Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Altes Küchenmesser - welche Verwendung?
Chris Deminie
20.11.11, 16:23
Hallo,hab heute ein altes Messer bekommen,vielleicht kann mir hier im MF jemand sagen für was es benuzt wurde?
Gruß Chris
http://img853.imageshack.us/img853/8268/p1020645f.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/853/p1020645f.jpg/)
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http://img11.imageshack.us/img11/5863/p1020644w.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/11/p1020644w.jpg/)
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http://img638.imageshack.us/img638/1555/p1020647u.jpg (http://imageshack.us/photo/my-images/638/p1020647u.jpg/)
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Hallo,
ich habe solche Messer auch schon auf verschiedenen Flohmärkten gesehen. Es sollte sich dabei um ein Sparschälermesser (Spargelschälmesser) handeln.
Gruß vom TUM
Chris Deminie
20.11.11, 16:37
Ich vergas leider die Größe mit anzugeben!
Gesammtlänge 380mm vielleicht für Spargel zu groß?
Hallo,
das ist ziemlich eindeutig ein Brotschneidemesser :)
Mit dem Bügel stellst du die gewünschte Scheibendicke ein. Gibt's auch heutzutage
noch zu kaufen, für Leute, die keine Brotschneidemaschine wollen. Dünne Wurstscheiben
kann man damit auch schneiden, wenn man's schön scharf hält :)
Hier ein Link auf eine etwas modernere Version:
http://www.eichwaelder.de/Altes/altesgeraetnr40.htm
Grüße
Gandalf
Chris Deminie
20.11.11, 16:59
Hallo Gandalf das könnte hinkommen,da der Bügel links befesstigt ist dann wohl für Linkshänder.
Hallo,
ich würde sagen, dass man den Bügel bei diesem Modell aus grauer Vorzeit sogar
auf Rechts ummontieren kann. Ein frühes Beispiel für durchdachte Ergonomie ;)
Grüße
Gandalf
Chris Deminie
20.11.11, 17:16
Hallo Gandalf,hab mir das Messer nochmal angesehen,wenn ich vom Klingenrücken draufschau ist der Abstand zwischen Klinge und Bügel nur ein paar mm und verstellen geht auch nicht so wie es aussieht.
Gruß Chris
SeanRogerPierce
20.11.11, 18:28
Ich würde sagen dass es ein Krautmesser ist.
Da es keinen Wellenschliff hat und nicht die Dicke einer Brotscheibe einstellbar ist, liegt SeanRogerPierce wohl richtig. Damit wurde Kohl (z.B. zwecks Herstellung von Sauerkraut) in feine Streifen geschnitten.
Da der Bügel tiefer liegt als die Schneide lässt sich damit auf einem Schneidbrett nicht vernünftig schneiden, das Messer macht also keinen Sinn für Kohl oder Kraut.
Ausserdem wurden vom Kraut meist grössere Mengen geschnitten was mit diesem Messer nicht rationell geht, deshalb wurde Kraut ja eigentlich auch gehobelt .
Hallo,
gut bei der Größe vielleicht dann doch nicht unbedingt für den Spargel.
Sehe ich das auf dem ersten Bild richtig, dass die Schneide einseitig angeschliffen ist ?
Gruß vom TUM
Habe so ein Ding in so groß mal auf nem Flohmarkt gesehen, der Verkäufer meinte es handelt sich um ein Werkzeug, mit dem man Rinde von Baumstämmen abgemacht hat. Kommt mir komisch vor-was meint ihr?
Chris Deminie
21.11.11, 11:24
Also die Klinge ist beidseitig angeschliffen und recht dünn.
Bin ja gespannt ob wir den richtigen Zweck des Messers finden.
Gruß Chris
Hallo,
man kann sich der Sache von der analytischen Seite her nähern :cool:
Der Bügel dient offensichtlich dazu, eine bei jedem Schnitt konstante Dicke des abgetrennten
Schneidguts zu erhalten. Da der Abstand des Bügels zur Klinke nicht variabel ist, ergibt
sich aus diesemm Abstand mit ein bisschen Spekulation das wahrscheinlichste Schneidgut.
Wenn ich mir das auf den Bildern anschaue, scheinen mir da doch recht dünne Scheibchen
herauszukommen. Da das Messer keinen Wellen- oder Sägeschliff hat, ergibt dies zusammen
mit der Scheibendicke eher kein Brotmesser und auch kein Krautmesser.
Wenn ich all diese Fakten zusammen betrachte, komme ich zu dem Schluss, dass es
sich bei dem gezeigten Messer um ein Aufschnittmesser für Wurst- und evtl. Käsewaren handelt.
