Leistung zur Verfügung, aber man erkennt den Helligkeitsabfall gegen Ende der Laufzeit.
Das Malkoff M60 Modul bietet bei 1x18650 eine abnehmende Helligkeit und berechenbares Verhalten, bei Zweizellenbetrieb gibt es keine Warnung.
Mein Tip: lieber auf ein paar Lumen verzichten und dafür aber merken, wenn die Energie zu Neige geht. Saudumm, wenns plötzlich aus ist :mad:
grinsefalle
29.11.10, 20:31
...und weil ich erneut eine Erkenntnis gewonnen habe, gibts hier mal wieder ein U P D A T E:
Momentlichtschalter ist nicht gleich Momentlichtschalter
Wie bereits bei den Vorstellungen der Lampen genannt, ist der reine Momentlichtschalter (Surefire 6P, Barbolight, Surefire LX2 etc) völlig stresssicher, simpel in der Bedienung und hat keine Fehlerquellen. Allerdings ist eines zu beachten: Weg und Kraft. Wie weit muss ich drücken und wie stark? Es kann sein, dass der Weg recht kurz ist (vielleicht auch abhängig von den eingelegten Batterien/Akkus) und es viel Kraft erfordert, den Knopf zu drücken. Folge ist, dass der Daumen schnell ermüdet. Wenn es dann mal länger dauert (zB systematische Durchsuchung eines Gebäudes nach eventuellem Eindringling), läßt die Daumenkraft nach und "Licht" funktioniert nicht mehr zuverlässig (Licht flackert, geht aus, weil der Druck schwindet...). Dauerlicht geht dann vielleicht auch nicht, weil die andere Hand ein sehr wichtiges Einsatzmittel bedient. Ideal ist ein geringer Widerstand des Schalters bei langem Weg. So ist ausgeschlossen, dass der Schalter übersensibel reagiert und der Daumen ermüdet trotzdem nicht. Das Paradebeispiel ist hier der Schalter der Gladius. Langer Weg, weiches leichtes Druckgefühl. Sehr gut!
Fazit:
Nach wie vor hat der reine Momentlichtschalter einen kleinen Vorteil, wenn es um taktische Anwendungen geht oder um Hochstreßsituationen. Ideal: Gladius.
Der forward clicky bietet mehr Komfort im Alltag und läßt sich auch im Streß noch gut bedienen, allerdings unter der Voraussetzung, dass er nur Ein/Aus schaltet und keine Modi wechselt.
Hallo aus dem Norden!
Ich hoffe, dass eine kleine OT Anfrage hier gestattet ist...? :confused:
Ich habe von einem Kollegen den Hinweis auf eine Upgrade Möglichkeit der Gladius bekommen und daraufhin versucht hier Bewertungen / Meinungen zu diesem Upgrade zu finden. Leider bislang erfolglos!
Daher die Frage - hat jemand Erfahrungen mit diesem Upgrade:
http://www.order-gear.com/Gladius-CREEmator-Upgrade_1890/Gladius-CREEmator-Upgrade_11226/
Ich nutze aktuell die Gladius Maximis im Dienst und bin mit der Lampe total zufrieden und kann *grinsefalle* in allen Belangen (gerade letzte Info i.S. UI) nur zustimmen.
Also - vorab vielen Dank für mögliche Antworten und demnächst ein frohes Fest!:steirer:
CoS
grinsefalle
10.12.10, 11:42
Zur Gladius: Die Lampe selbst ist vom Hersteller (Blackhawk) eingestellt worden und wird nicht mehr produziert. Strategos bietet das Update zwar an, jedoch muss man schon eine Gladius haben... Soweit ich von Strategos erfahren habe, ist derzeit kein Nachfolger der Gladius geplant oder in der Entwicklung.
