Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verartzten von schnittwunden
hiho,
aus aktuellem anlass möchte ich hier mal die korrekte behandlung der "standard-schnittverletzungen" ansprechen. also alles, was noch gerade so kein medizinisches fachpersonal erfordert ;)
ich hatte bis jetzt erst einen schnitt, der genäht werden musste, alles andere habe ich immer selbst geflickt. praktischerweise schneidet man sich ja eh immer in die linke hand, und die braucht man schliesslich nicht wirklich. :glgl:
erstmal ist da die sache mit dem pflaster: ich nehme meist einen streifen von dem pflaster ohne "saugfähige einlage", weil die immer von der seite her verschmutzt oder die wunde sogar freiliegt, wenn sich das pflaaster in dem bereich verschiebt.
stattdessen nehme ich normales heftpflaster und lege in der mitte ein stück gefaltetes taschentuch drunter.
gibt es viellicht in der apotheke geeignetere pflaster fertig zu kaufen? also nicht die "am laufenden meter", sondern einzeln verpackt mit einem kleinen unterfütterten bereich, der aber nicht bis zu den seiten reicht.
die zweite sache ist die, wann und wie viel "frischluft" die verletzung bekommt, bei kleinen kratzern und oberflächlichen verletzungen tue ich nach möglichkeit gar kein pflaster drauf, damit die wunde schnell trocknet. an der luft heilt sie halt schneller. bei tieferen schnitten darf aber erstens kein schmutz rein kommen und zweitens möchte man die wundränder zusammenhalten. also pflaster drauf. das ist aber wegen duschen, händewaschen, der feuchtigkeit der wunde und transpitration immer nass, die wunde verschorft also nicht, so lange das pflaster drauf ist.
ich habe jetzt sehr gute erfahrungen damit gemacht, erst ein pflaster draufzumachen und es dann, wenn der schnitt "in der tiefe" verheilt ist, zu entfernen. dann braucht man aber eine halbe bis eine stunden zum "trocknen", sonst reisst bei belastung alles wieder auf.
ein ziemlich tiefer schnitt (so zum aufklappen und anatomie angucken...) auf der oberseite des ringfingers, stammend vom samstag abend (von meiner battle rat:glgl: ) ist auf diese weise heute schon wieder zu&belastbar! ich habe den sofort mit pflaster zusammen geklebt, so dass gar keine zeit zum übermäßigen bluten war. dann jeden tag das pflaster gewechselt und heute "luftgetrocknet".
wie sieht das eigentlich mit desinfektionsmitteln aus? habe ich noch nie benutzt und ist immer gut gegangen, aber bei (echten) rattenbissen oder ähnlich hässlichem wäre mir das schon lieber.
was gibt es da frei verkäufliches in der apotheke?
äh, nein, ich habe nicht vor mich in nächster zukunft zu schneiden, aber das thema tritt halt leider immer wieder auf und ein gewisser erfahrungsaustausch täte glaube ich nicht schaden;)
[HankEr: Hat was mit Überleben zu tun, also darf´s nach "Wildnis und Überleben"]
Ja, das mit den Pflastern ist so eine Sache (die meisten einzeln abgepackten Pflaster haben übrigens kein Polster an der Seite (->hier (http://www.rossmann.de/p_images/10/30/84/03.jpg)<-, z.B.)). Je nach Größe neige ich ja zu Sekundenkleber oder nähe.
Mit Hansaplast AquaProtect habe ich die besten Erfahrungen gemacht- das mit "wasserdicht & atmungsaktiv" scheint wirklich zu stimmen. In punkto Desinfektion habe ich mir in den USA eine 10% Polyvidon-Jodlösung (hierzulande: Betaisodona) zugelegt, würde aber im Zweifelsfall immer den Profi ranlassen.
MfG
Cato
Hallo djcs
Kleinere Wunden desinfiziere ich, nach 5-10 min. trocknen. Danach sollte die Wunde geschlossen sein und bedarf keines Pflasters.
Größere Schnitte: Trocknen, desinfizieren und Pflaster mit Wundauflage. Nach einem Tag: Pflaster runter und medizinsches Tape drüber (natürlich mit einem Stück Taschentuch als Wundauflage).
Damit kann man dann auch locker mal duschen. Nach 2-3 Tagen: Tape runter, Salbe drauf und Luft dranlassen.
Wirklich große Schnitte: Schnell zum Doktor...
Ganz große und tiefe Schnitte: R.I.P.
So heilen Schnittverletzungen bei mir am schnellsten.
Das Desinfektionsmittel ist eigentlich egal. Ich nehme was gerade greifbar ist. Wenn ich die Wahl habe: Irgendetwas Jodhaltiges (z.B. Merfen) oder Sepso. Die brennen meiner Meinung nach nicht so. Spiritus, guter Whiskey oder sonstiger Alkohol taugen auch.
Yun
P.S.: Dezinfizieren solltest du schon. Das Risiko sonst (gerade bei Schnittverletzungen) ist zu groß.
Desinfiziert habe ich Wunden noch nie? :glgl: Soll jetzt aber nicht als Empfehlung verstanden werden. :rolleyes:
Desinfizieren ist wichtig! Bitte aber Wunden nicht mit Wasser auswaschen etc. sondern mit einem Mittel aus der Apotheke behandeln (z.B. mit Softasept habe ich gute Erfahrungen gemacht) andere Mittel sind aber auch brauchbar.
Was man auch bei kleinen Wunden / Verletzungen auf keinen Fall vergessen sollte: Tetanus-Impfung!!!
Also Impfschutz unbedingt überprüfen, gegebenenfalls dringend Arzt aufsuchen nachimpfen lassen!
Übrigens: auch bei scheinbar kleineren Verletzungen am Finger, empfiehlt sich der Besuch eines Arztes und gegebenenfalls eine fachmännische Behandlung / Naht: Vernarbungen an den Fingern/ Händen können sonst viele Jahre (oder Lebenslang) bei der Arbeit stören.
Gruß Paco
Ich hatte früher immer ein Tütchen mit Blutwurzpulver bei der Arbeit dabei.Bei einer Schnittwunde das Pulver aufstreuen,einige Sekunden warten und dann das übrige Pulver wegpusten.Blutwurz bildet in verbindung mit Blut sehr schnell eine Kruste auf der Wunde die eine weitere Blutung verhindert. Heilt besser ab als mit Pflaster und funzt auch bei stark blutenden Wunden.Blutwurz hilft auch noch gegen verschiedene andere Dinge wie Rachenentzündung u.s.w.
Gruß Heiko
Für tiefere Wunden hab ich mir von Hansaplast sog. Leukastripes besorgt. Sind kleine Klammerpflaster mit 4 x 38 mm. Gewebeband mit ziemlich starkem Kleber. Mit sowas ähnlichem bin ich auch mal in der Klinik wieder zusammengemacht worden. Und beim nächsten Unfall hab ich mir die Dinger selber draufgeklebt. Geht wirklich gut. Trotzdem sollte man bei wirklichs stark blutenden richtigen Fleischwunden doch besser ins Krankenhaus zum Nähen. Aber für "Standard-Messerschnitte" sind sie prima (aber auch schweineteuer, 2 EUR für 8 kleine Stripes)
Von Baiersdorf gibts "Hansamed Desinfektions-Spray" angeblich speziell für Schnitt- und Schürfwunden. Es kommt im praktischen kleinen "Flachmann", paßt also gut in die Jackentasche. Und es brennt kaum.
Bei nicht zu großen Schnitten bin ich bis jetzt auch immer gut gefahren mit Cyan-Acrylat-Sekundenkleber. Wundränder sauber zusammendrücken und dann drauf das Zeug. Trocknet blitzschnell auf der Haut. Nach einigen Tagen fällt es eh wieder ab.
Notfallmäßig kann man sich auch auf Wunden pinkeln zur Desinfektion. Den Rat gabs hier im Forum auch schonmal. Ich würds aber wahrscheinlich nicht tun *g*.