Es ermöglichte den Hausfrauen, die es besaßen, ohne eine wahrscheinlich damals
recht teure Schneidmaschine gleichmäßigen und dekorativen Aufschnitt für Familie und
Gäste herzustellen. Durch den Bügel ergibt sich ja eine Art Automatik, welche die mögliche
Arbeitsgeschwindigkeit auch bei größeren Mengen drastisch erhöht :)
Jetzt kannst du das Ding mal so richtig scharf schleifen und dann an der nächstbesten
Salami meine Theorie auf den Prüfstand stellen :D
Grüße
Gandalf
Gandalf-habe ich mir auch schon überlegt. Aber der Bügel liegt tiefer, als die Klinge. Als kann die Wurst nie komplett durchtrennt werden, wenn man auf einem Schneidbrett schneidet, wodurch das leider kein Sinn ergibt.
Was mich grade noch wundert-Beidseitig angeschliffen? Wieso das?
Hallo
könnte man damit nicht super Dünne Scheiben von einem Schinken schneiden der in so einer speziellen Halterung eingespannt ist wie dieser Hier:
http://german.alibaba.com/product-gs/wooden-ham-holder-201240448.html
Gruß
Hallo,
evtl. ein altes Dönermesser,vielleicht Eigenbau.
Chris Deminie
22.11.11, 08:59
Mit beidseitig meinte ich vom Rücken zur Schneide hin von beiden Seiten gleimäßig.
Gruß Chris
Hallo,
nun ja, der Bügel muss tiefer liegen als die Schneide, damit man den Schnitt richtig
ansetzen kann. Aber ich hielte es nicht für schwierig, die Wurst oder den Schinken für den
letzten Zentimeter schnell zu drehen. Ein bisschen Fingerfertigkeit darf schon sein :)
Noch einfacher wäre es, wenn man die Wurst etwas über den Rand des Schneidbretts
ragen ließe. Dann könnte man ohne zu jonglieren Scheiben abschneiden. Vielleicht
gehörte ja ein spezielles Schneidbrett seinerzeit zum Lieferumfang des Messers :confused:
Grüße
Gandalf
Chris Deminie
22.11.11, 09:44
Hallo Gandalf,das mit über den Rand stehen lassen denke ich macht Sinn
Danke Euch für Eure Überlegungen!
Jetzt muß ich erst mal alle Schrauben einölen danach den Bügel abmontieren und die alte Klinge so richtig scharf machen.
Gruß Chris
Guten Tag Chris Deminie.
Ich glaube, dass es sich bei diesem Messer um einen alten Käsehobel handelt, der dabei half, Scheiben von einem ganzen Käselaib abzutrennen. Deshalb auch der Bügel unter der Klinge.
Man hielt den Käselaib wie Mutter das Brot vor sich im Arm und schnitt dann die Scheiben herunter.
Wenn Du bei Google in der Bildsuchfunktion "Käsehobel Käseschaber" eingibst, zeigt eines der ersten gefundenen Bilder ein ähnliches Werkzeug.
Gruß, Uli.
Das passt-dann ist das Ding auch für einen Rechtshänder... Auch die Größe passt besser dazu als zu Wurst:)
Man hielt den Käselaib wie Mutter das Brot vor sich im Arm und schnitt dann die Scheiben herunter.
:D:glgl:
Hast du schon mal so einen Käselaib in der Hand gehabt?
Die haben, wenn sie eher mickrig sind, ganz schnell an die 20 Kilo.
Sowas klemmt sich wirklich niemand unter den einen Arm um dann mit einem Spezialmesser Riesenscheiben davon abzuschneiden, - wozu nimmt man auch solche großen Scheiben?
Das Messer ist für irgendwelche Schälarbeiten.... und zwar in der Küche oder bei der Viehfutterzubereitung.
Für Rinde ist sowohl die Kling als auch der Griff viel zu filigran.
Für das Entrinden nimmt man übrigens ein Schäleisen oder bei kleineren Stämmchen ein Ziehmesser.
Sicherlich nicht für Spargel oder Kartoffeln, -- aber für Rettich, Rüben und ähnlich voluminöses Gemüse scheint mir das Messer durchaus geeignet.
@ Armin II
völlg richtig: Weißkohl wird gehobelt, - da nimmt niemand, der was schaffen will ein Messer.
@gandalf22
schneide doch mal bitte spaßeshalber eine Scheibe Wurst ab, wenn die Wurst über die Tischkante schaut:D
1. Wenn du einen Hund hast, dann findet der das prima. Die Scheibe wird nämlich auf den Boden fallen und
2. der Wauwau wird sich dann auch nicht an dem abgerissenen Stück am Ende des Schnittes stören, dass du sehr wahrscheinlich produzieren wirst.
Gruß
chamenos
Das Messer ist für irgendwelche Schälarbeiten.... und zwar in der Küche oder bei der Viehfutterzubereitung.
Das glaubst nicht wirklich selbst - Rettich schälen mit so einer Stärke?
Es ist ein alter Käsehobel aus der DDR, findet man aktuell exakt so in der Elektrobucht. Der Hinweis von "ulw" war insofern ein Volltreffer.