Zum Update: Wie der Name "Creemator" für die CPF-Leser schon vermuten lies, steckt hinter dem Update Milkyspit (Scott) aus dem CPF. Er ist ein Modder mit sehr gutem Ruf, der allerhand möglich macht. In Kooperation mit Strategos entwickelte er dann das Update. Die dicke Frontscheibe bleibt, es wird eine XP-G LED mit Optik verpflanzt und ein neues Heatsink gibt es auch dazu. Eine gute Vorstellung von Scott selbst gibt es hier im CPF-Thread (http://www.candlepowerforums.com/vb/showthread.php?303669-Gladius-CREEmator-(or-How-I-Spent-My-Autumn)).
Edit: einen Bericht zur Creemator gibt es in naher Zukunft hier.
grinsefalle
21.12.10, 12:07
U P D A T E
Dieses Mal will ich die Nightpower GTL6 vorstellen, zu beziehen zB direkt beim Hersteller BOS Schutz und Ausrüstung. Was mich dazu bewegt hat, der GTL eine Chance zu geben: made in Germany (tatsächliche deutsche Fertigung) und somit kurze Wege und enger Kontakt direkt zum Hersteller, modularer Aufbau, individuell konfigurierbar, 15 Jahre Ersatzteilgarantie. Wie sich die GTL schlägt, wird die nächste (Streifen)Zeit zeigen. Einen ersten Überblick gibt es jetzt.
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1467/medium/DSC0128.JPG
Das genaue Modell ist die GTL6 mit XP-G Modul (derzeit 2-stufig, bis das 1-stufige Modul wieder verfügbar ist). Geliefert wird in einem Kunststofftragekoffer mit Prospekt, Zubehör- und Ersatzteilliste.
Bilder zur Lampe gibt es hier:
hier in der Gallerie. (http://www.messerforum.net/fotoalbum/showgallery.php?cat=1467)
1. Größe/Finish/Verarbeitung
Die GTL ist eine der kompakteren Lampen im 2xCR123 Format, im Vergleich zu anderen Modellen ist sie etwas kürzer. Das Batterierohr und Kopf sind im Standarddurchmesser gehalten: Gehäuse 1 Zoll Durchmesser, Kopf 1,25 Zoll.
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1467/medium/DSC0134.JPG
Alle Teile werden aus Aluminium hergestellt und sind HA III anodisiert, wobei das Schwarz ganz leicht glänzend ist. Die Beschriftung erfolgt mittels Laser und ist recht sauber (wenn auch etwas viel meiner Meinung nach). Am Kopf findet sich ein Sechskant als Wegrollschutz, ein Clip ist nicht vorhanden. Die Riffelung erstreckt sich fast über das gesamt Batterierohr, auch am Kopf findet sich eine Riffelung. Diese ist mittel aggressiv, ich hatte schon gröbere und auch deutlich glattere Riffelungen in den Händen. Die Handlage selbst ist wirklich gut, die GTL ermöglicht einen sicheren, bequemen Halt, auch bei Nässe.
Die GTL besteht aus dem Batterierohr und der Schalterendkappe, wobei letztere annähernd so lange ist, wie das Batterierohr. Des weiteren noch den Kopf und das LED-Modul. Alle Einzelteile werden auf der mitgelieferten Explosionszeichnung bezeichnet und sind entsprechend lieferbar.
An den Gewinden an Kopf und Gehäuse befinden sich jeweils 3 (!) O-Ringe, um die Lampe abzudichten. Der Wasserschutz sollte dementsprechend auf sehr hohem Niveau liegen. Allein beim Batteriewechsel merkt man an dem Saugen, dass die Gehäuseteile wirklich gut gedichtet sind.
Die Gewinde sind fein geschnitten, die Verarbeitung insgesamt ist gut.
Ergänzung: Nach den ersten Malen auf der Straße, konnte die Handlage der GTL überzeugen. Sie passt sehr gut in meine Hand und bietet einen sicheren Griff.
2. LED
Die GTL verwendet Dropins und somit sind allerhand verschiedene LEDs möglich. Zur Auswahl stehen MC-E, XR-E, XP-E oder farbige LEDs. Mein derzeitiges Dropin ist ein XP-G mit high und low. Das Modul ist prinzipiell mit einem P60 vergleichbar, jedoch wurde es in einen Metallkörper eingepasst. Die Wärmeableitung sollte dementsprechend besser sein, da der zylindrische Körper recht eng im Gehäuse sitzt.