CU
sam
Also das mit dem Desinifizieren ist so ne Sache. Schaden kann es nie, wenn´s aber richtig schön blutet, dann paßt das auch, solange es sich nicht um Bißwunden handelt. Besonders schlimm sind übrigens Bißwunden von Menschen, so blöd es klingt. Ich kenn einen Polizisten der dadurch fast eine Hand verlorenn hätte :staun: Im Prinzip sollte man mit Bißwunden aber eh immer zum Arzt.
Und auf jeden Fall sollte man Wunden, auch kleine, desinifizieren wenn man in heißen Ländern unterwegs ist. Auch Bakterien und so Zeugs stehn auf Sonne ;)
Das Hansamed Desinfektionszeug hab ich auch schon ein paar mal benutzt, ich kann es nur empfehlen.
Was ich nicht ganz kapier ist das mit dem Sekundenkleber. Haut den wirklich jemand in die offene Wunde rein, das muß doch ne üble Infektion geben, bei dem Zeug das da drin ist :confused:
Vor ein paar Monaten hab ich mir den linken Handballen böse aufgeschlitzt.War aber kein Messer sondern ein Karton mit einer losen Metallklammer.Erst in die Hand rein beim hochheben dann AAA und fallen lassen.Hab mir einen Druckverband angelegt und bin zum Nähen in die Unfallklinik gefahren. Bei kleinen Verletzungen nehm ich Beta isadona zum Desinfizieren.Ist so ein rotes Jod haltiges Zeug.
Grüße
Stefan
Bzgl. Desinfizieren:
Wie Nidan schon richtig bemerkt hat, werden stark blutende Wunden durch das Blut sehr gut gereinigt. Wundränder sollten gesäubert und desinfiziert werden, es sollte aber niemals Desinfektionsmittel (bei größeren/tiefen Wunden) direkt in die Wunde gegeben werden!
Biß- und Kratzwunden sollten unbedingt einen Arzt gezeigt werden. In der Wunde steckenden Gegenstände (Messer :eek:) sollten nur vom Spezialisten entfernt werden (sprich: Krankenhaus), da sonst in nicht unerheblichen Maße insbesondere weitere Blutgefäße und Nerven verletzt werden können. Mögliche Folgen: massiver Blutverlust und Lähmungen.
Die Tetanus-Impfung sollte so oder so eigentlich Pflicht sein. Und dran denken: alle 10 Jahre auffrischen. (Bei den oben angesprochenen Bisswunden wird übrigens im Normalfall profilaktisch gleich geimpft.
:super: )
Ach ja: Sehr beliebt ist es ja auch z.B. einen blutenden Finger in den Mund zu nehmen. Das ist nicht wirklich zu empfehlen, da der Speichel reichlich mit Bakterien belastet ist. Ist zwar nicht ganz so problematisch wie "Fremdspeichel" (Bisswunden), kann aber trotzdem zu zusätzlichen Infektionen führen. Also einfach bluten lassen.
Bevor mir aber jetzt jemand wegen "einfach bluten lassen" wegstirbt: Bei allen tiefen Wunden, allen stark bluteden oder sehr lange blutenden Wunden, bei allen Wunden, aus denen pulsierend Blut austritt -> umgehend zum Arzt/ins Krankenhaus. Tiefe Schnittverletztungen und insbesondere Stichwunden sind meist schwerer als sie auf den ersten Blick aussehen.
Original geschrieben von Nidan
Was ich nicht ganz kapier ist das mit dem Sekundenkleber. Haut den wirklich jemand in die offene Wunde rein, das muß doch ne üble Infektion geben, bei dem Zeug das da drin ist :confused:
nene! Nicht in die OFFENE Wunde. Desinfizieren und dann Wundränder ZUSAMMENPRESSEN (siehe oben). Dann kommt nix in die Wunde von dem Kram und wenn desinfiziert wurde, bzw. die Blutung die Wunde schon gut ausgespült hat, kann mans damit "dichtmachen".
Der Wundkleber der oft bei Operationen verwendet wird, ist meines Wissens auch auf Cyan-Acrylat-Basis.
CU
sam
Original geschrieben von Sam Hain
Der Wundkleber der oft bei Operationen verwendet wird, ist meines Wissens auch auf Cyan-Acrylat-Basis.
Ist korrekt. Soweit mir bekannt ist, wird allerdings da mit anderen Lösungsmitteln und Lösemittelkonzentrationen gearbeitet.
Oder meinst Du im mit dem "Zeug da drin" die Inhaltsstoffe des Klebers? Ich denke bei dem Gehalt an Lösungsmitteln dürfte der relativ keimfrei sein. Infektion von der Quelle her würd ich ausschließen.
CU
sam
Jo, ich meinte die Inhaltstoffe des Klebers. So wie du es beschreibst Sam Hain leuchtet es mir aber schon eher ein :D
N Kumpel von mir isch Elektriker und der klebt sich Schnittwunden immer mit Sekundenkleber oder Isolierband zu, fand ich füher immer lustig, aber wenn ich hier lese das des garned so abwegig isch werd ichs au mal bei gelegenheit (die sicher kommen wird) ausprobieren.Hab auch grad beim Lesen hier mein Impfbüchle raus geholt, war bissle geschockt, ich habe 2002 die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio verpasst (gleich n Termin machen) und obwohl ich im Jahr mindestens 2 Zecken hab (hab n Hund und treib mich oft im Unterholz rum) bin ich seit 2000 nemme geimpft...Naja ich leb noch und lass mich bald mal Impfen, daenk dieses Threats sonst hätt ichs vielleicht noch ewig vergessen.
als ich in mexico surfen war, hatten wir eine art sprühkleber mitgenommen. draufsprühen, trocknen lassen. bildet eine gelbliche feste schicht. wunderbare sache, allerdings hat das zeug schlimmmer gebrannt als ALLES war ich bisher kannte. und nicht nur was desinfektionsmittel angeht. war aber sehr hilfreich, da wir über einem riff surfen waren, und beim rein- und rausgehen und beim fallen war das riff immer gleich da. meine beine sehen noch heute sehr lustig aus, und bei meinen füssen haben sich einige gewundert das ich noch gelaufen bin. wie dem auch sei, hat jemand so'n zeugs auch schon mal hier in deutschland gesehen ?
cheez
@ cheez
nicht nur gesehen...:D
es gibt auch bei uns Sprühpflaster. Glaub auch von Hansaplast. Und das Zeug brennt wirklich wie die Hölle. Ich verwende es nicht mehr.
CU
sam
Wie schon Paco geschrieben hat, bei Verletzungen der Finger ist es durchaus geraten einen Arzt aufzusuchen. (Kann ich nur bestätigen.)
Ansonsten einfach mal in der Apotheke nach fragen, wenn die merken das Geld zu verdienen ist, sind die wie alle "Kaufleute" sehr freundlich.
Ich hab mit "Luft dran lassen" eigentlich gute Erfahrungen, solange die Wunde gut geschlossen ist und kein Dreck rein kommt.
Mfg, Mike
das von hansaplast habe ich mal ausprobiert als 'lebensretter'. und mit kleinem selbsttest. ich will ja nicht angeben, aber hansaplast war dagegen immer noch recht harmlos. und auch nicht so effektiv, bis das andere zeug ab war verging über eine woche (ich glaub sogar 2) trotz täglichem stundenlangem surfen!
Die besten erfahrungen habe ich bis jetzt mit Nahtpflaster (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?&mod_nr=he07031&artbez=Hansaplast+Leukostrip&k_id=1101&h_kat=Pflegemittel%2C+First+Aid%2C+Insek tenschutz&u_kat=Erste+Hilfe) gemacht.
Gibt es in normalen Mengen leider nur bei Globetrotter,in der Apotheke gibt es sie nur im 10er Pack(a 8Stück)
also kleinere schnittwunden werden mit dessi und eben dem o.g. nahtpflaster versorgt.
früher haben wir am bau einfach iso-band straff drüber gezogen. bei schnitten mit scharfen klingen ist nach 2-3 stunde alles wieder zusammen.
ich hatte neulich allerdings geringfügig größere "sachnittwunden".
so ca. 15 - 20 cm links und rechts jeweils zwischen der 4ten und 5ten rippe.
das wurde dann mit 19 und 22 klammern getackert :haemisch: :haemisch:
sah echt verschärft aus.
ich fragte einen der chirurgen, wann getackert und wann genäht wird: "wenn am ende so einer op (7 stunden) ein assi die augen noch ohne streichhölzer aufhalten kann, dann darf er zwecks übung nähen. ansonsten wird getackert!"