P.S.: Dieses Messer ist auch für Schälarbeiten jeder Art ungeeignet, da die Klinge starr verankert ist. Jedes Schälmesser dieser Konstruktionsart besitzt notwendigerweise eine freie schwingende Klinge, da es sonst unmöglich ist, konkave Rundungen zu verfolgen - allemal, wenn die Klinge auch noch so breit ist wie hier. Deswegen ist das Messer von vorneherein nur dazu geeignet, plane Scheiben zu schneiden.
P.S.: Dieses Messer ist auch für Schälarbeiten jeder Art ungeeignet, da die Klinge starr verankert ist ...
Das ist so nicht ganz richtig. Schälmesser gibt es mit starren und mit beweglichen Klingen. Ist lediglich eine Frage der Gewohnheit. Funktionieren tun beide.
Das Teil von Chris sieht aus wie mein Spargelschäler (wie - nur größer.
Die Handhabung wird vermutlich ähnlich sein (wie schon beschrieben):
Linke Hand hält das Schnittgut, rechte Hand führt das Messer in Richtung Körper. Nur welches Schnittgut ... ???
Herzliche Grüße aus Stuttgart,
Jost
Funktionieren tun beide.
Immer noch nicht ganz - es gibt Schälmesser mit starren Klingen, die sind aber anders konstruiert. Bzw. genau genommen ist ja auch Käse schneiden eine "Schälbewegung" - man schält eine Scheibe Käse herunter.
Spargel könnte man mit starren Konstruktionen auch schälen - weil er auch mehr gerade ist als konvex/konkav.
Aber die genannten Knollengewächse (die auch mal sehr unregelmäßig wachsen) kann man nicht mit einer starren Klinge schälen, die eine wie hier geartete "Führung" besitzt. In konkaven Stellen ("Dellen") bleibt der Schäler zwangsläufig hängen.
Nur welches Schnittgut ... ???
Käse.
Den Hinweis auf die Elektrobucht habe ich doch schon gegeben - da wird aktuell genau so ein "Gerät" verkauft, sieht absolut identisch aus, ist anscheinend etwas kleiner, aber Käse gibt es ja auch in allen Größen. Verlinken möchte ich das aber aus verständlichen Gründen nicht, ist aber nicht so schwer zu finden.
... also Käse will mir nicht einleuchten.
Die Käsemesser haben eine Klinge von ein paar cm. Aber nicht von 25 cm oder mehr. Einen kleinen! Hartkäse mit 20 cm Dicke könnte man in den Arm nehmen - aber schneid da mal eine Scheibe von ab. Die Frau an der Käsetheke stemmt oft ihr ganzes Gewicht auf das Messer! Und Weichkäse würde ich so nicht schneiden wollen ...
Herzliche Grüße aus Stuttgart,
Jost
Weißkohl wird gehobelt, - da nimmt niemand, der was schaffen will ein Messer.
Also, ob ich den Kohl über den Hobel hin und her oder das Messer auf und ab bewege bleibt sich doch gleich.
Ookami
Eisenbrenner
23.11.11, 17:29
Also unser Krauthobel hat 3 Messer, und dessen Brett lässt sich besser fixieren als der Kopf. Man nimmt den Kohl dann in beide Hände und zieht ihn darüber.
Das gehobelte Schnittgut fällt dann gleich in die darunterliegende Schale.
Fürs Putzen lassen sich die Messer leicht und schnell aus dem Holz entfernen.
Ohne einmal so ein Messer benutzt zu haben, kann ich nicht glauben, das es an die Haptik eines festen Hobels auch nur annähernd hinkommt.
Vielleicht evtl dann zum Schluß zu, da hab ich immer angst, das die Finger mit reinfallen :jammer:
Grüße,
Eisenbrenner
Guten Abend Chamenos.
Hast du schon mal so einen Käselaib in der Hand gehabt?
Aber ja doch, die sind wirklich nichts, um sie vor der Brust ab zu schneiden.
Vielleicht war meine erste Beschreibung der Handhabung etwas zu ungenau.
Aber ich kann mich erinnern, dass ähnliche Werkzeuge in unserem alten "Tante Emma Laden" zum Abschneiden von vorher in Viertel oder Achtel getrennten Käselaiben gedient haben.
Des Weitern habe ich so etwas auch schon mal in einem Käsefachhandel in Brügge, Belgien gesehen. Dort war, wie Du so richtig angemerkt hast, die Fachverkäuferin auch nicht in der Lage, vom gesamten Laib ab zu schneiden. Dieser wurde vorher natürlich, wie oben beschrieben, vorher in handliche Teilstücke geschnitten.
Gruß Uli.
Hallo Chamenos,
über die Tischkante wollte ich die Wurst auch nicht schauen lassen, sondern über
die Brettkante, evtl. die eines speziellen Bretts :)
Grüße
Gandalf
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