3. Energie
Die GTL ist ausgelegt auf 18650, diese passen problemlos ins Gehäuse. Auch CR123 und RCR123 sind freigegeben, allerdings kann es bei den Primärzellen zu leichtem Scheppern kommen. Abhilfe schafft ein Stück Klebeband um die Batterie. Laut Hersteller ist mit allen Zellen eine Abschaltwarnung gegeben. Bei Dropins mit mehreren Stufen fällt entsprechend die höchste zuerst weg, die niedrigeren Stufen bieten noch Notlicht. Bei den einstufigen Modellen dimmt die Lampe am Ende weg, so dass der Anwender nicht vom Aus überrascht wird. Das werde ich natürlich noch testen, vor allem, wenn das einstufige Modul da ist.
4. Bedienkonzept/UI
Auch hier gibt es die Bandbreite der Dropin-Lösung. Grundsätzlich gibt es einen Endkappenschalter mit forward clicky. Dieser ist gut gelöst, das Momentlicht spricht leicht und einfach an. Für Dauerlicht muss man dann relativ kräftig und weit drücken, so dass ein unbeabsichtigtes Einrasten deutlich erschwert wird.
Mit dem Vorliegenden Modul bekommt man 2 Stufen, die sequentiell durchgeschaltet werden. Es ist eine Memoryfunktion enhalten: Wird eine Leuchtstufe länger als 2 Sekunden eingeschaltet, so startet das Modul beim nächsten Mal in der gleichen Stufe. Aktiviert man das Licht weniger als 2 Sekunden lang, dann kommt beim nächsten Einschalten die andere Stufe. Mein Fazit: Diese Lösung ist für den Dienst nicht praktikabel und nicht empfehlenswert. Ich weiß nicht, in welcher Stufe die Lampe startet, das Um- und Zurückschalten ist eine Fehlerquelle im Streß. Laut Hersteller sind in Kürze auch Module erhältlich, die generell immer in high starten - das ist schon mal deutlich besser. Trotzdem bleibe ich dabei: Mehrstufenlampen über den einzigen Schalter zu steuern ist sehr heikel und geht fast immer schief (bei Einsatzlampen). Meine persönliche Empfehlung: einstufig, 100%. Die Leuchtdauer ist lange genug und sie ist völlig simpel und ohne Fehlerquellen.
Ergänzung: Ich persönlich arbeite sehr gern mit Momentlicht. Dafür ist das vorliegende Modul nicht geeignet, da es bei Leuchtdauern unter 2 Sekunden den Modus wechselt.
5. Holster/Trageweise
Ein Holster ist nicht im Lieferumfang, es gibt aber vom Hersteller verschiedene Holster zur Auswahl. Die Qualität des Standard-Holsters ist durchwegs als gut zu bezeichnen. Nach etlichen Schichten mit der GTL und dem passenden Holster kann ich es getrost weiterempfehlen. Weitere Details gibt es im Folgebeitrag. Die Lampe passt auch in das NiteIze Stretch Holster und in den Mod-U-Lok von Blackhawk, jedoch werden die beiden Halteklammern durch die gute Riffelung etwas in Mitleidenschaft gezogen. Durch die Standardabmessungen sollte die Lampe auch in diverse Surefire-Holster passen, diese Angaben sind aber ohne Gewähr. Eine taktische Handschlaufe ist erhältlich - diese besteht aus einem dicken Gummiring, der über das Batterierohr geschoben wird, und einer Handschlaufe. Dies ermöglicht die Rogers-Technik beim Umgang mit Lampe und Waffe.
6. Lichtkegel
Der Lichtkegel des vorliegenden Moduls ist eine gesunde Mischung und liegt in etwa zwischen dem Malkoff M61 und dem Solarforce XP-G, was throw und spill angeht. Die Lichtfarbe ist nicht zu kühl, sondern eher der wärmeren Fraktion zuzuordnen. Insgesamt ist auch hier der XP-G Kegel absolut brauchbar für die angedachten Verwendungszwecke. Beamshots muss ich noch nachliefern.