:irre: :irre: :irre:
bernd
Also bei mir kommt auf Schnitte nur was zum Desinfizieren, meist Tyrosur, benutze ich seit meiner Kindheit und hat bisher die Heilzeit immer drastisch verkürzt.
Wenn der Schnitt größer ist, wird das entweder mit einem normalen Hansaplast-Pflaster (nicht diesen neumodischen Kram aus Plastik ;-), sondern irgendwas mit Leinwand drin) zusammengeklebt oder, wenn es leicht erreichbar ist, genäht bzw. es werden ein paar Streifen Hornhaut mit einer Nadel durch beide Wundränder gezogen, damit die Wunde zusammen bleibt.
Aber grundsätzlich vermeide ich jede Wundauflage, heilt so bei mir besser.
MfG, Tierlieb
Original geschrieben von Tierlieb
es werden ein paar Streifen Hornhaut mit einer Nadel durch beide Wundränder gezogen, damit die Wunde zusammen bleibt.MfG, Tierlieb
:confused: Kannst Du mir das etwas näher erklären? Check ich nicht ganz.
CU
sam
AUSBRENNEN mit der glühenden Klinge :glgl: :irre: :haemisch:
*Kinder macht das nicht nach. :rolleyes:*
?? Sacht mal Leute, wo lebt ihr denn? Bei mir werden Schnitteunden, die nicht mit nem normalen Pflaster zu stoppen sind, von einem netten Arzt behandelt. Dafuer gibts ne Ambulanz und dafuer zahl ich nicht grad wenig freiwillig Krankenkasse. Wenn ich Knöpfe annähen muss, bekomme ich schon die Krise, da stocher ich doch nedd in meiner Haut rum.
Sachen gibts...
Gruesse
Pitter
@Pitter:
Meine Mittelalter-Klamotten sind auch fast alle handgenäht ;-)
Spaß beiseite: Ich denke, sowas ist für einen Survival-Fan ein Fertigkeit, die man sich beibringen sollte. Im Normalfall isses unnötig, da gibt es Ärzte. Aber zum Angeben a la Claude Oliver Rudolph isses natürlich was. Und falls man mal wirklich weit vom Arzt weg ist.
@Sam Hain:
Also ist der Tipp doch nicht vom Nehberg, wenn der so unbekannt ist. Dachte ich es mir doch - funktionieren tuts allerdings trotzdem.
Also, die Idee, einfach einen Faden durch die Wundränder zu ziehen (ohne zu vernähen) und sie damit zusammen zu bringen, ist wohl recht naheliegend. Funktioniert natürlich nur bei Stellen, auf denen wenig Spannung liegt.
Und als "Faden" nimmt man eben Hornhaut-Streifen, die man z.B. von den Fingerkuppen oder Handschwielen absäbelt. Ist wohl das körperähnlichste Material, was man nehmen kann. Bröckelt und reißt, aber im Normalfall nachdem man die Wundränder zusammengebracht hat.
Sieht nach ein paar Tagen eben nicht mehr genäht aus. Man sieht also nicht aus wie Claude Oliver Rudolph ;-)
Gelernt habe ich es vom Pfadfinderleiter/Dorfpolizisten hier bei mir zuhause.
MfG, Tierlieb
*kannte diese Blutwurz-Sache noch nicht und ist sehr angetan*
@pitter: Wenn ich ins Krankenhaus gehe um mich zusammenflicken zu lassen, dann muss dass schon einen guten Grund haben. Die kochen da nämlich auch nur mit Wasser. Ich bin vor ein paar Jahren mit dem Fahrrag frontal in einen Stacheldrahtzaun gebrettert und hab mir ziemlich die Arme aufgerissen (mehrere Schnittwunden, grösste Wunde 3cm lang und 1cm weit aufgerissen und man hat die Fettschicht gesehen). Meiner bescheidenen Laienmeinung hätte man da mit einem oder zwei Stichen nähen sollen, aber der Herr Assistenzarzt meint, dass ein Hautkleber reiche. Das hab ich gemerkt! Der Scheiss hat sich nach 4-5 Tagen aufgelöst und ich hab jetzt eine mords ekliche Narbe am Unterarm. Hätte man wenigstens - die von mir weiter oben angesprochenen- Klammerpflaster genommen, aber nein war ja Sonntag und der Herr Dr. war wohl zu faul.
Darum, wenns die Situation nicht zwingend erfordert vertrau ich auf meine "Selbstheilungskräfte";)
Hi,
Grundsätzlich gilt schon Desinfektion zuerst, (in der Pampa ist der EigenUrin ein adäquates Reinigungsmittel),
wenn es blutet ruhig mal ein wenig bluten lassen,
sehr gute Erfahrung hab ich mit Klammerpflaster gemacht, dann muss das Messer aber sauber sein (von Vorteil wenn man seine Klingen mit Balistol pflegt), und nicht gerade vorher rohes Fleisch geschnitten haben,
die Alternative zu Klammerpflaster heisst Hautkleber, da dieser Kleber jedoch die Wunde meist luftdicht verschliest, muss der Schnitt schon recht sauber sein
wir haben den Wundkleber meist für Kopfplatzwunden bei Kindern benutzt
hat den Vorteil das man nicht nähen muss und den Kids ein trauma erspart, (Kopfplatzwunden haben aber auch den Vorteil das sie meist seh viel bluten und deshalb oft nicht zu stark kontaminiert sind)
dieser Wundkleber ist mit normalen Sekundenkleber vergleichbar, hat jedoch eine medizin. Freigabe, klebt jedoch auch alles andere in Sekunden ;-)
crashlander
09.01.03, 14:45
Prinzipiell find ich die ganzen "spezial"-Wundversorgungen etwas kritisch. Vor allem das Blutwurzelpulver, dessen Wirkung was Blutgerinnung angeht sicher sehr gut ist, aber wies mit Sterilität/Keimfreiheit aussieht, ist doch fraglich-wenns nicht ausdrücklich als keimfrei gehandelt wird. Gerade pflanzliche Produkte können da kritisch sein.
Genauso Wunden gleich wieder zu verschließen, viele Wunden müssen zuerst desinfiziert werden und dann ist sofortiges Verschließen nicht gut, und was sich in einer nicht desinifizierten, versiegelten Wunde abspielen kann will ich mir nicht vorstellen. Im Mittelalter wurde sowas wohl auch als Gottesurteil verwendet ("angeschmurgelte" Hand fest versiegelt und nach zwei Wochen nachgeschaut. War keine Wunde zu sehen, war derjenige unschuldig... )
Also lieber nur ein Pflaster drüber und gut. Ausströmendes Blut spült ja auch Schmutz aus der Wunde.
Bei kleineren Wunden ist Bepanten oder einfach Nivea gut, trockene Wunden können auch dazu führen, daß sich eine Wunde nicht schließt,weil die Ränder zu trocken sind und aufreißen oder sich nicht schließen.
howdy,
ich sehe, es hat sich doch gelohnt das theme mal anzusprechen :D.
das mit dem sekundenkleber verstehe ich aber immer noch nicht ganz. man stelle sich die situation mal ganz praktisch vor: ein recht tiefer schnitt, gerade nicht tief genug zum nähen. blutet natürlich erst mal wie sau, soll es ja auch. aber wie will ich die blutende wunde jetzt mit sekundenkleber zu kriegen? ich schaffe es doch im zweifelsfall nur, die wundränder für sekundenbruchteile trocken zu kriegen, dann suppt doch das blut wieder fröhlich raus. :confused:
ich habe doch streng genommen nicht mal flächen, die ich verkleben kann, sondern nur die wundränder.
ausserdem verfestigt sich der kleber bei druck, und wo kommt der her? soll ich etwa nen anderen finger auf der wunde festkleben...? :steirer:
und leider ist das halt, was, was man nicht mal "einfach so ausprobieren" möchte denn, hinterher sitze ich da, habe die rechte hand an der linken festgeklebt und neben der klebestellt suppt das blut raus und ich blute alles voll, während ich mit einem messer zwischen den zähnen versuche, den finger von der wunde runterzuschneiden... neee, nee, nee! ;)
Am geschicktesten geht das natürlich wenn der Schnitt noch frisch und innen vom Schock noch schneeweiß ist. Wenn man in dem Moment natürlich keinen Kleber griffbereit hat, hat man die beste Chance zum kleben vertan :D
Hi,
entweder wie Hanker sagt,
oder du lässt es ein wenig bluten, dann da Körperteil in die Luft (sind bei uns meist die Finger ;-), fest mit Kompresse draufdrücken (alternativ frisch gewaschens Küchenhandtuch - Kochwäsche), dann flott Kleber drauf, mit Hilfe einer zweiten Person gehts natürlich besser
also ich bin mehr der Fan der Klammerpflaster, das schliest nicht so luftdicht ab
und immer an Tetanusimpfschutz denken
ich laß die wunde meistens ein wenig ausbluten, ziehe den schnitt dann ein wenig auseinander,und pinkle ordentlich drauf und dann wird die wunde mit hansaplast versorgt,hat bei mir auch schon bei tieferen schnitten recht gut gewirkt,nachteil ist nur das die ein oder andere narbe bleibt.
Ich kann auch hier nicht besonders viel beitragen, denn normalerweise tu ich mir nur ganz bissi weh, drücke dann aber so lange herum, bis es ordentlich blutet, weil sonst erntet man ja kein Mitleid, außerdem sagt mein Vater immer, daß Wunden ausbluten sollen, das desinfiziert dann genug (wurde hier ja auch bestätigt).
Ich habe mich nur einmal verletzt - stilecht mit einem Messer - aber das ist 1,5 Jahre her und Dummheit muß bestraft werden. Das war, als ich einen Video-Pizza-Bettlieg - Tag eingelegt hatte, die Pizzaschachtel mitsamt einem scharfen Messer mit ins Bett nahm, fernsah und als mich die Müdigkeit überkam, trat ich Schachtel samt Messer aus dem Bett. Nach etwa 20 Minuten wohltuenden Schlafes läutete das Telephon, das etwa 4 Meter weiter weg stand. Mit einem verwirrten Hechtsprung verließ ich das Bett, nicht ahnend, wie das Messerchen zum Liegen kam .... hab gar nicht gewußt, daß Fußsohlen so genial durchblutet sind.
Verarztet wurde auf jeden Fall fluchend, mit viel Vodka (für´s Fussi, nicht für mich ;) ) und einem Verband mit so einem saugfähigen Polster in der Mitte. Überraschenderweise durfte ich feststellen, daß eine Wunde durchaus 5 Tage durchbluten kann. Als mir das Verbandsmaterial ausging, besuchte ich eine Apotheke, deren Verkaufsfee mir nahelegte nähen zu gehen, was ich natürlich ablehnte. Ich habe dann irgendeine Salbe bekommen und eine Menge hübscher Mullbinden.
Fazit: Irgendwann hört alles auf zu bluten, man braucht nur Geduld und Verbandszeug ;)
Was ich jedoch wirklich wissen möchte ist, wie notwendig die Auffrischung der Tetanusimpfung ist. Ich ging immer davon aus, daß wenn man eine Verletzung hat und ins Krankenhaus muß, die einem ohnehin das Ding reinjagen, daher erhielt ich meine letzte vor gut 20 Jahren. Regelmäßig lasse ich nur diese Kinderlähmungsimpfung auffrischen und Röteln, da letzteres für Frauen ziemlich ratsam ist.
Meinen Arzt will ich nicht fragen, weil mich der auch immer Zeckenimpfen will, was völlig sinnlos ist, da sich die einizige Botanik mit der ich in Kontakt komme auf meinem Fensterbrett abspielt. Meine leicht abnorme Furcht vor Insekten treibt mich weder in die Nähe von Baumen, noch von Wiesen - es hat sich auch noch nie so ein Tierchen in mir festgebissen. Frage ich also meinen Arzt sagt der mit Sicherheit, daß ich mich zwingend impfen lassen muß, aber das stellt meiner Ansicht nach seine Standardantwort dar.
Daher meine Frage: Was verhindere ich eigentlich genau, wenn ich geimpft bin, oder was fördere ich dadurch?
(Hoffentlich fällt niemandem auf, daß mein Pizzaerlebnis lediglich diese OT-Frage verschleiern sollte) :p
@puppal:
Nun, Rötelimpfung ist , glaub ich, ausschliesslich wichtig so man eine Leibesfrucht dereinst austragen möchte ! Deswegen wirds ja Jungmädels immer als "ach so wichtig" empfohlen wohl.
Vor TETANUS hatt ich als eingefleischter Hypochonder jahrelang animalische Angst. Aber mal ehrlich: Kennt IRGENDJEMAND hier im FORUM nur EINEN (real !) der mal Wundstarrkrampf wirklich HATTE ?? EBEN ! Ist wohl (verzeiht mir die Geschmacklosigkeit) ähnlich wie mit "AIDS", "BSE" und anderen "Schreckgespenstern": keiner KENNT wirklich jemanden der es tatsächlich hat. Zumindest in meinem "Umfeld".
Im übrigen: als Allergiker hab ich NACH der 1. der 3 Auffrischungstetanus-Spritzen für Tetanus vor 1 Jahr DERART fiese und fast bedrohliche REAKTIONEN gehabt , so dass ich fürderhin auf die weiteren 2 "Impfungen" gleich ganz verzichtet hab dann. Lieber trag ich nun im Garten lange Kniestrümpfe, derbe Beinkleider (falls man mal stolpert ! Schürfwunden usw !) und ganzjährig Handschuhe und schneid an keiner Pflanze mehr herum.
Hi Puppal
also Tetanusschutz hält so ca. 10 Jahre
wenn kein Impfschutz besteht muss eine erneute Imunisierung durchgeführt werden
d.h. eine Impfung, ca. 4 Wo. später die Nächste und dann nach einem Jahr noch mal ein, dann alle 10 JAhre eine Impfung
beim Verletzungsfall gibts bei der ersten Aktion zwei Impfungen ;-(
Tetanusinfekt hab ich auch noch keinen gesehn, ist aber meist tödlich
allergisch reagierne tu ich auch auf das Zeug
reinigt eure Messer mit Balistol, denn das desinfiziert auch ;-)
bei einer Schnittverletzung mit nem sauberen Messer würd ich mir da auch wenig Gedanken machen, aber im Wald mit schmutzigen Messer würd ich mich schon impfen lassen
Hi Puppal,
also gegen Tetanus würd ich mich auf jeden Fall impfen lassen, Wundstarrkrampf ist echt ne üble Sache und den Piekser merkt man doch gar nicht ;) Um ganz konkret zu werden, wenn du geimpft bist kannst du keinen Wundstarrkrampf kriegen, wenn du nicht geimpft bist und Pech hast, wirst du eventuell ganz, ganz starr :cool:
Und gratuliere, ne Wunde die 5 Tage blutet ist echt Wahnsinn, das hab ich noch nie geschafft :staun:
@ tornado : Ohja in Wunden reinpinkeln stell ich mir echt toll vor *würg*. Und was machst du jetzt wenn du grad nicht mußt ?? :haemisch:
Hi Nidan
Urin ist im normalfall steril und somit die perfekte Wundspülung
bei chron. Hauterkrankungen wird auch oft eigenurin zur Behandlung eingestetzt
und wenn es Dir im Wald ne böse Infektion erspart, kann man sich schon mal anstrengen
@Thommios: Hab mal kurz im Internet gesucht und folgendes zur Tetanusimpfung gefunden:
"Die Impfung wird von der Ständigen Impfkommission der Bundesrepublik Deutschland (STIKO) für alle Kinder und Erwachsenen empfohlen und muss regelmäßig aufgefrischt werden. Der Tetanus-Erreger ist weltweit überall vorhanden. Praktisch über jede Verletzung kann man sich infizieren, auch durch kleine wie zum Beispiel an Dornen bei der Gartenarbeit. Die Weltgesundheitsorganistation (WHO) schätzt das weltweite Vorkommen auf rund eine Million Fälle pro Jahr mit einer Sterblichkeit, bis zu 50 Prozent. Die Erkrankung ist dank der konsequenten Impfung der Bevölkerung in den Industrieländern relativ selten. So werden jedes Jahr in Deutschland nur ca. 10 - 20 Fälle gemeldet."