Das MC-E Modul ist für die flächige Ausleuchtung im Nahbereich geeignet, also vergleichbar mit der Peak NP400.
Ergänzung: Der Lichtkegel ist toll. Die Lichtfarbe tendiert zu neutralem weiß, der Kegel besitzt einen weichen großen Spot, darum einen Kranz mit mittel hellem Licht und dann der weite Streulichtkegel. Praxisnah, gut zu verwenden, angenehm anzusehen.
7. Service
Hier gibt es bisher nur wenige Erfahrungen. Der Emailkontakt mit dem Hersteller ist gut, auch telefonische Beratung funktioniert. Wie der Service im Schadensfall ist, wird sich zeigen - bzw besser nicht, wenn die Lampe hält ;) Wie immer gilt, dass dieser Beschaffungsweg sinnvoller ist als eine Überseebestellung. Im Schadensfall kann die Abwicklung mit USA, Asien oder dergleichen sehr lange dauern, in der Zeit liegt die Lampe brach. Innerhalb D kann viel schneller und einfacher geholfen werden.
Fazit:
Die GTL hat einen guten Eindruck hinterlassen. Durch das made in Germany wird die heimische Wirtschaft unterstützt, das darf auch sein. Verarbeitung und Qualität sind gut, an kleinen Details (Dropin-Gehäuse, vielfache O-Ring-Abdichtung) merkt man, dass nachgedacht wurde. Auch die kurzen Wege zum Hersteller, die Möglichkeit, die Lampe an neue LEDs oder Bedürfnisse anzupassen und die 15 Jahre Ersatzteilgarantie können punkten. Preislich ist die GTL ebenfalls interessant.
Vom Hersteller wird viel Zubehör angeboten: Warnkegel, verschiedene Tragevorrichtungen, Filter, Kabelschalter, Montagen etc. Ein Baukasten, der sich individuell abstimmen läßt.
Aufpassen muss der Anwender nur bei der Bedienung bzw bei der Wahl des Dropins. Bei 2 oder mehr Stufen ist es (in meinen Augen) elementar, dass immer(!) in der gleichen Stufe gestartet wird (100%). Also entweder so, oder gleich zum einstufigen Modell greifen.
Kurz: Lampe empfehlenswert - Obacht bei der Modulwahl.
Wie immer gilt: Die GTL kommt nun mit auf die Straße und darf sich bewähren. Wenn es neue Erkenntnisse gibt, werden sie hier aufgeführt.
Ergänzung: Die GTL ist nun seit Anfang an mit mir auf der Straße und hat sich seitdem bewährt. Bei speziellen brisanten Situaionen (zb Alarm in Gebäude), nutze ich noch gern eine einstufige Lampe, weil ich dort fast nur mit Momentlich arbeite und die GTL derzeit noch das 2-stufige Modul innehat. Alle anderen Situationen werden von der GTL versorgt. Der clicky zeigt keine Ausfallerscheinungen, die Beschichtung hält, das Holster löst sich auch nicht auf, trotz dem vielen Öffnen, Schließen, Lampe ziehen, Lampe wegstecken.
grinsefalle
14.01.11, 14:51
U P D A T E
Die Wahl der richtigen Lampe für den Einsatz ist schon schwer genug. Es wäre aber ein Fehler, sich nach der Entscheidung für eine Lampe auszuruhen und nicht weiter zu denken. Denn eines gibt es noch zu tun: Welches Holster soll die Lampe an den Mann binden? Eine gute Lampe bringt nichts, wenn man sie nicht ständig am Mann hat. Dieses 24/7 Führen im Dienst läßt sich mit einem guten Holster problemlos bewerkstelligen. Es folgt eine kleine Auswahl an Holster und deren Bauarten. Meine Kommentare beruhen auf persönlichen Erfahrungen und haben - wie immer - nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit :)
A) Bezel down Tragweise, "front loader" am Beispiel des Blackhawk Mod-U-Lok
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1496/medium/DSCF0717.JPG
Das BH besitzt einen Schnellverschluß, um es jederzeit am Koppel anzubringen oder zu entfernen, ohne sämtliche Taschen und Ausrüstungsgegenstände auf- und abfädeln zu müssen. Es ist geeignet für breite Dienstkoppel mit 5-6cm Breite. Die Halterung für die Lampe besteht aus einer Art Topf am unteren Ende und den beiden Halteklammern. Der untere Teil besitzt einen Einsatz aus Gummi, um die Lampe zu schützen. Ein kleines Loch sorgt dafür, dass Wasser abfliessen kann und man bemerkt, ob das Licht an ist oder nicht. Was auch denkbar ist: Besitzt man eine einstufige Lampe, so kann man sie im Holster aktivieren und erhält durch das Loch eine Art Tarnlicht, das ausreichend ist, bei ordentlicher Dunkelheit eine Karte zu lesen, ohne seine Nachtsehfähigkeit zu zerstören. Die beiden Halteklammern halten das Batterierohr der Lampe fest. Ein Gummiband soll als zusätzliche Sicherung dienen, jedoch habe ich meines ziemlich schnell verloren - ist aber auch nicht notwendig. Der Lampenhalter selbst läßt sich in verschiedenen Winkeln am Schnellverschluß befestigen, so dass jeder Anwender zufrieden gestellt werden kann.
Das BH passt für die Gladius (dafür entwickelt) und Lampen mit gleichen Abmessungen (Durchmesser an Kopf und Batterierohr, Länge des Kopfes), zB Malkoff MD2, Nightpower GTL, Surefire 6P, G2 etc. Hat die Lampe aber eine recht grobe Riffelung, so trägt diese Material von den Halteklammern ab, so dass diese vermutlich nicht ewig die Lampe sicher halten werden.
Ziehen und Holstern der Lampe ist blind möglich und geht schnell von statten.
B) Bezel down Tragweise, "top loader" am Beispiel des handgemachten Kydex-Holsters (Danke an den begabten Kollegen!)
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1496/medium/DSCF0719.JPG
Das Kydex wird mittels Teklok Verschluß am Koppel befestigt und ist ebenfalls problemlos für die 5cm Breite geeignet. Am Teklok befestigt ist ein Köcher für die Lampe und eine zweite kleine Röhre, die 2 CR123 Batterien aufnimmt. Die Lampe sitzt mit dem Kopf nach unten im Köcher und hat einen leichten Winkel, um das Ziehen zu erleichtern. Der Köcher ist unten offen, um Wasser abfliessen zu lassen und um zu sehen, ob das Licht an ist. In diesem Fall ist das Holster angepasst für eine Gladius, auch die Barbolight U-04 passt.
Kydex läßt sich wunderbar verarbeiten, hier im Forum gibt es sehr viel Information dazu, auch das Material kann bei Forumsmitgliedern bestellt werden.
Wer also ein wenig handwerklich begabt ist und sich ein wenig einliest, kann für relativ wenig Geld ein Holster fertigen, das seiner Lampe perfekt angepasst ist. Allerdings sollte die Lampe keinen zu exotisch geformten Kopf oder Körper haben, denn dann wird das Projekt eher schwierig.
C) Bezel up Trageweise am Beispiel des Niteize Stretch, Maxpedition und Nightpower Nylon Holsters
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1496/medium/DSCF0720.JPG
http://messerforum.net/fotoalbum/data/1496/medium/DSCF0718.JPG
Diese Holstertypen sind die meistverkauften und universellsten Holster. Natürlich gibt es auch hier zig Ausfertigungen, vom dünnen Stofftäschchen bis hin zum robusten und zuverlässigen Cordura oder Nylon Holster.
Das Niteize besitzt eine Halteklammer aus Kunststoff, welche das Holster am Koppel fixiert. Es läßt sich auch jederzeit wieder vom Gürtel abnehmen, ohne diesen zu öffnen. Das Holster ist aus Cordura und hat mehrere Elemente, welche mit Gummibändern zusammengehalten werden. Der Holsterkörper ist drehbar mit der Gürtelklammer verbunden und rastet in 8 Positionen ein. Das Niteize passt für fast jede Lampe und ist somit universell einsetzbar. Zu achten ist jedoch darauf, dass die Endkappe zylindrisch ist und keine Vorrichtung wie die Surefire-Ringe oder Malkoff tailstand shroud befestigt ist. Dann nämlich wird das Holstern schwer bis kaum möglich, auch weil das Holster ohne Lampe eng geschlossen ist. Ziehen ist also kein Problem, das Holstern braucht etwas Zeit und Gefummel.