Bzgl Impfbeschwerden:
"Nebenwirkungen der Impfung
Die heutigen Impfstoffe sind gut verträglich. Früher verwendete man den kompletten, aber abgetöteten Tetanus-Erreger, was häufig zu harmlosen, aber lästigen Impfreaktionen mit Fieber führte. Die neuen Impfungen sind Toxoid-Impfstoffe, das heißt der Impfstoff besteht aus dem abgeschwächten Gift des Tetanus-Bakteriums.
Die Nebenwirkungen hängen von der Kombination der Impfstoffe ab. Der Tetanus-Impfstoff alleine ruft manchmal an der Impfstelle eine Hautrötung, eine kleine Schwellung oder Verhärtung hervor, die meistens von alleine wieder verschwindet. Auch Allgemeinbeschwerden wie Kopfschmerzen, Fieber und Abgeschlagenheit sind möglich. Nur selten klagen Patienten über allergische Reaktionen und Magen-Darm-Beschwerden."
Das oben ist die "aktive Impfung". Bei akuten Fällen wird passiv geimpft. Da erhält man gleich die Antikörper, die aus menschlichen Blut gewonnen werden.
Bzgl. Sinn und Unsinn von Impfungen: Die Pocken galten doch in den Industrieländern als ausgerottet, oder? Inzwischen wird überlegt wieder Massenimpfungen einzuführen - die USA haben damit schon begonnen. Hat übrigens nichts mit Angst vor Terroranschlägen mit Pockenerregern zu tun, sondern schlichtweg mit der Tatsache, dass es vermehrt Pockeninfekttionen gibt. Auch Tuberkulose tritt wieder deutlich häufiger auf...
DeadlyEdge
09.01.03, 21:46
Hi!
Das Beste für nicht allzu große Wunden, was ich gesehen/ausprobiert habe, war Bienenpropolis-Tinktur! Wirkung ist ähnlich wie bei dem bereits erwähnten Blutwurz - harte, robuste Kruste, die auch bei der Einwirkung von Wasser und Schweiß nicht so stark aufweicht wie normal. Und da es eine Tinktur ist, ist es auch steril und desinfizierend. Macht etwas komische Flecken an der Haut (also um der Wunde herum), aber was solls. Ob es das in den deutschen Apotheken gibt weis ich nicht.
Martin
PS: Bei tiefen Schnitten bringts natürlich nicht viel.
bepanten (di creme) aufzutragen, wie hier vorgeschlagen wurde, ist nicht gut, wenn man narbenbildung vermeiden will bzw. sie nicht noch unterstützen will. bei frischen schnittwunden macht sich das zeugs nicht so gut.
cheez
crashlander
09.01.03, 22:17
Original geschrieben von cheez
bepanten (di creme) aufzutragen, wie hier vorgeschlagen wurde, ist nicht gut, wenn man narbenbildung vermeiden will bzw. sie nicht noch unterstützen will. bei frischen schnittwunden macht sich das zeugs nicht so gut.
cheez
Klar, bei großen Wunden ist sowas nicht sinnvoll. Ich meinte auch eher so kleine Dinger wie beim Kartoffelschälen in den Finger schneiden beispielsweise. Gerade im Alltag werden die Hände ja oft belastet (Hände waschen, Arbeit usw.) und da ist eine pflegende Creme, die auch Wasser abhält, von Vorteil. Ich machs immer so.
Tetanus-Impfung ist sehr wichtig, Floppy hats ja toll ausgeführt. Also schön alle 10 Jahre hin. Rötelimpfung haben die Mädels meines Wissens damals in der fünften Klasse oder so alle bekommen. Wir hatten beim Bund ne Rötelepidemie, seitdem bin ich immun:D Mir wurde damals geraten, ich soll während der Krankheit niemanden schwängern, da sich die Krankheit fast 100%ig auf das Kind ausweitet und das kann wohl zu Mißgeburten führen.
Urin ist nur so steril wie du, also alle Blutparasiten und sonstiges (Alkohol, THC usw.) ist auch drin. Darum auch immer Urinprobe. Zum Wundenspülen passts aber IMHO. Salz-/Meerwasser ist übrigens ebenfalls gut geeignet.
Rötelimpfungen halten - laut Arzt - nur etwa 10 Jahre, dann sollten gebärfähige Frauen unbedingt auffrischen, oder zumindest den Impfschutz überprüfen lassen. (Also zwischen 13 und 50 in etwa).
Crashlander, dem Baby hättest Du nichts anhaben können, die Infektion der Mutter muß verhindert werden, weil das Kind ansonsten mit ziemlicher Sicherheit krank zur Welt kommt (ich glaube es besteh die Gefahr von Blindheit, lege dafür jetzt aber nicht meine Hand ins Feuer). Da ich Kinderkrankheiten gerne öfter als 1x hatte (zweimal auch als ich älter als 18 war) gehe ich in diesem Fall auf Nummer sicher, manches läßt sich nicht so leicht planen wie ein Urlaub ;)
Danke für die Wundstarrkrampfaufklärung - ich überlege mir das lieber wirklich, obgleich die Impfung ganz furchtbar wehtun soll, aber alle 10 Jahre sollte das wohl zu ertragen sein. Wundstarrkrampf ist also demnach Blutvergiftung, wenn ich das richtig verstanden habe, das mit dem blauen Streifen auf der Arminnenseite. Da ich im Sommer gerne barfuß gehe, empfiehlt es sich wohl doch ...
"Urin ist nur so steril wie du, ...." Ich hoffe, wir sprachen schon von unserem eigenen Produkt. Die Vorstellung meinen Wegbegleiter anzustupsen und zu fragen "Du, ich hab mich da verletzt, könntest Du nicht mal .... " denke ich lieber nicht zu Ende :irre:
Auf jeden Fall weiß ich jetzt, was ich definitiv nie haben möchte: Eine noch so leichte Platzwunde am Kopf mitten im Wald ;)
Original geschrieben von Puppal
obgleich die Impfung ganz furchtbar wehtun soll
wie kommst Du denn darauf?
sam
puppal wrote:
Daher meine Frage: Was verhindere ich eigentlich genau, wenn ich geimpft bin, oder was fördere ich dadurch?
ich gehe mal davon aus, du willstz wissen, was bei einer impfung überhaupt vor sich geht.
nicht so ganz einfach, aber ich versuchs:
wenn ein erreger eindringt, weiß das immunsystem erstmal nicht genau , welchen erreger es vor sich hat.
deshalb fängt sofort das sogenannte .unspezifische immunsystem an zu powern - das verstehen wir unter imfektion: vermehrte weiße blutkörper, mehr c-reaktives protein (crp), erhöhter puls, ergo mehr blutdurchfluss, husten, durchfall, fiber etc.
das führt dann zum erfolg oder auch nicht.
dann gibt es noch spezifische immunantworten, die konkret auf einen bestimmten erreger zugeschnitten sind.
dafür muss der körper den erreger kennen, sich seine merkmale einprägen und schon mal antikörper - das sind die bodentruppen - bereit halten.
deshalb erkrankt man an einigen krankheiten nur einmal im leben!
bei der impfung werden tote oder stark geschwächte erreger eingebracht, die dem IS ermöglichen, antikörper zu bilden, ohne dass es zu einer infektion kommt.
kommt dann der echte erreger, stehen die jungs in deinem blut gewehr bei fuss und der eindringling hat keine chance.
konnte man das jetzt nach vollziehen?
und zu spritzen: ich habe in den letzten 10 jahren mindestens 200-300 spritzen bekommen, die meisten davon in die vene - also schon mit etwas dünneren stricknadeln.
da darf man sich halt ned so anstellen, gell?
man sollte sich eventuell auch grippe impfen lassen. bei der letzten heftigeren grippewelle vorletzten winter gab es in deutschland immerhin ca. 7000 tote!!! :teuflisch
@thomios:
klar haben wir wenig tetanus-fälle. das liegt daran, dass hierzulande die durchimpfungsrate zumindest bis zu einem gewissen alter bei fast 95% liegt!!
also besser mal ab und zu einen kleinen piek abholen!!
bernd
Hi Puppal,
also was Wundstarrkrampf (Tetanus)genau ist, kannst du am besten hier http://www.mww.de/krankheiten/infektionskrankheiten/tetanus.html
nachlesen. Ich sag nur : Unschön, sehr unschön ! Und das dabei auftretende Grinsen sollte wohl auch nicht als ein Ausbruch gesteigerter Lebensfreude des Patienten fehl gedeutet werden :cool:
Was bei Impfungen genau passiert, hat darley so gut beschrieben, das kann ich mir sparen.