Das Nightpower Holster ist aus festem Cordura-Nylon gefertigt. Die Deckellasche ist gepolstert und schützt den Lampenkopf. An der Gürtelschlaufe befinden sich 2 Druckknöpfe, welche sich nur in eine Richtung öffnen lassen (wie auch am Deckel). Somit hält das Holster sicher am Koppel (bis 7cm breit) und läßt sich trotzdem schnell wieder entfernen. Abgestimmt auf die GTL Lampe verhindert die Bauart des Holsters, dass eine Lampe in diesem unbeabsichtigt eingeschalten wird. Das Material ist fest und hält den Köcher offen, wenn die Lampe entnommen wurde, so dass ein Zurückstecken der Lampe einfach mit einer Hand zu bewerkstelligen ist.
Das Maxpedition ist aus sehr festem Cordura gefertigt und hat eine feste Gürtelschlaufe. Zum Aufziehen auf das Koppel bzw zum Entnehmen müssen andere Taschen entfernt werden - das ist mühsamer als bei den anderen Modellen hier. Der Deckel schließt per Klettverschluss, dabei gibt es einen größeren Spielraum - es lassen sich also längere und kürzere Lampen sicher verstauen. An den Seiten des Holsters sind 2 Gümmibänder, die es ein wenig komprimieren. Prinzipiell lassen sich Lampen auch mit dem Kopf nach unten im Max umhertragen, allerdings kam es bei mir oft vor, dass sich der Kopf mit seinen Kühlrippen im Inneren etwas an den Gummibändern verklemmte und somit die zweite Hand zum Ziehen notwendig war. Bei der bezel up Trageweise gibt es aufgrund der Lampenform in der Regel keine Probleme. Zur Not läßt sich auch das Gummiband durchtrennen, was an der Funktion des Holster keine Abstriche macht.
Hier ein paar Vor- und Nachteile der Holster:
bezel up:
+Lampenkopf wird geschützt, wenn ein Deckel vorhanden ist (keine Kratzer in der Linse)
+teilweise wird der Schalter vor ungewolltem Einschalten geschützt (Nightpower)
+eine große Anzahl an Lampen passt, meist also kein Holsterneukauf, wenn die Lampe gewechselt wird
+Ein Holsterdeckel schützt die Lampe vor Verlust oder Wegnahme
+Die Holster liegen eher eng an, deswegen geringere Gefahr, hängen zu bleiben. Verdeckte Trageweise möglich (je nach Modell)
+Nylonholster sind nicht sehr steif: positiv, wenn man auf diese Stelle fällt oder anstößt.
-Holstern wird durch Deckel erschwert
-Beim Ziehen ist evtl ein Umgreifen nötig
-Ziehen ist man langsamer als bei bezel down Trageweise
-Bei manchen Holstern mit Deckel kann die Lampe ungewollt aktiviert werden
-Holster liegt eng an - evtl Konflikt mit Schutzweste
bezel down:
+Die Lampe sitzt in korrekter und richtiger Position
+beim Ziehen hat man sofort die richtige Handlage
+Holstern geht problemlos, da das Kydexmaterial seine Form behält und auch ohne Lampe offen bleibt
+insgesamt sehr schnell
+Holster steht etwas weiter ab - eine Schutzweste stört hier weniger
-muss angepasst werden auf spezifisches Lampenmodell
-kaum universell passend
-nicht für alle Lampen möglich (Kopfform)
-Wegnahmeschutz nicht vorhanden/sehr schlecht
-steht etwas ab - auffällig, man bleibt eher hängen
-Kydex gibt nicht nach - Druck bei Stoß oder Fall auf Holster
Eine Empfehlung werde ich hier nicht aussprechen. Alle genannten Modelle haben eine gute Qualität und werden ihren Dienst lange Zeit verrichten. Auch haben alle Modelle ihre Vor- und Nachteile - die jeder Anwender für sich selbst bewerten muss. Was sie gemeinsam haben: durch sie bleibt die Lampe da, wo sie hingehört: am Mann.
wie immer: wird fortgesetzt..
grinsefalle
05.07.11, 16:54
Da es nicht nur die Einsatzlampen gibt, die ich in diesem Thread hier angesprochen habe, möchte ich auch auf die Tests der MF-Lampentest-Crew (http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?f=203) verweisen.
Dort finden sich verschiedene aktuelle Lampenmodelle. Wenn diese als Einsatzlampe gedacht sind, wird dort auch speziell zu diesem Punkt etwas geschrieben stehen...
grinsefalle
30.09.11, 22:01
Wer sich eine Einsatzlampe anschaffen will, steht meist auch vor der Frage Akku oder Batterie. Grundlage für die folgenden Entscheidungshilfen ist immer der Vergleich 2xCR123 Primärzellen - 1x18650 Lithium-Ionen-Akku. Dieses Format ist für eine 24/7-Einsatzlampe am besten geeignet.
Beschaffung, Kosten.
CR123 gibt es zwar auch in Elektronikläden, Fotogeschäften und teilweise auch in größeren Kaufhäusern, sie kosten dort allerdings exorbitant viel Geld. Der einzig sinnvolle Beschaffungsweg ist über das Internet. Allerdings ist das kein großer Nachteil: Man bestellt sich einmal einen größeren Schwung (die CR123 sind 10 Jahre lagerfähig) und hat dann wieder lange Zeit Ruhe. Preislich bewegen sich die CR123 zwischen 1 und 2 EUR pro Stück, je nach Hersteller und Qualität. Im Mittel kann man also pro Ladung der Lampe ca. 3 EUR rechnen.
18650 Akkus muss man sich ebenfalls im Internet bestellen. Günstige Angebote findet man in Übersee, allerdings kann es beim Import zu Problemen mit dem Zoll kommen: des öfteren berichten Käufer, dass der Zoll die Akkus einbehalten hat, da diese keine CE-Kennzeichnung hatten. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft im Inland und bezahlt für einen 18650 ca 15 EUR.
Ein gutes Ladegerät ist ebenso wichtig wie ein guter Akku. Hier im Forum (http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?f=134) findet man Kaufempfehlungen und Testberichte. Die Preisspanne der Geräte ist recht groß, beim Kauf eines guten Laders im Inland müssen ca. 20 bis 50 EUR investiert werden.
Akku, Wechselakku und Lader liegen also bei ca. 50-80 EUR. (Diese grobe Angabe bezieht sich auf den Kauf empfehlenswerter Produkte im Inland).
Natürlich gibt es auch Einsatzlampen, bei denen Akkus und Ladetechnik bereits im Set enthalten ist (Laden über Wandhalterung). Diese Lampen kosten schnell das Doppelte einer herkömmlichen Leuchte, dafür gibt es aber ein aufeinander abgestimmtes Rundum-Sorglos-Paket.
Es lohnt sich also, einmal kurz Nutzung der Lampe und die Kosten abzuschätzen. Polizeibeamte im Schichtdienst, die die Lampe nur für die Arbeit nutzen, werden relativ wenig leuchten, hier empfiehlt oft erstmal der Betrieb mit CR123. Viele Einsatzlampen können auch mit 18650 betrieben werden, so dass ein späterer Umstieg möglich ist.
Zusammenfassung:
Wie oft leuchte ich mit der Lampe? -> Kostenrechnung
Welche Energiequelle passt in meine Wunschlampe?
Betriebssicherheit, Eigenheiten.
CR123 sind unkompliziert in der Anwendung. Es gibt an sich nur einfache Grundsätze beim Umgang: Nie unterschiedlich volle Batterien miteinander verwenden, immer 2 Batterien vom gleichen Hersteller in die Lampe, immer beide Batterien wechseln. Hält man sich daran, ist der Betrieb mit CR123 sicher und ungefährlich.