Die Tetanus-Impfung selber ist übrigens gar nicht schmerzhaft ! Ich bin so ziemlich gegen alles geimpft was man sich so holen kann und die Tetanus-Impfung ist da wirklich so ziemlich das harmloseste. Also keine Angst, das steckst du locker weg.
Kopfwunden im Wald ist schon wirklich was sehr lustiges, aber ich kann dich beruhigen, das blutet normalerweise wie blöd und braucht dann auch nicht extra sofort desinfiziert zu werden.
Ich find aber die Vorstellung, man sagt dann zu seinem Begleiter "Du, könntest du mir mal schnell auf den Kopf ...." zum Schreien komisch.
:glgl: :glgl:
Ok, überzeugt, ich danke Euch für die Antworten und Erklärungen ... hab gerade einen Termin am Montag beim Onkel Doktor gemacht.
@Nidan - ich wußte doch, womit ich Deine blühende Phantasie anregen kann :teuflisch
Es ist unter Medizinern durchaus nicht unumstritten, ob Impfungen mehr Vorteile als Nachteile bringen ...
Es ist unter Medizinern durchaus nicht unumstritten, ob Impfungen mehr Vorteile als Nachteile bringen ...
und Heilpraktiker kriegen dei Krise wenn die Impfung hören ;-)
ist wohl wieder wie mit allem
man muss den gesunden Mittelweg finden
Original geschrieben von kanji
ist wohl wieder wie mit allem
man muss den gesunden Mittelweg finden
Oh - ja danke, also geh ich am Montag dann ein bißchen impfen :p
crashlander
10.01.03, 11:00
Es ist unter Medizinern durchaus nicht unumstritten, ob Impfungen mehr Vorteile als Nachteile bringen ...
kommt halt drauf an was. Tetanus und Kinderlähmung ist in unseren Breiten einfach sinnvoll. Hepatitis a und b so langsam auch. Pocken kann man sich inzwischen sparen, da sind die Risiken halt zu hoch.
Es ist immer die Frage, ob die Vorteile die Nachteile überwiegen. Bei Erstgenanntem eben schon.
Vor kurzem hab ich mal was über einen deutschen Touri gelesen, der sich (weil nicht geimpft) in Ägypten mit Kinderlähmung angesteckt hat. jetzt sitzt er im Rollstuhl. Gerade als Urlauber sollte man nicht vergessen, daß in anderen Ländern der Impfschutz nicht so gut ist wie bei uns.
Hmmm, das mit der Urinlösung... lol, interessante Vorstellung mit der Kopfwunde:D
Original geschrieben von thommios
@puppal:
Vor TETANUS hatt ich als eingefleischter Hypochonder jahrelang animalische Angst. Aber mal ehrlich: Kennt IRGENDJEMAND hier im FORUM nur EINEN (real !) der mal Wundstarrkrampf wirklich HATTE ??
Kannst auch nicht kennen.:haemisch: :haemisch:
Auch heute verläuft die Krankheit überwiegen tötlich.
Wenn die ersten Symtome auftreten und der Arzt sofort die richtige Idee hat, liegen die Überlebensraten bei etwa 20% bei heftigsten Unannehmlichkeiten (z.B. künstliche Lähmung um die Krämpfe zu blocken.) Wenn erst noch einer rumrät und die Krämpfe vor der Behandlung eintreten war´s das.:(
Jede Nebenwirkung der Impfung wie Fieber, Schmerzen an der Stichstelle für 2 Tage oder Müdigkeit sind gegen diese Gefahr lachhaft.
P.S. Ich habe 2 Jahre lang Tetanuskulturen gezogen und bei 1 Patienten eine Probe entnommen.
sach ma - sind wir hier im kindergarten?
könnt ihr alle nicht mit messern umgehen?
ich sitze hier gerade beim messerschleifen und lese das es tatsächlich leute giebt, die sich mit messern schneiden!
ihr stellt euch an -
mir würde sowas NIE passieren!
autsch - schei##!!!!
http://www.frankroth.de/****_Foren/schleifen.jpg
;)
OT an
den Blutralleystreifen in der Garage (da hab ich mir den Finger an ner Kreissäge gekürzt) müsste man immer noch sehn, wär evtl. auch ma ein Bild wert
OT aus
dirty-harry
11.01.03, 20:54
Daher meine Frage: Was verhindere ich eigentlich genau, wenn ich geimpft bin, oder was fördere ich dadurch?
Sieh mal da nach: www.surfmed.at
gruß harry
Sorry fürs Nachkarten nach 5 Wochen, aber ich hab erst jetzt den ganzen threat gelesen.
Es geht mir um HankEr´s Aussage
Es ist unter Medizinern durchaus nicht unumstritten, ob Impfungen mehr Vorteile als Nachteile bringen ...Diese Aussage pauschal in einer Diskussion, in der es um Tetanus geht ist IMO gefährlich. Ich bin sicher, daß HankEr es nicht so gemeint hat, wie es rüberkommen könnte. Daher möchte ich das nochmal deutlich klar stellen:
Die Tetanus-Impfung ist unumstritten in der Schulmedizin. Über die Aussagen mancher "Heilpraktiker" diskutiere ich jetzt nicht.
Tetanus ist eine Erkrankung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Tode führt! Außer sie wird rechtzeitig erkannt und man überlebt die mehrwöchige intensivmedizinische Behandlung.
Eine große Zahl der Tetanus-Infektionen geht von Verletzungen aus, auf die wir noch nicht einmal ein Pflaster kleben würden. Der Erreger ist überall vorhanden.
Die Tatsache, daß die Erkrankung und die Erkrankungswahrscheinlichkeit oft verharmlost wird, liegt daran, daß es hierzulande fast keine Erkrankungen gibt - wegen der Impfung.
Also schön Impfen!
So das war jetzt sehr oberlehrerhaft aber notwendig.
HankEr: Nix für ungut. Wie gesagt, ich glaub, du hast es eh nicht so gemeint.
Zum Thema Urin hab ich noch einen kleinen Tip für Baderatten.
Bin vor vielen Jahren an der dalmatinischen Küste mal in einen Seeigel getreten. Das war vielleicht eine Sauerrei. Insgesamt 19 Stachel im Fuß, 5 konnte ich mit der Pinzette rausziehen, der Rest ist unter Hautniveau abgebrochen. Keine Chance. Unsere Gastgeberin, eine einfache Bäuerin sagte, ich solle ein Taschentuch nehmen drauf pinkeln und als Verband draufkleben und immer wieder "frisch" verbinden. (Man bis ich das verstanden hab. Ich kein Serbo-Kroatisch, sie nur minimal deutsch) Zuerst hab ich gedacht, die nimmt jetzt den Kapitalisten auf den Arm. Aber nach einem halben Tag Schmerzen und Humpeln hab, ichs dann doch so gemacht. Und siehe da: Die Schmerzen waren erträglicher und ...... im Laufe der nächsten 4 Tage kamen die Stachel über Hautniveau und ließen sich ziehen.