Bei den meisten Lampen mit CR123 fällt die Helligkeit zum Ende hin ab und man hat zumindest noch ein wenig Licht über eine gewisse Zeit.
Bei den Akkus muss der Anwender etwas mehr beachten und sich in die Materie einlesen. Es gibt Akkus mit eingebauter Schutzschaltung, die zu starke Ströme, Überladen und Tiefentladen verhindern soll. Diese Schaltung kann aber auch versagen, so dass der Anwender ein wenig aufpassen muss. Infos zu Akkus gibt es im passenden Unterforum (http://www.messerforum.net/forumdisplay.php?f=134).
Bei 18650 ist es wichtig, Akku (geschützt/ungeschützt) und Lampe aufeinander abzustimmen, um zum Ende hin nicht plötzlich im Dunkeln zu stehen und dennoch die Betriebssicherheit aufrecht zu erhalten (keine Tiefentladung). Dieser Punkt ist sehr wichtig!
Beide Energiequellen haben auch eine völlig unterschiedliche Anwendungscharakteristik.
CR123 bleiben in der Lampe, der Anwender leuchtet. Vor der Nachtschicht z.B. kann der Anwender nicht so ohne weiteres Überprüfen, wieviel Restkapazität noch in seinen Batterien steckt. Die Lampe ist ja i.d.R. elektronisch geregelt und damit immer noch gleich hell. Und wer stoppt schon mit, wie lange er letzte Schicht geleuchtet hat?
Es bleiben also zwei Optionen:
[1] die Batterien in der Lampe belassen und riskieren, dass sie bereits zu einem beträchtlichen Teil entladen sind. Folge: Es kann passieren, dass im Einsatz die Energie ausgeht. Bei den meisten Lampen mit CR123 gibt es eine Warnung (zB Blinken) und noch eine gewisse Zeit gedimmtes Licht (kein plötzliches Aus) - so das dieses Ereignis "nur halb" tragisch ist.
[2] Wenn der Anwender noch weiß, dass die Lampe bereits länger im Betrieb war, wechselt er die Batterien vor der Schicht sicherheitshalber aus. Somit steht für den Dienst die volle Leistung zur Verfügung. Die halbleeren Batterien können dann in einzelligen Lampen oder in der Freizeit aufgebraucht werden.
Beim Akku läuft es anders:
Auch hier kann man ohne Messgerät nicht sagen, wie viel Restkapazität noch vorhanden ist. Das spielt aber auch keine Rolle, weil man den Akku vor jeder Schicht einfach schnell in den Lader geben und ihn wieder auf 100% bringen kann. Da die Ladezeit nur wenige Stunden beträgt und der Akku zu jederzeit geladen werden kann (kein Memoryeffekt), ist diese Vorgehensweise nicht schädlich, sondern empfehlenswert. Besonders einfach geht dies bei Lampen, die man einfach in die Ladehalterung steckt, ohne den Akku entnehmen zu müssen.
Aber: Ein Akku kann leichter ausfallen als eine CR123 Batterie. Fällt zB die Schutzschaltung aus, kann der komplette Akku plötzlich den Exitus erleiden - und der Anwender steht plötzlich im Dunkeln.
Wenn das Laden vergessen wird, kann der Anwender im Einsatz auch plötzlich im Dunkeln stehen, falls ein geschützter Akku verwendet wird und die Lampe keine Akku-leer-Warnung ausgibt.
Wenn die Lampe mit Akku längere Zeit nicht genutzt und nur gelagert wurde, sollte vor dem Einsatz unbedingt der Akku geprüft oder geladen werden (auch wenn der Akku vor der Pause voll war), um sicherzustellen, dass er funktioniert und voll ist.
Zusammenfassung:
CR123:
+ sicher, zuverlässig
+ unproblematisch in der Lampenwahl
- unbekannte Restenergie
- nicht billig
18650:
+ immer mit 100% Kapazität im Einsatz
+ kostengünstig
- Pflege notwendig
- Lampenwahl entscheidend
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