Da soll noch einer über alte Hausmittel schimpfen.
Servus sgian achlais
Ein Mittel das bei allen offenen Wunden sehr gut hilft ist Honig (kaltgeschleudert). Einfach dick auftragen, desinfizert und fördert die Wundheilung.
Die Survival Leute sollten sich die Spitzwegerichplanze zeigen lassen. Die wächst Überall und ist hervorragend zur Wundbehandlung geeignet,auch bei Insektenstichen wirkt sie hervorragend.
:super:
Original geschrieben von Yun
Das Desinfektionsmittel ist eigentlich egal. Ich nehme was gerade greifbar ist. Wenn ich die Wahl habe: Irgendetwas Jodhaltiges (z.B. Merfen)
(Erbsenzähler an)
Merfen ist Iodfrei, was auch ziemlich gut ist denn eine große Anzahl von Leuten reagieren allergisch auf Iod (10% schwebt mir noch im Hinterkpf rum).
(Erbsenzähler aus)
Solltest Du also einem Freund freundlicherweise ein Desinfektionsmittel verabreichen und er darauf allergisch reagieren bist Du gesetzlich wegen Körperverletzung dran.
Alex
also wenn ich auf drängen von freunden und familienmitgliedern ausnahmsweise meine verletzungen desinfiziere, benutz ich auch alles was rumsteht..:D
in gebrauch bisher: desinfektionsalkohol, merfen (ist übrigens hg-haltig), wasserstoffperoxid, pflaumenschnaps :irre:
die besten ergebnisse habe ich bis jetzt jedoch mit wasserstoffperoxid erhalten. (wunde, trotz beachtlicher grösse, innerhalb von 5 tagen faktisch verheilt) und ausserdem blubbert das so schöön :D:D:D
Original geschrieben von Becks
Solltest Du also einem Freund freundlicherweise ein Desinfektionsmittel verabreichen und er darauf allergisch reagieren bist Du gesetzlich wegen Körperverletzung dran.
Käse. Wo hast du das den her? :irre:
Original geschrieben von kababear
und ausserdem blubbert das so schöön :D:D:D
Bitte verzeih die Nachfrage: Was genau blubbert? Derjenige, der verarztet wird, vor Schmerz oder die Wunde?
H2O2 wird durch frisches Blut in H20+O2 gespalten -beliebter Versuch im Chemiepraktikum. Das freiwerdende O2 blubbert und schäumt mächtig.
Original geschrieben von sgian achlais
Käse. Wo hast du das den her? :irre:
Gut, dann eben ausführlich:
Die meisten Medikamente sind verschreibungspflichtig, d.h. Du brauchst ein ärztliches Rezept dafür. Manche Medikamente kannst Du rezeptfrei in der Apotheke kaufen ("apothekenpflichtig"). Für beide Medikamentenarten gilt: Du darfst sie legal NUR bei Dir selbst anwenden, Du darfst sie keinem Patienten "verordnen", das ist Sache eines Arztes. Auch die Weitergabe von rezeptfreien Medikamenten ist nicht legal - schließlich bist Du keine Apotheke.
Legal ist dieses Vorgehen nur wenn sich alle Teilnehmer (wichtig vor allem für organisierte Reisegruppen) die Liste der Medikamente von ihrem Hausarzt absegnen lassen, evtl. ergänzt um persönliche Anmerkungen wie etwa "Darf kein Penicillin V einnehmen".
Und wenn ich doch ein Medikament verabreiche ?
Gesunder menschenverstand, gute Freundschaft und der Zugzwang in Notsituationen verleiten Dich eventuell dennoch dazu, einem Tourenkollegen im ernstfall ein Medikament zu geben - illegal. Du solltest wissen daß dieses Vorgehen eine Körperverletzung darstellt (auch wenn Du damit sein leben rettest). Ob Erfolg oder nicht, eine Anklage gegen Dich ist möglich - so hart muß man's leider sehen.
Aus: Erste Hilfe Outdoor, Kapitel 6 der Outdoorschule Süd, geschrieben von P.Oster (
Lehramtsreferandar, Rettungsassistent, Wilderness Emergency Medical Technician).
Alex
Zum Glück gibt es ja übergesetzlichen Notstand! Und wenn man was nicht tut, dann ist es halt unterlassene Hilfeleistung.
Ich behaupte gar nicht daß das Gesetz sinnvoll ist, aber leider haben die juristischen Kaputtnicks vor Gericht überhaupt kein Verständnis für reale Probleme. Und dennoch sollte man sowas wissen, denn da kann man böse reingeritten werden, und das mit Absicht.
Alex
JEDER medizinische "Eingriff" ist Körperverletzung.
Deswegen muß der Patient auch zustimmen. Nur wenn er zustimmt, geht die Körperverletzung "straffrei" aus. Da ich nicht annehme, daß der Freund, den du "behandelst", gegen seinen Willen "behandelt" wird, erfüllt das den selben "Tatbestand".
Der Autor des Buches muß das, was du zitiert hast, in das Buch hineinschreiben, weil er verständlicherweise Angst hat, sonst "für Behandlungsfehler haftbar" gemacht zu werden. Das ist eine Sache, die auch in den meisten Medizin-Lehrbüchern gemacht wird.
Hast du schon einmal gehört, daß jemand verurteilt wird, weil ein Freund auf eine Aspirin allergisch reagiert hat? Das Urteil würde ich gerne mal sehen. Recht und Alltag klaffen auch in der Medizin weit auseinander. Daher ist "gesunder Menschenverstand" gefragt.
Servus sgian achlais
(Einer der täglich zig Körperverletzungen begeht.)
Aus aktuellem Anlass:
Passt beim Schneiden von Pferdefleisch auf.
Hab mir mit einem scharfen Windmühlen Yatagan beim Gulasch schneiden leicht den Handrücken angeritzt. Trotz Desinfektion und kleinem Pflaster (mußte ja fertig werden) hat sich das entzündet, ist mir in all den Jahren noch nicht passiert, muß also wohl am Fleisch liegen.
P.s. ich hab eigentlich alle Impfungen die man so normal braucht.
Ach ja und geschmeckt hats trotzdem.
Mfg, Mike
Neutralizer
01.05.03, 13:31
Mmmh, ja das ist so ein leidiges Thema mit den Schnittverletzungen. Hatte schon genug davon. Is nich ganz angenehm, aber mir is aufgefallen, dass man sich mit der Zeit dran gewöhnt. Ich trainiere mit dem Messer und na ja, man ist nicht immer voll bei der Sache. Bei kleinen Schnitten empfehle ich Speichel drauf zu tun. Machen die Tiere genauso...und die Wunde verheilt ziemlich schnell und hinter-
lässt auch keine Narben :hehe:
Aber wie siehts denn eigentlich mit Stichverletzungen aus :confused:
Das was jetzt kommt ist für die martialischeren Zeitgenossen unter uns :haemisch:
Eines Tages saß ich mit meinem besten Freund vor dem Computer und wir sahen eine DVD. Er hatte mir sein brandneues Messer zum angucken und befummeln mitgebracht :lechz:
Tja, das Teil war von united...diese lange schwarze Claw...sehr hübsch...sehr scharf...sehr spitz:glgl: ich kann das genau sagen, denn als ich damit eine meiner üblich Umgreif-Techniken ausprobieren wollte, löste sich das Band der Griffumwiklung (soviel zur Verarbeitung bei United:argw: ) und das Messer gab sich den Gesetzen der Schwerkraft hin...mit 9,81 Metern pro Sekunde zum Quadrat näherte es sich dem Erdmittelpunkt und wurde nur von meinem Oberschenkel gebremst...in dem es dann auch im Knochen stecken blieb...
Es war eine dieser merkwürdig religiösen Erfahrung, bei den man glaubt, dass man gleich die Regenwürmer grüßt :-)
Aber na ja, hat kein bisschen weh getan. Es war schon etwas irritierend, als ich das Messer rauszog, war meine Hose etwas rot. Ich stand auf und mein Freund war irgendwie so bleich wie eine weiße Wand. Ich sagte ihm, es sei nur ein Kratzer...ignorierend, dass meine Hose von ihrem Braun, jetzt komplett zu tief rot gewechselt war. Na ja, ich zog die Hose aus...und ein schönes...blutspritzendes Loch starrte mich da an...Weil Panik jetzt sinnlos gewesen wäre...ging ich zur Badewanne...bat meinen Freund einen Gürtel mitzunehmen und wir machten einen Druckverband, der seines Gleichen suchen musste...
Tja, 5 Mintuen Später kam noch ein Freund und weil wir kurz vorher das ganze Blut vom Boden gewischt hatten, bekam der gar nicht mit, das was passiert war. Als ich humpelte, meinte ich auf seine Frage, was passiert sei, ich hätte mir den Zeh gestoßen...
Es tat eigentlich kaum weh. Am Abend kamen meine Eltern, lösten den Druckverband und na ja, ihr Gesicht zu sehen...:teuflisch ´das wars wert. Die Wunde wurde leicht desinfieziert und es kam ein sehr großes Pflaster samt verband dran. Die Wunde war 2,5 cm lang und ziehmlich tief...#
Zum Abschluss kann ich sagen...was einen nicht umbringt, macht einen stark :hehe: und das selbst schlimmste Verletzungen oftmals mit einem einfachen Druckverband und nem großen Pflaster versorgt werden können...
Daraus lernen wir...wer seine Messer liebt, der sollte sie nicht nur schärfen und pflegen können, sondern er sollte auch ein Pflaster zu hause haben, dass mindestens so breit ist, wie sein größtes Messer hoch ist.,..
Unsere Gliedmaßen danken es uns :super:
BanzaiBany
01.05.03, 14:52
Hi Neutralizer
Das hätte auch ganz böse ausgehen könne. Erstens sollte man nicht bei Stichwunden und Pfählungen den Fremdkörper entfernen, weil dieser eine Korkenfunktion erfüllen kann. Und zweitens sitzt beim Oberschenkel eine ziemlich große Hohlvene...Wenn die verletzt worden währe, hast du schneller als dir Lieb ist weniger Vino Rosso im Body. :-)
Grüße Bany
Neutralizer
02.05.03, 00:14
Jepp, dass weiß ich. Problem bei der Sache war, dass das Messer umzukippen drohte, heißt, dass es mir den oberschenkel hätte aufreißen können bis zum geht nicht mehr. das rausziehen resultierte aus nem zu hastigem "Grabsch nach Messer, bevor umfällt" Reflex.
Die Vene habe ich um 1 cm verfehlt. :-)
Zum Thema Sekundenkleber (irgendwo auf Spiegel.de gefunden)
"Stimmt es eigentlich, dass Sekundenkleber sogar Nervenfasern verbindet?
Ja. Bereits kurz nach der Markteinführung des neuen Superklebers im Jahre 1958 unter dem Handelsnamen Eastman beantragte die gleichnamige Firma die Zulassung des Klebers für medizinische Zwecke. Fortan zogen Ärzte bei oberflächlichen Schnittwunden oder kleineren Operationen immer öfter den Kleber der Nadel oder Klammer vor. Heute lassen sich auf diese Weise sogar feinste Nervenfasern neurochirurgisch miteinander verbinden.
Sekundenkleber bestehen aus Cyanacrylat, eine klare Flüssigkeit, die unter sanftem Druck in Sekundenschnelle fest wird. Um diese rasante chemische Kettenreaktion auszulösen, genügt ein wenig Luftfeuchtigkeit. In der Medizin fällt der Klebstoff mit der Wundheilung nach wenigen Tagen ab, ohne zusätzliche Narben zu hinterlassen."
Hallo,
der thread ist ja schon alt, aber ich wollte noch einen Aspekt bei Schnittverletzung beleuchten, der bis jetzt in diesem umfangreichen ;) thread noch nicht angesprochen wurde:
vor vier Monaten wollte ich den Sicherungsring von meinem Opinel (Kohlenstoffstahl, sehr feine Schneide :haemisch: ) etwas lockern, bin leider abgerutscht und habe mich auf der Oberseite des rechten Zeigefinger geschnitten (mittleres Fingerglied). Nicht tief (ist ja nicht viel dran an der Oberseite eines Fingers), ca. 1,5 cm lang, hat ordentlich geblutet.
Die Wunde wollte ich einfach "Pflastern", meine Frau meinte, ich sollte doch besser in die Unfallambulanz (war Ostersamstag Abend).
War auch gut so, denn dort haben die erst Mal verschiedenes geprüft: Gefühl (wegen evtl. Nervenverletzung) und Beweglichkeit (Beugen und Strecken des Fingers gegen einen Widerstand). Und siehe da, es wurde festgestellt, dass die Strecksehne des Fingers glatt durchgeschnitten war. Wurde gleich operiert, danach sechs Wochen ruhiggestellt.
Ich hatte vorher nichts gemerkt (aber wegen des Schnitts auch nicht viel "Bewegungsübungen" :lechz: mit dem Finger gemacht).
Und die Moral von der Geschichte? Siehe Titel.
Gruß
Martin
Hallo,
ich habe mich mal mit einer Glasscherbe am Oberschenkel geschnitten (keine Ahnung wie :confused: ). Das Resultat war eine kaputte Hose und eine 4 cm lange, klaffende Schnittwunde, in der man das Fettgewebe erkennen konnte :haemisch: . Ich habe mir einen Druckverband angelegt und war zufrieden damit. Als es nach ca. 5 Stunden immernoch stark geblutet hat, habe ich mich überreden lassen, ins Krankenhaus zu fahren. Und das war eine gute Entscheidung, denn der Arzt in der Ambulanz hat mir gesagt, dass man nach mehr als sechs Stunden nicht mehr nähen könne :staun: .
Die Wunde wurde mit vier Stichen genäht. Das schlimmste an der ganzen Sache war aber ein Aufkleber in DIN-A6 Größe, der über die Wunde geklebt wurde. Es hat mich viel Überwindung gekostet den zu entfernen. Die Fäden habe ich mir auch selbst gezogen :hehe: .
MfG
Thomas
Chrisse242
13.08.04, 10:53
...dass die Strecksehne des Fingers glatt durchgeschnitten war. Wurde gleich operiert, danach sechs Wochen ruhiggestellt.
Ich hatte vorher nichts gemerkt (aber wegen des Schnitts auch nicht viel "Bewegungsübungen" :lechz: mit dem Finger gemacht).
Und die Moral von der Geschichte? Siehe Titel.
Gruß
Martin
Ungefähr zur gleichen Zeit habe ich das auch geschafft. Statt bei der Gartenarbeit ne Astschere zu holen wollte ich kleinere Äste mit meinem Benchmade Ares abschneiden. Weil ich an einen Ast nicht von unten dran kam hab ich ihn von oben, zum Körper hin abgeschnitten. (jaja, ist mir klar, selbst schuld.) Die Klinge ging durch den Ast wie durch Butter und direkt über dem ersten Glied in den Zeigefinder der rechten Hand. Mir war zum Glück sofort klar, dass das genäht werden muß. Ich hab auf dem Weg ins Krankenhaus vorsichtig versucht den Finger zu bewegen und es ging. Trotzdem hab ich vor Ort erfahren, dass die Strecksehne bis auf ein paar Fasern durch war. War nett zu sehen, wie die erst die Sehne, dann die Sehnenscheide und dann die Haut genäht haben. Ich hatte zum Glück nur eine Woche Gipsschiene und den Rest der Zeit ne vier-Finger-Kunststoffschiene die ich zwei mal am Tag zum Bewegen der anderen Finger abnehmen durfte.
Deshalb: Bei tieferen Schnittwunden am Finger sollte jeder der sich nicht sehr genau auskennt zum Arzt gehen. Ein steifer Finger ist kein Spaß, erst recht nicht, wenn man selbst dran rumgedoktort hat. Ich könnte mir vorstellen, dass Versicherungen bei Behinderungen die aus so einer Selbstverarztung resultieren schnell auf stur stellen.
Gruß, Chrisse
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